Der Anti-Bro-Code von Aurel Mertz!In seinem Sachhörbuch-Debüt Alpha-Boys geht Comedian Aurel Mertz dorthin, wo wenig geweint und noch weniger gelacht wird: zu den Brutstätten der neuen Männlichkeit.Theoretisch dürfen Männer sich die Fingernägel lackieren und müssen Konflikte nicht mit den Fäusten regeln. Doch so ganz scheint es dem Y-Chromosom nicht zu behagen, weshalb der Trend für junge Männer heute wieder zum traditionellen Rollenbild geht.Aurel Mertz, selbst Mann, ist davon komplett verwirrt: Warum nach Muskeln und Krypto-Geld streben, statt die Freiheiten einfach anzunehmen? Was hat uns so verletzt, dass wir Einsamkeit und emotionale Verrohung suchen? Worin unterscheiden sich Alphas eigentlich von Betas und Sigmas? Und was haben Trump, Putin und sogar Friedrich Merz damit zu tun?Allein unter Männern – ein Horrortrip durchs Patriarchat im EndstadiumIn Alpha-Boys begibt sich Aurel Mertz auf eine Reise durch die Manosphere und sucht all jene Orte auf, an denen die Männerseele leidet, aber auch Leid und Misogynie verbreitet. Mit seinem unverwechselbaren Humor findet er Antworten in Verletzlichkeit, im Kapitalismus und sogar im indonesischen Dschungel.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Sebastian
5/5
17.07.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Ein kurzweiliges, höhst amüsantes Buch
Ich musste so oft herzlich und laut lachen und/oder den Kopf schütteln. Vor allem die Passage mit dem MMA Training und dem anschließend Tagtraum am Pool, die hab ich gehört als ich gerade auf dem Moped saß und ich musste anhalten, weil ich sonst nenn Unfall gebaut hätte. Es ist herrlich geschrieben und vom Autor genau so herrlich gelesen. Als Systemadministrator hab ich mich eh immer gefragt warum man sich als "echter Mann" ausgerechnet den Stempel Alpha aufdrückt, da ich mit Alpha automatisch fehlerbehaftet und unfertig assoziieren. Hört man aber den Part wo er in Bali ist, dann stellt man am Ende fest, ja, die sind halt unterbewusst offenbar einfach nur ehrlich mit diesem Label. Zusammenfassend ein wirklich super Buch, bei dem ich aber glaube das es, ähnlich wie bei Büchern von Torsten Sträter, deutlich lustiger ist, wenn man sich das Hörbuch anhört, statt das Buch zu lesen.
Als ich dann gestern mit dem Hörbuch durch war, scrolle ich so durchs Fediverse und bekomm dieses Video von dieser peinlichen Witzfigur Hegseth in den Feed gespült, wo er jetzt Testosteron-Tests an Soldaten durchführen lassen will. Ich freu mich schon drauf zu lesen was Historiker*innen zu dieser Zeit in 10-20 Jahren schreiben werden...
Eternal-Hope
aus Österreich
5/5
09.02.2026
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Interessanter humoristischer Ausflug eines Comedians in die Manosphere
Aurel Mertz ist mit starken Frauen aufgewachsen und hat von klein auf die Power von Mama, Schwester, Oma erlebt, genauso wie einen progressiv eingestellten Vater. So hat er im Erwachsenenalter mit Erstaunen das Erstarken sehr konservativer, längst überwunden geglaubter Männlichkeitsideale in vielen Gesellschaften bemerkt.
Mir ist der Autor sehr sympathisch und man merkt ihm an, dass er sich - vielleicht auch aufgrund eigener Marginalisierungs- und Diskriminierungserfahrungen als PoC mit einem ghanaischen Großvater - selbst schon viel Perspektiven jenseits derer weißer, mächtiger Männer auseinandergesetzt hat.
Neugierig und humorvoll begibt er sich in diesem Buch auf die Spuren der sogenannten "Manosphere", beschäftigt sich mit Donald Trump genauso wie mit der Incel- und Red-Pill-Bewegung, mit Pick-Up-Artists, dem konservativen kanadischen Psychologen und Influencer Donald Peterson oder einem Männlichkeitsmentor, der im balinesischen Dschungel ein Camp für angehende Alphamänner veranstaltet.
Authentisch und humorvoll analysiert der Autor, was in diesen Bereichen der Gesellschaft los ist, welche Männlichkeitsideale dort vertreten werden und was die Auseinandersetzung damit mit ihm selbst als Mann mit progressiven, linken Einstellungen macht.
Wer sich noch nicht viel mit diesen Trends beschäftigt hat, bekommt durch dieses Buch interessante Impulse, wo man näher hinschauen könnte, um diese kontroverse Zeitgeistbewegung besser zu verstehen. Ansonsten ist es aber auch einfach eine unterhaltsame Lektüre bzw. in der Audioversion ein vom Autor selbst humorvoll vorgetragenes unterhaltsames Hörbuch, das ich empfehlen kann.
Im Nachwort erwähnt er übrigens, dass er das auf dem Cover sichtbare Tierschutzkätzchen gemeinsam mit einem zweiten Kätzchen adoptiert hat: ein weiterer Sympathiepunkt für den tierlieben Autor, Sprecher und Comedian.
AnonyMina
5/5
16.01.2026
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Großartiges Hörerlebnis!
In ALPHA-BOYS schafft Aurel Mertz die perfekte Balance aus Informationsvermittlung und Anekdoten, sowohl aus dem privaten als auch beruflichen Bereich. Vereint durch seinen großartigen Humor wirkt das Buch kurzweilig und persönlich. Es kann nur aus seiner Feder stammen. Er nimmt das weltweite Phänomen der Alpha-Boys auf raffinierte, nuancierte Weise auseinander, und nimmt sich dabei auch gern selbst auf die Schippe. Diese Reflexionen, der Wille, hinzuschauen und zu sezieren, macht dieses Buch so interessant, ihn als Autor nahbar, und zeigt, warum extreme patriarchale Denkmuster auch bei jungen Generationen heutzutage eine solche Popularität genießen. Es ist ein Buch, das einen gleichermaßen wachrüttelt, wütend macht und schmunzeln lässt.
Aurel Mertz hat selbst sein Hörbuch eingesprochen. Top. No notes. Ich kann es nur wärmstens empfehlen!
Danke an NetGalley und argon hörbuch für das kostenlose Rezensionsexemplar!
SternchenBlau
4/5
12.02.2026
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Schreiend komisch und einfühlsam
Eigentlich sind die Abgründe der Manosphere und toxische Männlichkeit das genaue Gegenteil von witzig. Aurel Mertz zeigt uns die Absurditäten auf, erzählt ganz persönlich und zieht die politischen Bezüge – und so ist sein (Hör)Buch schreiend komisch und doch einfühlsam. Quasi nebenbei definiert „Alpha Boys“ Männlichkeit neu.
Neben der Komik liegt die Stärke in Mertz’ Buch in seinen biografischen Anteilen: Mertz ist wie er selbst schreibt mit starken weiblichen Bezugspunkten aufgewachsen, sein Vater und Onkel boten als männliche Bezugspunkte (zum Glück für ihn) ebenfalls keine toxischen Vorbilder. Gleichwohl kennt er neben rassistischer Diskriminierung auch misogyne, z.B. wenn er in der Schulzeit häufig für ein Mädchen gehalten wurde. Mertz beschreibt komisch und nachvollziehbar, wenn auch bei ihm Konkurrenzdenken, Behauptungswillen oder Gepflogenheiten einer Bro-Kultur reinkicken – einen riesigen Respekt vor seiner Selbstironie. Die düsteren Bereiche der toxischen Männlichkeit mit Inceltum, Trump und Putin spart Mertz nicht aus. Als Frau finde ich es wohltuend, wenn ich darüber mit Mertz lachen darf. Dazu liefert Mertz bei all der Comedy Fakten und Hintergrundwissen, das auf einer wirklich gelungenen Recherche beruht. Wenn sich Mertz dann auf den Weg zu einem Männer-Retreat nach Bali aufmacht, ist es wohltuend, dass er uns dabei hinter die Vorurteile mitnimmt. So bietet das Buch genau das, was gute Comedy ausmacht: Reflexion und eine dezidiert politische Dimension.
Spannend finde ich, dass Mertz in vieler Hinsicht ein echtes männliches Vorbild ist, so dass ich das Buch meinem 14-jährigen Sohn schon zur Lektüre empfohlen habe.
Und im Hörbuch höre ich Mertz, den ich eh als Comedian Klasse finde, total gerne zu. Einfach eine tolle Lesestimme.
Hier hatte ich wirklich Spaß, 5 Sterne kann ich leider trotzdem nicht vergeben. Wenn Mertz Sätze der toxischen Männlichkeit antizipiert – z.B. wenn er kurz davor ist, Pick-Up-„Artists“-Tipps auszuprobieren, bevor er feststellt, dass er das nicht kann –, dann geht das für mich zwar manchmal haarscharf an die Grenze, finde ich mit der ironischen Brechung aber noch okay. Einige Male greift er dann aber doch daneben, wenn z.B. über einen Übergriff in der Sportumkleide mit einer vermeintlich witzigen Formulierung drübergebügelt wird. Da kommt Mertz den Gepflogenheiten selbst nicht aus, umso mehr das Beispiel genau illustrieren soll, warum er selbst sich von großen Männergruppen fernhält. I- und Z-Wort wären für mich in dieser Kodierung zudem stimmiger gewesen. Das Buch darf mein Sohn trotzdem hören, aber ich werde ihn im Vorfeld einen kleinen Warnhinweis mitgeben.
Aber bis auf die Einschränkung finde ich Mertz’ ironische Reise zur Männlichkeit sehr gelungen. 4 von 5 Sternen.
Vanessa
aus Düsseldorf
5/5
11.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Humorvoller Blick auf moderne Männlichkeitsbilder
Ich bin ohne große Vorkenntnisse an dieses Buch gegangen und genau das hat es für mich spannend gemacht. Der Schreibstil von Aurel Mertz ist sehr sarkastisch, teilweise ziemlich pointiert und wirklich witzig. Mehrmals musste ich beim Lesen laut lachen oder zumindest schmunzeln.
Neben dem Humor hatte das Buch für mich aber auch einen informativen Aspekt. Einige Dinge waren echte Aha-Momente. Situationen oder Verhaltensweisen, die man vielleicht schon einmal beobachtet hat, die einem aber nie bewusst eingeordnet wurden. Das macht einen Teil des Reizes aus. Man erkennt plötzlich Muster.
Gleichzeitig lernt man auch einiges über verschiedene Strömungen und Phänomene rund um moderne Männlichkeitsbilder. Teilweise war ich ehrlich überrascht, was es alles gibt und wie groß diese Welten inzwischen geworden sind.
Was man allerdings deutlich merkt, ist die Perspektive des Autors. Der Blick auf das Thema kommt stark aus einer bestimmten kulturellen Bubble. Für mich hatte das teilweise etwas von einem stereotypen Berliner Hipster-Blick auf die Welt, auch wenn Mertz ursprünglich aus Stuttgart kommt. Diese Perspektive schwingt immer mit. Sie ist aber humorvoll verpackt und wirkt selten belehrend.
Insgesamt fand ich das Buch unterhaltsam, lehrreich und gut geschrieben. Wer sich für gesellschaftliche Dynamiken, Internetkultur oder moderne Geschlechterbilder interessiert, wird hier viele interessante Beobachtungen finden.
Mein Eindruck ist, dass das Buch besonders Leser:innen anspricht, die sich bereits mit Themen wie Feminismus oder Geschlechterrollen beschäftigen. Es funktioniert aber auch für Menschen, die einfach neugierig sind und einen humorvollen Zugang zu diesem Thema suchen.
Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.
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