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Gebraucht Band 1

Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter Eine historische Familiensaga in Lübeck

Aus der Reihe Die Holstentor-Reihe
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.06.2023

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/3,2 cm

Gewicht

344 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001447831

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Ein schönes Buch zum Ausspannen im Urlaub oder zum Wegträumen daheim. ("Kolibri")
Ich liebe dieses Buch und kann die Fortsetzung kaum erwarten. ("buecherheike.de")
Sehr gefühlvoll. ("ekz Bibliotheksservice")
Ein sehr gelungenes Roman-Debüt, dass mich die Fortsetzung kaum erwarten lässt. ("vonmainbergsbuechertipps.wordpress.com")

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.06.2023

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/3,2 cm

Gewicht

344 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001447831

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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1 Sterne

Toller Einstieg in eine neue Reihe

Undine Sittel aus Remse am 18.02.2024

Bewertungsnummer: 2134307

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Heute hab ich ein Buch mitgebracht welches ich im Herbst vorigen Jahres gewonnen habe. Es ist,,Frühlingstöchter,, von Anna Perbandt und es ist der erste Teil der Reihe,,das Pensionat am Holstentor,,. Klappentext Der Auftakt zu einer neuen historischen Romanreihe aus Lübeck über vier Freundinnen, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in einem Internat kennenlernen. Als Töchter aus gutem Hause scheint ihr Weg vorgezeichnet, doch die vier kämpfen gemeinsam um ihr persönliches Glück und schließen einen Bund. Sie sind die «Frühlingstöchter». Im renommierten Pensionat am Holstentor lernen die Höheren Töchter Lübecks, was von ihnen erwartet wird. Doch die Jahrhundertwende bringt Veränderungen. Vor allem die temperamentvolle Grafentochter Nora begehrt auf gegen das gesellschaftliche Korsett. Zusammen mit ihren Freundinnen – Kaufmannstochter Agnes, Senatorentochter Lotte und Stipendiatin Fanny – genießt sie das unbeschwerte Pensionatsleben, bevor sich ihr Schicksal entscheidet. Eine Vertraute finden die Mädchen in der jungen Lehrerin Gesche Petersen, die sie in ihrem Wunsch nach Bildung und Selbstbestimmung bestärkt. Doch als Gesche sich in Noras Bruder Henry verliebt, stößt sie selbst an Grenzen. Eine Verbindung mit dem jungen Grafen scheint undenkbar. Auch Noras Freundschaft zu dem jungen Hafenarbeiter Karl sprengt die Konventionen ... Ich hab seit dem Erscheinen des Buches damit geliebäugelt aber da ich so einen riesigen SUB habe hab ich mir ein kaufverbot gegeben. Tja,aber gegen gewinnen kann ich nix. Nun hab ich mit dem lesen aber noch gewartet bis der 2. Teil erschienen ist und das war auch gut so. Diese Woche hab ich das Buch endlich begonnen und mir war nach den ersten Seiten schon klar das ich direkt Teil 2 bestellen muss damit es nahtlos weitergehen kann. Der tolle und einfache Schreibstil der Autorin hat ein zügiges lesen möglich gemacht und ich bin sofort in diese wunderbare Geschichte eines Pensionat für Mädchen eingetaucht. Sehr schnell hab ich drei Figuren gefunden die mir mit ihrer Geschichte direkt ans Herz gewachsen sind. Da ist Nora die ins Pensionat muss obwohl sie überhaupt nicht will dieser kleine Quirl,ihr Bruder Henry,der trotz das er den Titel eines Grafen hat,das Herz auf dem rechten Fleck hat und die junge,mittellose Lehrerin Gesche die eine sehr moderne Art hat mit den Mädchen des Pensionat's umzugehen. Sehr zum Leidwesen der Pensionat's Leiterin Dorothea Eggers die eher auf einer konservativen Erziehung der Mädchen besteht. Schließlich sollen sie auf ein Leben als Ehefrau ihres standesgemäßen und zukünftigen Ehemannes vorbereitet werden. Haushalt, Kinder und dem Ehemann jeden Wunsch von den Augen ablesen. Da bleibt kein Platz zum aus der Reihe zu tanzen, alles ist vorgezeichnet. Ich habe sie alle drei für ihre Art das Leben zu meistern bewundert. Jeden einzelnen auf seine spezielle Art. Nora für ihre erfrischende Jugend und das sie sich nicht in eine Schublade als verwöhnte Komtess stecken lässt, sie kämpft für das was sie unbedingt will. Gesche die sich immer auf die Seite ihrer Schülerinnen stellt ,sie in Schutz nimmt und sich für bessere Bedingungen im Pensionat einsetzt. Und der liebe Henry der sich rührend um seine Schwester kümmert in der Doppellrolle als Bruder und Vater da der in der Welt rumreist und die Mutter krank ist. Dieser Grat ist nicht immer einfach. Es geht auch um die erste Liebe, die Freundschaft der Mädchen im Pensionat und das es im Jahr 1899 für Frauen schwer war ihre Wünsche und Ideen in der Männerwelt durchzusetzen. Und natürlich darf auch das Drama nicht fehlen. Ich habe das Buch verschlungen und bin froh auf diese Weise wieder eine neue Autorin für mich gefunden zu haben. Mein Dank geht auch direkt an die Autorin für diese tollen Lesemomente und ich mach jetzt gleich mit Teil 2 weiter. Dafür absolute Leseempfehlung und

Toller Einstieg in eine neue Reihe

Undine Sittel aus Remse am 18.02.2024
Bewertungsnummer: 2134307
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Heute hab ich ein Buch mitgebracht welches ich im Herbst vorigen Jahres gewonnen habe. Es ist,,Frühlingstöchter,, von Anna Perbandt und es ist der erste Teil der Reihe,,das Pensionat am Holstentor,,. Klappentext Der Auftakt zu einer neuen historischen Romanreihe aus Lübeck über vier Freundinnen, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in einem Internat kennenlernen. Als Töchter aus gutem Hause scheint ihr Weg vorgezeichnet, doch die vier kämpfen gemeinsam um ihr persönliches Glück und schließen einen Bund. Sie sind die «Frühlingstöchter». Im renommierten Pensionat am Holstentor lernen die Höheren Töchter Lübecks, was von ihnen erwartet wird. Doch die Jahrhundertwende bringt Veränderungen. Vor allem die temperamentvolle Grafentochter Nora begehrt auf gegen das gesellschaftliche Korsett. Zusammen mit ihren Freundinnen – Kaufmannstochter Agnes, Senatorentochter Lotte und Stipendiatin Fanny – genießt sie das unbeschwerte Pensionatsleben, bevor sich ihr Schicksal entscheidet. Eine Vertraute finden die Mädchen in der jungen Lehrerin Gesche Petersen, die sie in ihrem Wunsch nach Bildung und Selbstbestimmung bestärkt. Doch als Gesche sich in Noras Bruder Henry verliebt, stößt sie selbst an Grenzen. Eine Verbindung mit dem jungen Grafen scheint undenkbar. Auch Noras Freundschaft zu dem jungen Hafenarbeiter Karl sprengt die Konventionen ... Ich hab seit dem Erscheinen des Buches damit geliebäugelt aber da ich so einen riesigen SUB habe hab ich mir ein kaufverbot gegeben. Tja,aber gegen gewinnen kann ich nix. Nun hab ich mit dem lesen aber noch gewartet bis der 2. Teil erschienen ist und das war auch gut so. Diese Woche hab ich das Buch endlich begonnen und mir war nach den ersten Seiten schon klar das ich direkt Teil 2 bestellen muss damit es nahtlos weitergehen kann. Der tolle und einfache Schreibstil der Autorin hat ein zügiges lesen möglich gemacht und ich bin sofort in diese wunderbare Geschichte eines Pensionat für Mädchen eingetaucht. Sehr schnell hab ich drei Figuren gefunden die mir mit ihrer Geschichte direkt ans Herz gewachsen sind. Da ist Nora die ins Pensionat muss obwohl sie überhaupt nicht will dieser kleine Quirl,ihr Bruder Henry,der trotz das er den Titel eines Grafen hat,das Herz auf dem rechten Fleck hat und die junge,mittellose Lehrerin Gesche die eine sehr moderne Art hat mit den Mädchen des Pensionat's umzugehen. Sehr zum Leidwesen der Pensionat's Leiterin Dorothea Eggers die eher auf einer konservativen Erziehung der Mädchen besteht. Schließlich sollen sie auf ein Leben als Ehefrau ihres standesgemäßen und zukünftigen Ehemannes vorbereitet werden. Haushalt, Kinder und dem Ehemann jeden Wunsch von den Augen ablesen. Da bleibt kein Platz zum aus der Reihe zu tanzen, alles ist vorgezeichnet. Ich habe sie alle drei für ihre Art das Leben zu meistern bewundert. Jeden einzelnen auf seine spezielle Art. Nora für ihre erfrischende Jugend und das sie sich nicht in eine Schublade als verwöhnte Komtess stecken lässt, sie kämpft für das was sie unbedingt will. Gesche die sich immer auf die Seite ihrer Schülerinnen stellt ,sie in Schutz nimmt und sich für bessere Bedingungen im Pensionat einsetzt. Und der liebe Henry der sich rührend um seine Schwester kümmert in der Doppellrolle als Bruder und Vater da der in der Welt rumreist und die Mutter krank ist. Dieser Grat ist nicht immer einfach. Es geht auch um die erste Liebe, die Freundschaft der Mädchen im Pensionat und das es im Jahr 1899 für Frauen schwer war ihre Wünsche und Ideen in der Männerwelt durchzusetzen. Und natürlich darf auch das Drama nicht fehlen. Ich habe das Buch verschlungen und bin froh auf diese Weise wieder eine neue Autorin für mich gefunden zu haben. Mein Dank geht auch direkt an die Autorin für diese tollen Lesemomente und ich mach jetzt gleich mit Teil 2 weiter. Dafür absolute Leseempfehlung und

Bund der Frühlingstöchter „Es…

Lesefee23.05 aus Stepenitztal am 09.01.2024

Bewertungsnummer: 2835948

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Bund der Frühlingstöchter „Es ist löblich, dass du ehrlich bist. Aber du darfst dein Herz nicht auf der Zunge tragen. Von einer wohlerzogenen jungen Dame wird erwartet, dass sie sich stets in Zurückhaltung übt und die Contenance bewahrt.“ „Das Pensionat am Holstentor - Frühlingstöchter“ ist der erste Band der Hostentor-Dilogie von Anne Perbandt. Er erschien im Juni 2023 im Rowohlt Verlag. Für mich passt in diesem historischen Roman einfach alles! Von der ersten Seite an, war ich gefesselt von Noras, Henrys und Gesches Geschichte. Die Handlung spielt in Lübeck im Jahr 1899. Nora von Jagow ist für ein Mädchen ihrer Zeit eher untypisch. Anstatt zu sticken ist sie viel lieber an der frischen Luft unterwegs, reitet gern und ist insgesamt eher ein Wildfang. Da ihr Bruder Henry das heimische Gut für einige Zeit verlassen muss, wird Nora auf ein Mädchen-Pensionat geschickt, auf dem sie weibliche Manieren erlernen soll. In Lübeck angekommen kreuzen sich direkt die Wege aller Hauptfiguren. Henry und Nora lernen Gesche kennen, die eine Stelle als Lehrerin im Pensionat bekommen möchte. Gesche rettet Nora aus einer recht unglücklichen und gefährlichen Situation und erkämpft sich so einen Platz im Herzen der von-Jagow-Geschwister. Im Pensionat lernt Nora schnell Freundinnen kennen, doch ihren Jugendfreund Karl, den Stallknecht des Guts vergisst sie darüber nicht… Anne Perbandt thematisiert in ihrem Roman die Rolle der Frau zum Ende des 19. Jahrhunderts sowie die damals noch vorherrschenden Standesunterschiede und -dünkel. Hierfür gestaltet sie absolut authentische und zeittypische Figuren, die zum Teil stereotyp für entsprechende Rollen stehen. So sind Nora und Gesche die jungen Frauen, die nicht der gesellschaftlichen Norm folgen, sondern aus ihr ausbrechen. Gerade Nora fällt es schwer, sich an gesellschaftliche Regeln zu halten. Gesche hat im Leben natürlich schon mehr erfahren als Nora und kann sich entsprechend besser anpassen. Nichtsdestotrotz ist sie aber jemand, der unkonventionell denkt und der sich für die Bildung von Frauen einsetzt. Mit dieser Einstellung eckt sie entsprechend auch im Pensionat an, denn die Pensionatsleiterin ist von der ganz alten Schule und hält nichts davon, dass mittlerweile auch Mädchen in naturwissenschaftlichen Fächern und Leibesertüchtigung unterrichtet werden sollen. Geschickt webt die Autorin hier historische Fakten bezüglich des Schulsystems der damaligen Zeit ein. Dieses befand sich in der Entwicklung und die Schulbildung der Mädchen wurde zentral erweitert. Auch die Liebe kommt als zentrales Thema nicht zu kurz. Unstandesgemäß beginnt sich zwischen Henry und Gesche eine Verbindung zu entwickeln, die nach damaligen Ansichten nicht existieren darf. Auch Nora hat Gefühle für Karl, die ebensowenig standesgemäß sind. Die daraus entstehenden Konflikte werden im Roman gut aufgezeigt und sorgen für eine gute Prise Spannung. Gefallen hat mir zudem die enge Freundschaft und der Zusammenhalt der Mädchen im Pensionat. Schnell findet sich Nora hier ein und auch innerhalb der Viererclique werden Standesunterschiede immer wieder deutlich. Auch das Schicksal von jungen Frauen, die ohne Familie aufwachsen wird in Noras Freundeskreis aufgezeigt. So hat Fanny als Waise kaum eine Chance, als ihr unerwartet ein unfreiwilliger Heiratsantrag gemacht wird… Die Erzählperspektive wechselt zwischen Henry, Nora und Gesche. Kurzzeitig wird auch aus personale Erzählperspektive von Noras und Henrys Vater berichtet. Gefühle und Gedanken der Hauptfiguren werden so unkompliziert vermittelt und es ergibt sich ein schlüssiges Gesamtbild der Handlung. Der Schreibstil der Autorin ist ebenfalls im gesamten Roman wunderbar flüssig und bildhaft. Szenen, Figuren und Handlungsorte werden brillant beschrieben und schnell entsteht das Gefühl, selbst mitten im Geschehen zu sein. Mein Fazit: Mich hat der Roman von Anna Perbandt absolut begeistert. Ich mochte einfach alles - die Liebesgeschichten, das Pensionsatsfeeling, die Freundschaft der Mädchen, das Setting… - und freue mich unglaublich auf die Fortsetzung! Von mir gibt es also 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Bund der Frühlingstöchter „Es…

Lesefee23.05 aus Stepenitztal am 09.01.2024
Bewertungsnummer: 2835948
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Bund der Frühlingstöchter „Es ist löblich, dass du ehrlich bist. Aber du darfst dein Herz nicht auf der Zunge tragen. Von einer wohlerzogenen jungen Dame wird erwartet, dass sie sich stets in Zurückhaltung übt und die Contenance bewahrt.“ „Das Pensionat am Holstentor - Frühlingstöchter“ ist der erste Band der Hostentor-Dilogie von Anne Perbandt. Er erschien im Juni 2023 im Rowohlt Verlag. Für mich passt in diesem historischen Roman einfach alles! Von der ersten Seite an, war ich gefesselt von Noras, Henrys und Gesches Geschichte. Die Handlung spielt in Lübeck im Jahr 1899. Nora von Jagow ist für ein Mädchen ihrer Zeit eher untypisch. Anstatt zu sticken ist sie viel lieber an der frischen Luft unterwegs, reitet gern und ist insgesamt eher ein Wildfang. Da ihr Bruder Henry das heimische Gut für einige Zeit verlassen muss, wird Nora auf ein Mädchen-Pensionat geschickt, auf dem sie weibliche Manieren erlernen soll. In Lübeck angekommen kreuzen sich direkt die Wege aller Hauptfiguren. Henry und Nora lernen Gesche kennen, die eine Stelle als Lehrerin im Pensionat bekommen möchte. Gesche rettet Nora aus einer recht unglücklichen und gefährlichen Situation und erkämpft sich so einen Platz im Herzen der von-Jagow-Geschwister. Im Pensionat lernt Nora schnell Freundinnen kennen, doch ihren Jugendfreund Karl, den Stallknecht des Guts vergisst sie darüber nicht… Anne Perbandt thematisiert in ihrem Roman die Rolle der Frau zum Ende des 19. Jahrhunderts sowie die damals noch vorherrschenden Standesunterschiede und -dünkel. Hierfür gestaltet sie absolut authentische und zeittypische Figuren, die zum Teil stereotyp für entsprechende Rollen stehen. So sind Nora und Gesche die jungen Frauen, die nicht der gesellschaftlichen Norm folgen, sondern aus ihr ausbrechen. Gerade Nora fällt es schwer, sich an gesellschaftliche Regeln zu halten. Gesche hat im Leben natürlich schon mehr erfahren als Nora und kann sich entsprechend besser anpassen. Nichtsdestotrotz ist sie aber jemand, der unkonventionell denkt und der sich für die Bildung von Frauen einsetzt. Mit dieser Einstellung eckt sie entsprechend auch im Pensionat an, denn die Pensionatsleiterin ist von der ganz alten Schule und hält nichts davon, dass mittlerweile auch Mädchen in naturwissenschaftlichen Fächern und Leibesertüchtigung unterrichtet werden sollen. Geschickt webt die Autorin hier historische Fakten bezüglich des Schulsystems der damaligen Zeit ein. Dieses befand sich in der Entwicklung und die Schulbildung der Mädchen wurde zentral erweitert. Auch die Liebe kommt als zentrales Thema nicht zu kurz. Unstandesgemäß beginnt sich zwischen Henry und Gesche eine Verbindung zu entwickeln, die nach damaligen Ansichten nicht existieren darf. Auch Nora hat Gefühle für Karl, die ebensowenig standesgemäß sind. Die daraus entstehenden Konflikte werden im Roman gut aufgezeigt und sorgen für eine gute Prise Spannung. Gefallen hat mir zudem die enge Freundschaft und der Zusammenhalt der Mädchen im Pensionat. Schnell findet sich Nora hier ein und auch innerhalb der Viererclique werden Standesunterschiede immer wieder deutlich. Auch das Schicksal von jungen Frauen, die ohne Familie aufwachsen wird in Noras Freundeskreis aufgezeigt. So hat Fanny als Waise kaum eine Chance, als ihr unerwartet ein unfreiwilliger Heiratsantrag gemacht wird… Die Erzählperspektive wechselt zwischen Henry, Nora und Gesche. Kurzzeitig wird auch aus personale Erzählperspektive von Noras und Henrys Vater berichtet. Gefühle und Gedanken der Hauptfiguren werden so unkompliziert vermittelt und es ergibt sich ein schlüssiges Gesamtbild der Handlung. Der Schreibstil der Autorin ist ebenfalls im gesamten Roman wunderbar flüssig und bildhaft. Szenen, Figuren und Handlungsorte werden brillant beschrieben und schnell entsteht das Gefühl, selbst mitten im Geschehen zu sein. Mein Fazit: Mich hat der Roman von Anna Perbandt absolut begeistert. Ich mochte einfach alles - die Liebesgeschichten, das Pensionsatsfeeling, die Freundschaft der Mädchen, das Setting… - und freue mich unglaublich auf die Fortsetzung! Von mir gibt es also 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter

von Anna Perbandt

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