Produktbild: Giovanni Boccaccio

Giovanni Boccaccio Dichter in schwarzen Zeiten

4

27,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

18.09.2025

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

415 (Printausgabe)

Dateigröße

2528 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406836381

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

18.09.2025

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

415 (Printausgabe)

Dateigröße

2528 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406836381

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  • buecherwurm_01

    aus Heinsberg

    5/5

    24.01.2026

    eBook (ePUB)

    Lebensgeschichte eines Dichters

    Der 650. Todestag von Giovanni Boccaccio war für Franziska Meier ein guter Grund, eine neue Biographie über den Dichter des Decameron zu veröffentlichen. Berühmt ist er vordergründig für dieses Werk mit 100 Novellen. Aber natürlich hat er auch andere Bücher veröffentlicht. Sein Hauptaugenmerk lag darin, die facettenreiche Gesellschaft seiner Zeit zu porträtieren. Zusammen mit seinem Freund Petrarca hat er die damalige Zeit mit seinen Werken geprägt und sich für das Lebenswerk Dantes begeistert. Die anspruchsvolle Lektüre hat mir gut gefallen. Die Sprache ist angenehm zu lesen, trotz der mitunter schwierigen Formulierungen. Einige Wörter musste ich dann doch nachschlagen Man erfährt interessante Episoden nicht nur aus seinem Leben, auch seine Zeitgenossen finden Eingang in diese Biographie. Die im Untertitel festgehaltenen schwarzen Zeiten äußerten sich in Kriegen und Kämpfen, keine einfache Zeit für einen Dichter, der sich gerne und hauptsächlich mit der Gesellschaft in den Orten seiner Aufenthalte beschäftigt hat. Wer eine umfassende Lebensgeschichte des bedeutenden Vertreters des beginnenden Renaissance-Humanismus erleben möchte, ist bei dem ausführlichen Werk von Franziska Meier bestens aufgehoben.

  • dracoma

    aus LANDAU

    5/5

    13.01.2026

    eBook (ePUB)

    Begeisternd!

    Vor 650 Jahren starb Boccaccio, und zu seinen Ehren erscheinen zwei seiner Hauptwerke in Neu-Übersetzungen: der Novellenkranz Decameron und der Roman „Die Klage der Madonna Fiametta“. Das Decameron ist wohl das berühmteste seiner Werke, das durch seine Aufnahme in den sog. Index der Katholischen Kirche dafür sorgte, dass Boccaccio der Ruch des „Säuischen“, wie Franziska Meier es deutlich nennt, anhaftete. Boccaccio lebte, wie es der Untertitel sagt, in schwarzen Zeiten. Die Jahre um 1350 sind zwar einerseits kulturelle Blütezeiten, wenn man an das Dreigestirn Dante – Petrarca – Boccaccio denkt, die mit ihrer Hinwendung zur Antike die Renaissance begründeten. Andererseits aber sind diese Jahre schwere Krisenzeiten nicht nur in Italien. Kriege und ständige Kämpfe der konkurrierenden Stadtstaaten sorgen für Unsicherheiten, international agierende Banken brechen zusammen, eine sog. Kleine Eiszeit – für die eventuell Vulkanausbrüche ursächlich sind – führt zu Missernten, extremen Wetterlagen und Hungersnöten. Die Stadtstaaten wandeln in vielen Kämpfen ihre politischen Strukturen um in Richtung Autokratie, und der Schwarze Tod verbreitet sich rasant, entvölkert ganze Landstriche und führt zum Zusammenbruch moralischer und gesellschaftlicher Ordnungen. In diesen äußeren Gegebenheiten verankert Franziska Meier „ihren“ Boccaccio als Zeitzeugen. Gerade diese enge Verbindung des Menschen Boccaccio mit seiner Lebenswelt macht Boccaccio über die Jahrhunderte hinweg wieder lebendig. Die Quellenlage ist eher dürftig, sodass die Autorin die Leerstellen mit vermuteten Rekonstruktionen auffüllt, alle immer wohlfundiert und ausgesprochen kundig. Deutlich wird, dass Boccaccio einen Dichtertypus verkörpern will, der in geistiger und wirtschaftlicher Unabhängigkeit seiner Zeit einen Spiegel vorhalten will und von seinen Mitmenschen ethisches Verhalten einfordert, um dem beobachteten Zusammenbruch der Zivilisation zuvorzukommen. Deutlich wird auch, dass Boccaccio im Decameron eine Fülle menschlicher Verhaltensweisen vorführt. Das menschliche Leben erscheint hier komplex, wirr und oft von Zufällen abhängig. Dieses Panoptikum einer menschlichen Komödie stellt er bewusst Dantes „Göttlicher Komödie“ gegenüber und rückt damit, ganz der Humanist, den Menschen in den Mittelpunkt. Fazit: ein begeisterndes Buch! Faktenreich, kenntnisreich! Ein Buch, das Boccaccio als Mitbegründer der Renaissance und der literarischen Neuzeit zeigt und ihn als Menschen mit seinen Hoffnungen, Bindungen und Enttäuschungen vorstellt.

  • drawe

    aus Landau

    5/5

    13.01.2026

    eBook (PDF)

    Begeisternd!

    Vor 650 Jahren starb Boccaccio, und zu seinen Ehren erscheinen zwei seiner Hauptwerke in Neu-Übersetzungen: der Novellenkranz Decameron und der Roman „Die Klage der Madonna Fiametta“. Das Decameron ist wohl das berühmteste seiner Werke, das durch seine Aufnahme in den sog. Index der Katholischen Kirche dafür sorgte, dass Boccaccio der Ruch des „Säuischen“, wie Franziska Meier es deutlich nennt, anhaftete. Boccaccio lebte, wie es der Untertitel sagt, in schwarzen Zeiten. Die Jahre um 1350 sind zwar einerseits kulturelle Blütezeiten, wenn man an das Dreigestirn Dante – Petrarca – Boccaccio denkt, die mit ihrer Hinwendung zur Antike die Renaissance begründeten. Andererseits aber sind diese Jahre schwere Krisenzeiten nicht nur in Italien. Kriege und ständige Kämpfe der konkurrierenden Stadtstaaten sorgen für Unsicherheiten, international agierende Banken brechen zusammen, eine sog. Kleine Eiszeit – für die eventuell Vulkanausbrüche ursächlich sind – führt zu Missernten, extremen Wetterlagen und Hungersnöten. Die Stadtstaaten wandeln in vielen Kämpfen ihre politischen Strukturen um in Richtung Autokratie, und der Schwarze Tod verbreitet sich rasant, entvölkert ganze Landstriche und führt zum Zusammenbruch moralischer und gesellschaftlicher Ordnungen. In diesen äußeren Gegebenheiten verankert Franziska Meier „ihren“ Boccaccio als Zeitzeugen. Gerade diese enge Verbindung des Menschen Boccaccio mit seiner Lebenswelt macht Boccaccio über die Jahrhunderte hinweg wieder lebendig. Die Quellenlage ist eher dürftig, sodass die Autorin die Leerstellen mit vermuteten Rekonstruktionen auffüllt, alle immer wohlfundiert und ausgesprochen kundig. Deutlich wird, dass Boccaccio einen Dichtertypus verkörpern will, der in geistiger und wirtschaftlicher Unabhängigkeit seiner Zeit einen Spiegel vorhalten will und von seinen Mitmenschen ethisches Verhalten einfordert, um dem beobachteten Zusammenbruch der Zivilsation zuvorzukommen. Deutlich wird auch, dass Boccaccio im Decameron eine Fülle menschlicher Verhaltensweisen vorführt. Das menschliche Leben erscheint hier komplex, wirr und oft von Zufällen abhängig. Dieses Panoptikum einer menschlichen Komödie stellt er bewusst Dantes „Göttlicher Komödie“ gegenüber und rückt damit, ganz der Humanist, den Menschen in den Mittelpunkt. Fazit: ein begeisterndes Buch! Faktenreich, kenntnisreich! Ein Buch, das Boccaccio als Mitbegründer der Renaissance und der literarischen Neuzeit zeigt und ihn als Menschen mit seinen Hoffnungen, Bindungen und Enttäuschungen vorstellt.

  • Alrik Gerlach

    aus NordWestMecklenburg

    5/5

    04.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn der Decameron zum Spiegel unserer Zeit wird

    Wer glaubt, Biografien seien trockene Wüsten aus Jahreszahlen und Fußnoten, hat offensichtlich noch nie erlebt, wie Franziska Meier den guten alten Giovanni Boccaccio ausgräbt – und zwar nicht mit dem Staubpinsel, sondern mit einem literarischen Flammenwerfer. Hier funkelt, lodert und glüht die Renaissance, dass selbst Dante kurz aus dem Fegefeuer linsen würde. Boccaccio, der Typ mit dem „Decameron“, war ja nicht nur der König der frivolen Geschichten, sondern auch ein wandelnder Seismograph seiner Zeit – Pandemie, Bankenkrise, Klimachaos, Politik-Drama… kommt einem irgendwie bekannt vor, oder? Meier zeigt ihn als Mensch mit Ecken, Zweifeln und ziemlich viel Leidenschaft fürs Erzählen. Einer, der mal Hofluft schnupperte, mal das Kloster suchte, und dabei immer zwischen Sünde und Sinn suchte. Das Beste: Diese Biografie liest sich nicht wie ein Lexikonartikel, sondern wie ein Roman mit Espresso-Schuss. Die Autorin schreibt so klug, dass man ständig denkt: „Aha, so war das also!“ – und gleichzeitig so elegant, dass man fast vergisst, dass es um das 14. Jahrhundert geht. Besonders genial finde ich, wie sie Boccaccios Spannungen zwischen Lust und Moral, Kunst und Krise herausarbeitet. Fazit? Ein literarischer Ritt durch Pest, Poesie und Politik. Ich bin selten so beschwingt aus einem Geschichtsbuch gestolpert. Wer Lust auf Renaissance mit Wumms hat – bitte sehr: Hier ist das Buch!

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