• Produktbild: Abschied
  • Produktbild: Abschied
  • Produktbild: Abschied
  • Produktbild: Abschied
  • Produktbild: Abschied
  • Produktbild: Abschied
Gebraucht - 47%

Abschied Roman. Mit einem Nachwort von Volker Weidermann

12
47% sparen

12,60 € 24,00 € *

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

*ggü. gebundenem Ladenpreis bzw. UVP für Neuware.

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

35713

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.06.2025

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,7/12,7/2,2 cm

Gewicht

302 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001486472

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

35713

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.06.2025

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,7/12,7/2,2 cm

Gewicht

302 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001486472

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    5/5

    14.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abschied von der Freiheit

    Sebastian Haffner ist vielen als Journalist und Publizist in Erinnerung geblieben. Eine bleibende Beachtung haben seine Schriften über Adolf Hitler und den Nationalsozialismus gefunden. Umso mehr überrascht es nun, dass dieser Roman als frühes Jugendwerk des Autors posthum erschienen ist. Haffner hat 1932 nur wenige Wochen für die Niederschrift gebraucht, er floh vor den Nazis und das Manuskript hat lange in einer Schreibtischschublade gelegen. Die Hauptfigur des Buches mit Namen Raimund (so hieß Haffner übrigens damals selbst) trifft sich in Paris, wo er kurzzeitig lebt, mit Teddy. Eine Frau, mit der er eine Liebesaffäre hatte, welche durch seine Abreise nun endgültig zu Ende geht. Handlung gibt es da nicht viel, aber das stört in keinster Weise. Das Entscheidende, wovon hier erzählt wird, ist nämlich die kurze Zeit eines Glücks vor Beginn der dunklen Zeit, denn die vor der Tür stehende Naziherrschaft in Deutschland zeichnet sich bereits ab. Es ist die beeindruckende Hellsichtigkeit, mit der Haffner noch einmal deutlich zeigt, was Europa an Freiheit hat und wie leicht das Bürgertum diese Freiheit wieder verlieren kann und, wie man schließlich weiß, auch wird. Eben deshalb lohnt es sich, dieses Buch jetzt zu lesen. Denn es mahnt uns, den Mächten der Finsternis entgegenzutreten, um die kurzen Momente des Lichts zu bewahren.

  • drawe

    aus Landau

    5/5

    15.07.2025

    eBook (ePUB)

    Wunderbare Mischung aus lebensfroher Weltläufigkeit und Melancholie

    1932. Ein junger Mann, Rechtsreferendar in Rheinsberg, besucht seine Freundin Teddy, die in Paris studiert. Der junge Mann trägt den Namen des Autors, bevor der sich im Exil in Sebastian Haffner umbenannte. Mit diesem Namen verbindet man eher seriöse historische Reflexionen als einen Roman, aber auch dieser Roman ist keine Fiktion, sondern eine Erinnerung an Jugendtage. Der Roman beschreibt den letzten Tag Haffners, damals noch Raimund Pretzel, mit seiner Freundin in Paris, und damit ist der Plot schon erzählt. Es ist weniger die konkrete Handlung, die den Roman lesenswert macht, sondern die Stimmung, die aus ihm spricht. Raimund ist verliebt, unsterblich verliebt, und diese Liebe spricht aus jeder Zeile. Er leidet unter einem vermuteten Missverständnis, er wird eifersüchtig auf die Freunde, die Teddy umschwirren, und er beschwört schwärmerisch und fast atemlos seine Liebe. Haffner erzählt von ethnischer Vielfalt und Weltoffenheit, Toleranz und das verbindende Interesse dieser jungen lebensfrohen Menschen für zeitgenössische Kunst und Literatur. Zugleich merkt man als Leser aber die große Wehmut, die immer wieder durchleuchtet. Die kommenden Ereignisse in Deutschland werfen ihre kleinen Schatten voraus. Raimund weiß, dass er seine Freundin nicht mehr wiedersehen wird. Sie wird nicht mehr nach Berlin zurückkehren können, und auch ohne Volker Weidermanns begeistertes Nachwort erkennt man, dass sie Jüdin ist und ihre Heimat für sie unerreichbar geworden ist. Hellsichtig erkennt Raimund zudem den drohenden Krieg, auch wenn er eher spielerisch von einigen Figuren in einem Nebensatz thematisiert wird. Den ganzen Text durchzieht daher einerseits die pralle Lebensfreude dieser jungen Menschen, aber andererseits das Bewusstsein, dass diese weltzugewandte liberale Lebensform bald ihr Ende finden wird. Und so erhält der Titel „Abschied“ einen doppelten Sinn, der in seiner Melancholie über das Persönliche hinausgeht. 5

  • dracoma

    aus LANDAU

    5/5

    15.07.2025

    eBook (ePUB)

    1932. Ein junger Mann,…

    1932. Ein junger Mann, Rechtsreferendar in Rheinsberg, besucht seine Freundin Teddy, die in Paris studiert. Der junge Mann trägt den Namen des Autors, bevor der sich im Exil in Sebastian Haffner umbenannte. Mit diesem Namen verbindet man eher seriöse historische Reflexionen als einen Roman, aber auch dieser Roman ist keine Fiktion, sondern eine Erinnerung an Jugendtage. Der Roman beschreibt den letzten Tag Haffners, damals noch Raimund Pretzel, mit seiner Freundin in Paris, und damit ist der Plot schon erzählt. Es ist weniger die konkrete Handlung, die den Roman lesenswert macht, sondern die Stimmung, die aus ihm spricht. Raimund ist verliebt, unsterblich verliebt, und diese Liebe spricht aus jeder Zeile. Er leidet unter einem vermuteten Missverständnis, er wird eifersüchtig auf die Freunde, die Teddy umschwirren, und er beschwört schwärmerisch und fast atemlos seine Liebe. Haffner erzählt von ethnischer Vielfalt und Weltoffenheit, Toleranz und das verbindende Interesse dieser jungen lebensfrohen Menschen für zeitgenössische Kunst und Literatur. Zugleich merkt man als Leser aber die große Wehmut, die immer wieder durchleuchtet. Die kommenden Ereignisse in Deutschland werfen ihre kleinen Schatten voraus. Raimund weiß, dass er seine Freundin nicht mehr wiedersehen wird. Sie wird nicht mehr nach Berlin zurückkehren können, und auch ohne Volker Weidermanns begeistertes Nachwort erkennt man, dass sie Jüdin ist und ihre Heimat für sie unerreichbar geworden ist. Hellsichtig erkennt Raimund zudem den drohenden Krieg, auch wenn er eher spielerisch von einigen Figuren in einem Nebensatz thematisiert wird. Den ganzen Text durchzieht daher einerseits die pralle Lebensfreude dieser jungen Menschen, aber andererseits das Bewusstsein, dass diese weltzugewandte liberale Lebensform bald ihr Ende finden wird. Und so erhält der Titel „Abschied“ einen doppelten Sinn, der in seiner Melancholie über das Persönliche hinausgeht.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    04.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Sensation des Jahres

    Die Entdeckung dieses Romans im Nachlass von Haffner zeigt eine Seite dieses berühmten Mannes, die vorher unbekannt war. Ein Liebesroman kurz vor der Machtergreifung, ist der Stil eine Mischung aus Jugendroman und Weimarer Republik, der uns heute wenig vertraut ist. Gerade deshalb lohnt die Lektüre, die uns in eine vergangene Zeit zurück versetzt. Sehr lesenswert.

  • Eva

    5/5

    19.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leichtigkeit und Melancholie

    Haffner Sebastian. Abschied. Hanser Verlag. So endet die Buchvorstellung, bevor die erste Seite beginnt: Dieser (Roman) wurde nie veröffentlicht. 1932 auf der Schwelle zur NS Herrschaft verfasst, besteht Sebastian Haffners Abschied einmalig gewitzt und rasant auf Weltläufigkeit, Liebe und Überschwang. Für unsere Gegenwart ist er ein Ereignis. Raimund ist verliebt in Teddy. Er fährt für ein paar Tage zu ihr nach Paris, entflieht dem bedrückenden Deutschland und taucht ein in die fröhliche Geselligkeit der Dreissigerjahre in der Metropole Frankreichs. Teddy ist Österreicherin, lebte in Berlin und wanderte nach Paris aus. Sie wird umgarnt von zahlreichen Herren, auf die Raimund eifersüchtig ist. Und doch kann er sich dem Charme, dem freundschaftlichen Umgang und der Leichtigkeit der Poeten, Studenten und herzlichen Weggefährten nicht entziehen. Hier ist alles, was das Leben ausmacht. Freiheit, Fortschritt, Kunst, Savoir-vivre, ein enger Zusammenhalt und das Glück. Über allem schwebt die Melancholie des Abschieds. Der Roman von Sebastian Haffner zelebriert den Abschied in allen Facetten. Der Text ist geprägt von Euphorie und unbeschwerte Leichtigkeit aber auch von Hoffnungslosigkeit und dem drohenden Unheil. Er ist weitsichtig und in seinen Andeutungen fast prophetisch. Gleichzeitig wird hier eine politische Denk- und Sichtweise deutlich, die unangepasster und diskursfreudiger nicht sein könnte. Die Jugend ist weltoffen, liberal, empfängt das Unbekannte mit offenen Armen und betrachtet andere Kulturen als Bereicherung. Und vielleicht gerade deshalb wurde die Bedrohung durch die Nationalsozialisten nicht ernst genug genommen, heisst es, vielleicht wurde sie zu lange als lächerlich rückständig abgetan. Dieser posthum veröffentlichte Roman ist wirklich ein Ereignis. Er ist frech und witzig, voller literarischer Schönheit, vielschichtig und geradezu erschütternd in dem heutigen Wissen um den Aufzug des dunkelsten Kapitels der Geschichte. Zum Niederknien schön.

Kundinnen und Kunden meinen

5

5

4

5

3

0

2

1

1

1

Bewertungen (12)

  • Produktbild: Abschied
  • Produktbild: Abschied
  • Produktbild: Abschied
  • Produktbild: Abschied
  • Produktbild: Abschied
  • Produktbild: Abschied