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Zugwind Roman | Ein Buch, das Mut macht: vom Leben einer jungen ukrainischen Ärztin und dem Versuch, Trost in alltäglichen Dingen zu finden

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24,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

39367

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/3,2 cm

Gewicht

348 g

Farbe

Khaki

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Jakob Walosczyk

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00800-0

Beschreibung

Rezension

Man muss dieses Buch lesen, um zu begreifen, wie es ist, den Krieg mit in das neue Land zu bringen. ("abendblatt.de")
Ein erschütternder Roman darüber, was ein Krieg mit den Seelen der Menschen macht. ("Freundin")
Umwerfend! ("Hamburger Morgenpost")
Trost bezieht der Roman aus einer ungeheuren Energie seiner Protagonistin. Angesichts der Einsicht in die eigene Sterblichkeit ist der Lebenswille umso unbändiger. ("Frankfurter Rundschau")
Wir haben nur ein Leben, und dieses eine Leben ist wertvoll. Dass Fingerova diese Losung nicht einfach behauptet, sondern sinnlich umsetzt, gehört zur Verführungskraft ihres Buches. In zig Szenen und witzigen Dialogen zeigt sie, wie Klugheit und Ambivalenz, Lebensfreude und Mitgefühl, Liebe und Schwermut koexistieren. ("Neue Zürcher Zeitung")
Iryna Fingerova erzählt mit Furor, Wehmut und Witz, was das Leben zwischen den Welten fordert. ("Emotion")
Wie hält man es aus, wenn die Welt um einen herum immer wieder zusammenbricht, in der der Alltag aber weitergeht? Iryna Fingerova gibt Einblicke in Lebensrealitäten, die der Krieg geformt hat. ("MDR "Artour"")
Was die Flucht mit den Menschen macht, davon erzählt Fingerova als Ärztin mit einer sachlichen, genauen Art. Aber auch mit einem sehr menschlichen Blick. ("SWR Kultur am Morgen")
Die Sprache in "Zugwind" ist eindrücklich, impulsiv und poetisch, inklusive Ausflügen in den magischen Realismus. In diesem Buch, das so schwere Themen wie Flucht, Vertreibung, Identitätsverlust behandelt, schwingen viel Optimismus und Hoffnung mit. ("SPIEGEL plus")
Iryna Fingerova ist ein starker Roman gelungen. ("MDR")

Produktdetails

Verkaufsrang

39367

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/3,2 cm

Gewicht

348 g

Farbe

Khaki

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Jakob Walosczyk

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00800-0

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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  • Bewertung

    5/5

    20.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tagebuch der Zerissenheit

    Jeder kennt die Nachrichtenbilder des Ukrainekriegs, doch wenige werden die Menschen dahinter wirklich kennen, die Geflüchteten, aber auch die zuvor schon Ausgewanderten. Was fühlen sie, welche Gedanken schwirren ihnen im Kopf rum, was lässt ihnen keine Ruhe, wie kommen sie in diesem neuen Leben klar? Die Autorin erkundet diese Fragen in einer Geschichte, die sich sehr persönlich anfühlt und liest. Die Gedanken der Protagonistin Mira, einer jungen Ärztin, die schon einige Jahre vor dem Krieg nach Deutschland gezogen ist, wirken so wie die Gefühle der Autorin selbst und sind dadurch besonders authentisch und bewegend. Der Schreibstil ist dabei sehr poetisch, auf fast jeder Seite kann man schöne Zitate finden, die einen tief treffen und die man auch öfters lesen möchte. Es wirkt teilweise ein wenig wie ein Tagebuch, als ob man all den Gefühlen im Kopf einen weiteren Raum geben möchte indem man sie auf Papier bannt. Dabei lernt man natürlich Miras Sicht sehr eindrücklich kennen und kann gut nachvollziehen, wie es ihr mit der Situation und all den schlimmen Dingen geht. Darf man noch glücklich sein, wenn in der Heimat Menschen sterben? Oder muss man es sogar? Wie soll man so seine Rolle als Mutter, Ehefrau oder Ärztin erfüllen? Dazu erzählt sie zusätzlich noch von all den Menschen, die geflüchtet sind, von ihren kleinen und großen Problemen im neuen Alltag und der Kriegssituation. Man fühlt sich den Ukrainer*innen mit jeder Seite näher, das was bisher in der Distanz war wird einem hier berührend nähergebracht. Dies ist kein Buch, das man schnell nebenbei zur Unterhaltung liest, stattdessen ein wunderschön geschriebenes Werk voller Emotionen und Wortschätzen.

  • Adele

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    14.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein authentischer Blick in die Lebenswelt ukrainischer Menschen in Deutschland

    Zugwind erzählt die Geschichte der ukrainisch stämmigen Ärztin Mira, die sich lange vor dem russischen Angriffskrieg mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ein Leben und eine berufliche Karriere in Deutschland aufgebaut hat. Mira stammt aus einer jüdischen Familie in Odessa und ist von dort einst selbst mit ihrem Mann nach Deutschland aufgebrochen. Mit dem Krieg in ihrem Heimatland gerät auch das hart erarbeitete, mittlerweile jedoch recht eingespielte und glückliche Leben in Deutschland zunehmend aus den Fugen. Wieviel Glück ist im Alltag erlaubt, während Familie und Freunde um ihr Land und Leben kämpfen? Man erlebt die Protagonistin zerrissen zwischen scheinbarer Normalität in ihrem Leben und Alltag in Deutschland als Ärztin und der Sorge um Familie und Freunde in der Ukraine. Verstärkt wird diese Zerrissenheit von der täglichen Arbeit in ihrer Hausarztpraxis, die sich schnell als Anlaufstelle für geflüchtete Ukrainerinnen herumspricht. Und so erlebt Mira auch hautnah die Nachrichten aus der Ukraine, die Sorgen ihrer Landsleute und auch deren Schwierigkeiten im gewählten Exil anzukommen, während ein Teil der Familie noch im Krieg lebt und um ihre Heimat kämpft. Mira wird hier oft von der Ärztin zur Sozialpädagogin und Therapeutin angesichts der Komplexität der Ansprüche. Dies alles erzählt Iryna Fingerova lebensnah und einfühlsam. Besonders berührt hat mich, wie die Protagonistin in ihrem Alltag als Ärztin ihren (ukrainischen) Patientinnen begegnet, mit so viel Verständnis und Empathie für deren Lebenswelt, weit über die medizinische Rollenbeschreibung hinaus. Neben dem Leben in Deutschland und dem inneren und äußeren Ringen um einen Umgang mit dem Krieg in der Ukraine stehen Passagen in denen die Protagonistin selbst zurück in ihr Heimatland reist und so einerseits ein authentisches Bild einer Gesellschaft im Krieg vermittelt. Über Erinnerungen an die Vergangenheit und ihr Leben und Aufwachsen in Odessa strahlt jedoch gleichzeitig eine Leichtigkeit und Schönheit in die Erzählung, die vermittelt, was der Krieg alles zerstört hat. Ich bin mittlerweile sehr vorsichtig mit autofiktionalen Romanen, die mich zuletzt oft enttäuscht haben. Zugwind war daher eine sehr positive Überraschung für mich, denn die Autorin hat ohne Zweifel schriftstellerisches Talent und nutzt dieses mit Zugwind gekonnt, um ein authentisches Bild der Lebenswelt ukrainischer Menschen in Deutschland zu vermitteln!

  • Isa.Literature.Love

    aus Hamburg

    5/5

    10.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ZUGWIND ist poetisch, mitfühlend, modern & klug

    »Wenn die Zukunft Dunkelheit bringt, muss man leben, solange es noch hell ist. Und wenn die dunkle Stunde kommt, ist es an der Zeit, Kerzen anzuzünden, denn Licht braucht jeder. Und jeder hat seine eigenen Kerzen.« (38) Mit ihrem Roman »ZUGWIND« hat sich die ukrainische Schriftstellerin, Autorin & Ärztin Iryna Fingerova direkt in mein Herz geschrieben Sie hat diesen (ihren dritten) Roman zu Teilen auf Deutsch und zu Teilen auf Ukrainisch geschrieben, übersetzt von Jakob Walosczyk. Aber zunächst: Worum geht es? Die Protagonistin und ICH-Erzählerin Mira ist Hausärztin, Mama einer kleinen Tochter & (Ehe-)Frau und lebt seit einigen Jahren mit ihrer Familie in Deutschland. Als in ihrer Heimat der Ukraine der Krieg beginnt, verliert auch Mira in Deutschland ihren Halt und stellt sich zwischen Ärztin-, Mama- & Familienalltag zunehmend existenzielle Fragen: Darf es mir in der Sicherheit gut gehen, während andere Menschen im Krieg leben? Wie geht dieses Mensch-Sein in Mitten all dieser Krisen, Kriege und unmenschlichen Zeiten? Ein ZUGWIND weht durch ihre Seele und lässt sie frieren — eine - von ganz vielen weiteren - wunderbaren Metaphern und Poetik, die die Autorin geschaffen hat. Die Autorin beschreibt sehr einfühlsam, wie sich innere Zerrissenheit, Sehnsucht, Empathie, Lebenshunger, Schuldgefühlen, Verantwortung, Vermissen und das Entwurzelt-Sein anfühlen können. »Ich möchte mit offenen Augen durch die Welt gehen, dies ist das Mindeste, was ich tun kann. Ja, manchmal zwickt das, aber besser so, als im Vakuum zu leben.« (247) »ZUGWIND« ist ein sehr modernes, kluges, mutmachendes, lebensbejahendes & wichtiges Buch, das zwischen Erzählarten wechselt: von sehr poetischen Absätzen bis hin zu prägnanten Beobachtungen und psychologischen Feinheiten. Mit ihrem so witzigen wie bissigen Sarkasmus und gleichzeitig einer Leichtigkeit trotz dieser Themenschwere schafft Iryna Fingerova einen ganz besonderen Roman, der sehr ins Herz geht. Ich kann es sehr empfehlen

  • LySch

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    30.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zugwind

    “Die Menschen unterschätzten die Anstrengung, die es kostet, in einer vollkommen neuen Realität zu überleben. Flucht ist keine Urlaubsreise. Flucht ist der Versuch, sein ganzes Leben in zwei Koffer zu zwängen und dabei um der Kinder Willen so zu tun, als wäre alles okay. Flucht ist die vollkommene Abhängigkeit von anderen Menschen und Bürokratie.” Mira Zehmann verließ vor einigen Jahren zusammen mit ihrem Mann die Ukraine und kam - in der Hoffnung auf ein neues, besseres Leben für sich und ihre kleine Tochter - nach Deutschland. Hier arbeitet sie als Hausärztin, ist Mutter, Partnerin, Freundin. Als in ihrer Heimat die ersten Bomben fallen, verliert sie sich zwischen ihren Wurzeln und ihrem aktuellen Leben, zwischen Schuldgefühlen gegenüber ihrer Familie und ihren Freunden in der Ukraine und der Sicherheit in Deutschland. Ein starker Zugwind rüttelt an ihr, er zieht sie zurück und wirbelt ihre Gefühle komplett durcheinander. Als sich herumspricht, dass sie ein offenes Ohr für ukrainische Patient*innen hat, wird sie zur Anlaufstelle Nummer 1. Mira wird zur Lebensberaterin, zur Therapeutin, zum Coach, zur Sozialarbeiterin. Denn hinter den Krankheiten und Diagnosen der Menschen steckt oft soviel mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Was bedeutet Krieg und Flucht für Menschen? Warum ist nicht “alles gut”, obwohl man doch in einem sicheren Land untergekommen ist? Wie findet man Sicherheiten, wenn um einen herum alles zerfällt? Mira ist da, hört zu, begleitet und ist innerlich doch zerrissen. Schließlich reist sie zurück in die Ukraine, trotz Krieg und aller Warnungen… Wow, einfach nur wow. “Zugwind” von Iryna Fingerova löste etwas in mir aus, das sich nur schwer in Worte fassen lässt. Es wirbelte meine Gefühle ordentlich durcheinander und schloss eine Lücke, von der ich nicht wusste, dass sie überhaupt existiert. Wie ein sanfter Lufthauch, der sich zu einer stürmischen Böe ausweitet, zog dieser Roman mitten durch mein Herz. Und hinterlässt dort für immer Spuren. “Wenn die Zukunft Dunkelheit bringt, muss man leben solange es noch hell ist. Und wenn die dunkel Stunde kommt, ist es an der Zeit Kerzen anzuzünden, denn Licht braucht jeder und jeder hat seine eigenen Kerzen. Es spielt keine Rolle, was einem Licht gibt.”

  • Bewertung

    5/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hochaktuell

    Mira Zehmann ist eine ukrainische Ärztin. Sie lebt in Deutschland und arbeitet in einer Hausarztpraxis. Als in der Ukraine der Krieg ausbricht ändert sich auch ihr Leben. Ihre Familie und Freunde, die in der Heimat leben, sind in Gefahr aber Mira versucht weiter zu funktionieren. Das gelingt ihr zunehmend schlechter. Sie hat Schuldgefühle. Darf sie ein gutes Leben führen und ihre Freunde und Familie erleben gerade einen Krieg? In ihrer Praxis begegnet sie immer mehr Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind. Verunsicherte Menschen kommen nicht nur wegen körperlichen Beschwerden, sondern möchten manchmal einfach nur reden. Sie fühlen sich oft nicht wohl in Deutschland, wollen eigentlich lieber in die Heimat zurück. Ein hochaktueller Roman, der uns literarisch zeigt, was Krieg mit den Menschen macht. Hier werden politische Themen mit einer persönlichen Geschichte verknüpft. Die Protagonistin ist sehr komplex. Sie kämpft gegen ihre innerliche Zerrissenheit. Berufliche Verantwortung, familiäre Verpflichtungen und die Sorge um ihre Familie und Freunde muss sie irgendwie verarbeiten. Die Arztpraxis wird immer mehr zu einem Treffpunkt für traumatisierte Patienten, die durch den Krieg gezeichnet sind. Auch das macht ihr immer mehr zu schaffen. Die Sprache empfand ich als sehr kraftvoll und eindringlich. Die persönliche Entwicklung von Mira konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, aber das ist gar nicht schlimm. Die Stärke des Romans liegt für mich klar in den vielen kleinen Geschichten und Momenten der Patienten, die einem fast die Luft anhalten lassen. Ein kluger, sehr intensiver und vielschichtiger Roman, den ich euch gern weiterempfehle.

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