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Als Isaac der überirdisch schönen Roxy begegnet, zieht sie ihn sofort in ihren Bann. Er fühlt sich lebendig wie nie, alles ist leicht und nichts scheint unmöglich. Isaac ahnt nicht, dass Roxy kein normales Mädchen ist, sondern eine Droge, hergestellt in einem Labor, um die Menschen von ihrem Schmerz zu befreien. Und Millionen Menschen lieben sie dafür. Doch das ist Roxy nicht genug. Sie will beweisen, wie tödlich sie ist.
Neal und Jarrod Shustermans neuer Fantasy-Thriller über ein hochaktuelles Thema: die im wahrsten Sinne toxische Liebesgeschichte zwischen Mensch und Droge - schillernd & gefährlich.
Erzählt aus der Perspektive der Droge - Stell dir vor, Drogen wären Menschen wie du und ich ... Was würden sie fühlen, denken und wovon würden sie heimlich träumen?
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Lesehighlight
Jenny Wons aus Bergheim am 08.07.2025
Bewertungsnummer: 2534110
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll – dieses Buch hat mich komplett überrascht. Ich wusste nicht einmal, dass es existiert, und frage mich wirklich, wie es mir bisher entgehen konnte. Als großer Fan von Neal Shusterman war es für mich eigentlich keine Frage, ob ich es lesen würde – ich lese sowieso alles, was er schreibt. In diesem Fall bin ich komplett ohne Vorwissen eingestiegen, nicht einmal den Klappentext hatte ich gelesen, was ich meistens bewusst so halte. Besonders bei Neal Shusterman braucht es das auch nicht – seine Bücher sind immer eine Entdeckung für sich.
Anfangs war ich etwas verwirrt, da mir nicht sofort klar war, wer der Erzähler ist und wie die Geschichte aufgebaut ist. Aber schon nach wenigen Seiten habe ich mich zurechtgefunden – und ab da war ich völlig gefesselt.
Was Shusterman (zusammen mit seinem Sohn Jarrod) in "Roxy" gelungen ist, ist nicht nur ein eindrucksvoller Roman über Abhängigkeit und Drogenmissbrauch – es ist eine tiefgründige, kreative und vor allem erschütternd realitätsnahe Auseinandersetzung mit einem hochaktuellen Thema. Besonders beeindruckend ist die Art, wie die Substanzen personifiziert werden: Roxy (Oxycodon) tritt als verführerisch-dominante Figur auf, fast wie eine toxische Geliebte, während Addison (Adderall) eher kumpelhaft wirkt. Diese Darstellung ist unglaublich einprägsam und macht das komplexe Thema greifbarer, besonders für jüngere Leser:innen.
Dabei ist das Buch alles andere als Moral erinnernd – es urteilt nicht, sondern erzählt. Es zeigt zwei unterschiedliche Wege in die Sucht: Ivy, die durch Leistungsdruck immer wieder zu Adderall greift, um die Erwartungen ihrer Eltern, der Schule und ihrer Freunde zu erfüllen. Ihre „Sucht“ ist psychologisch getrieben – sie glaubt, die Medikamente zu brauchen, um ihr „bestes Ich“ zu erreichen. Dabei trifft sie durchaus bewusste Entscheidungen, was das Ganze noch tragischer macht. Selbst wenn es „nur“ Paracetamol gewesen wäre – der übermäßige Gebrauch bleibt nicht ohne Folgen. Das Buch macht klar: Es geht nicht nur darum, was man nimmt, sondern warum.
Auf der anderen Seite steht Isaac, dessen Weg in die Abhängigkeit viel körperlicher, unkontrollierter verläuft. Sein Körper übernimmt irgendwann die Kontrolle, und genau das zeigt, wie unterschiedlich Suchtverläufe aussehen können. Beide Geschichten sind intensiv, erschütternd und realitätsnah – und beide verdeutlichen, dass Drogenabhängigkeit nicht nur „die anderen“ betrifft. Auch kluge, leistungsstarke, „anständige“ Menschen können hineinrutschen – unter Druck, aus Überforderung, aus emotionaler Not.
Die Nebenhandlung rund um die „Party“ der Substanzen, ihre Hierarchien, ihre Eigenheiten – das alles ist extrem kreativ umgesetzt und funktioniert hervorragend als Allegorie. Es gibt sogar eine Art Geschwisterbeziehung zwischen den Substanzen, bei der die „braven“ Medikamente den „abgerutschten“ Brüdern gegenüberstehen. Das wirft wichtige Fragen auf: Wer entscheidet, was gefährlich ist? Was passiert, wenn Hilfe zur Gewohnheit wird? Und wo liegt die Grenze zwischen Gebrauch und Missbrauch?
Auch die Rolle der Eltern ist ein schmerzlicher, aber zentraler Aspekt. Es wird deutlich, dass sie nicht absichtlich versagen – aber ihr emotionales Fernbleiben, ihre fehlende Präsenz hinterlassen Spuren. Gerade das macht die Geschichte umso tragischer, weil niemand der „Böse“ ist – sondern alle Figuren in einem System gefangen sind, das von Erwartungen, Druck und Unsicherheiten geprägt ist.
Fazit:
„Roxy“ ist ein mutiges, originelles und tiefgründiges Buch, das ein sensibles Thema mit kreativer Kraft behandelt. Die Personifizierung der Substanzen als handelnde Figuren ist ein genialer Kunstgriff, der das Thema auf eine neue Ebene hebt. Gleichzeitig bleibt das Buch inhaltlich fundiert, psychologisch differenziert und emotional berührend. Es zeigt, wie subtil der Weg in die Abhängigkeit sein kann – und wie wichtig es ist, frühzeitig darüber zu sprechen.
5 von 5 Sternen!
Eine Beziehung zwischen Rauschmittel und Konsument...
Bewertung am 02.04.2024
Bewertungsnummer: 2168338
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die beiden Geschwister Isaac und Ivy werden beide auf unterschiedlichste Weise mit den schwierigen Seiten im Leben konfrontiert. Sie kann sich nicht konzentrieren, was ihren Schulabschluss gefährdet und er zieht sich eine Sportverletzung zu. In beiden Fällen helfen ihnen Medikamente, sich besser im Leben zurecht zu finden, Ivy kann sich mit der Hilfe von Adderall viel besser auf die Schule konzertieren und bekommt auch ihr Privatleben wieder in den Griff wohingegen Isaac Oxycodon, anfänglich nur gegen die Schmerzen nimmt. Doch beide dosieren die Medikamente immer höher bis eines der Geschwister eine starke Abhängigkeit entwickelt.
Neal Schustermann, Thematisiert in seinem Roman nicht nur die Gefahren welche von Drogen und Medikamenten vor allem im Missbrauch ausgehen, er gibt den Stoffen Namen und einen Charakter als würde der Konsument eine Beziehung mit den Jeweiligen Substanzen führen.
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