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Weiße Finsternis Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.03.2021

Verlag

Berlin Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,4/12,7/3,1 cm

Gewicht

412 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001461622

Warnhinweis

Warnhinweis nicht erforderlich

Beschreibung

Rezension

»Ein raffiniert komponiertes Buch, das die historisch belegten Vorgänge auf mehreren ineinander verzahnten Erzählebenen immer wieder spiegelt, Cliffhanger erzeugt und auflöst und dabei die Leerstellen fiktional auffüllt.« ("Deutschlandfunk „Büchermarkt“")
»Florian Wacker ist ein Roman geglückt, der uns packt und verschlingt, so wie die weiße Weite viele Abenteurer.« ("Brigitte")
»Packend!« ("Freizeit (Kurier) (A)")
»Ein Meister der Recherche und Einfühlung« ("SWR2 „Lesezeichen“")
»Packend zu lesen« ("SR")
»Ein packender literarischer Abenteuerroman« ("Camping Magazin")
»Ein packender Abenteuerroman, der hundert Jahre nach Amundsens großer Polarexpedition den historischen Fall der beiden verschollenen Seeleute Peter Tessem und Paul Knutsen mit einer verhängnisvollen Dreiecksbeziehung verwebt.« ("Rieser Nachrichten")
»Es wurde mir kalt bei der Lektüre. Florian Wacker ist ein Meister der Atmosphäre!« ("literaturblatt.ch (CH)")
»Packend erzählt Wacker von der Macht der Natur in einer Zeit, in der es keine moderne Technologie gab, die Orientierung, Kommunikation und Transport erleichtern konnte.« ("floatmagazin.de")
»Florian Wacker (…) schafft es in sehr gelungener und moderner Abenteuer-Roman-Manier, seine Leser und Leserinnen zu fesseln.« ("literaturkritik.de")

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.03.2021

Verlag

Berlin Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,4/12,7/3,1 cm

Gewicht

412 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001461622

Herstelleradresse

Berlin Verlag
Hedemannstraße 14
10969 Berlin
DE

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Spannend und überaus realistisch

Xirxe aus Hannover am 08.06.2021

Bewertungsnummer: 1505033

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Anfang September 1918 befinden sich die norwegischen Seeleute Peter Tessem und Paul Knutsen an Bord der Maud, dem neuen Expeditionsschiff von Roald Amundsen, der sich damit durchs Packeis Richtung Nordpol treiben lassen will. Doch bereits kurz nach der Abfahrt steckt die Maud an der nördlichsten Festlandstelle der Erde im Eis fest und es dauert ein Jahr, bis sie Mitte September 1919 ihre Reise fortsetzen kann – allerdings ohne die beiden Seeleute. Tessem hat gesundheitliche Probleme, weshalb er zurückkehren will und Knutsen soll ihn begleiten. Als die Maud ihre Reise wieder aufnimmt, machen sich die beiden Männer westwärts auf nach Dikson, 1000 km entlang der vereisten Küste. Da man bis zum folgenden Sommer keine Nachricht von den Beiden hat, startet im August 1920 eine Rettungsexpedition, die jedoch frühzeitig in Dikson endet – schweres Eis erlaubt kein Durchkommen weiter nach Osten. Erst neun Monate später, im Mai 1921, macht sich eine norwegisch-sowjetische Gruppe mit Rentieren und Schlitten auf den Weg. Vom Weg der beiden Seeleute, ihrer gemeinsamen Vergangenheit sowie der Suche nach den Beiden auf dem Landweg wird abwechselnd in den Kapiteln erzählt. Während Letzteres aufgrund entsprechender Unterlagen ziemlich genau belegt ist, entspringt der Rest der Geschichte der Phantasie des Autors. Doch dieser ‚Rest‘ wirkt so authentisch und überzeugend wie das tatsächlich Geschehene, so dass man während des Lesens nicht daran zweifelt, dass sich tatsächlich Alles so zugetragen haben könnte. Insbesondere die Beschreibungen des Rückweges der beiden Männer nach Dikson mit den erbarmungslosen Bedingungen von Kälte und kaum passierbarer Landschaft tragen dazu bei wie auch die geschilderten Gedanken und Gefühle von Tessem, der durch seine gesundheitlichen Probleme noch zusätzlich beeinträchtigt war. Vermutlich um die Verbundenheit der Männer deutlicher zu machen und durch eine Art Konkurrenzsituation mehr Dramatik aufzubauen, wird auch ihr gemeinsames vergangenes Leben erzählt, das eng verknüpft ist mit dem Leben der gleichaltrigen Liv. Eine verschworene Dreiergemeinschaft bildeten sie, was mit zunehmendem Alter immer schwieriger wurde. Auch Livs Sicht ist ein eigener Erzählstrang gewidmet – vielleicht um die Spannung zwischen den beiden Männern noch deutlicher darzustellen. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte auch ohne die Darstellung dieser privaten Beziehung (die in der Realität nicht existierte) sehr gut funktioniert, denn der Überlebenskampf von Tessem und Knutsen wie auch die Suchexpedition sind so gut und packend erzählt, dass dies völlig ausgereicht hätte. Abenteuer pur! Mich hat die Lektüre so fasziniert, dass ich mich auf die Suche nach den beiden Protagonisten gemacht habe und tatsächlich fündig geworden bin: Peter Tessem https://frammuseum.no/polar-history/explorers/peter-lorents-tessem-1875-1919/ und Paul Knutsen https://frammuseum.no/polar-history/explorers/paul-knudsen-1889-1919/ – so hat man sogar noch ein Bild der Beiden vor Augen.

Spannend und überaus realistisch

Xirxe aus Hannover am 08.06.2021
Bewertungsnummer: 1505033
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Anfang September 1918 befinden sich die norwegischen Seeleute Peter Tessem und Paul Knutsen an Bord der Maud, dem neuen Expeditionsschiff von Roald Amundsen, der sich damit durchs Packeis Richtung Nordpol treiben lassen will. Doch bereits kurz nach der Abfahrt steckt die Maud an der nördlichsten Festlandstelle der Erde im Eis fest und es dauert ein Jahr, bis sie Mitte September 1919 ihre Reise fortsetzen kann – allerdings ohne die beiden Seeleute. Tessem hat gesundheitliche Probleme, weshalb er zurückkehren will und Knutsen soll ihn begleiten. Als die Maud ihre Reise wieder aufnimmt, machen sich die beiden Männer westwärts auf nach Dikson, 1000 km entlang der vereisten Küste. Da man bis zum folgenden Sommer keine Nachricht von den Beiden hat, startet im August 1920 eine Rettungsexpedition, die jedoch frühzeitig in Dikson endet – schweres Eis erlaubt kein Durchkommen weiter nach Osten. Erst neun Monate später, im Mai 1921, macht sich eine norwegisch-sowjetische Gruppe mit Rentieren und Schlitten auf den Weg. Vom Weg der beiden Seeleute, ihrer gemeinsamen Vergangenheit sowie der Suche nach den Beiden auf dem Landweg wird abwechselnd in den Kapiteln erzählt. Während Letzteres aufgrund entsprechender Unterlagen ziemlich genau belegt ist, entspringt der Rest der Geschichte der Phantasie des Autors. Doch dieser ‚Rest‘ wirkt so authentisch und überzeugend wie das tatsächlich Geschehene, so dass man während des Lesens nicht daran zweifelt, dass sich tatsächlich Alles so zugetragen haben könnte. Insbesondere die Beschreibungen des Rückweges der beiden Männer nach Dikson mit den erbarmungslosen Bedingungen von Kälte und kaum passierbarer Landschaft tragen dazu bei wie auch die geschilderten Gedanken und Gefühle von Tessem, der durch seine gesundheitlichen Probleme noch zusätzlich beeinträchtigt war. Vermutlich um die Verbundenheit der Männer deutlicher zu machen und durch eine Art Konkurrenzsituation mehr Dramatik aufzubauen, wird auch ihr gemeinsames vergangenes Leben erzählt, das eng verknüpft ist mit dem Leben der gleichaltrigen Liv. Eine verschworene Dreiergemeinschaft bildeten sie, was mit zunehmendem Alter immer schwieriger wurde. Auch Livs Sicht ist ein eigener Erzählstrang gewidmet – vielleicht um die Spannung zwischen den beiden Männern noch deutlicher darzustellen. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte auch ohne die Darstellung dieser privaten Beziehung (die in der Realität nicht existierte) sehr gut funktioniert, denn der Überlebenskampf von Tessem und Knutsen wie auch die Suchexpedition sind so gut und packend erzählt, dass dies völlig ausgereicht hätte. Abenteuer pur! Mich hat die Lektüre so fasziniert, dass ich mich auf die Suche nach den beiden Protagonisten gemacht habe und tatsächlich fündig geworden bin: Peter Tessem https://frammuseum.no/polar-history/explorers/peter-lorents-tessem-1875-1919/ und Paul Knutsen https://frammuseum.no/polar-history/explorers/paul-knudsen-1889-1919/ – so hat man sogar noch ein Bild der Beiden vor Augen.

Im ewigen Eis

ausgebucht.blog am 14.05.2021

Bewertungsnummer: 1495423

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist das Jahr 1921 als Nikifor Begitschew gebeten wird, sich an einer internationalen Expedition zu beteiligen. Zwei Jahre zuvor waren die Norweger Paul Knudsen und Peter Tessem von der "Maud" - Amundsens Schiff, das festgefroren im Eis steckte um die Drift der Eisschollen zu erforschen - mit dem Hundeschlitten in Richtung Heimat aufgebrochen. Sie sollten Post überbringen, der zweite Grund war, dass Peter zunehmend gesundheitliche Probleme bekam. Doch die beiden Männer kamen nie zu Hause an. Erzählt wird eine wahre Geschichte, diesen Suchtrupp hat es wirklich gegeben. Aus den damaligen Erkenntnissen leitete Florian Wacker gekonnt ein mögliches Szenario ab. Er füllt die Fakten um die zwei im ewigen Eis verschollenen Männer mit einer anspruchsvoll konstruierten und unterhaltsamen Geschichte auf, die durch die Perspektivwechsel einen Blick auf die Welt im Norden zu Beginn des 20. Jahrhunderts wirft. Nicht einmal der erste Weltkrieg kam bis dorthin. Differenziert legt der Autor frei, was junge Männer angetrieben hat die Welt des ewigen Eises entdecken zu wollen und wie es den an Land verbliebenen ging, allen voran den Frauen, die warten und hoffen mussten. Im fiktiven Teil geht es um Konkurrenz zwischen Paul und Peter. Was stand zwischen ihnen und wo ähnelten sie sich? Beide können nicht aus ihrer Haut, sie sind grundverschieden. Den einen zieht es raus ins Eis, zu neuen Ufern, er muss sich stets etwas beweisen. Einen Anker hat er nicht. Der andere ist nicht zum Abenteurer geboren, ist fest verwurzelt und neidet es dem besten Freund das Erlebte. Und dann ist da noch Liv und sie alle sind untrennbar miteinander verbunden. Die Perspektivwechsel und die unterschiedlichen Zeitlinien sind großartig gelungen und tragen nach und nach zur Auflösung der tatsächlichen Ereignisse bei, angereichert mit fiktiven Ergänzungen wo die Überlieferungen Lücken aufweisen. Die unterschiedlichen Ebenen erfordern zu Beginn ein hohes Maß an Konzentration, mit Fortschreiten des Romans wird alles logischer und nachvollziehbarer und trotz der Sprünge leicht lesbar. Ich hätte mir lediglich zur geografischen Orientierung eine Karte gewünscht, das war tatsächlich schwer vorstellbar für mich, wo ich mich grade befinde. Wenngleich der Erzähler uns die Geschichte aus Sicht aller darlegt bleibt er dabei doch nüchtern in seinen Schilderungen. Das sorgt dafür, dass mir persönlich die Charaktere nicht so nah kamen. Super beschrieben sind sie, ich sehe sie vor mir und kann mich gut in sie hineinversetzen, ich konnte jedoch keine Bindung zu ihnen aufbauen. Ab der Hälfte des Buches hatte ich aber den Eindruck, dass grade diese Distanz die Glaubhaftigkeit ausmacht. Genau so könnte es sich vor 100 Jahren zugetragen haben. Das Ende hätte ich mir persönlich anders gewünscht, aber es tut meiner Begeisterung für dieses tolle Buch keinen Abbruch. Das Thema Polarmeerforschung ist, nicht zuletzt durch die Expedition der POLARSTERN in 2020, nach wie vor hochaktuell und es war eine große Lesefreude, die "Weiße Finsternis" so hautnah zu erleben.

Im ewigen Eis

ausgebucht.blog am 14.05.2021
Bewertungsnummer: 1495423
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist das Jahr 1921 als Nikifor Begitschew gebeten wird, sich an einer internationalen Expedition zu beteiligen. Zwei Jahre zuvor waren die Norweger Paul Knudsen und Peter Tessem von der "Maud" - Amundsens Schiff, das festgefroren im Eis steckte um die Drift der Eisschollen zu erforschen - mit dem Hundeschlitten in Richtung Heimat aufgebrochen. Sie sollten Post überbringen, der zweite Grund war, dass Peter zunehmend gesundheitliche Probleme bekam. Doch die beiden Männer kamen nie zu Hause an. Erzählt wird eine wahre Geschichte, diesen Suchtrupp hat es wirklich gegeben. Aus den damaligen Erkenntnissen leitete Florian Wacker gekonnt ein mögliches Szenario ab. Er füllt die Fakten um die zwei im ewigen Eis verschollenen Männer mit einer anspruchsvoll konstruierten und unterhaltsamen Geschichte auf, die durch die Perspektivwechsel einen Blick auf die Welt im Norden zu Beginn des 20. Jahrhunderts wirft. Nicht einmal der erste Weltkrieg kam bis dorthin. Differenziert legt der Autor frei, was junge Männer angetrieben hat die Welt des ewigen Eises entdecken zu wollen und wie es den an Land verbliebenen ging, allen voran den Frauen, die warten und hoffen mussten. Im fiktiven Teil geht es um Konkurrenz zwischen Paul und Peter. Was stand zwischen ihnen und wo ähnelten sie sich? Beide können nicht aus ihrer Haut, sie sind grundverschieden. Den einen zieht es raus ins Eis, zu neuen Ufern, er muss sich stets etwas beweisen. Einen Anker hat er nicht. Der andere ist nicht zum Abenteurer geboren, ist fest verwurzelt und neidet es dem besten Freund das Erlebte. Und dann ist da noch Liv und sie alle sind untrennbar miteinander verbunden. Die Perspektivwechsel und die unterschiedlichen Zeitlinien sind großartig gelungen und tragen nach und nach zur Auflösung der tatsächlichen Ereignisse bei, angereichert mit fiktiven Ergänzungen wo die Überlieferungen Lücken aufweisen. Die unterschiedlichen Ebenen erfordern zu Beginn ein hohes Maß an Konzentration, mit Fortschreiten des Romans wird alles logischer und nachvollziehbarer und trotz der Sprünge leicht lesbar. Ich hätte mir lediglich zur geografischen Orientierung eine Karte gewünscht, das war tatsächlich schwer vorstellbar für mich, wo ich mich grade befinde. Wenngleich der Erzähler uns die Geschichte aus Sicht aller darlegt bleibt er dabei doch nüchtern in seinen Schilderungen. Das sorgt dafür, dass mir persönlich die Charaktere nicht so nah kamen. Super beschrieben sind sie, ich sehe sie vor mir und kann mich gut in sie hineinversetzen, ich konnte jedoch keine Bindung zu ihnen aufbauen. Ab der Hälfte des Buches hatte ich aber den Eindruck, dass grade diese Distanz die Glaubhaftigkeit ausmacht. Genau so könnte es sich vor 100 Jahren zugetragen haben. Das Ende hätte ich mir persönlich anders gewünscht, aber es tut meiner Begeisterung für dieses tolle Buch keinen Abbruch. Das Thema Polarmeerforschung ist, nicht zuletzt durch die Expedition der POLARSTERN in 2020, nach wie vor hochaktuell und es war eine große Lesefreude, die "Weiße Finsternis" so hautnah zu erleben.

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Weiße Finsternis

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