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Band 2 Neu

The Thief and the Traitor Bride Roman

Aus der Reihe The Hand and the Heart
1

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

940

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.10.2026

Verlag

Piper

Seitenzahl

576

Maße (B/H)

13,8/22 cm

Gewicht

696 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Hand and the Heart

Übersetzt von

Simon Weinert

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-71032-9

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

940

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.10.2026

Verlag

Piper

Seitenzahl

576

Maße (B/H)

13,8/22 cm

Gewicht

696 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Hand and the Heart

Übersetzt von

Simon Weinert

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-71032-9

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

Email: info@piper.de

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  • Bewertung

    aus Hamburg

    4/5

    28.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Liebe auf Verrat trifft – eine Geschichte über Vertrauen, alte Wunden und zweite Chancen

    Mit The Thief and the Traitor Bride erzählt V. L. Bovalino eine Fantasygeschichte, die für mich vor allem durch ihre Figuren und die komplizierte Beziehung zwischen ihnen lebt. Statt ausschließlich auf große Schlachten, spektakuläre Magie oder eine möglichst rasante Handlung zu setzen, nimmt sich die Autorin viel Zeit dafür, ihre Charaktere mit ihren Fehlern, Ängsten, Entscheidungen und Gefühlen zu zeigen. Dabei verbindet sie Fantasy, Geheimnisse, politische Spannungen und eine Romance, die alles andere als unkompliziert ist. Gerade diese Mischung hat das Buch für mich interessant gemacht. Im Mittelpunkt stehen Nore und Caspian. Beide tragen eine gemeinsame Vergangenheit mit sich herum, die ihre Beziehung bis in die Gegenwart beeinflusst. Sie waren sich einmal sehr nah, doch zwischen ihnen stehen Verletzungen, Misstrauen und Entscheidungen, die nicht einfach rückgängig gemacht werden können. Ausgerechnet diese beiden müssen wieder miteinander zu tun haben und sich aufeinander verlassen. Für mich entsteht daraus eine der interessantesten Komponenten des Buches: Die beiden müssen nicht erst herausfinden, ob sie sich mögen. Das Problem ist vielmehr, ob sie nach allem, was zwischen ihnen passiert ist, überhaupt wieder Vertrauen aufbauen können. Ohne zu viel vorwegzunehmen, lässt sich sagen, dass die Geschichte immer wieder neue Fragen aufwirft. Nicht jede Person verfolgt offensichtlich das Ziel, das man zunächst vermutet, und auch bei den Hauptfiguren verändert sich die eigene Einschätzung im Verlauf. Die Handlung entwickelt sich dabei eher Schritt für Schritt. Einige Zusammenhänge werden bewusst erst später deutlicher, wodurch man als Leser immer wieder seine eigenen Vermutungen hinterfragen kann. Mir hat besonders gefallen, dass Nore und Caspian nicht einfach gemeinsam in ein Abenteuer geschickt werden und anschließend automatisch wieder zueinanderfinden. Ihre Vergangenheit bleibt ein wichtiger Bestandteil ihrer gemeinsamen Geschichte. Die Entwicklung entsteht dadurch, dass sie miteinander konfrontiert werden und sich gegenseitig immer wieder neu einschätzen müssen. V. L. Bovalinos Schreibstil empfand ich als atmosphärisch, detailreich und stark auf die Figuren konzentriert. Sie lässt ihren Charakteren Raum, wodurch man ihre Gedanken und Unsicherheiten besser nachvollziehen kann. Besonders die emotionalen Zwischentöne spielen eine wichtige Rolle. Nicht alles wird sofort ausgesprochen, und gerade das sorgt zwischen den Figuren für Spannung. Gleichzeitig verlangt dieser Schreibstil etwas Geduld. Die Geschichte nimmt sich Zeit, Zusammenhänge aufzubauen und die Charaktere weiterzuentwickeln. Wer ein durchgehend hohes Tempo erwartet, könnte deshalb manche Passagen als etwas ruhig empfinden. Für mich hat das grundsätzlich funktioniert, auch wenn ich mir an einigen Stellen einen etwas strafferen Handlungsverlauf gewünscht hätte. Nore war für mich eine besonders interessante Figur. Sie wirkt nach außen stark und kontrolliert, doch im Verlauf der Geschichte wird deutlich, wie viel sie tatsächlich mit sich herumträgt. Ihre Vergangenheit beeinflusst ihre Entscheidungen und vor allem ihren Umgang mit anderen Menschen. Dabei fand ich gerade ihre widersprüchlichen Seiten interessant. Sie kann entschlossen und selbstbewusst sein und gleichzeitig Momente haben, in denen ihre Unsicherheit deutlich wird. Dadurch wirkte sie auf mich menschlicher und weniger wie eine typische Fantasyheldin, die immer genau weiß, was sie tun muss. Auch Caspian bekommt genügend Raum, um mehr zu sein als nur Noras romantischer Gegenpart. Seine Vergangenheit und seine Entscheidungen spielen eine wichtige Rolle dabei, warum Nore Schwierigkeiten hat, ihm zu vertrauen. Gleichzeitig muss auch er sich mit seinen eigenen Fehlern und den Konsequenzen seiner Entscheidungen auseinandersetzen. Ich mochte, dass ihre Beziehung Zeit bekommt. Die beiden müssen sich nicht innerhalb weniger Kapitel wieder vollkommen nahekommen. Stattdessen gibt es Zweifel, Zurückhaltung, alte Gefühle und Situationen, in denen man merkt, dass zwischen ihnen noch längst nicht alles geklärt ist. Besonders interessant fand ich die Frage, ob Liebe tatsächlich ausreicht, wenn Vertrauen einmal zerstört wurde. Für mich war die Romance deshalb dann am stärksten, wenn sie nicht nur romantisch, sondern auch unbequem wurde. Mein größter Kritikpunkt ist das Tempo. Es gibt Passagen, bei denen die Geschichte für meinen Geschmack etwas länger braucht, um voranzukommen. Gerade wenn man wissen möchte, wie bestimmte Geheimnisse aufgelöst werden oder wie sich die Beziehung zwischen Nore und Caspian entwickelt, hätte ich mir teilweise etwas mehr Dynamik gewünscht. Auch die vielen Informationen und Zusammenhänge verlangen Aufmerksamkeit. Man sollte das Buch nicht unbedingt mit der Erwartung lesen, dass eine Handlungsepisode direkt auf die nächste folgt. Für mich hat das verhindert, dass ich durchgehend vollkommen gefesselt war. Wer die Welt bereits aus The Second Death of Locke kennt, dürfte einen besonderen Vorteil haben, weil man bereits mit dem Hintergrund vertraut ist und Entwicklungen innerhalb dieser Welt besser einordnen kann. Trotzdem liegt der Schwerpunkt von The Thief and the Traitor Bride auf Nore und Caspian und ihrer eigenen Geschichte. Deshalb kann man grundsätzlich auch mit diesem Band einsteigen. Ich persönlich würde allerdings empfehlen, zuerst den Vorgänger zu lesen. Nicht, weil man sonst überhaupt nichts versteht, sondern weil die Reihenfolge meiner Meinung nach das gesamte Leseerlebnis runder macht und man die Welt bereits mit einem anderen Blick betritt. Beim Lesen hatte ich vor allem ein Gefühl von Misstrauen und Neugier. Ich wollte wissen, welche Entscheidungen in der Vergangenheit tatsächlich getroffen wurden, was zwischen den Figuren passiert ist und ob Nore und Caspian irgendwann wieder einen Weg zueinander finden können. Gleichzeitig gab es immer wieder Situationen, in denen ich beide verstehen konnte, obwohl sie teilweise sehr unterschiedliche Entscheidungen treffen. Gerade das hat mich zum Nachdenken gebracht: Wie weit darf man gehen, wenn man jemanden schützen möchte? Wann wird Verschweigen zu Verrat? Und kann man einen Menschen wirklich wieder in sein Leben lassen, wenn man ihm einmal nicht mehr vertrauen konnte? Solche Fragen haben die Geschichte für mich emotionaler gemacht. Für mich lohnt sich das Buch vor allem wegen seiner Figuren. Die Geschichte stellt nicht nur die Frage, ob zwei Menschen wieder zueinanderfinden können. Sie beschäftigt sich auch damit, ob man nach Fehlern überhaupt noch einmal neu anfangen kann. Gerade die Kombination aus Fantasyhandlung und emotionaler Beziehung macht das Buch interessant. Man bekommt keine reine Romance und auch keine Fantasygeschichte, bei der die Liebesgeschichte nur am Rand existiert. Beide Bereiche beeinflussen sich gegenseitig. Ich kann das Buch empfehlen, besonders wenn ihr Fantasy, Slow Burn, Second Chance Romance, Geheimnisse, komplizierte Charaktere und emotionale Konflikte mögt. Für mich ist es eine Geschichte, bei der nicht nur die Frage spannend ist, was als Nächstes passiert, sondern vor allem, ob zwei Menschen nach allem, was zwischen ihnen geschehen ist, überhaupt noch einmal lernen können, einander zu vertrauen.

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