Sichtbare Gebrauchsspuren auf einigen Seiten z.B. leichte Knicke oder vereinzelte Markierungen möglich. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Es ist Sommer in Berlin. Ein Mann fällt vom Himmel. Ein blinder Passagier, versteckt im Fahrwerkraum eines Flugzeugs. Ein Leben, das im Garten einer hübschen Jugendstilvilla endet. Noch im Tod wird der Mann beraubt – und eine Geschichte aus Not und Gier nimmt ihren Anfang. Sie wird viele Leben kosten und manche Träume zerstören. Pressefotograf Bronski und seine Kollegin Svenja Spielmann recherchieren in einer Welt der Gewalt und des schönen Scheins.
Seit er denken kann, fotografiert Bronski das Unglück. Richtet seinen Blick auf das Dunkle in der Welt. Dort, wo Menschen sterben, taucht er auf. Er hält das Unheil fest, ist fasziniert von der Stille des Todes – und immer wieder auf der Suche nach einem Leben, das Sinn verspricht und auf die Liebe setzt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
MoMe
5/5
16.10.2021
Buch (Taschenbuch)
Nicht ganz so rasant wie Band 1, aber dennoch spannend
Ich mag es ja, wenn Cover passend zu einer Reihe gestaltet werden und auch die Umschlaggestaltung von „Gegenlicht“ war stimmig und ansprechend dazu arrangiert worden. Die Kameralinse war nicht nur optisch schön anzusehen, sondern hob sich auch haptisch vom Einband ab, ebenso die Schrift.
„Gegenlicht“ ist der zweite Teil der „Bronski“-Reihe und an sich unabhängig lesbar. Um aber die komplexen Zusammenhänge und die Entwicklung der Beziehungen zwischen einzelnen Figuren besser nachvollziehen zu können, macht es Sinn, den ersten Band vorab zu lesen. Zudem würdet ihr euch spoilern, solltet ihr nachträglich doch noch „Dunkelkammer“ lesen wollen. Mein Tipp: Wenn euch „Gegenlicht“ anspricht, lest zuerst Band 1.
Zu Beginn hatte ich die Befürchtung, dass ich nicht schnell in die Geschichte hineinfinden würde, da es schon eine Weile her gewesen ist, seit ich den ersten Teil gelesen hatte. Doch es gab keinen Grund für diese Sorge, denn ich kam einfach rein und war sofort ans Geschehen gefesselt. Besonders gut gefiel mir, dass es in Bronskis neuer Lebenssituation keinen eitlen Sonnenschein gab und es authentisch vermittelt wurde, dass die vorherigen Ereignisse an niemanden spurlos vorbeigegangen waren.
So traf ich in „Gegenlicht“ auf alte Bekannte, aber auch auf neue Figuren und deren interessante Hintergründe. Der Aufhänger der Geschichte war spannend und gab mir genauso wie den Hauptfiguren eine Menge Rätsel auf. Gleichzeitig kam ich Bronski und seinem Umfeld wieder ein Stückchen näher und durfte hautnah ihre Entwicklungen miterleben.
Besonders gut gefallen hatte mir, dass der Fokus nicht so sehr auf der Ermittlungsarbeit, sondern auf der Pressearbeit lag. Ich fand es unheimlich spannend, Svenja Spielmann und David Bronski bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Ihr Engagement und Enthusiasmus war mir zwar manchmal ein ticken drüber, aber vielleicht ist das bei Journalisten und Pressefotografen so, die für etwas richtig brennen.
Generell hatte ich den Eindruck, dass Bernhard Aichner gründlich recherchiert hatte. Besonders die Hintergrundgeschichte des einen Opfers sorgte für Magengrimmen bei mir. Gemeinsam mit Bronski und Svenja stieg ich in den Flieger nach Afrika und recherchierte in den Slums einer größeren Stadt. Das Elend, das Schicksal der Menschen und die Hoffnungslosigkeit drang durch jede Seite und ließ mich traurig, aber auch ehrfürchtig zurück. Dieser Handlungsstrang gab „Gegenlicht“ eine sehr emotionale und tiefgründige Atmosphäre.
Der Schreibstil war unglaublich leichtgängig und flott zu lesen. Hervorstach die auf den Punkt gebrachte Erzählweise. Es gab direkte Dialoge oder eine indirekte Wiedergabe von Gesprächen. Aber niemals eine wörtliche Rede, sodass nur das allernötigste und wesentlichste an mich transportiert wurde.
Während Bronski die einzige Figur war, die mich persönlich an seinem Leben, seinen Gedanken und Emotionen teilhaben ließ, war der auktoriale Erzähler an meiner Seite, wenn ich andere Figuren begleitete. Das Handlungsgeflecht war spannend ausgelegt worden, doch an manchen Stellen taten sich Fragen bei mir auf. Sie waren für den Verlauf der weiteren Ereignisse nicht sonderlich relevant, dennoch hätte ich mir hier ein kleines bisschen mehr Detailgenauigkeit gewünscht.
„Gegenlicht“ lebte von einer erzählerischen Achterbahnfahrt. Zwischen rasanten Ereignissen gab es immer wieder ruhigere Szenen, die zwar das ausgeschüttete Adrenalin senkten, aber die Spannung nicht abmurksten. Es blieb durchweg unterhaltsam und schürte stets meinen Wunsch, weiterlesen zu wollen.
Der Showdown gefiel mir ganz gut. Er hatte viel Dynamik und unerwartete Wendungen in petto. Aber so atemlos wie bei „Dunkelkammer“ ließ er mich nicht zurück. Dieses Mal blieben auch ein paar Unklarheiten, die, so vermute ich, in der Fortsetzung eine Rolle spielen, beziehungsweise aufgeklärt werden.
Fazit:
„Gegenlicht“ ist ein Krimi, der von der ersten bis zur letzten Seite zu unterhalten weiß. Spannungsspitzen wechseln sich mit ruhigeren Szenen ab, sodass ich gern weitergelesen habe. Für Krimiliebhaber definitiv eine Empfehlung.
Sharon Baker
aus Mönchengladbach
5/5
21.08.2021
Buch (Taschenbuch)
Hammerstark
David Bronski hat endlich seine Tochter wieder und steht nun vor der großen Herausforderung, ein guter Vater zu sein. Aber das Zusammenleben funktioniert recht gut und Judith teilt die Leidenschaft fürs Fotografieren mit ihm. So nimmt er sie mit zur Zeitung und einen neuen Auftrag, denn Svenja und er bekommen eine ganz außergewöhnliche Story. Sie müssen zu einem Rentner, denn in seinem Garten ist ein Mann vom Himmel gefallen, mitten rein ins Grüne und hat sein Tête-à-Tête ruiniert. Eigentlich weiß der Mann nicht viel und doch erhalten unsere Journalisten eine Spur und wissen bald, das diese richtig heiß wird, als man den Rentner paar Tage später tot aus der Spree fischt. Auf was sind Svenja und David da gestoßen? Welche Hintermänner sind ihnen auf der Spur? Und ist seine Tochter erneut in Gefahr?
Ich bin ein Fan vom Autor und habe schon so viele Bücher von ihm gelesen und kann immer noch nicht genug bekommen. Immer wieder gelingt es Bernhard Aichner nämlich zu fesseln, zu überraschen und einem Lesefreude zu schenken, ohne das es sich wiederholt, abnutzt, oder eintönig wird. Was immer da ist, ist seine Art zu erzählen und sein unverwechselbarer Style. Ich denke, ihr ahnt es schon und ihr ahnt richtig, auch dieses Buch hat mir richtig gut gefallen und warum erzähle ich euch jetzt.
David hat endlich seine Tochter Judith wieder, Jahre der Ungewissheit und des Verlustschmerzes sind vorbei, aber nun stecken beide in der Beschnupperungsphase fest. Als Vater einer erwachsenen Tochter kann man ja so viel falsch machen, wie soll man das Richtige machen und wie kann man auch Freiraum lassen, ohne zu beschützen und zu behüten, was so lange weg war. Sprich, David Bronski ist etwas überfordert, wie gut das er seine Svenja hat, die einfach kurz entschlossen beide zu einem Interview mitnimmt und so einen Weg schafft, der einem normalen Leben ähnlich ist. Dass dieser Auftrag noch ihrer aller Leben in Gefahr bringt, das denkt an diesen sommerlichen Tag keiner von den dreien. Und doch ist dieser Tote nicht allein nach Berlin gekommen, er hat etwas mitgebracht, etwas, was andere Begehren, haben wollen müssen und jedes Mittel dafür in Anspruch nehmen. Die Gefahr ist groß und sie lauert überlebensgroß über ihrer Leben.
Bernhard Aichner hat einfach einen geilen Style, allein dieser Kapitelwechsel zwischen was geschieht und nur Dialog finde ich großartig und auch einmalig und macht aus seinen Geschichten einfach immer wieder mehr. So nimmt ein sommerlicher schöner Tag eine grauschattierte Wendung und der Lesesog beginnt mächtig zu ziehen. Dabei kommen auch die Berufe der beiden Protagonisten gut zur Geltung, der journalistische Drang, als Erstes da zu sein, die Fäden in den Händen zu halten, eine große Story zu präsentieren ist unglaublich hinreisend und verlockend, so geraten immer beide in eine Zwickmühle. So schlittern sie meistens erst richtig in den Schlamassel und dann beginnt der Kampf. Tja und Bösewichte kann der Autor auch richtig gut, sie sind galant, widerlich und böse pur, woher er diese immer nimmt, keine Ahnung, aber an diesen Typen scheint er richtig Spaß zu haben.
Bernhard Aichner hat hier eine sehr vielversprechende Krimi-Reihe am Start, die man einfach lesen muss, denn diese ist verdammt gut konstruiert, unglaublich fesselnd und auch die Emotionen kommen hier nicht zu kurz. Der Spannungsbogen ist perfekt gesetzt und seine Figuren haben Ecken und Kanten. Ganz ehrlich, was möchte man mehr, doch eins, den nächsten Teil, denn diese Zeit dazwischen ist auch Folter.
Gegenlicht ist ein Krimi, den man nicht aus der Hand legt, schnell, hart und geschickt erzählt. Dazu kommen noch die Figuren und an Emotionen wird nicht gespart. Richtig gute Unterhaltung, die man unbedingt lesen muss.
tines_chamber_of_books
aus Bad Berleburg
5/5
19.08.2021
Buch (Taschenbuch)
Gelungener zweiter Teil
Der zweite Fall rund um den Pressefotograf David Bronski steht seinem ersten in Nichts nach.
Nachdem ein Mann aus einem Flugzeug fällt, wird Bronski zusammen mit seiner Kollegin Svenja in einen Fall aus Unterdrückung und Gier gezogen.
Schon bald tauchen die ersten Leichen auf und zwingen Bronski die Ermittlungen aufzunehmen, die ihn in große Gefahr bringen sollen.
Über den grandiosen einzigartigen Schreibstil von Aichner braucht man eigentlich nichts mehr sagen - Außer, dass er mich immer wieder fesselt und ich ihn wirklich liebe.
Die Story ist temporeich und mit immer neuen Wendungen gespickt und lässt so zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen. Während der Ermittlungen von Bronski erfährt der Leser mehr über die menschlichen Abgründe, die sich aus Macht und Gier auftun. Auch wenn diese auf den ersten Blick vorhersehbar scheint, darf man sich hier nicht täuschen lassen. Hier wird schließlich ein Aichner gelesen, der immer noch ein Ass im Ärmel hat, mit dem der Leser nicht rechnet. So hat mich das Ende wirklich überrascht, denn diese Reaktion hätte ich nicht erwartet.
Bewertung
aus Schwechat
5/5
10.08.2021
Buch (Taschenbuch)
Aichner hält was er verspricht
Auch der 2. Teil sensationell, toll, rasant, spannend! Freu mich auf den 3. Teil!
Bewertung
aus Hohenau an der March
5/5
07.08.2021
eBook (ePUB)
Sensationell
Wie erwartet, ein weiteres Buch Bernhard Aichners mit Suchtfaktor.
Flüssig und spannend von der ersten Zeile an.
Ein Buch das man nur sehr schwer aus der Hand legen kann....
Eine perfekte Fortsetzung des ersten Bandes "Dunkelkammer".
Ich hoffe, dass noch viele weitere Bände folgen.
Das einzige Minus ist, dass man es so schnell fertig gelesen hat ;)
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