Produktbild: Muna oder Die Hälfte des Lebens
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Muna oder Die Hälfte des Lebens Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

74929

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.12.2024

Verlag

btb

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

18,6/11,8/4 cm

Gewicht

362 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710001318216

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Zustand

Gut

Verkaufsrang

74929

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.12.2024

Verlag

btb

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

18,6/11,8/4 cm

Gewicht

362 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710001318216

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: [email protected]

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Gefahren toxischer Männlichkei…

Bories vom Berg aus München am 27.06.2024

Bewertungsnummer: 2868080

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gefahren toxischer Männlichkeit Als erster Band einer geplanten Trilogie zum Thema ‹Frauen› ist der Roman «Muna» der Schriftstellerin Terésia Mora auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2023 gewählt worden. Die deutsch-ungarische Büchner-Preisträgerin thematisiert in ihrem neuen Roman eine latente Frauenfeindlichkeit, die sich hier in der psychischen und physischen Gewalt gegen die Ich-Erzählerin Muna Abbelius artikuliert. Mit dem Untertitel «Die Hälfte des Lebens» wird auch auf den zeitlichen Rahmen der Handlung hingewiesen. Die Geschichte beginnt kurz vor dem Abitur der Protagonistin in der DDR, wenige Jahre vor der Wende, und endet, als sie Anfang vierzig ist. Damit wird etwa die Hälfte ihres Lebens als Erwachsene überspannt, die entscheidende Zeit der beruflichen Weichenstellung und dem weiteren Verlauf ihrer Karriere. Beherrscht aber wird die Erzählung von der unverbrüchlichen Liebe der jungen Mona zu dem gutaussehenden, etwas älteren Magnus, ein Intellektueller, der sich auch ernsthaft als Fotograf betätigt, ohne dabei aber beruflichen Ehrgeiz zu entwickeln. Monas alleinerziehende, alkoholkranke Mutter ist Schauspielerin in einem fiktiven, kleinen Städtchen Ostdeutschlands, das Mona, mit einem glänzenden Abitur in der Tasche, gleich zu Beginn des Romans verlässt, um zu studieren. Die attraktive, junge Frau strebt eine literarische Karriere an und übt zur Finanzierung ihres Studiums diverse Jobs aus, die zu ihrem Interessengebiet passen und ihren Horizont erweitern, notfalls auch ohne Bezahlung. Magnus ist ihre erste Liebe, sie verbringt eine Nacht mit ihm und ist überzeugt, dass er der Mann ihres Lebens ist. Er jedoch verschwindet spurlos und taucht dann erst in der zweiten Hälfte des Romans wieder auf, ganze sieben Jahre später, nach den Turbulenzen des Mauerfalls. Obwohl er sie so herzlos ohne ein Wort verlassen hatte, finden die Beiden wieder zueinander, haben rauschhaften, beglückenden Sex und werden ein Paar, nicht zuletzt auch, weil sie als Akademiker intellektuell bestens zusammenpassen. Magnus arbeitet als Französischlehrer, strebt aber eine wissenschaftliche Karriere an, publiziert und hält Vorträge. Sie haben zudem kulturell gleiche Interessen, denen sie gemeinsam nachgehen, Theater, Kunst-Ausstellungen, Musik, über die sie sich ergiebig austauschen. Als Magnus karrierebedingt in verschiedene Positionen an anderen Universitäten wechselt, begleitet ihn Mona notgedrungen, ohne Rücksicht auf die eigene Zukunft, sie möchte ihn keinesfalls verlassen. Deutlich wird in dem unberechenbaren Verhalten von Magnus seine seelische Kälte, die sich mit der Zeit zunehmend auch in physischer Gewalt äußert, der Mona hilflos ausgesetzt ist. Und er verschwindet auch wieder öfter mal, ohne ein Wort zu sagen, übt also auch psychischen Terror auf sie aus, unter dem sie genauso leidet. In ihrem Liebeswahn aber erträgt sie ungerührt alle diese Demütigungen, findet immer eine Entschuldigung für sein doch so deutlich abweisendes Verhalten. Terésia Mora verwendet auch in diesem stimmig erzählten Roman wieder verschiedene typografische Besonderheiten wie durchgestrichenen Text oder Schwärzungen, was einen kreativen Schreibprozess simulieren soll, in dem eben auch Fehler vorkommen. Hier werden sie sichtbar gemacht, die Illusion eines Manuskripts erzeugend! Durch eine mitreißende, geradezu intime Schilderung der Charaktere ist man als Leser so nahe an den Figuren, dass man Mona am liebsten in den Arm nehmen möchte und sie kräftig durchschütteln. Damit sie aufwacht und die Realität ihrer seelischen Abwärtsspirale erkennt, die Gefahren toxischer Männlichkeit. Damit sie aus dem Teufelskreis ausbricht, der ihr Leben zu ruinieren droht. Sie schafft am Ende gerade noch ihre Promotion mit «Cum laude». Deutlich erkennbar ist dieser Roman auch eine Satire auf den akademischen Betrieb, es tummeln sich Koryphäen aller Couleur darin, manche als wahre Lachnummern. Erfreulicher Weise wird all das, ganz ohne didaktische Absichten, mit leichter Hand erzählt, es wird hier also konsequent auf eine wohlfeile Botschaft verzichtet! Fazit: erstklassig

Gefahren toxischer Männlichkei…

Bories vom Berg aus München am 27.06.2024
Bewertungsnummer: 2868080
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gefahren toxischer Männlichkeit Als erster Band einer geplanten Trilogie zum Thema ‹Frauen› ist der Roman «Muna» der Schriftstellerin Terésia Mora auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2023 gewählt worden. Die deutsch-ungarische Büchner-Preisträgerin thematisiert in ihrem neuen Roman eine latente Frauenfeindlichkeit, die sich hier in der psychischen und physischen Gewalt gegen die Ich-Erzählerin Muna Abbelius artikuliert. Mit dem Untertitel «Die Hälfte des Lebens» wird auch auf den zeitlichen Rahmen der Handlung hingewiesen. Die Geschichte beginnt kurz vor dem Abitur der Protagonistin in der DDR, wenige Jahre vor der Wende, und endet, als sie Anfang vierzig ist. Damit wird etwa die Hälfte ihres Lebens als Erwachsene überspannt, die entscheidende Zeit der beruflichen Weichenstellung und dem weiteren Verlauf ihrer Karriere. Beherrscht aber wird die Erzählung von der unverbrüchlichen Liebe der jungen Mona zu dem gutaussehenden, etwas älteren Magnus, ein Intellektueller, der sich auch ernsthaft als Fotograf betätigt, ohne dabei aber beruflichen Ehrgeiz zu entwickeln. Monas alleinerziehende, alkoholkranke Mutter ist Schauspielerin in einem fiktiven, kleinen Städtchen Ostdeutschlands, das Mona, mit einem glänzenden Abitur in der Tasche, gleich zu Beginn des Romans verlässt, um zu studieren. Die attraktive, junge Frau strebt eine literarische Karriere an und übt zur Finanzierung ihres Studiums diverse Jobs aus, die zu ihrem Interessengebiet passen und ihren Horizont erweitern, notfalls auch ohne Bezahlung. Magnus ist ihre erste Liebe, sie verbringt eine Nacht mit ihm und ist überzeugt, dass er der Mann ihres Lebens ist. Er jedoch verschwindet spurlos und taucht dann erst in der zweiten Hälfte des Romans wieder auf, ganze sieben Jahre später, nach den Turbulenzen des Mauerfalls. Obwohl er sie so herzlos ohne ein Wort verlassen hatte, finden die Beiden wieder zueinander, haben rauschhaften, beglückenden Sex und werden ein Paar, nicht zuletzt auch, weil sie als Akademiker intellektuell bestens zusammenpassen. Magnus arbeitet als Französischlehrer, strebt aber eine wissenschaftliche Karriere an, publiziert und hält Vorträge. Sie haben zudem kulturell gleiche Interessen, denen sie gemeinsam nachgehen, Theater, Kunst-Ausstellungen, Musik, über die sie sich ergiebig austauschen. Als Magnus karrierebedingt in verschiedene Positionen an anderen Universitäten wechselt, begleitet ihn Mona notgedrungen, ohne Rücksicht auf die eigene Zukunft, sie möchte ihn keinesfalls verlassen. Deutlich wird in dem unberechenbaren Verhalten von Magnus seine seelische Kälte, die sich mit der Zeit zunehmend auch in physischer Gewalt äußert, der Mona hilflos ausgesetzt ist. Und er verschwindet auch wieder öfter mal, ohne ein Wort zu sagen, übt also auch psychischen Terror auf sie aus, unter dem sie genauso leidet. In ihrem Liebeswahn aber erträgt sie ungerührt alle diese Demütigungen, findet immer eine Entschuldigung für sein doch so deutlich abweisendes Verhalten. Terésia Mora verwendet auch in diesem stimmig erzählten Roman wieder verschiedene typografische Besonderheiten wie durchgestrichenen Text oder Schwärzungen, was einen kreativen Schreibprozess simulieren soll, in dem eben auch Fehler vorkommen. Hier werden sie sichtbar gemacht, die Illusion eines Manuskripts erzeugend! Durch eine mitreißende, geradezu intime Schilderung der Charaktere ist man als Leser so nahe an den Figuren, dass man Mona am liebsten in den Arm nehmen möchte und sie kräftig durchschütteln. Damit sie aufwacht und die Realität ihrer seelischen Abwärtsspirale erkennt, die Gefahren toxischer Männlichkeit. Damit sie aus dem Teufelskreis ausbricht, der ihr Leben zu ruinieren droht. Sie schafft am Ende gerade noch ihre Promotion mit «Cum laude». Deutlich erkennbar ist dieser Roman auch eine Satire auf den akademischen Betrieb, es tummeln sich Koryphäen aller Couleur darin, manche als wahre Lachnummern. Erfreulicher Weise wird all das, ganz ohne didaktische Absichten, mit leichter Hand erzählt, es wird hier also konsequent auf eine wohlfeile Botschaft verzichtet! Fazit: erstklassig

Empfehlenewert !

Bani aus Hannover am 11.04.2024

Bewertungsnummer: 2175358

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das war das erstes Buch von T.Mora das ich gelesen habe und ich fand das sehr gut. Oft hatte ich keine Sympathie für Muna und fragte mich wie kann eine Frau so naiv sein hinter solch Mann zu rennen aber das muss man beiseite stellen und das Buch lesen ohne Vorurteile.

Empfehlenewert !

Bani aus Hannover am 11.04.2024
Bewertungsnummer: 2175358
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das war das erstes Buch von T.Mora das ich gelesen habe und ich fand das sehr gut. Oft hatte ich keine Sympathie für Muna und fragte mich wie kann eine Frau so naiv sein hinter solch Mann zu rennen aber das muss man beiseite stellen und das Buch lesen ohne Vorurteile.

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Muna oder Die Hälfte des Lebens -

von Terezia Mora

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