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Die junge Künstlerin Kirsty Paterson schlägt sich in Edinburgh mühsam mit verschiedenen Jobs durch. Doch dann stirbt ihre geliebte Großmutter Fiona und vererbt Kirsty ihr Rosencottage auf der malerischen Insel Tiree. Mit dem Haus verbindet Kirsty die glücklichsten Sommer ihrer Kindheit. Ihre Großmutter hat jedoch eine Bitte an das Erbe geknüpft: Kirsty soll das Verschwinden von Fionas Kinderfreundin Livie vor vielen Jahren aufklären. Schon bald löst sie mit ihrer Spurensuche schicksalhafte Ereignisse aus und trifft auf den undurchschaubaren, aber attraktiven Schriftsteller Finlay ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Sagota
aus Saarbrücken
5/5
26.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Fionas Vermächtnis
"Das Rosencottage" von Constanze Wilken erschien (tb,2023, 506 Seiten) im Goldmann-Verlag, München und ist bereits der 7. Roman einer meiner LieblingsautorInnen in diesem Genre, den ich wieder einmal mit Begeisterung gelesen habe: C. Wilken versteht es, den Leser von Beginn an in die Geschichte hineinzuziehen und den Spannungsbogen wie auch die Authentizität in ihren Romanen bis zum Schluss oben zu halten:
Inhalt:
Kirsty Paterson, Tochter einer reichen Architektenfamilie und auch 'schwarzes Schaf', da sie als Einzige in der Familie nicht profitorientiert handelt, sondern eher ihren Talenten (z.B. dem Malen von Landschaftsbildern) und ihrem Herzen folgt, erbt zur Überraschung aller das Cottage auf der malerischen Insel Tiree, die zu den Inneren Hebrideninseln Schottlands gehört und für Kirsty schöne Ferienmomente mit Fiona, ihrer Großmutter, bedeutet: Doch mit dem Erbe stellt Fiona ihr nach deren Tod auch eine Aufgabe: Kirsty soll herausfinden, was aus Livie McMillan, ihrer Freundin aus der Kindheit auf Tiree, geworden ist. Der Kontakt der beiden Freundinnen war kurz vor dem 2. Weltkrieg Mitte der 30er Jahre abgebrochen....
Kirsty stellt sich dieser Aufgabe und lässt den Leser miträtseln, welchem Schicksal Livie damals entgegenging und auch nachspüren, wie karg und hart das Leben auf der kleinen Insel vor 100 Jahren gewesen sein muss. Was Fiona ihr verheimlichte, war die Tatsache, dass das Cottage an Finlay Stewart, einem Autor mit Schreibblockade, der dort in der Ruhe und Abgeschiedenheit wieder in den Schreibfluss kommen möchte, vermietet wurde: Fortan müssen die beiden ungleichen Mieter sich das Cottage teilen, was nicht ohne Spannungen, aber auch Schmunzeln bleiben sollte, da Finlay zwar ungehobelte Manieren hat und dem Trinken frönt, aber auch ein Genussmensch ist und für sein Leben gerne kocht. So recherchieren beide mehr und mehr gemeinsam, was aus Livie geworden ist und machen hierbei auch unliebsame Erfahrungen.... Wird es Kirsty gelingen, die Jugendfreundin ihrer Großmutter ausfindig zu machen?
Meine Meinung:
Die Autorin versteht es auch hier wieder, den Leser schon zu Beginn (der Prolog ist sehr dramatisch) zu fesseln und das Leseinteresse zu wecken: Der Roman findet auf zwei Zeitebenen statt, zum einen vor fast 100 Jahren und zum anderen in der Gegenwart; hier wird - für C. Wilken Romane symbolisch - Historie mit einer spannenden Geschichte und sympathischen ProtagonistInnen verwoben, wodurch ein schön zu lesender, authentisch wirkender Roman entsteht, den ich sehr gerne gelesen habe. Erschreckend war zuweilen in der Vergangenheit die Düsterkeit und Bitternis der beschriebenen Ausweglosigkeit von Frauen, die prügelnden, gewalttätigen Ehemännern schutzlos ausgeliefert waren und es kein Entrinnen gab: Ausser Paddy, der Lieblingsbruder von Livie McMillan, gibt es in dieser Familie nur Männer, die sich mit Fäusten auseinanderzusetzen wussten; allen voran Vater Donald, der die Familie auf brutale Weise tyrannisierte und kriminelle Wesenszüge trug.
Auf Kirsty wartet eine wahre Odyssee, die sie bis nach Mull führt, um etwas über das Schicksal von Livie herauszufinden und die Suche nach Spuren gestaltet sich stets (auch für den Leser) sehr spannend, so begegnet man Inselpfarrern, einer redseligen Küsterin, einem alten verbitterten Mann und dessen nichtsnutzigem Neffen, aber auch einer profitorientierten Familie, die letzten Endes einsieht, dass die Erbin des Cottages dieses wohl nicht verkaufen wird, um eine Ferienanlage auf der Insel zuzulassen.
Mitleid hat man mit dem Inselarzt, der in der Vergangenheit lieber die Insel verlassen hat als noch mehr (nicht nachweisbaren) Schaden durch einen cholerischen, gewalttätigen und herrschsüchtigen Mann auf sich zu nehmen, der zeitlebens (vermutlich besonders nach dem 1. Weltkrieg, an dem er teilnahm) ein Trinker und Schläger war.
Der Roman beinhaltet jedoch auch zwei Liebesgeschichten: Eine in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, die andere in der Gegenwart, die sich auch erst nach und nach abzeichnet, was jedoch köstlich zu lesen - und letztendlich auch stimmig ist: So freut man sich mit den Charakteren, leidet jedoch auch mit ihnen, wenn sie unfair und brutal behandelt werden; Paddy war mir in dieser Hinsicht auch sehr sympathisch und ihm hätte ich einen Job und eine Ausbildung zum Piloten sehr gewünscht. Finlay Stewart wirkt anfangs sehr abstoßend, jedoch hat die Schreibblockade auch einen Grund, den er erst nach längerer Zeit mit Kirsty teilen kann.
Fazit:
Ein sehr atmosphärischer, zu Herzen gehender Roman mit historischen Elementen der schottischen Hebrideninsel Tiree, der Familiengeheimnisse und Historie sehr authentisch verbindet und mit sehr sympathischen HauptprotagonistInnen aufwartet. Der Spannung von der ersten Seite an bis zum Schluss gewährleistet und den ich aufgrund der authentisch dargestellten Geschichte sehr gerne gelesen habe. Ich empfehle ihn absolut gerne weiter - wie auch die Wales-Reihe der Autorin - an LeserInnen, die Spannung, Stimmigkeit, Tiefgang, aber auch einen Schuss Romantik und wunderschöne Landschaften und Inseln mögen; darüber hinaus für Geschichte und Familiengeheimnisse 'empfänglich' sind ;) Hier würde ich in diesem Falle beherzt zugreifen! 5*
Nanette
aus Heinsberg
5/5
19.06.2023
Buch (Taschenbuch)
„Liebe und Freundschaft“ oder
Leidenschaft, die unermessliches Leiden schafft
Zwei sich abwechselnde Erzählstränge, die sehr gekonnt miteinander verwoben werden, gewähren uns Einblicke in das Leben auf Tiree, einer Insel der Inneren Hebriden in Schottland.
Der eine spielt in der Zeit von 1933-1935 und wird durch den anderen, in der aktuellen Zeit angesiedelten, bis zum 1. Januar 1946 ergänzt. Die Vergangenheitsform in der beide geschrieben sind, unterstreicht ihre Zusammengehörigkeit.
Kirsty Patersons Mut, ihre Neugier und Beharrlichkeit fördern bei der Erfüllung des letzten Wunsches ihrer Großmutter Fiona Schicksale zu Tage, die an Tragik nicht zu überbieten sind.
Auf der Suche nach Livie, die ihr Leben auf den Kopf stellt, erkundet sie ihre neue Lebensumgebung (Land und Leute) auf eine ganz besondere, intensive, emotionale Art und Weise. Die malerische Kulisse und die originellen Charaktere werden uns sehr anschaulich nahe gebracht.
„Die Vergangenheit birgt manchmal Geheimnisse, die ohne die Erinnerung der Alten verloren gingen.“
Die Geschichte, die sich uns durch ihre Nachforschungen offenbart „ist so unvorstellbar grausam und doch so bezeichnend für das entbehrungsreiche Leben in der Abgeschiedenheit rauer Natur, dass sie mich nicht losließ.“.
Ihr liegt der Gedanke zugrunde: „Mädchen brauchten keine Bildung. Sie waren im Haus nützlicher und sollten heiraten und Kinder bekommen.“.
„„Grauenvoll, schrecklich, pervers, abartig und absolut unmenschlich!“ - „„Nicht zu fassen, was sich hinter verschlossenen Türen abspielt.“ - „„Das ist ja nicht zum Aushalten!““
Die Machtlosigkeit gegen die brutale Gewalt eines tyrannischen Mannes, der sein patriarchalisches Herrscherverhalten ins Extrem gesteigert hatte, seine Familie und andere Menschen sowie Tiere schlug, drangsalierte und manipulierte, wo er nur konnte, läßt mich fassungslos zurück. Die bewegenden Schicksale und deren Trostlosigkeit haben mich zu Tränen gerührt und mir schlaflose Nächte bereitet, so sehr habe ich mit ihnen mitgelitten.
„Letzten Endes hielten die Männer zusammen, und Frauen wurden beiseitegeschoben.“
„Den Kopf voller Bilder und das Herz schwer von der traurigen Geschichte“ hat daher nicht nur Kirsty, sondern habe auch ich.
Diese Geschichte ist nicht für zarte Gemüter geeignet. Sie hat mich zutiefst erschüttert und geschockt. Ob der detailliert beschriebenen Grausamkeiten und der lebensechten Schreibweise, die einen tief in das Geschehen eintauchen läßt, erachte ich eine Triggerwarnung als angebracht.
„Weißt du, man sollte Namen nicht in Grabsteine meißeln, sondern in Herzen. Nur wenn man sich erinnert, die Geschichten von Menschen teilt, werden sie nicht vergessen.“
Das versteht Constanze Wilken vortrefflich in die Tat umzusetzen.
Wenn Ihr Euch diesem Zeitzeugnis gewachsen fühlt:
„„Dann auf, in die Höhle des Teufels.““
Nanette
aus Heinsberg
5/5
19.06.2023
Buch (Taschenbuch)
„Liebe und Freundschaft“ oder…
„Liebe und Freundschaft“ oder Leidenschaft, die unermessliches Leiden schafft Zwei sich abwechselnde Erzählstränge, die sehr gekonnt miteinander verwoben werden, gewähren uns Einblicke in das Leben auf Tiree, einer Insel der Inneren Hebriden in Schottland. Der eine spielt in der Zeit von 1933-1935 und wird durch den anderen, in der aktuellen Zeit angesiedelten, bis zum 1. Januar 1946 ergänzt. Die Vergangenheitsform in der beide geschrieben sind, unterstreicht ihre Zusammengehörigkeit. Kirsty Patersons Mut, ihre Neugier und Beharrlichkeit fördern bei der Erfüllung des letzten Wunsches ihrer Großmutter Fiona Schicksale zu Tage, die an Tragik nicht zu überbieten sind. Auf der Suche nach Livie, die ihr Leben auf den Kopf stellt, erkundet sie ihre neue Lebensumgebung (Land und Leute) auf eine ganz besondere, intensive, emotionale Art und Weise. Die malerische Kulisse und die originellen Charaktere werden uns sehr anschaulich nahe gebracht. „Die Vergangenheit birgt manchmal Geheimnisse, die ohne die Erinnerung der Alten verloren gingen.“ Die Geschichte, die sich uns durch ihre Nachforschungen offenbart „ist so unvorstellbar grausam und doch so bezeichnend für das entbehrungsreiche Leben in der Abgeschiedenheit rauer Natur, dass sie mich nicht losließ.“. Ihr liegt der Gedanke zugrunde: „Mädchen brauchten keine Bildung. Sie waren im Haus nützlicher und sollten heiraten und Kinder bekommen.“. „„Grauenvoll, schrecklich, pervers, abartig und absolut unmenschlich!“ - „„Nicht zu fassen, was sich hinter verschlossenen Türen abspielt.“ - „„Das ist ja nicht zum Aushalten!““ Die Machtlosigkeit gegen die brutale Gewalt eines tyrannischen Mannes, der sein patriarchalisches Herrscherverhalten ins Extrem gesteigert hatte, seine Familie und andere Menschen sowie Tiere schlug, drangsalierte und manipulierte, wo er nur konnte, läßt mich fassungslos zurück. Die bewegenden Schicksale und deren Trostlosigkeit haben mich zu Tränen gerührt und mir schlaflose Nächte bereitet, so sehr habe ich mit ihnen mitgelitten. „Letzten Endes hielten die Männer zusammen, und Frauen wurden beiseitegeschoben.“ „Den Kopf voller Bilder und das Herz schwer von der traurigen Geschichte“ hat daher nicht nur Kirsty, sondern habe auch ich. Diese Geschichte ist nicht für zarte Gemüter geeignet. Sie hat mich zutiefst erschüttert und geschockt. Ob der detailliert beschriebenen Grausamkeiten und der lebensechten Schreibweise, die einen tief in das Geschehen eintauchen läßt, erachte ich eine Triggerwarnung als angebracht. „Weißt du, man sollte Namen nicht in Grabsteine meißeln, sondern in Herzen. Nur wenn man sich erinnert, die Geschichten von Menschen teilt, werden sie nicht vergessen.“ Das versteht Constanze Wilken vortrefflich in die Tat umzusetzen. Wenn Ihr Euch diesem Zeitzeugnis gewachsen fühlt: „„Dann auf, in die Höhle des Teufels.““
zauberblume
aus Altdorf
5/5
21.05.2023
Buch (Taschenbuch)
In ihrem neuen Sommerroman –…
In ihrem neuen Sommerroman – auf den ich mich übrigens riesig gefreut habe – entführt uns die Autorin Constanze Wilken auf die schottische Insel Tiree. Und hier verbringe ich absolute Traumtage in einem zauberhaften Cottage und tauche in ein lang gehütetes Geheimnis ein. Der Inhalt: Die junge Künstlerin Kirsty Paterson schlägt sich in Edinburgh mühsam mit verschiedenen Jobs durch. Doch dann stirbt ihre geliebte Großmutter Fiona und vererbt Kirsty ihr Rosencottage auf der malerischen Insel Tiree. Mit dem Haus verbindet Kirsty die glücklichsten Sommer ihrer Kindheit. Ihre Großmutter hat jedoch eine Bitte an das Erbe geknüpft: Kirsty soll das Verschwinden von Fionas Kinderfreundin Livie vor vielen Jahren aufklären. Schon bald löst sie mit ihrer Spurensuche schicksalhafte Ereignisse aus und trifft auf den undurchschaubaren, aber attraktiven Schriftsteller Finlay ... Wow! Was für ein beeindruckender Roman. Schon nach dem Lesen der ersten Zeilen hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Durch den fantastischen Schreibstil der Autorin habe ich wunderbare Bilder vor meinem inneren Auge. Ich befinde mich auf Tiree, lasse mir den Wind um die Nase wehen und genieße die Spaziergänge an der Küste. Ich lerne eine liebenswerte Protagonistin kennen, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Kirsty ist ein ganz besonderer Mensch und ist in ihrer Familie das schwarze Schaf. Sie hat die Welt bereits, nicht eine Karriere verfolgt, wie die Familie es von ihr erwartet hat und scheint hier auf Tiree endlich angekommen zu sein. Und in Fionas Cottage hat sie sich schon immer wohlgefühlt und so setzt sie alles daran, den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen. Sie macht sich auf die Suche nach ihrer besten Freundin Livie und hier tauchen wir in eine unglaubliche, berührende und schreckliche Geschichte ein. Wir machen eine Reise in die Vergangenheit und erfahren einiges über Livie und ihre Familie und die Lebensweise zur damaligen Zeit, das Leid und das Elend der Menschen. Und dies alles hat mich tief berührt. Unterstützt wird Kirsty dabei von Fin, aber auch der kämpft mit Dämonen aus der Vergangenheit. Als sie gemeinsam das Rätsel um Livie lösen, musste ich mit den Tränen kämpfen, denn das ging mir wirklich unter die Haut. Beim Lesen wurde ich von so vielen Emotionen übermannt. Ich habe mit Spannung dem Ende dieser hervorragenden Lektüre entgegengefiebert. Für mich ein absolutes Lesehighlight, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen und regelrecht verschlungen habe. Das Cover ist übrigens auch ein echter Hingucker. Gerne vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.
Bewertung
aus Lahr
5/5
19.05.2023
Buch (Taschenbuch)
Für mich das beste Buch der Autorin das ich bisher gelesen habe
Das Rosencottage von Constanze Wilken
Ich habe Glück gehabt das ich das neue Buch von Constanze Wilken in einer Leserunde lesen durfte. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an „Das Rosencottage“.
Ich sags gleich - die Autorin hat meine Erwartungen übertroffen ! Wieder einmal zog sie mich mit ihrem tollen Schreibstil und ihrer Geschichte in den Bann. Die Geschichte spielt auf einer kleinen Insel namens Tidee in Schottland und sie spielt in zwei Zeitebenen.
In der Gegenwart lernen wir Kristy kennen. Kristy ist an einem Punkt in ihrem Leben angekommen an dem sie selbst nicht so recht weiß wie es für sie weitergehen soll und genau zu dieser Zeit erfährt sie das sie das kleine Häuschen ihrer Großmutter auf der Insel Tiree geerbt hat. An das Erbe ist jedoch eine Bedingung geknüpft, sie soll für die Großmutter herausfinden was mit deren Freundin Livy passiert ist. Livy ist von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden. Kristy macht sich auf den Weg, ahnt jedoch nicht das sie im Haus der Großmutter auf den mürrischen Schriftsteller Finley treffen wird, der dort zur Untermiete wohnt.
Die große Frage lautet - wird Kristy herausfinden was mit Livy passiert ist?????
WOW WOW WOW Ich habe ja schon einige Bücher der Autorin gelesen, aber dieses hier ist wirklich eine Granate und für mich sogar das Beste das ich je von ihr gelesen habe.
Kristy zu begleiten war schon sehr emotional und es hat mich sehr berührt wie sie sich den Wunsch der Großmutter zu Herzen genommen hat, es sich zur Aufgabe gemacht hat herauszufinden was mit Livy passiert ist. Man hat regelrecht gemerkt das sie anfangs nur den Wunsch der Großmutter erfüllen wollte, aber je mehr Nachforschungen sie angestellt hat, je mehr sie erfahren hat – ja auf einmal ging es um soviel mehr. Während ihrer Suche nach Livy ist sie über sich hinausgewachsen, hat sich weiter entwickelt und ist selbstbewusster geworden. Das sie sich recht schnell in Fin verliebt war mir fast klar, aber auch hier gab es einige Steine aus dem Weg zu räumen denn Fin hat einiges an Ballast auf seinen Schultern und muss erst mit der Vergangenheit abschließen, loslassen um neu anfangen zu können. Kristy schafft es seine aufgebauten Mauern einzureißen, hinter seine Fassade zu blicken, aber er blockt immer wieder ab obwohl er sie schon in sein Herz geschlossen hat. Wird Fin seine Vergangenheit hinter sich lassen können und gibt es eine gemeinsame Zukunft für die beiden?
Der Strang der in der Gegenwart spielt hat mir gut gefallen, aber er wirkte richtig blass gegenüber dem der in der Vergangenheit spielt. Das hört sich jetzt schlecht an, aber so war es nicht nur wenn man Livis Geschichte liest............! Wenn man liest wie Livy aufgewachsen ist, was sie in ihrem Leben alles ertragen musste – das war alles so herzergreifend, so bewegend, berührend und es hat mich echt mitgenommen!!!! Das war einfach nicht zu toppen und so wie Kristy unbedingt die Wahrheit aufdecken wollte, so ging es auch mir – ich musste wissen was mit Libby passiert ist. Ich denke Kristys Großmutter wusste genau warum sie Kristy auf Livy angesetzt hat, es ging ihr nicht nur um Livy sondern auch um Kristy. Sie war eine kluge Frau.
Das Buch zieht einen unheimlich schnell in den Bann und die Autorin zaubert einem Bilder vor Augen. Ich habe einige Male geschmunzelt, aber auch ganz oft Tränen in den Augen gehabt. Gerade der Strang in der Vergangenheit hat mich mega mitgenommen.
Neben Kristy und Finn gab es auch einige Nebencharaktere die sich unheimlich schnell in mein Herz geschlichen haben. Auch ein Vierbeiner hat mein Herz gleich erobert. Alles in allem hat mir richtig gut gefallen das man sich in die Protagonisten gut rein versetzen konnte, mit ihnen fühlte, den Schmerz mit ihnen teilte und mit ihnen schmunzeln konnte. Auch die Eltern von Kristy sind mir am Ende ans Herz gewachsen, denn auch hier gab es eine Wendung mit der man am Anfang nicht gerechnet hat.
„Das Rosencottage“ ist spannend, fesselnd, romantisch, witzig und hat das gewisse Etwas. Ich spreche dem Buch eine absolute Leseempfehlung aus und vergebe gerne 5 Sterne plus. Für mich schon jetzt ein Jahreshighlight.
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