Produktbild: Wer soll was tun?
Band 6600

Wer soll was tun? Warum wir nicht zum Klimaschutz verpflichtet sind und worin unsere Verantwortung eigentlich besteht

Aus der Reihe Beck Paperback
1

15,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Verkaufsrang

44389

Erscheinungsdatum

18.09.2025

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

213 (Printausgabe)

Dateigröße

2055 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406837524

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PDF

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  • nicht oder eingeschränkt barrierefrei

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44389

Erscheinungsdatum

18.09.2025

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

213 (Printausgabe)

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1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406837524

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  • Bewertung

    2/5

    07.04.2026

    eBook (PDF)

    Überwiegend enttäuschend

    Ich war mit großen Erwartungen in die Lektüre dieses Buches eingestiegen, sowohl vom Renommee der Autorin (anerkannte Rechtsprofessorin, Mitglied des Ethikrates, nominiert für Sachbuchpreis) als auch von dem Ansatz her, dem Klimawandel anders entgegen zu wirken, als dies der vermeintliche "Mainstream" derzeit tut. Um positiv zu beginnen: Frau Rostalski sieht den Klimawandel als eine sehr ernste Bedrohung für die Menschheit, von daher unterstelle ich ihr auch eine große Ernsthaftigkeit bei der Suche nach der richtigen Herangehensweise, wie die negativen Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur zumindest reduziert werden können. Ich bin auch mit ihr einer Meinung, dass das Pariser Abkommen bisher viel zu wenig gebracht hat: ja, es gibt jede Menge Absichten und Ziele, aber es fehlt an konzertierten Aktionen und an Sanktionsmechanismen für Staaten, die ihre Ziele nicht erreichen. Und, dritter Konsens: Moralisierung und erhobener Zeigefinger, wie wer zu leben hat, sind kontraproduktiv und schaden einer sachorientierten Debatte. Aber - und ab hier beginnt die Gegenrede - das Handeln von Menschen, die versuchen, ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren, bei der Ernährung, bei der Wahl der Mobilität oder beim Energieverbrauch, abzuwerten, in dem Sinne, dass dieses Verhalten ineffektiv oder sogar kontraproduktiv sei, weil es dann zu viele Trittbrettfahrer gäbe und dann besser darauf zu verzichten, ist das Letzte, was der Mensch als "Empfehlung" jetzt gebrauchen kann. Frau Rostalskis Position, dass nur ein global ausgerichteter Ansatz, in dem die "Weltgemeinschaft" gemeinsam festlegt, wie dem Klimawandel zu begegnen ist, so dass alle Maßnahmen in dieselbe Richtung wirken und Zuwiderhandlung sanktioniert wird, ist theoretisch betrachtet natürlich der bessere Weg. Aber woher nimmt Frau Rostalski den Glauben, dass die Weltgemeinschaft jemals dazu fähig ist? Das Pariser Abkommen ist ja auch deshalb so ineffektiv und ein Papiertiger, weil nur so überhaupt Konsens zwischen den Ländern erzielt werden konnte. Und die USA sind ja schon gar nicht mehr dabei. O.k., dann soll es ein Klimaklub richten. Wie groß ist der, wer ist überhaupt dabei? Nur die EU? Dann sind wir wieder bei der Argumentation von Frau Rostalski, dass bei zu wenig "Masse" an Teilnehmern das Risiko "Trittbrettfahrer" besteht, was die Ineffektivität der Maßnahmen erhöht. Das ist mir als Gegenposition zu wenig, zu naiv, zu unrealistisch. Andererseits, den Beitrag des Einzelnen an vielen Stellen des Buches zu kritisieren, wie Frau Rostalski es tut, ist auch keine Lösung. Es gibt mittlerweile ausreichend genug belegte Zusammenhänge zwischen Konsumverhalten und CO2-Verbrauch, dazu gehört u.a. der Fleisch- bzw. Tieranteil in der Nahrung, die Regionalität der Nahrungsmittel, der Energieverbrauch, der Verbrauch an Luxusgütern, die Anzahl der Fernreisen usw. Ich muss - freiwillig - nicht alles auf Null fahren, aber ich kann durch eine bewusste Reduzierung des bisherigen Konsums dazu beitragen, dass ich meinen CO2-Fußabdruck reduziere. Ob das nur effektiv ist, wenn es einen globalen Rahmen für alle Maßnahmen gibt, wage ich zu bezweifeln. Ich schaue auf das, was ich tun kann. Auf die globale Einigkeit bezüglich Klimaschutz zu warten und sich zu sagen, ich kann eh nix tun, also flieg ich erstmal nach Bali und kaufe mir einen luxuriösen Sportwagen, ist angesichts der Faktenlage, die jedem, der sich dafür interessiert, bekannt sein sollte, grob fahrlässig. Der Titel des Buches heißt "Wer soll was tun". Wer wie ich erwartet hat, dass mit "wer" Ross und Reiter genannt und mit "was" konkrete Wege aufgezeigt werden, wird enttäuscht. Die Frage wird leider, wenn überhaupt, nur sehr oberflächlich beantwortet.

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