Produktbild: Auroras Anlaß
Gebraucht Band 21731

Auroras Anlaß Erzählung. Ausgezeichnet mit dem Aspekte-Literatur-Preis 1987

Aus der Reihe detebe
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.03.1989

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

18/11,3/2,1 cm

Gewicht

166 g

Auflage

31

Sprache

Deutsch

EAN

2710001433964

Beschreibung

Rezension

"Stark, chilling and relentless ... a tour de force"(Le Monde)

"The very spareness of the tale leaves the peculiar power of the mystery intact."(Washington Post Book World)

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Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.03.1989

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

18/11,3/2,1 cm

Gewicht

166 g

Auflage

31

Sprache

Deutsch

EAN

2710001433964

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29|80469|München|DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8|8032|Zürich|CH
info@diogenes.ch

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  • Reggie

    aus Hamburg

    5/5

    03.06.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Was mich an Erich Hackl…

    Was mich an Erich Hackl fasziniert ist, dass er wieder einen Tatsachenbericht so mitreißend geschildert hat, dass man nicht aufhören kann weiter zu lesen. Und wieder zäumt er das Pferd von hinten auf. Die Spannung scheint eigentlich schon auf der ersten Seite genommen. Doch der Schein trügt. Die Gründe der Mutter, ihre eigene Kindheit, die Kindheit von Hildegart, ihr Lebenslauf, die vorhersehbaren Schwierigkeiten – das alles zieht die Spannungsbogen in eine Richtung, die den Mord noch unglaubwürdiger macht, als er ohnehin schon erscheint. Vor allem erscheinen diese Tatsachen nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern klingen auch noch plausibel. So sehr steigerte ich mich als Leser in das Bewusstsein der Mutter hinein. Und ich erwische mich tatsächlich dabei, ungläubig über das Urteil und des Ausgangs des Buches zu sein. All das erwartet man nicht von einem Sachbuch oder? Die 144 Seiten nehmen nicht viel Zeit in Anspruch, aber vor allem seine Art zu erzählen, lässt die Seiten wie im Nu vorbeiblättern. Die Begierde nach Veränderung, die Besessenheit der Mutter werden klar geschildert. Hackl ist wie schon bei seinem letzten Werk stark distanziert, ohne eigene Meinung. Aurora wurde 1890 geboren, ihre Tochter 1914. Der Mord geschah 1933. Diese Begebenheiten trugen sich also zur Zeit vor Franco und vor dem Bürgerkrieg in Spanien zu. Hackl schafft es auch die politische Situation ohne Wertung darzustellen. Neben der Parteien-Politik vereint diese Geschichte noch folgende Themen in sich: Sexualpolitik, Rolle der Frau in Spanien, Erziehung, Mutter-Tochter-Beziehung. Meine Faszination für wahre Begebenheiten wurde hier mal wieder geweckt – herausgefunden hab ich noch, dass die Geschichte 1977 auch verfilmt wurde, dass Hildegart Rodríguez als spanische Autorin bekannt war und sich massiv für die sexuelle Befreiung und soziale Emanzipation der Frauen eingesetzt hatte. Hackl selbst bezeichnet sein Werk als Geflecht von Fakten und Mutmaßungen (nicht seiner selbst) und erwähnt Hildegarts Artikel, ihre 13 Bücher und Broschüren sowie Gespräche, die Eduardo de Guzman mit ihrer Mutter im Gefängnis geführt hat. Des Weiteren lagen ihm die Prozessberichte vor. Der Leser wird angeregt, sich mit den Themen auseinanderzusetzen und bekommt durch Hilfen wie das Gerichtsverfahren oder der Familie außenstehende Beteiligte verschiedene Sichtweisen präsentiert. Ein Buch, das bildet, fasziniert, interessiert und damit prächtig unterhält.

  • Bewertung

    aus Linz

    5/5

    24.03.2008

    Buch (Taschenbuch)

    Empfehlenswert!

    Ich "musste" das Buch zwar in der Schule lesen, jedoch als ich begonnen habe, musste ich es in einem Zug durchlesen, da ich es sehr mitreißend und spannend fand. Empfehlenswert!

  • Bewertung

    aus Linz

    4/5

    08.08.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Rechte der Frauen in Spanien

    Das Buch beschreibt einen Kampf von einer Mutter und einer Tochter für ein gleichgestelltes Spanien Anfang des 20. Jahrhunderts. Viel Information auf wenigen Seiten, die jedoch einen guten Einblick in die Zeit geben. Auch wenn man sich nicht in der Geschichte Spaniens auskennt.

  • Xirxe

    aus Hannover

    4/5

    24.10.2009

    Buch (Taschenbuch)

    Aurora Rodriguez erschießt im…

    Aurora Rodriguez erschießt im Juni 1933 ihre 18jährige Tochter Hildegart. Aurora, erzogen von einer lieblosen Mutter, deren Hauptaugenmerk auf Äußerlichkeiten gerichtet ist, wird von ihrem Vater, der mehr in seinen Ideologien lebt als in der realen Welt, sensibilisiert für die Ungerechtigkeiten die den Armen, den Arbeitern, den Frauen widerfahren. Sie ist wissensdurstig, eignet sich selbständig Wissen an in der Bibliothek ihres Vaters und will nichts weniger als die Welt zum Bessern ändern. Doch als Frau und aufgrund ihrer zu geringen Bildung sind ihre Möglichkeiten begrenzt. Erst als ihre Eltern sterben und sie finanziell unabhängig ist, bietet sich eine neue Möglichkeit: Aurora bekommt eine Tochter, die sie ohne Mann in der Art und Weise erzieht, dass dieses Mädchen in der Lage sein wird, die Gesellschaft zum Positiven zu ändern. Und es scheint zu gelingen: Hildegart beginnt mit 14 zu studieren, schließt sich zuerst den Sozialisten, dann den Föderalisten an, schreibt Bücher und Broschüren für die Gleichberechtigung der Frau, tritt für die Geburtenregelung und die sexuelle Freiheit ein. Doch dann entwickelt Hildegart eigene Wünsche und Vorstellungen, die von denen der Mutter abweichen und sie nimmt ein Angebot an, in London zu arbeiten. Aurora kann dies nicht akzeptieren. Neben dieser Geschichte wird auch die damalige Situation in Spanien geschildert. Ich persönlich fand dies bereichernd, da es einerseits die Lage deutlicher macht, in der sich die Protagonistinnen befinden und andererseits habe ich wieder ein paar Sachen dazugelernt :-) 'Auroras Anlaß' wird in einer sachlichen und nüchternen Sprache berichtet - manchmal hat man das Gefühl, man liest die Unterlagen für das Gericht, vor dem der Prozeß stattfindet. Doch gerade durch diese Sprache wirkt diese Erzählung so eindrücklich. Schuld wird hier niemandem zugewiesen. Nicht nur Hildegart ist als Eigentum, als Objekt ihrer Mutter ein Opfer, auch Aurora ist es auf ihre Art.

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