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Jenseits der See Roman | »Ein Roman wie ein existentieller Blitzeinschlag« Kulturzeit

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.07.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,3 cm

Gewicht

280 g

Auflage

2. Druckaufl. 2025

Originaltitel

Beyond the Sea

Übersetzt von

Eike Schönfeld

Sprache

Deutsch

EAN

2710001247226

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Paul Lynch ist mit seiner sehr genau beobachtenden und beschreibenden Sprache ein literarisches Meisterwerk gelungen. Und: ›Jenseits der See‹ ist ein Buch, das auf zutiefst existentielle Weise das Menschsein verhandelt - wahrhaftig "seelenerschütternd".« Stephanie von Oppen, Deutschlandfunk Kultur, 17. Juli 2025 ("Deutschlandfunk Kultur")
»Diese Geschichte so minimalistisch zu erzählen und dabei dennoch den seelischen Abgründen der Figuren nachzuspüren und daraus süffige Prosa zu machen, war gewiss keine leicht zu bewältigende Aufgabe. Paul Lynch wird ihr aber vollends gerecht.« Florian Schmid, Regensburger Zeitung, 02. August 2025 ("Regensburger Zeitung")
»Lektüre für den Strandkorb liefert dieser radikale Schriftsteller […] keineswegs– aber wiederum Literatur, die sprachgewaltig aufs Ganze geht.« Hartmut Wilmes, Kölnische Rundschau, 15. Juli 2025 ("Kölnische Rundschau")

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Erscheinungsdatum

12.07.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,3 cm

Gewicht

280 g

Auflage

2. Druckaufl. 2025

Originaltitel

Beyond the Sea

Übersetzt von

Eike Schönfeld

Sprache

Deutsch

EAN

2710001247226

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • Bewertung

    5/5

    05.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wow!

    Ein Roman, der mir immer in Erinnerung bleiben wird: kraftvoll, bewegend, erschütternd, aber trotzdem oder vielleicht auch deswegen poetisch und wunderschön! Selten fühlte ich vom Schicksal der Protagonisten dermaßen in den Bann gezogen, noch nie loderte in mir das Mitgefühl auf diese tiefe Weise auf. Ein Meisterwerk!

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    30.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei Männer am Abgrund

    Zwei Fischer fahren auf die See trotz Sturmwarnung und müssen sich mit dem Gedanken an das Ende konfrontieren. Die archaische Gewalt der See spiegelt sich sehr eindrücklich in der Sprache und dem Inhalt des Romans wieder und erinnert dabei an Hemingway. Große Literatur von einem großen Autor. Sehr empfehlenswert.

  • Kwinsu

    aus Salzburg

    5/5

    15.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Grausamkeit der Ausweglosigkeit

    Der Fischer Bolivar begeht einen fatalen Fehler: er entscheidet sich, trotz Unwetterwarnung in See zu stechen und überredet den jungen Hector, ihm zu assistieren. Die Konsequenzen sind so grauenhaft wie unvorstellbar: der Sturm reißt sie auf offene See, alles was ihnen bleibt ist das defekte Boot und sie selbst. Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod, der beide weit über ihre Grenzen treibt. Was für ein wahnsinnig gutes Buch ist Autor Paul Lynch hier gelungen! Die philosophischen Betrachtungen auf das Leben und das Sein, der immer intensiver werdende Wahn, die rohe Grausamkeit alles zu tun um zu überleben - oder aber auch nicht, das Existieren im Nichts mit einem fremden Menschen, der Freund und Feind zugleich wird - all das schildert der Autor atemberaubend überzeugend und in metapherngeladener Sprache. Bolivar war vor dem einschneidenden Erlebnis, das über mehrere Monat andauert, ein Schlitzohr, ein Kleinkrimineller, der Frauen benutzte und nur auf sein eigenes Wohl aus war. Hector wiederum ein junger, fröhlicher Mensch, dem das Leben noch bevorstand. Die Ausnahmesituation scheint ihre Charaktereigenschaften zu brechen, während Bolivar zum Optimisten wird, öffnet Hector dem Wahn Tür und Tor, seine Gedanken werden paranoid, soweit, dass er irgendwann bei Gott landet. Bolivar kommt nicht mehr zu ihm durch und hört doch nicht auf, seine Überzeugung, dass für sie alles gut ausgehen wird, dem jungen Mann zu übertragen - vergebens. Lynch erzeugt ein so realistisches Bild von dieser auf wahren Begebenheiten beruhender Geschichte, dass ich den Schmerz und die Hoffnung der Protagonisten fühlen konnte, als würde ich als stille Beobachterin mit im Boot sitzen. Die Wandlungen der Figuren ist stet und nachvollziehbar, während der eine in eine unberechtigte Dauerbeichte verfällt, erkennt der andere seine Fehler, reflektiert sie und setzt Hoffnung darin, sie wieder gutmachen zu können. Neben der philosophischen Komponente verbaut der Autor auch eine Spiegelung der Abgründe der Menschheit in die Umgebung der Weltmeere. Hier treiben Maßen an (Plastik)Müll, die in der ausweglosen Situation aber zu dankbaren Werkzeugen werden. Trotzdem ist die Anzahl und auch die bloße Existenz der achtlos entsorgten Verbrauchsgüter mitten im offenen Meer ein Umstand, der mich höchst traurig gestimmt hat. Ein weiterer schwer erträglicher Aspekt ist die Grausamkeit gegenüber Tieren, die Bolivar an den Tag legt, um zu überleben. Hier geht es nicht ums reine Töten, sondern ums Quälen, um das eigene Überleben zu sichern. Nichts an der Geschichte wirkt unrealistisch, sie zieht einen Sog aus Ausweglosigkeit und Hoffnung, Aufgeben und Kämpfen, Verhandeln von Existenz und Tod. Und als Draufgabe die umwerfende Sprache des Autors, der sich mit Metaphern austobt, die nicht immer nachvollziehbar, dafür aber eine literarische Wohltat sind. Mein Fazit: Jenseits der See ist ein großartiger Roman über den Existenzkampf auf hoher See in einer ausweglosen Situation, der den beiden Protagonisten alles abverlangt und sie in einen Zustand versetzt, der sie zwischen Wahn und Wirklichkeit, Hoffnung und Aufgabe, Grausamkeit und Zuneigung gefangen hält, um sie schließlich in ihrer eigenen Erkenntnis auszuspucken. Hier zeigt sich Sprachgewalt in metaphernhafter Höchstleistung, die in keiner Sekunde auf Kosten der Geschichte geht. Jenseits der See ist für mich eines der Jahreshighlights 2025 und ich kann allen, die beim Lesen emotional gerne an ihre Grenzen getrieben werden, raten: lest dieses Buch!

  • Bewertung

    5/5

    28.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Jenseits von Gut - nämlich sehr gut!

    Was für ein Buch! Paul Lynch hat eine unglaubliche Beobachtungs- und Einfühlungsgabe und die Fähigkeit, diese Empfindungen und Wahrnehmungen in Worte zu fassen, die eine:n echt umhauen können. Die zwei (meiner Meinung nach) schwer unsympathischen Männer, deren Welten, Charaktere und Denkweisen aufeinandertreffen, die Art und Weise, wie Lynch diese Figuren ausleuchtet und die doch auch bleibenden Uneindeutigkeiten des Geschehens sind eine Wucht. Eine beeindruckende Erzählung, die auf minimalem Raum den Menschen auf sein Wesen verdichtet. Ein grandioses Buch, bei dem nicht nur der atemberaubende letzte Satz nachhallt...

  • Andrea

    aus Karlsruhe

    5/5

    21.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarisch und spannend

    Inhalt: Der Fischer Bolivar lebt ein einfaches Leben. An einem Tag wird er vor einem Sturm gewarnt, fährt jedoch dennoch zum Fischen weit hinaus zur See. Mit ihm unterwegs ist Hector, ein junger Mann, der Geld braucht und daher mitkommt. Im Sturm verlieren sie den Kontakt zum Festland und treiben ohne Ziel auf dem Meer, was ihren Fokus ändert. Meinung: Die Handlung beginnt zunächst wenig dramatisch, Bolivar wird vorgestellt und aus seiner Sichtweise auch Hector, den er als nicht besonders brauchbar einschätzt. Bolivar ist laut seiner Aussage einfach nur ein Fischer, der zur See fahren will, darüber definiert er sich. So fährt er auch an diesem Tag, trotz einer Sturmwarnung auf das Meer hinaus und gerät mit Hector in einen Sturm, in dem sie beinahe ihr Leben verlieren. Bolivar, der eigentlich mehr an sich selbst denkt, rettet Hector und ist in der nachfolgenden Zeit auf ihn angewiesen. Ab diesem Sturm gewinnt die Handlung an Tempo und die Spannung steigt: Werden die Männer überleben? Für die beiden Fischer beginnt ein Kampf um das Überleben, wobei der Überlebenswille nicht immer da ist und der Überlebenskampf manchmal mehr für die andere Person stattfindet. Hector findet Halt im Glauben, wohingegen Bolivara pragmatischer ist. Beide sind geprägt durch Angst und wenden sich Themen zu, die sie eigentlich mit niemandem besprechen wollten. Im Angesicht des Todes setzen sie neue Prioritäten und versuchen herauszufinden, was ihrem Leben einen tatsächlichen Sinn geben würde bzw. was sie vom Leben und den Menschen erwarten. Ihre Irrfahrt ist geprägt von Einsamkeit und dem Wechsel zwischen Fantasie und Wirklichkeit, der nicht immer eindeutig erkennbar ist. Die See rettet und quält die Männer im Wechsel, sie sind ihren Launen und Gaben ausgesetzt. Dabei erfährt man sowohl von natürlichen Gaben als auch jenen "Gaben", die von anderen Menschen zurückgelassen wurden und nun für Hector und Bolivar einen Nutzen haben. Auch das Wetter prägt die Fahrt und entscheidet über Leben und Sterben. Die Männer hadern mit diesem Ausgeliefertsein und gehen auf verschiedene Art und Weise damit um. Wie "Das Lied des Propheten" ist auch "Jenseits der See hochliterarisch, philosophisch und unbedingt lesenswert!

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