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Seit Faron vor fünf Jahren mithilfe der Götter ihre Heimatinsel San Irie gerettet hat, führt sie ein Leben als bewunderte, aber endlos gelangweilte 17-Jährige. Als ihre Schwester Elara von einem Drachen des feindlichen Langley-Reiches zu seiner Reiterin berufen wird, stehen die beiden plötzlich auf verschiedenen Seiten und vor ungeahnten Herausforderungen. Faron setzt alles daran, ihre Schwester wieder zurückzuholen, und entfesselt dabei eine dunkle Macht, die alles zu zerstören droht, das sie liebt. Was ist sie bereit, für ihre Schwester zu opfern?
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Alais
5/5
11.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine ungewöhnliche Drachenfantasy-Erzählung mit einer ganzen Reihe von starken Charakteren
Die Fantasywelt in diesem Roman, der den Start einer neuen Reihe darstellt, bietet einen spannenden Mix aus vertrauten Fantasy-Elementen und Neuem, überschäumender Fantasie und Themen, die viele von uns Menschen bewegen, gerade mit Blick auf das aktuelle Kriegsgeschehen in der realen Welt. Die Autorin hat sie sorgfältig ausgestaltet mit faszinierender Magie, furchteinflößenden Drachen, undurchschaubaren Göttern, Ahnengeistern (sogenannten „Astralen“) bis hin zu Draken, riesigen drachenähnlichen Kriegsmaschinen aus Schuppenstein, die über eine an KI erinnernde Intelligenz verfügen.
Worum es geht: Um zwei Schwestern, Faron und Elara, die eine tiefe Geschwisterliebe verbindet und die durch die unfreiwillige Auserwählung Elaras als Drachenreiterin eines befeindeten Reiches auf gegnerische Seiten geraten. Faron gilt als das „Empyreische Kind“, eine Rolle, die ihr die Macht verliehen hat, mit der Hilfe von Göttern ihr Land San Irie zu retten, aber auch die Kindheit geraubt hat, was sich manchmal in ihrem, um es vorsichtig auszudrücken, nicht immer ganz vernünftigen Verhalten niederschlägt. Mir wuchs sie mit ihrem ungestümen Wesen und heftigen Gefühlen aber gleich genauso ans Herz wie ihre ältere Schwester Elara, die bewundernswert mutig ist und doch im Vergleich zu Faron geradezu sanftmütig wirkt. Faron und Elara verbindet eine manchmal schwierige Freundschaft mit der ebenfalls noch jugendlichen Königin Aveline und dem geflüchteten Reeve Warwick, dessen Vater niemand anderes als der Herrscher des feindlichen Reiches ist.
Sie alle sind starke, vielschichtige Charaktere, die unterschiedliche Einblicke und Projektionsflächen bieten. Sehr schnell wird erkennbar, dass der Erzählung auch eine ebenso spannende Vorgeschichte vorausgeht, und die Hauptfiguren aufgrund eines Krieges sehr jung bereits in verantwortungsvolle Rollen schlüpfen und schwierige Entscheidungen treffen mussten. Durch die Entwicklungen in dieser Erzählung geraten sie erneut in Ausnahmesituationen, bei denen es nicht nur darum geht, sich zu beweisen, sondern auch immer wieder darum, sich selbst, die eigenen Vorstellungen und den gewählten Weg zu hinterfragen … Nicht ganz plausibel erschien mir, dass die Elterngeneration der jungen Hauptfiguren, abgesehen von einer eher finsteren Ausnahme, zu einem großen Teil nur kurze Auftritte hatte und kaum eine Rolle im Leben ihrer Kinder zu spielen scheint.
Ich glaube, dass sich dieses Buch je nach Blickwinkel auf verschiedene Weisen lesen und erleben lässt. Mein Fokus lag vor allem darauf, mitzuerleben, wie die verschiedenen Figuren über sich hinauswachsen oder gerade auch nicht immer ganz perfekt sind und mit den von ihnen begangenen Fehlern umgehen, was manchmal ermutigend und manchmal tröstend sein kann. In einer zunehmend bedrohlichen Welt, in der sich Menschen durch den Klimawandel und all seinen Folgen wie zum Beispiel Krieg aller Voraussicht nach Herausforderungen werden stellen müssen, die ihren Eltern erspart blieben, brauchen wir alle, glaube ich, Geschichten mit starken Handlungsfiguren, die Mut machen. Und trotz aller Fantasy-Elemente und der Möglichkeit, Abstand vom Alltag zu gewinnen und in eine faszinierende erfundene Welt einzutauchen, finden sich in dieser Erzählung auch Themen, die unsere Gesellschaft beschäftigen – neben Krieg auch Unterdrückung, Kolonialismus, Vorurteile, Rassismus …
Besonders mochte ich aber an diesem Roman, dass Geschwisterliebe und Freundschaft in ihm eine mindestens ebenso wichtige Rolle wie die romantische Liebe spielen, wobei letztere auch nicht vernachlässigt wird. Und den kleinen Einblick in Gespräche mit den Drachen, der überrascht und zugleich die Drachen sogar noch mysteriöser erscheinen lässt.
Die mir vorliegende, geradezu enthusiastisch gestaltete Buchausgabe, die eine inspirierende, positive Energie vermittelt, stellt die perfekte Hülle für diese ungewöhnliche Erzählung dar. Neben den stilvoll geschmückten Kapitelüberschriften und einem farbenprächtigen Farbschnitt, begeisterte mich als Kartenfreak ganz vorne eine mit einem Drachen verzierte Karte im mittelalterlichen Stil, die einen Überblick über diese Fantasy-Inselwelt bietet.
Mir hat das Lesen dieser Drachenfantasy-Erzählung große Freude bereitet und ich warte nun voller Ungeduld auf die Gelegenheit, den Folgeband zu lesen.
Bewertung
5/5
02.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
So let them Burn
Das Buch ist wirklich gut geschrieben, fantastische, komplexe Welt und interessante, ausgefeilte Charaktere. Ich mochte es wirklich sehr gerne! Die Geschichte fesselt einen und obwohl das Buch eher länger ist, war keine Seite zu lang.
Vanessa Eichner
5/5
24.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Toller Auftakt!
Faron Vincent war schon länger eine Lügnerin als eine Heilige. Von klein auf hatte sie gelernt, dass Lügen eine Währung waren, mit der sich Freiheit oder Vergebung erkaufen ließ. Schneller als jede Magie konnten Lügen die Wirklichkeit verändern. - Seite 13
Auf "So let them burn" war ich so richtig gespannt - ich liebe Fantasy und ich liebe Geschichten mit Drachen und Göttern. Das Buch hatte also alles, was ich mag. Als ich es dann im Rahmen einer Leserunde gewonnen habe, habe ich mich tierisch gefreut.
Vor 5 Jahren hat Faron ihre Heimatinsel San Irie vom Krieg befreit und gilt seitdem als Empyreisches Kind, sie wurde von den Göttern ausgewählt und hat eine besondere Magie erhalten. Jetzt als 17-jährige lebt sie ein eher langweiliges Leben und stellt mit ihren Kräften öfter Unsinn an. Doch das ändert sich, als ihre Schwester Elara während einer Friedenskonferenz mit dem verfeindeten Reich Langley von einem ihrer Drachen zur Reiterin berufen wird. Elara wird mit nach Langley genommen, wo sie an der Akademie zur Reiterin ausgebildet wird. Faron kann das nicht akzeptieren und versucht alles, um ihre Schwester aus diesem Bund zu befreien und zurück nach Hause zu holen. In ihrer Verzweiflung entfesselt sie allerdings eine dunkle, gefährliche Macht..
Die Geschichte klang so unfassbar gut, kaum war das Buch bei mir angekommen und die Abschnitte der Leserunde bekannt gegeben, habe ich damit angefangen. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, der Schreibstil las sich flüssig und angenehm für mich.
Erzählt wird aus Sicht der beiden Schwestern Faron und Elara, was mir richtig gut gefallen hat. So kriegt man die Handlungsstränge um beide Schwestern mit, was wirklich gut passte.
Auch die Story mochte ich von Anfang an sehr gerne. Allein die Idee dahinter fand ich so interessant, dass ich unheimlich neugierig auf die Umsetzung war.
"So let them burn" besteht, wie gesagt, aus zwei verschiedenen Handlungssträngen, die aber trotzdem eng miteinander verbunden sind. Dabei fand ich manchmal die Sicht einer Schwester spannender als die andere, aber ich denke, das ist normal.
Faron versucht eine Lösung dafür zu finden, ihre Schwester zurückzuholen. Dabei hat sie Hilfe von Reeve, dem sie besonders zu Beginn nicht ganz freundlich gesinnt ist - er stammt nämlich aus dem verfeindeten Reich Langley. Es war dauerhaft interessant davon zu lesen, manchmal hätte ich Faron aber ein bisschen schütteln können. Sie wirkt teilweise unreif, aber ganz ehrlich.. im Buch ist sie 17, der Krieg war vor 5 Jahren, sie musste also schon extrem früh viel Verantwortung übernehmen, da kann man es ihr kaum verübeln. Ich mochte sie insgesamt echt gern.
Elaras Perspektive gefiel mir allerdings ehrlich gesagt oft ein klein wenig besser. Elara ist ein bisschen älter als Faron und hat an ihrer Seite im Krieg gekämpft. Also musste auch sie sehr früh sehr erwachsen werden. Die Last, die auf den beiden Jugendlichen liegt, stelle ich mir unheimlich schwer vor. Mit ihr geht es an die Akademie der Drachenreiter, gemeinsam mit der Reiterin Signey steht sie im Bund mit einem der Drachen, was ich richtig cool und sehr interessant fand.
Apropos Krieg.. "So let them burn" setzt an einem, wie ich finde, sehr interessanten Punkt an. Der Krieg liegt schon ein paar Jahre zurück, normalerweise steckt man beim Start einer Reihe ja oft mittendrin oder es läuft darauf hinaus. Das fand ich einerseits richtig cool, andererseits hätte ich mir manchmal ein wenig mehr Rückblenden darauf gewünscht, vor allem am Anfang des Buches.
Die Handlung entwickelt sich richtig spannend, das Buch wurde in der Leserunde in 4 Teile geteilt und ist auch an sich in 4 Abschnitte unterteilt, und nach jedem der Abschnitte fiel es mir schwerer, Lesepausen zu machen. Die letzten beiden Teile habe ich mehr oder weniger in einem Rutsch gelesen, ich habe nur pausiert, um meinen Eindruck in der Leserunde zu posten und wenn es absolut notwendig war.
Ganz im Hintergrund entwickeln sich auch zwei zarte Liebesgeschichten im Buch und ich sags euch.. ich hab das so gefühlt! Es ist wirklich nur ganz am Rand, eher nebensächlich, passte meiner Meinung aber so gut rein und war echt schön umgesetzt.
Das Ende von "So let them burn" macht unheimlich neugierig auf mehr, bei dem Buch handelt es sich um den Auftakt einer Reihe. Wie viele Bände es werden, weiß ich gerade nicht. Der zweite Band ist im englischen Original für Anfang 2025 angekündigt und ich hoffe so sehr, dass es nicht zu lange bis zur Übersetzung dauert!
Mein Fazit:
Insgesamt konnte mich "So let them burn" wirklich sehr überzeugen. Es ist nicht ganz das Highlight, auf das ich gehofft habe, aber ich habe das Buch trotzdem unfassbar gerne gelesen und kann es nur wärmstens empfehlen!
Nicici
aus Walsdorf
5/5
22.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gute Story mit Potenzial nach…
Gute Story mit Potenzial nach oben Faron ist die Auserwählte der Götter und hat den letzten Krieg für ihre Heimatinsel San Irie entschieden. Jetzt soll sie an der Friedenskonferenz teilnehmen um die Stärke des Landes zu demonstrieren. Doch dann passiert das unmögliche. Ihre Schwester Elara wird von einem verfeindeten Drachen zur Reiterin berufen und muss von nun an deren Akademie besuchen. Dort stößt sie auf gefährliche Geheimnisse, die sie erneut in einen Krieg führen könnten. Faron und Elaras bester Freund Reeve unternehmen währenddessen alles, um Elara zurückzuholen und den Krieg zu verhindern. Doch dabei entfesselt Faron eine dunkle Macht, die alles zu zerstören droht. Das Cover mit den leuchtenden Farben, den vielen kleinen Details und den wunderschönen Drachen hat mich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht. Der Schreibstil ist locker, sehr anschaulich und zieht einen direkt in die Geschichte. Das worldbuilding ist einfach aufgebaut und leicht verständlich, aber trotzdem faszinierend. Die Protagonisten waren alle direkt sympathisch und vielschichtig, sodass es mir leicht fiel, mich in sie hineinzuversetzen. Vor allem Elara fand ich von Anfang an spannend. Sie ist mutig, entschlossen und kämpft für ihre Überzeugungen. Außerdem steht sie für ihre Freunde ein und hilft, wo sie kann. Aber auch Reeve, Signey und Faron haben mir gut gefallen, wobei Faron einige zweifelhafte Entscheidungen getroffen hat. Der Plot war spannend und mitreißend, vor allem die Kapitel aus Elaras Sicht. Die Actionszenen wurden mir allerdings zu schnell abgehandelt, wodurch einiges an Potenzial verloren gegangen ist. Trotzdem hat mir die Geschichte ziemlich gut gefallen und ein paar schöne Lesestunden beschert.
Bewertung
aus Überlingen
5/5
19.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannend!
Die Schwestern Faron und Elara könnten unterschiedlicher nicht sein, doch ihre Liebe füreinander verbindet die beiden und nur gemeinsam konnten sie den Krieg überleben, bei dem Faron in viel zu jungen Jahren eine entscheidende Rolle gespielt hat. Doch dann passiert das absolut Unvorhersehbare und Elara wird von einem Drachen des feindlichen Langley-Reiches zur Reiterin gemacht und plötzlich stehen die Schwestern auf unterschiedlichen Seiten. Finden sie erneut einen Weg zueinander oder richten sie die Welt zugrunde?
Eine Portion Enemies-to-Lovers (oder sogar zwei!), ein paar Drachen und Schwestern, die plötzlich auf unterschiedlichen Seiten stehen - klingt nach einer vielversprechenden Geschichte? War es auch! Das Buch ist nämlich nicht nur äußerlich der Hammer (dieses Cover! und der Farbschnitt erst!!), sondern kann auch inhaltlich punkten. Durch die Tatsache, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Faron und Elara erzählt wurde, war es super abwechslungsreich und spannend. Beide legen eine gelungene Charakterentwicklung hin und wachsen zum einen über sich hinaus, machen aber auch Fehler und müssen daraus lernen. Eine geniale Fantasy-Geschichte mit einer guten Portion (queeren) Liebe, die ohne Spice auskommt und Lust auf den zweiten Teil macht!
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