Produktbild: Februar 33
Gebraucht - 51%

Februar 33 Der Winter der Literatur

14
51% sparen

11,54 € 24,00 € *

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

*ggü. gebundenem Ladenpreis bzw. UVP für Neuware.

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Verkaufsrang

60969

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2022

Abbildungen

mit 30 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,8/14,4/2,9 cm

Gewicht

492 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001512836

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Verkaufsrang

60969

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2022

Abbildungen

mit 30 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,8/14,4/2,9 cm

Gewicht

492 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001512836

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Renas Wortwelt

    5/5

    09.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Faszinierendes und unglaublich gut geschriebenes Tagebuch erschreckender Ereignisse

    Von seinem kürzlich erschienenen Buch „Marseille 1940“ war ich absolut begeistert und eingenommen. Eine Lesung des Autors daraus mit hochinteressanten Berichten aus seiner Recherche und spannenden Informationen über den Buchinhalt hinaus hat mich dazu bewogen, auch dieses Buch, das jetzt neu als Taschenbuch herauskam, zu lesen. Und auch davon bin ich begeistert. Am Tag, als es bei mir ankam, nahm ich es sofort zu Hand und konnte es nicht mehr weglegen, bis ich es ausgelesen hatte. Spannender und fesselnder kann auch ein hochkarätiger Thriller nicht sein. Und die erschreckenden Parallelen zu aktuellen Geschehnissen drängen sich geradezu auf. In Tagebuchform beginnend kurz vor dem Tag der Machtergreifung am 30. Januar 1933, erzählt Uwe Wittstock von den dramatischen und rasanten Entwicklungen, die sich vor allem für die Künstler und Schriftstellerinnen, für Journalisten und Politikerinnen ergaben. Menschen, die plötzlich Verfolgte waren, deren Bücher nicht mehr gelesen, deren Meinung nicht mehr gehört werden durfte. Heinrich Mann, die Kinder seines Bruders Thomas, Klaus und Erika, Bertold Brecht, Hermann Kesten, Erich Kästner, Erich Maria Remarque, die Liste ist lang, die Liste der Namen derer, die sich plötzlich mit der alles entscheidenden Frage konfrontiert sahen: Gehen oder bleiben. Else Lasker-Schüler oder Käthe Kollwitz, Alfred Döblin und Walter Mehring, Egon Erwin Kisch, sie alle mussten Verfolgung und schlimmeres befürchten. Und dann gab es noch die, die meinten, so schlimm werde es ja nicht werden, man solle doch abwarten. Und dann diejenigen, die sich in den neuen Umständen etablierten, sich dem Druck beugten oder sich gar gemein machten mit den neuen Machthabern. Wie so manche in der Akademie der Künste, in der Sektion der Literatur, die von dem neuen kommissarischen Kultusminister zum Ausschluss so berühmter Mitglieder wie Heinrich Mann gezwungen wird. Nur wenige der Mitglieder protestieren, wollen sich dagegen wehren, doch auch sie verstummen schließlich. Doch es trifft nicht nur Kulturschaffende, auch Politiker werden verfolgt, verprügelt, eingesperrt, gefoltert, alles ohne Handhabe, ohne Kontrolle, verschwinden in Gefängnissen und Lagern. Es geht rasend schnell, es dauert nur wenige Wochen, es braucht nur wenige Gesetze, die Hindenburg willfährig unterzeichnet. Und jede freie Meinungsäußerung, jede Kritik am Regime, alles wird plötzlich lebensgefährlich. Uwe Wittstock schafft es, durch die Tagebuchform eine enorme Spannung zu erzeugen, man fiebert mit den Betroffenen, hofft wider besseres Wissen, ist entsetzt über die Geschwindigkeit, mit der jede demokratische Ordnung außer Kraft gesetzt wird. Am Ende jedes Tages, den er aufzeichnet, sind, im Stil von Polizeimeldungen, kurze Notizen angefügt über die an jenem Tag in Deutschland getöteten und verletzten Menschen, bei Demonstrationen, bei Protesten, bei Schlägereien der SA und der SS. Das Buch nimmt einem fast den Atem und die Gefahren, die einer Demokratie, die sich nicht rechtzeitig wehrt, drohen, die Gefahr, dass sich ähnliches wiederholt, sind leider so real, so gegenwärtig. So ist dieses Buch beklemmend, erschreckend und doch so ungemein wichtig, dass man sich wünscht, es würde Pflichtlektüre in den Schulen, besonders in manchen Regionen Deutschlands. Uwe Wittstock – Februar 33: Der Winter der Literatur C.H. Beck, April 2024 Taschenbuch, 288 Seiten, 16,00 €

  • Bewertung

    5/5

    16.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mit der Ernennung Hitlers zum...

    Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler endete am 30.1.1933 die Weimarer Republik. Bereits in den ersten Märztagen gab es die ersten Bücherverbrennungen. Sechs Wochen, die absolut alles verändert haben. Das Buch macht einfach nur betroffen und ist heute aktueller denn je.

  • LichtundSchatten

    5/5

    21.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Grunde unglaublich, wie…

    Im Grunde unglaublich, wie schnell damals die Unterdrückung von missliebigen Autoren durchgesetzt wurde. Mit atemloser Spannung bin ich den Ausführungen gefolgt und habe die Vertreibungs-Zeit vor 90 Jahren als etwas erlebt, das man sich heute nicht mehr vorstellen kann. Die szenischen Schilderungen sind äußerst gelungen und vermitteln ein realistisches Bild, auch die unterschiedlichsten Verhaltensweisen, von sofortiger Abreise bis hin zum Glauben, man könne dagegen halten. Uwe Wittstock meint Ähnlichkeiten zum Heute erkennen zu können, im allgemeinen Vorfeld-Zustand: "Die wachsende Spaltung der Gesellschaft. Die Dauerempörung im Netz, die den Keil immer tiefer treibt." Die offene Frage wäre, wer diesen Keil verursacht hat und weiter befeuert. Ich sehe aber keine Gefahr eines nationalen Überschwangs mehr, gleichwohl befremdet mich die Kriegsbegeisterung der Grünen, die vor der letzten Wahl keinesfalls Kriegsgerät in Krisengebiete schicken wollten. Falls überhaupt ist heute eine nach links und grün tendierende Stimmung vorhanden, die Schuldige im rechten Spektrum sucht, ohne noch Unterschiede zu machen. Die religiös aufgeladene Glaube an unsere Schuld am Klimawandel verheißt leider nichts Gutes.

  • Bewertung

    5/5

    11.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannende und informative politische Literaturgeschichte mit aktuellen Bezügen

    Wittstock zieht aus den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen der NS-Machtergreifung Lehren für die heutige Zeit. Besonderes Augenmerkt legt er auf die rasante Abschaffung des Grundrechtes der Meinungsfreiheit durch die Nazis und die daraus folgenden existentiellen Konsequenzen für die deutschen Literaten: Im Fokus stehen private Tagebucheinträge einerseits, Publikationen und öffentlichen Aktionen auf der anderen: Wir erleben Bert Becht, die Familie Mann, Ricarda Huch, Alfred Döblin u.v.m. im historischen Kontext und können mithilfe der gewährten Einsichten auch Gegenwartsliteratur (z.B. Clemens Setz: "Monde vor der Landung", 2023) besser verstehen.

  • Bewertung

    5/5

    13.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Dynamik des Schreckens

    Der Februar im Jahre 1933 - Tag für Tag ab der Machtergreifung Hitlers wird in diesem Buch die dramatische Zuspitzung der Lage in Deutschland generell und im Besonderen die der Künstler und Literaten vor Augen geführt. Wer erkannte den Ernst der Situation, die Gefahr, wer war zunächst relativ sorglos? Wie reagierten all die berühmten Persönlichkeiten mit den uns so vertrauten Namen wie Thomas Mann oder Alfred Döblin? Eine Geschichtsstunde, wie sie sein sollte - Hochspannend!

Kundinnen und Kunden meinen

5

12

4

1

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (13)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Februar 33
  • Ein Schritt über die Klippe * Der Monat, in dem sich alles entschied

    Der letzte Tanz der Republik * Samstag, 28. Januar

    Die Hölle regiert * Montag, 30. Januar

    Äxte an der Tür * Dienstag, 31. Januar

    Fremdblütige Machwerke * Donnerstag, 2. Februar

    Die genähte Zunge * Freitag, 3. Februar

    Weiß nicht, was tun * Samstag, 4. Februar

    Beerdigung im Regen * Sonntag, 5. Februar

    Sitzungsroutine * Montag, 6. Februar

    Hässliche, kleine, gewaltsame Naturen * Freitag, 10. Februar

    Schutzstaffel für Schriftsteller * Sonntag, 12. Februar

    Männer in Schwarz * Montag, 13. Februar

    Fieber und Flucht * Dienstag, 14. Februar

    Die Tür zuschlagen * Mittwoch, 15. Februar

    Die kleine Lehrerin * Donnerstag, 16. Februar

    Ich gehe. Ich bleibe * Freitag, 17. Februar

    Kein Schatz im Silbersee * Samstag, 18. Februar

    Was soll das Schreiben noch? * Sonntag, 19. Februar

    An die Kasse! * Montag, 20. Februar

    Ziemlich gute Tarnung * Dienstag, 21. Februar

    Die nächsten Wochen überleben * Mittwoch, 22. Februar

    Minister zu Gast * Freitag, 24. Februar

    Bürgerkriegsgericht und Polizeischutz * Samstag, 25. Februar

    Reiseempfehlungen * Montag, 27. Februar

    Die Diktatur ist da * Dienstag, 28. Februar

    Aus der Welt gefallen * Mittwoch, 1. März

    Die falsche Mutter * Freitag, 3. März

    Nicht aufmachen! * Samstag, 4. März

    Stimmabgabe * Sonntag, 5. März

    Die Einsamkeit des Emigranten * Montag, 6. März

    Mut, Angst und Feuer * Dienstag, 7. März

    Lauter Abschiede * Mittwoch, 8. März

    Unerwartete Attacken * Freitag, 10. März

    Letzte Tage * Samstag, 11. März

    Abfahrten * Montag, 13. März

    Der Anblick dieser Hölle * Mittwoch, 15. März

    Wie es weiterging * 33 Lebensabrisse

    Nachwort

    Dank

    Benutzte Literatur

    Personenregister

    Bildnachweis