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Es war nicht anders möglich Wild, witzig, wagemutig. Svenja Liesaus funkelnder, überraschender Roman

61

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.03.2026

Verlag

Rowohlt Berlin

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,6/13,1/2,8 cm

Gewicht

336 g

Farbe

Anthrazit / Avocado

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7371-0253-7

Beschreibung

Rezension

Rasant und pointensicher. ("Deutschlandfunk")
Mal lustig, mal traurig, mal kaputt - und immer geschrieben in einer sehr, sehr genauen Sprache. ("radioeins, RBB")
Svenja Liesau hat einen Roman geschrieben ... voller Trauer und Irrwitz, bietet heftigen, wie von wüster Poesie durchstoßenen Realismus. ("Nachtkritik")
Der Text ist ein Trip, mit Eloquenz, Humor und einem guten Sinn für die Wirkung von Sprache gestaltet, aber zugleich scheint er authentisch. ("Berliner Zeitung")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.03.2026

Verlag

Rowohlt Berlin

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,6/13,1/2,8 cm

Gewicht

336 g

Farbe

Anthrazit / Avocado

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7371-0253-7

Herstelleradresse

Rowohlt Berlin
Neue Promenade 5
10178 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Nina Albert

    5/5

    22.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Zwischen Nacht und Abgrund – Martinas taumelnde Suche nach Wahrheit und Wärme“

    Dieser Debütroman von Svenja Liesau ist kein sanfter Einstieg, sondern ein Sturz – hinein in eine Welt, die zugleich nach Bier, Sehnsucht und verlorenen Möglichkeiten riecht. Martina, eine Frau in der Schwebe, treibt durch ein Berliner Leben zwischen Nacht und Nüchternheit, zwischen Selbstflucht und verzweifelter Selbstsuche. Der Tod des Vaters wirkt dabei weniger wie ein Ende als vielmehr wie ein Riss, durch den alles Verdrängte nach oben drängt. In Briefen an ihn spricht sie, tastend und tobend zugleich, und genau hier entfaltet der Roman seine größte Kraft: in einer Sprache, die zärtlich streichelt und im nächsten Moment schneidend entblößt. Wie in einem düsteren Märchen wandert Martina durch Kneipen, die zu Zwischenreichen werden – bevölkert von gestrandeten Seelen, nächtlichen Philosophen und verlorenen Gewinnern. Diese Orte wirken wie magische Schwellen: zwischen Wirklichkeit und Abgrund, zwischen Trost und Selbstzerstörung. Berlin erscheint dabei nicht nur als Kulisse, sondern als lebendiges, atmendes Wesen – rau, flirrend, erbarmungslos ehrlich. Der Ton ist radikal: schnell, derb, manchmal obszön, oft von schwarzem Humor durchzogen. Man liest atemlos, als würde man mit überhöhter Geschwindigkeit durch seelische Landschaften rasen, in denen Schmerz, Wut und eine leise, kaum greifbare Hoffnung miteinander ringen. Dabei scheut Liesau nicht davor zurück, dorthin zu gehen, wo es weh tut – in die dunklen Kammern von Verlustangst, familiären Wunden und verdrängten Traumata. Und doch liegt in all der Finsternis etwas beinahe Märchenhaftes: ein flackerndes Licht, das sich nicht löschen lässt. Es ist die Suche nach Nähe, nach Wahrheit, nach einem Ort, an dem man bleiben darf – oder wenigstens kurz ankommen kann. Dieser Roman ist nicht bequem. Er fordert, verstört und berührt zugleich. Er lässt Distanz und Nähe nebeneinander bestehen, zwingt zur Auseinandersetzung und bleibt im Gedächtnis. Wer sich darauf einlässt, blickt in einen Abgrund – und entdeckt darin, ganz unerwartet, einen Funken Menschlichkeit. | 5

  • Nur Bunte Wolle im Kolf

    aus München

    5/5

    12.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Trauer zum Absturz führt

    Schon das Cover erregt Aufmerksamkeit. Es hat etwas von Traurigkeit und doch erinnert es einen auch an eine Feier. Ich musste direkt an den Moment denken, wenn die Party vorbei ist, keiner ist mehr da, aber die Deko steht im Raum, als würde es jeden Moment weitergehen. Genauso fühlt es sich an, wenn man einen Menschen verliert. Die Person ist weg, aber alles geht weiter, alles ist wie davor, als wäre nichts passiert. Niemand drückt auf Pause. Alles wirkt, als würde die Person gleich zurückkommen. Genau an diesem Punkt ist Martina, die ihren Vater gerade verloren hat. Auch wenn er nicht so richtig für sie da war, so hatte er doch einen Platz in ihrem Leben. Plötzlich ist dieser Platz leer, und mit dieser Situation versucht sie, klarzukommen. Wenn wir um einen Menschen trauern, dann akzeptiert die Gesellschaft das zu Beginn. Leider meinen viele, dass es klare Wege gibt, die die Trauer gehen. Wie hat man zu trauern, wie lange darf man trauern? Aber wenn du aus diesem Muster fällst, dann stellst du ein Problem dar, und genau dieses Thema wird im Buch behandelt. Wie reagieren wir, wenn Trauer unschön wird, zu lange dauert, die Reaktionen nicht wie erwartet sind? Martina hat den Boden unter den Füßen verloren und steht kurz vorm Absturz. Sie kommt mehr schlecht als recht mit ihrem Leben zurecht. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und ist gelebtes Berlin. Die Sprache im Buch fällt aus dem Standardrahmen, und ich empfehle, die Leseprobe erst zu lesen. Mir hat gerade der etwas andere Stil sehr gut gefallen. Absolute Leseempfehlung von mir

  • Bewertung

    5/5

    01.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abgrund!

    Abgrund. In Svenja Liesaus Erstling "Es war nicht anders möglich" tut sich ein wahrer Abgrund auf. Ein Abgrund, in den wahlrch niemand hinabblicken will. Die Verletzlichkeit der menschlichen Seele; was die Seele alles unternehmen könnte, um einen Schmerz nicht mehr spüren zu müssen. Ein Roman, der die Lesenden reihenweise in ihren Grundfesten erschüttern kann, mit Beschreibungen, die kaum aushaltbar sind (Triggerwarnung!). Zunächst fängt alles recht harmlos an. Wir lernen die 35-jährige Martina kennen, finanziel abgewirtschaftet in Berlin, ihre Lieblingsorte sind die Eckkneipen, Orte, an denen sie mehr Zeit verbringt, als in ihrer Wohnung. Sie beobachtet die Menschen, spricht mit den 'Frühamtagtrinkern' und trinkt selbst; ihre Gedanken schweifen immer wieder ab, hin zu ihrem verstorbenen Vater, der schon vor seinem Tod eher ab- als anwesend war; Martina schreibt Briefe/SMS an ihren toten Vater; Martina dissoziert immer wieder; von niemandem in der Welt gehalten verliert sie immer mehr den Halt. Beziehungslos und ohne (liebevolle) Beziehung zu sich selbst versucht sie schließlich auf fatale Weise sich selbst Mutter zu sein, sich 'neu zur Welt zu bringen' und entgleitet endgültig... bis sie dann in der Geschlossenen erwacht... Ein phänomenales Debut!!!

  • Bewertung

    aus Rösrath

    5/5

    01.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abgrund...

    In Svenja Liesaus Erstling "Es war nicht anders möglich" tut sich ein wahrer Abgrund auf. Ein Abgrund, in den wahlrch niemand hinabblicken will. Die Verletzlichkeit der menschlichen Seele; was die Seele alles unternehmen könnte, um einen Schmerz nicht mehr spüren zu müssen. Ein Roman, der die Lesenden reihenweise in ihren Grundfesten erschüttern kann, mit Beschreibungen, die kaum aushaltbar sind (Triggerwarnung!). Zunächst fängt alles recht harmlos an. Wir lernen die 35-jährige Martina kennen, finanziel abgewirtschaftet in Berlin, ihre Lieblingsorte sind die Eckkneipen, Orte, an denen sie mehr Zeit verbringt, als in ihrer Wohnung. Sie beobachtet die Menschen, spricht mit den 'Frühamtagtrinkern' und trinkt selbst; ihre Gedanken schweifen immer wieder ab, hin zu ihrem verstorbenen Vater, der schon vor seinem Tod eher ab- als anwesend war; Martina schreibt Briefe/SMS an ihren toten Vater; Martina dissoziert immer wieder; von niemandem in der Welt gehalten verliert sie immer mehr den Halt. Beziehungslos und ohne (liebevolle) Beziehung zu sich selbst versucht sie schließlich auf fatale Weise sich selbst Mutter zu sein, sich 'neu zur Welt zu bringen' und entgleitet endgültig... bis sie dann in der Geschlossenen erwacht... Ein phänomenales Debut!!!

  • Bewertung

    5/5

    25.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Puh! Das muss mal verdaut werden

    Der Debütroman von Svenja Lisau ist keine leichte Kost. Martina die Hauptprotagonistin irrt durch ihre Welt, in der sie ohne Alkohol und Drogen nicht mehr zurecht kommt und sich dabei immer weiter verliert. Der Tod ihres Vaters scheint sie komplett aus der Bahn zu werfen. Ich habe zu beginn erwartet einen Roman über Abschied und Trauerarbeit nach dem Verlust des Vaters zu lesen. Allerdings entpuppte sich der Roman als eine wilde Achterbahnfahrt durch die Gedankenwelt einer psychiatrisch erkrankten Frau. Ohne Schnörksel und beinhart. Der Roman ist aufgrund des interessanten Schreibstils und versteckten, feinen Humor lesenswert. Der Inhalt ist bestimmt nicht für jederman/jederfrau da es doch recht harter Tobak ist. Meiner Meinung nach ein gelungenes Buch und lesenswert. Man muss sich darauf einlassen können, in eine etwas andere Realitätswahrnehmung und Suchtgedanken gezogen zu werden und muss diese, manchmal grausamen und ekelhafte Lebenswelt von Martina aushalten können.

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