Produktbild: Eine allgemeine Theorie des Vergessens
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Eine allgemeine Theorie des Vergessens Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.07.2017

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

197

Maße (L/B/H)

21,1/12,9/2,2 cm

Gewicht

312 g

Auflage

1

Originaltitel

Teoria Geral do Esquecimento

Übersetzt von

Michael Kegler

Sprache

Deutsch

EAN

2710001498277

Beschreibung

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Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.07.2017

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

197

Maße (L/B/H)

21,1/12,9/2,2 cm

Gewicht

312 g

Auflage

1

Originaltitel

Teoria Geral do Esquecimento

Übersetzt von

Michael Kegler

Sprache

Deutsch

EAN

2710001498277

Herstelleradresse

Verlag C.H. Beck GmbH & Co. KG
Wilhelmstr. 9
80801 München
Deutschland
Email: info@beck.de
Url: www.beck.de
Telephone: +49 89 381890

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  • Bewertung

    aus Solingen

    5/5

    02.02.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Buch "Eine allgemeine…

    Das Buch "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von José Eduardo Agualusa hat einen Umfang von 197 Seiten und ist bei C.H. Beck erschienen. In der Ebookausgabe ist das Werk übersichtlich gegliedert und gut zu lesen. Auch als Hardcoverausgabe erhältlich. Eine Geschichte die halb Wahrheit und halb Fiktion entspricht. Ludovica mauert sich am Abend der angolanischen Revolution für dreißig Jahre in ihrer Wohnung eines Hochhauses ein, nachdem sie einen Einbrecher erschossen hat. Die Sprache des Autors ist sehr nüchtern, dennoch schafft er es mit seinem Schreibstil den Leser in einen Bann zu ziehen. Das Werk ist erschütternd, einfach unglaublich, teilweise grotesk. Eine Revolution nachempfinden zu können, ist schier unmöglich, wenn man so etwas nicht selbst bereits erlebt hat, aber das ein Mensch sich aus Angst tatsächlich dreißig Jahre lang isoliert und einmauert sprengt den Menschenverstand. Wie mag sich Ludovica in all der Zeit gefühlt haben, was ging ihr durch den Kopf, wie war ihr Leben in der Einsamkeit? Sie hat die Entwicklung und das Ende der Revolution nicht mitbekommen. In ihrer Wohnung ist die Zeit stehen geblieben. Durch ein Trauma und durch die Verkettung von mehreren Ereignissen ist das Unfassbare geschehen, was jedem tief traumatisierten Menschen genauso wiederfahren könnte in einer solchen Ausnahmesituation. Die sich selbst eingemauerte Ludovica gab es tatsächlich. Die Geschichte im Buch ist jedoch halbe Fiktion, da der Autor aus den Fakten für sich ein stimmiges Werk mit Worten zauberte. Dies ist ihm sehr gut gelungen. Er hat authentisch Ludovicas Geschichte mit der Revolution, sowie den Beteiligten verknüpft und aus vielen Puzzleteilen ein Bild gezeichnet, welches tatsächlich der Wahrheit nahe kommen könnte. Großartig! Fazit: Ein unglaublich tiefgehendes, berührendes Buch, welches noch lange in Erinnerung bleibt. Die nüchterne Sprache des Autors, schafft es den Leser zu fesseln. Er verknüpft authentisch Ludovicas Geschichte mit der angolanischen Revolution und den Beteiligten. Wie nah er der Realität mit seinem Werk kommt, vermag ich nicht zu sagen, aber es fühlt sich alles sehr stimmig an. Großartiges Werk!

  • C. Welser

    aus Salzburg

    5/5

    06.09.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein weißer Schäferhund, eine Hühnerzucht auf der Terrasse und ein Land auf dem Weg in die Unabhängigkeit

    Ein wunderbares Stück anspruchsvollerer Belletristik, das alle Erwartungen erfüllt. Das Leben der außergewöhnlichen Figuren wird geschickt und keineswegs absehbar miteinander verwoben. Die jeweiligen Zusammenhänge zu entdecken war immer wieder eine Freude. Auf wenigen Seiten wird in Summe eine faszinierende Geschichte entworfen, die auch besonders sprachlich zu glänzen versteht.

  • Sikal

    5/5

    20.08.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Vergessen das einzige ist, das hilft

    Der Roman spielt zur Zeit des Befreiungskampfes Angolas vom Kolonialherren Portugal. Die Protagonistin Ludovica lebt völlig zurück gezogen bei ihrer Schwester und deren Mann. Als die beiden plötzlich verschwinden, ist Ludovica auf sich allein gestellt. Doch als sie einen Einbrecher erschießt und auf der Terrasse vergräbt, setzt Ludo einen gewagten Schritt und mauert sich in der Wohnung ein, um komplett von der Außenwelt, von den Unruhen und anderen Menschen abgeschnitten zu sein. Um zu überleben wird sie immer einfallsreicher, bis es nach 30 Jahren zu einer ungewöhnlichen Auflösung ihres Exils kommt. José Eduardo Agualusa hat einen vielschichtigen Roman geschrieben, der verschiedene Handlungsstränge dermaßen gekonnt vernetzt, dass man am Ende das große Ganze sieht und die Bruchstücke als wichtige Teile dafür erkennt. Neben Ludo als Protagonistin findet man zahlreiche Nebencharaktere, die jedoch alle irgendwie mit Ludos Leben in Verbindung stehen und deren Weg sie trotz ihrer Isolation beeinflusst. Durch die vielen Handlungsstränge, unterschiedlichen Perspektiven und diversen Zeitebenen wirkt der Roman vielleicht etwas bruchstückhaft, was er ganz und gar nicht ist. Schreibstil und Sprache des Autors tun ihr Übriges, um fasziniert am Ball zu bleiben. Diverse Tagebucheinträge geben immer wieder Einblick in Hintergründe, ergänzen somit großartig das Bild auf die Verknüpfung der Handlung. Was in Bezug auf den Roman immer wieder zum Thema gemacht wird, ist die Frage – Wahre Begebenheit oder doch nicht? – und hier klärt der Autor in Interviews auf, dass es sich definitiv um eine fiktive Geschichte handelt. Ebenfalls interessant ist, dass der Roman ursprünglich ein Film werden sollte, dieses Projekt jedoch verworfen wurde. Und das ist auch gut so, Feinheiten wären in einem Film verloren gegangen. Für mich ein wunderbares Buch, das einen Leser fordert. Kein Buch für nebenbei, sondern es will Aufmerksamkeit und ich finde, das hat es sich auch verdient.

  • Andrea Karminrot

    aus Berlin

    5/5

    10.08.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Es hat mich amüsiert, erinnert, nachdenklich gemacht

    Ludovica bringt versehentlich einen Menschen um und verscharrt ihn auf ihrer Terrasse. Aus Angst, geht und ging sie nicht mehr auf die Straße und mauert sich in ihrer Wohnung ein. 30 Jahre lang, bekommt sie nichts von ihrer Umwelt mit. Manchmal nur, wenn es Strom gibt, hört sie Radio. Ihre Wohnung ist im elften Stock eines Hochhauses in Luanda, Angola. Während draußen, vor ihrem Fenster, die Menschen um Unabhängigkeit von Portugal kämpfen, versucht sie möglichst unsichtbar zu bleiben. Ernährt sich von dem was sie in ihrer Wohnung findet und was sie auf ihrer Dachterrasse anbauen kann. Der Autor José Eduardo Agualusa erzählt eine Geschichte, die wahr sein könnte. Er verstrickt viele kleine Geschichten zu einer Großen. Geschickt, verknüpft er die Personen miteinander, so daß doch wieder alles zu der Wohnung im elften Stock führt. Wie viel davon fiktiv ist und was aus dem wahren Leben stammt, das verrät uns der Autor nicht. Nur soviel, daß die Zeitungen ihm genügend Material lieferten. Wie immer, wenn es um Ungerechtigkeit geht, vergessen viele Menschen, was sie für schlechte Dinge getan haben. Und darauf scheint Agualusa abzuzielen. Vergessen, was schlecht war, vergessen werden, vergessen, woher man stammt und wohin man gegangen ist. Wenn man versucht die Geschichte ohne Hintergründe zu lesen, dann findet man eine außerordentlich lustige Geschichte und spaßige Figuren. Mit Tragik, Gerechtigkeit und Groteske gewürzt. Ein Roman, der sich schnell wegliest und doch tiefgründig ist. Figuren, die interessant sind und viel Raum zum Hineindeuten lassen. Ein klasse Buch und eine seltsame Geschichte. Ich habe es gleich zweimal gelesen. Es hat mich amüsiert, erinnert, nachdenklich gemacht und auf die Suche nach Wissen geschickt. Ich kann es nur empfehlen zu lesen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    05.08.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dreißig Jahre Einsamkeit...

    Ludovica ist eine merkwürdige junge Frau, als die Geschichte beginnt. Sie lebt gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrem Schwager in Luanda, in einer großen Wohnung im 11. Stock eines der vornehmsten Häuser der Hauptstadt Angolas. Ludovica lebt nur in diesen vier Wänden, geht niemals raus - und selbst die großzügige Dachterrasse macht ihr Angst, obwohl sich von dort aus ein herrlicher Blick über die Stadt bietet. Ludovicas einziger Freund ist ein weißer Schäferhund, den der Schwager ihr schenkt - und dieser Hund bleibt als einziges bei ihr, als die große Einsamkeit beginnt. Ludovicas Schwester und ihr Mann verschwinden am Vorabend der angolanischen Revolution, und als kurz darauf drei Männer versuchen, in die Wohnung einzudringen, um nach gestohlenen Diamanten zu suchen, erschießt die junge Frau in ihrer Not einen von ihnen. Die Leiche begräbt sie auf der Dachterrasse und beschließt dann, im Gang vor der Wohnungstür eine feste Mauer zu errichten, die sie vor weiteren Gefahren schützen soll. Dreißig Jahre dauerte der Bürgerkrieg in Angola - der Entkolonisierungskonflikt mit Portugal, gefolgt von einem Stellvertreterkrieg zwischen dem Ostblock und den Westmächten, anschließend noch ein weiteres Jahrzehnt fortgeführt als innerangolanischer Konflikt um die politische Macht und um den Zugriff zu den wirtschaftlichen Ressourcen des Landes. Dreißig Jahre dauert in diesem Roman auch das Martyrium Ludovicas, denn genau dieses Spanne lang bleibt sie hinter der Mauer und versucht unsichtbar und unhörbar zu bleiben. Die Vorräte gehen zur Neige, Wasser und Strom werden abgestellt, doch Ludo weiß sich auf ihre Art zu helfen. Sie baut Gemüse auf der Dachterrasse an, stellt Tauben Fallen, um sie zu anschließend zu braten, fängt Regenwasser auf und kocht auf offenem Feuer, wobei ihr als Heizmaterial zunächst die Möbel dienen, dann die Holzdielen und später - sehr zu ihrem Leidwesen - die zahlreichen Bücher aus der großzügig bestückten Bibliothek. Doch - und dies erstaunte mich erheblich - ging es hier nicht allein um das Schicksal Ludovicas. Der Klappentext ließ dies vermuten, und die Diskussionen in der Leserunde bestätigten, dass nicht nur ich die Erwartung hatte, dass sich das Geschehen ausschließlich um die selbstgewählte dreißigjährige Gefangenschaft Ludivicas drehen würde. Normalerweise habe ich große Probleme damit, wenn ein Roman meine geschürten Erwartungen nicht erfüllt. Doch in diesem Fall gelang es der Erzählung, mich trotzdem zu fesseln. Mit den Handlungssprüngen zwischen einer Vielzahl von Personen, die - egal welcher Organisation sie angehörten - allesamt Gewalt ausübten in der jeweils beruhigenden Annahme, für das Richtige einzustehen, schafft es José Eduardo Agualusa, so ganz nebenher und auf gerade einmal 197 Seiten dieses dunkle Kapitel der Landesgeschichte zu präsentieren. “Es gibt Vergangenheiten, die Jahrhunderte überdauern, ohne dass ihnen die Zeit etwas anhaben kann.” (S. 145) Die Vielzahl an Personen und die häufigen Sprünge verwirrten mich zwar manchesmal - was hatte bloß das eine mit dem anderen zu tun? - aber ich  war auch fasziniert von der unglaublichen Erzähldichte. Lakonisch oft der Erzählton, einzelne Szenen in groben Strichen hingeworfen - und doch durchdrungen von einer ganz eigenen Poesie, die mich anrührte. In krassem Gegensatz zu dem Chaos in Angola und seiner Hauptstadt dann die Einsamkeit Ludovicas, die das Vergehen der Zeit in einem Tagebuch festhält und, als es keine Seiten mehr darin gibt, auf den Wänden der Wohnung weiterschreibt. “Mir wird bewusst, dass ich meine Wohnung zu einem riesigen Buch gemacht habe. Wenn die Bibliothek verbrannt sein wird, wenn ich gestorben sein werde, wird nur noch meine Stimme da sein. Alle Wände in dieser Wohnung sind mein Mund.” (S.82) Agualusa schafft schließlich, was ich nicht für möglich gehalten habe. Er schließt den Kreis, führt alle Handlungsstränge zusammen, lässt keine Frage offen - eine wirkliche Kunst. Selbst eine Taube bekommt ihr eigenes Kapitel und schließt damit noch eine Lücke. Und es gelingt dem Autor auch, all die gewalttätigen Vorfälle, die Jahre voller Blut und Krieg, Armut und Gewalt auf eine Art höhere Ebene zu bringen - der Möglichkeit des Vergessens. Denn nur so kann dem Hass Einhalt geboten werden. “Ins Paradies kommen Leute, die von anderen vermisst werden. Das Paradies ist unser Platz im Herzen der anderen.” (S. 175) Eine Allegorie präsentiert der in Angola geborene Autor hier in einem Roman von ungeheurer Erzähldichte - tragisch, komisch, grotesk. Trotz seiner Kürze erfordert das Buch die ungeteilte Aufmerksamkeit des Lesers, da man ansonsten droht, rasch den Faden zu verlieren. Eine Erzählung, die nachhallt und die m.E. zu Recht auf der Shortlist des International Man Booker Prize 2016 sowie des Dublin Literary Award 2017 stand. © Parden

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  • Produktbild: Eine allgemeine Theorie des Vergessens
  • Vorbemerkung 

    Unser Himmel ist euer Boden 

    Wiegenlied für einen kleinen Tod 

    Glücklose Soldaten 

    Die Substanz der Angst 

    Nach dem Ende 

    Die Mulemba von Ché Guevara 

    Das zweite Leben des Jeremias Carrasco 

    27. Mai 

    Über die Abschürfungen der Vernunft 

    Die widerspenstige Antenne 

    Tage verrinnen wie Flüssigkeit 

    Haiku 

    Die subtile Architektur des Zufälligen 

    Die Blindheit (und die Augen des Herzens) 

    Einer, der Verschwinden sammelt 

    Der Brief 

    Fantasmas Tod 

    Von Gott und anderen kleinen Abschweifungen 

    Exorzismus 

    Wie Ludo Luanda rettete 

    Erscheinungen und ein fast tödlicher Sturz 

    Mutiati Blues 

    Ein Verschwinden (fast sogar noch eines) wird aufgeklärt, oder wie sich, frei nach Marx, alles Bestehende in Luft auflöst 

    Die Toten Sabalus 

    Daniel Benchimol untersucht das Verschwinden von Ludo 

    Mutiati Blues (2) 

    Das seltsame Ende des Kubango-Flusses 

    Wie Nasser Evangelista beim Gefängnisausbruch des Kleinen Soba behilflich war 

    Luandas Geheimnisse 

    Montes Tod 

    Die Begegnung 

    Eine Taube namens Amor 

    Das Geständnis des Jeremias Carrasco 

    Der Unfall 

    Letzte Worte 

    In den Träumen fängt alles an