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Seit Faron vor fünf Jahren mithilfe der Götter ihre Heimatinsel San Irie gerettet hat, führt sie ein Leben als bewunderte, aber endlos gelangweilte 17-Jährige. Als ihre Schwester Elara von einem Drachen des feindlichen Langley-Reiches zu seiner Reiterin berufen wird, stehen die beiden plötzlich auf verschiedenen Seiten und vor ungeahnten Herausforderungen. Faron setzt alles daran, ihre Schwester wieder zurückzuholen, und entfesselt dabei eine dunkle Macht, die alles zu zerstören droht, das sie liebt. Was ist sie bereit, für ihre Schwester zu opfern?
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Eine ungewöhnliche Drachenfantasy-Erzählung mit einer ganzen Reihe von starken Charakteren
Alais am 11.10.2024
Bewertungsnummer: 2314154
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Fantasywelt in diesem Roman, der den Start einer neuen Reihe darstellt, bietet einen spannenden Mix aus vertrauten Fantasy-Elementen und Neuem, überschäumender Fantasie und Themen, die viele von uns Menschen bewegen, gerade mit Blick auf das aktuelle Kriegsgeschehen in der realen Welt. Die Autorin hat sie sorgfältig ausgestaltet mit faszinierender Magie, furchteinflößenden Drachen, undurchschaubaren Göttern, Ahnengeistern (sogenannten „Astralen“) bis hin zu Draken, riesigen drachenähnlichen Kriegsmaschinen aus Schuppenstein, die über eine an KI erinnernde Intelligenz verfügen.
Worum es geht: Um zwei Schwestern, Faron und Elara, die eine tiefe Geschwisterliebe verbindet und die durch die unfreiwillige Auserwählung Elaras als Drachenreiterin eines befeindeten Reiches auf gegnerische Seiten geraten. Faron gilt als das „Empyreische Kind“, eine Rolle, die ihr die Macht verliehen hat, mit der Hilfe von Göttern ihr Land San Irie zu retten, aber auch die Kindheit geraubt hat, was sich manchmal in ihrem, um es vorsichtig auszudrücken, nicht immer ganz vernünftigen Verhalten niederschlägt. Mir wuchs sie mit ihrem ungestümen Wesen und heftigen Gefühlen aber gleich genauso ans Herz wie ihre ältere Schwester Elara, die bewundernswert mutig ist und doch im Vergleich zu Faron geradezu sanftmütig wirkt. Faron und Elara verbindet eine manchmal schwierige Freundschaft mit der ebenfalls noch jugendlichen Königin Aveline und dem geflüchteten Reeve Warwick, dessen Vater niemand anderes als der Herrscher des feindlichen Reiches ist.
Sie alle sind starke, vielschichtige Charaktere, die unterschiedliche Einblicke und Projektionsflächen bieten. Sehr schnell wird erkennbar, dass der Erzählung auch eine ebenso spannende Vorgeschichte vorausgeht, und die Hauptfiguren aufgrund eines Krieges sehr jung bereits in verantwortungsvolle Rollen schlüpfen und schwierige Entscheidungen treffen mussten. Durch die Entwicklungen in dieser Erzählung geraten sie erneut in Ausnahmesituationen, bei denen es nicht nur darum geht, sich zu beweisen, sondern auch immer wieder darum, sich selbst, die eigenen Vorstellungen und den gewählten Weg zu hinterfragen … Nicht ganz plausibel erschien mir, dass die Elterngeneration der jungen Hauptfiguren, abgesehen von einer eher finsteren Ausnahme, zu einem großen Teil nur kurze Auftritte hatte und kaum eine Rolle im Leben ihrer Kinder zu spielen scheint.
Ich glaube, dass sich dieses Buch je nach Blickwinkel auf verschiedene Weisen lesen und erleben lässt. Mein Fokus lag vor allem darauf, mitzuerleben, wie die verschiedenen Figuren über sich hinauswachsen oder gerade auch nicht immer ganz perfekt sind und mit den von ihnen begangenen Fehlern umgehen, was manchmal ermutigend und manchmal tröstend sein kann. In einer zunehmend bedrohlichen Welt, in der sich Menschen durch den Klimawandel und all seinen Folgen wie zum Beispiel Krieg aller Voraussicht nach Herausforderungen werden stellen müssen, die ihren Eltern erspart blieben, brauchen wir alle, glaube ich, Geschichten mit starken Handlungsfiguren, die Mut machen. Und trotz aller Fantasy-Elemente und der Möglichkeit, Abstand vom Alltag zu gewinnen und in eine faszinierende erfundene Welt einzutauchen, finden sich in dieser Erzählung auch Themen, die unsere Gesellschaft beschäftigen – neben Krieg auch Unterdrückung, Kolonialismus, Vorurteile, Rassismus …
Besonders mochte ich aber an diesem Roman, dass Geschwisterliebe und Freundschaft in ihm eine mindestens ebenso wichtige Rolle wie die romantische Liebe spielen, wobei letztere auch nicht vernachlässigt wird. Und den kleinen Einblick in Gespräche mit den Drachen, der überrascht und zugleich die Drachen sogar noch mysteriöser erscheinen lässt.
Die mir vorliegende, geradezu enthusiastisch gestaltete Buchausgabe, die eine inspirierende, positive Energie vermittelt, stellt die perfekte Hülle für diese ungewöhnliche Erzählung dar. Neben den stilvoll geschmückten Kapitelüberschriften und einem farbenprächtigen Farbschnitt, begeisterte mich als Kartenfreak ganz vorne eine mit einem Drachen verzierte Karte im mittelalterlichen Stil, die einen Überblick über diese Fantasy-Inselwelt bietet.
Mir hat das Lesen dieser Drachenfantasy-Erzählung große Freude bereitet und ich warte nun voller Ungeduld auf die Gelegenheit, den Folgeband zu lesen.
So let them Burn
Bewertung am 02.10.2024
Bewertungsnummer: 2306567
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist wirklich gut geschrieben, fantastische, komplexe Welt und interessante, ausgefeilte Charaktere. Ich mochte es wirklich sehr gerne! Die Geschichte fesselt einen und obwohl das Buch eher länger ist, war keine Seite zu lang.
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