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Nava Ebrahimi

1. Und Federn überall

Und Federn überall Roman - Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2025

4

16,39 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Sarah Sandeh + weitere

Spieldauer

9 Stunden und 6 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

29.09.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

137

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844555875

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Spieldauer

9 Stunden und 6 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

29.09.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

137

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844555875

Herstelleradresse

Der Hörverlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: info@service.penguinrandomhouse.de
Url: www.penguinrandomhouse.de
Telephone: +49 800 5003322
Fax: +49 89 41363333

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  • xxholidayxx

    5/5

    02.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Tag, sechs Leben & die Frage nach unserer Menschlichkeit

    "Und Federn überall" ist der neuste Roman von Nava Ebrahimi, erschienen bei Luchterhand und war 2025 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin erzählt darin von sechs Menschen in einer norddeutschen Kleinstadt, deren Leben sich an einem einzigen Montag auf unerwartete Weise berühren. Im Zentrum: Arbeit, Migration, Klassismus und die Frage, wie Menschlichkeit unter ökonomischem Druck bestehen kann. Meine Meinung Dieses Buch war mein erstes von Nava Ebrahimi und ganz sicher nicht mein letztes. Ich hatte es mir bereits als Rezensionsexemplar gesichert, doch erst ihre persönliche Vorstellung und kurze Lesung auf der Buch Wien durch die Autorin haben mich wirklich hineingezogen. Dann ging alles schnell: Zwei Tage, und ich war durch :D Was mich besonders begeistert hat, sind die vielschichtigen, extrem lebensnah gezeichneten Figuren. Sechs Perspektiven, die sich klar voneinander unterscheiden lassen und zunächst scheinbar lose nebeneinander stehen, bis sich am Ende alles verdichtet. Dieses finale Bild, in dem alle Fäden zusammenlaufen, werde ich so schnell nicht vergessen. Mehr möchte ich dazu an der Stelle nicht sagen. Ebrahimi schreibt präzise, politisch und zugleich zutiefst empathisch. Sätze wie „Die Wirtschaft hasste es, von Menschen abhängig zu sein.“ (S. 45) oder „Hinter einem Schreibtisch sitzen, dazu brauchte es nur ein kleines bisschen Mitdenken.“ (S. 124) legen schonungslos offen, wie Klassismus, Leistungsdenken und Entmenschlichung ineinandergreifen. Fazit "Und Federn überall" ist ein Roman, der mitten aus dem Leben schreibt und dabei erstaunlich leise und kraftvoll zugleich ist. Das offene Ende mag irritieren, fühlt sich aber konsequent an. Für alle, die Gesellschaftsromane mit Tiefgang lieben. Danke an @netgalleyde und @luchterhandliteratur für das Rezensionsexemplar.

  • Bewertung

    aus Leipzig

    5/5

    04.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Entscheidungen und Konsequenzen

    Entscheidungen und Konsequenzen Können wir unser Leben immer so beeinflussen, wie wir es gern würden? Oder sind da Hürden im Weg, die wir nicht bestimmen können? Sechs Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verbringen einen Tag in der Stadt Lasseren und sie begegnen sich bewusst oder unbewusst und ihre Handlungen werden einiges beeinflussen. Sonia, alleinerziehende Mutter, hofft auf einen besseren Job. Ingenieurin Anna kämpft um den Erfolg ihres Projekts im Geflügelschlachthof Möllring. Merkhausen, einsam, träumt von einem neuen Anfang und der geflüchtete Afghane Nassim sucht Halt in seiner Liebe zu der älteren Justyna und in seinen Gedichten. Ein kleiner Unfall von Nassim bringt dann eine Geschichte ins Laufen, die alle beeinflussen wird. Ich habe das Buch geliebt. Es ist zwar am Ende eine Erzählung, wie sie sich gerade jetzt irgendwo abspielen könnte, doch die Autorin hat Worte und Beziehungen der Figuren untereinander gefunden, die mich ganz in das Leben der Figuren haben eintauchen lassen. Ich kann gut nachvollziehen, warum es auf der Longlist des deutschen Buchpreises gelandet ist. Es ist nicht stürmisch und jagt von einem Ereignis zum nächsten, sondern erzählt mit einer ganz eigenen Kraft die Geschichte der Protagonisten. Ihre Gedanken, Handlungen und Gespräche sind nahbar und lassen einen mit Fragen zurück. Ob und wie man selbst gehandelt hätte. Wie wäre es dann verlaufen? Hätte man es besser machen können? Ein starkes Buch, das noch viel mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte.

  • @ivyliestalles

    aus Niedersachsen

    5/5

    29.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderbar

    Was für ein sprachgewaltiges Buch. Und dabei kommt es so leise daher. Die Autorin schafft es von Seite an eins an, mich in diese Geschichte abtauchen, die Charaktere spüren zu lassen. Ihre Ohnmacht, Wut, Nöte. Alle Protagonist*innen müssen sich beweisen. Als Mutter, als Mann auf der Suche nach einer Frau, als Mitarbeiterin. Wir begleiten sie dabei, wie sie sehnsüchtige Blicke auf Fremde und deren angebliche Sorglosigkeit werfen. Dabei können sie gar nicht wissen, was diese Menschen bewegt, welche Nöte sie haben. Es ist ein Buch über das Scheitern, über Hilflosigkeit. So wie wir sie alle schon mal in der ein, oder anderen Situation erlebt haben. Es geht um Entscheidungen. Gegen das Herz, für die Vernunft. Und das macht die Protagonisten in diesem Buch so nahbar. Sie sind wie du und ich. Mit allen Ecken und Kanten. Es geht in dieser Geschichte um Entfremdung und darum Heimat zu finden. Ein Buch das mich beeindruckt hat und dessen Protagonisten mich einfach so sehr berührt haben. Alle auf ihre ganz eigene Art. Mit ihrer Wut, ihrer Angst, aber auch der zarten Hoffnung. Ich denke unheimlich oft an das Buch zurück. Der wunderbare Schreibstil von Nava Ebrahimi hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Auf der gesamten Szenerie liegt etwas drückendes. Ich konnte es nicht greifen, aber schon alleine die Hühner-Schlachtanlage als Handlungsort machte mich beim Lesen ganz leise. Und das hier, auf die eine oder andere Art, alle Stränge zusammenlaufen, an diesem eigentlich unwirtliche Ort, ein Platz der Kälte und der Endlichkeit, steht einfach für sich. Für mich ein wunderbares Buch über Menschen und ihre Leben. Mit kleinen, feinen Nuancen. Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. 4,5 Sterne

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    28.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sechs Schicksale, ein Ort. Wunderbar erzählt. Literatur vom Feinsten.

    Sechs Menschen, sechs Charaktere, sechs Schicksal – und doch die ein oder andere Gemeinsamkeit. Zumindest der Ort im Emsland, in dem sie leben, dominiert von der großen Hühnerfabrik, verbindet sie unweigerlich miteinander. Der Firmenchef ist bigott, erzkatholisch – macht auch keinen Hehl daraus, und schlachtet und verarbeitet dennoch jeden Tag abertausende Lebewesen. Anna, eine Prozessoptimiererin, soll Wege finden, um die Leistungsfähigkeit der Anlagen zu steigern – um letztendlich Personal einzusparen, welches akribisch Sekunde für Sekunde die Hühnerbrüste abtastet und auf die „wooden breast“ kontrolliert. Verhärtungen, die das „Produkt“ unbrauchbar machen. Sonja ist eine dieser Arbeiterinnen, die von einer Beförderung in die Verwaltung träumt und sich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereitet. Allenerziehend, mit einer pubertierenden Tochter, wird auch ihr Alltag immer öfter zu einer übermenschlichen Herausforderung. Merkhausen sitzt in der Firma in der Führungsetage, muss Härte und Dominanz demonstrieren, und zeigt privat doch ganz andere Eigenschaften. Er hat obsessive Vorliebe für polnischsprachige – oder stämmige Frauen, erinnern sie ihn doch an seine Großmutter, an die er mit Wehmut zurückdenkt. Datingportale sollen ihm dabei helfen, und er findet Justyna, die selbst in ein besseres Leben flüchten möchte. Kurzerhand schlägt sie Merkhausen einen Deal vor. Nassim, ein geflüchteter Afghane mit Aufenthaltsstatus, ist Dichter, und setzt auch darin seine Hoffnungen auf den gewährten Asylantrag. Er ist stark sehbehindert, und ein Unfall beschert ihm größere Aufmerksamkeit, als ihm lieb ist. Und ausgerechnet der Firmenchaf möchte ihn in einer presseinszenierten Darbietung finanziell etwas unterstützen. Achja – und er unterhält eine Beziehung mit seiner Nachbarin Justyna. Und schließlich erzählt Roshi, eine deutsch-iranische Schriftstellerin, als einzige der handelnden Personen aus der Ich-Perspektive. Sie wird von Nassim gebeten, seine Gedichte ins Deutsche zu übersetzen – und reist nach anfänglichem Widerstand von Köln ins Emsland. Und soviel sei noch verraten: der Showdown verspricht sehr interessant zu werden. Nava Ebrahimi beschreibt ihre Figuren liebevoll, sehr authentisch und plastisch. Jede*r Protagonist*in ist mitten aus dem Leben gegriffen, könnte ein*e Bekannte*r sein, ein*e Nachbar*in; einfach lebensecht. Sie packt viele Themen in diesen literarisch hochwertig verfassten Roman, spricht vieles von dem an, was in unserer Gesellschaft auf menschlicher Basis schief läuft. Sie lässt die Menschen leiden, hoffen und bangen – und gibt jeder und jedem sein ganz eigenes Setting. Und Federn überall – wir alle müssen „Federn lassen“, (nicht nur die Hühner), im täglichen Kampf, was nicht selten zu Verhärtungen führt. Sehr gerne gelesen, und eine große Leseempfehlung für diesen Roman von Nava Ebrahimi, der es auf die Longlist zum Deutschen Buchpreis geschafft hat.

  • helena

    aus Potsdam

    5/5

    09.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Originell und sehr vielschichtig

    Die Handlung spielt an einem Tag im Emsland, in einer provinziellen Kleinstadt, deren wichtigster Arbeitgeber ein Geflügelkonzern ist. Was zunächst nach einer eher trockenen Ausgangslage klingen mag, entpuppt sich als alles andere als langweilig. Im Zentrum stehen sechs sehr unterschiedliche Figuren: Nassim, ein halbblinder Dichter aus Afghanistan; Rosha, eine iranische Schriftstellerin; Justyna aus Polen, die in der Altenpflege arbeitet; Anna aus Siebenbürgen, die eine selbstentwickelte Kameratechnologie an den Geflügelkonzern verkauft; Merkhausen, Prozessoptimierer im selben Unternehmen; und schließlich Sonia, eine alleinerziehende Mutter, die am Fließband des Konzerns arbeitet. Kapitelweise wechseln die Perspektiven, sodass man die Ereignisse abwechselnd durch die Augen dieser Figuren erlebt. Ihre Lebenswege kreuzen sich, beeinflussen einander und eröffnen immer neue Blickwinkel. Jede Figur ist facettenreich, einfühlsam und nahbar gezeichnet. Viele haben Migrationserfahrungen, entweder persönlich oder durch ihre Familien. Alle Figuren sind von einer Grundspannung durchzogen: Sie stehen an Wendepunkten, sind unzufrieden, ringen mit den Grenzen ihres Handlungsspielraums, sei es durch ökonomische Abhängigkeit, gesellschaftliche Strukturen, durch familiäre oder kulturelle Prägungen oder durch eigene Lebenserfahrungen. Sie müssen Entscheidungen treffen, Momente des Ausbruchs und kleine Verschiebungen werden sichtbar, auch Überreaktionen. Besonders faszinierend fand ich die Dichte und Vielfalt der Themen. Neben eindringlichen Einblicken in die Lebensrealitäten der Figuren verwebt die Autorin kunstvoll ein spannendes Kapitel deutsch-polnischer Geschichte, das mir bislang unbekannt war. Ebenso überzeugend sind die gesellschaftskritischen Dimensionen: Fragen von Migration und Integration, Kapitalismuskritik, Tierschutzfragen, die Thematisierung des (mir bislang ebenfalls unbekannten) „Wooden Breast“-Syndroms, eine Krankheit, die aus der Massentierhaltung hervorgegangen ist. All dies wird nicht belehrend, sondern im Kontext der Figuren und ihrer Schicksale erzählt. Der Roman ist humanistisch, feministisch, tiefgründig und zugleich unterhaltsam. Das offene Ende wird sicher nicht allen gefallen; für mich passte es jedoch gut, da der Fokus weniger auf einer Auflösung als vielmehr auf einer Momentaufnahme der Figuren liegt. Liebend gern hätte ich allerdings auch weiterlesen wollen. Insgesamt liest sich das Buch fesselnd, berührend, ernst und zugleich komisch, satirisch, philosophisch und hochaktuell. Ein origineller und klug komponierter Roman,der mich nachhaltig beeindruckt und begeistert hat!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (15)

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