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Otto Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.08.2019

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,9/13,2/2,6 cm

Gewicht

348 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001231461

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Ein Mosaik der Erinnerungskultur. Eine Monument der Liebe.« ("Frankfurter Rundschau")
»Man muss lachen, weil die Autorin mit soviel leisem Sarkasmus schreibt. Stiller, schwarzer Humor, der fast unbemerkt daherkommt, und wenn man ihn bemerkt, ist er schon um die Ecke verschwunden, um sich erneut an zu schleichen.« ("WDR Frau TV")
»Selten begegnet man in Romanen liebenswerteren, gemeineren, tragischeren und lustigeren Figuren als dem Helden in Dana von Suffrins brillanten Debüt« ("stern")
»Ganz in der Tradition des jüdischen Humors [...] Ein Buch, das unter die Haut geht, zum Lachen und zum Weinen« ("WDR 2")
»Dann von Suffrins Romandebüt beginnt auf der Intensivstation, und es endet auch dort. Und doch gehört dieses Buch mit seinem wunderbaren Humor und seiner erzählerischen Souveränität zu den erfreulichsten Neuerscheinungen in diesem Herbst.« ("Vogue")
»fabelhaft, lustig, traurig, melodiös« ("NDRkultur")
»Dana von Suffrin ist ein wunderbar schräger Roman gelungen.« ("Sonntag Express")
»Dana von Suffrin gelingt mit Otto ein Schelmenstück über Krankheit und Tod.« ("Galore")
»Eine mitreißende Gesichte, die Dana von Suffrin mit einer großen Portion schwarzem Humor würzt.« ("Brigitte Woman")
»Mit minimalistischer Sprache und Humor, so klug wie düster [...] Ottos wie diesen gibt es tatsächlich, man liebt und man hasst sie. Ich spreche aus Erfahrung.« ("myself")

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Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.08.2019

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,9/13,2/2,6 cm

Gewicht

348 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001231461

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Johanna

    aus München

    5/5

    03.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Eine jüdische Familiengeschichte

    Familiengeschichte. Eine Auseinandersetzung mit dem hinfälligen alten Vater, ein Erinnerungsbuch für einen Überlebenden der Shoah, die Geschichte einer dysfunktionalen Familie. Oft sehr lustig, manchmal bitter und ernst. Den Plot sucht man vergebens. Wie auch? Die Geschichte von Otto, dem Vater der Ich-Erzählerin, ist eine Geschichte der Brüche und Neuanfänge. Und er erzählt sie der Tochter nicht chronologisch, sondern springt hin und her: von den Kosmetiktipps seiner Omama, wie man schöne Fingernägel bekommt (seitlich an den Fingerkuppen entlangstreifen) zu den Umerziehungsmaßnahmen der rumänischen kommunistischen Regierung nach dem Zweiten Weltkrieg, zurück zur Judenverfolgung, zur Auswanderung nach Haifa und nach Deutschland, ins Olympische Dorf und zur Anstellung an der Uni bis zur „Heimkehr ins Reihenhaus“ in Trudering. Ganz schön viel Leben im Zwanzigsten Jahrhundert! Es ist die Geschichte eines Siebenbürger Juden, der seiner Tochter aufträgt, die Geschichte der Familie und der „untergegangenen Welt“ aufzuschreiben. Die „schöne Bitte“ ist eher ein Befehl. Das kennen die beiden Töchter schon seit ihrer Jugend: „Wir waren mit den Vorschlägen unseres Vaters seit vielen Jahren vertraut. Auch als wir schon sechzehn Jahre alt waren, schlug Otto uns vor, um Punkt achtzehn Uhr zu Hause zu sein; er schlug uns vor ihn anzuhauchen, wenn wir von der Schule kamen, damit er überprüfen konnte, ob wir wieder an der Münchner Freiheit rote Gauloises geraucht hatten…“ Otto ist ein Familienmensch, ein Geizhals und ein Tyrann. Seine Ansichten und Gewohnheiten sind absurd, seine Aussagen widersprüchlich, oft sehr direkt und verletzend. Die Liebe seiner Tochter ist ihm trotzdem gewiss. Widerwillig lässt sich Timna, die ältere der beiden Schwestern auf das Erinnerungs-Projekt ein. Das Problem sei, dass Otto „wie alle Siebenbürger und alle Siebenbürger Juden alles immer romanciert“ erzählen würde. Die Erzählerin tut das zum Glück auch und verwebt mit ganz großem Witz ihre eigenen Erfahrungen und ihren Alltag rund um den schwierigen Vater mit den Geschichten. Sie erzählt von der Ehe der Eltern, der Alkoholsucht der Mutter, den psychischen Schwierigkeiten der Schwester und den eigenen Erfahrungen als Jüdin. Kein Shoah-Roman, sondern eine Erzählung der Nachgeborenen. Leicht und schwer. In einem Rutsch zu lesen. Nicht nur für „alle pensionierten Ingenieure“ (Widmung der Autorin), sondern für alle, die einen Hang zu lakonischem, dunklem Humor haben. Sommerfrischen-Lektüre mit Anspruch.

  • Bewertung

    aus Braunschweig

    5/5

    03.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Witzig, sarkastisch und mit viel Galgenhumor

    Zwei Schwestern, ein Vater und wie man versucht eine Biografie zu schreiben... Otto wuchs in einer jüdischen, siebenbürgischen Familie in Rumänien auf, wanderte nach dem zweiten Weltkrieg nach Israel aus und siedelte sich schließlich von seiner Frau geschieden mit seinen zwei Töchtern in Deutschland an. Doch ausgerechnet er, ein starrköpfiger, jüdischer Familienpatriarch, wird plötzlich zum Pflegefall. Und so stur und selbstherrlich wie er ist, beschließt er noch viel Zeit mit seinen Töchtern zu verbringen. Sein Biografie schreiben, ist eine perfekte Idee. Und seine Töchter sind prima dafür geeignet. Findet er! Seine Töchter sind natürlich nicht begeistert... Der Alte, aufbrausend und unberechenbar, raubt mit seinen wahnwitzigen Ideen den Schwestern fast die Nerven - und bringt die Leser ordentlich zum Lachen! Erstaunlich, wie schwer es einem fallen kann, von einem Menschen, den man eigentlich sein ganzes Leben lang loswerden will, Abschied nehmen zu müssen. Und erstaunlich, wie witzig man (bzw Dana von Sufflin) darüber schreiben kann... Klasse!

  • Bewertung

    5/5

    10.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familiendrama

    Eine teils ziemlich schräge Familiengeschichte wird in diesem Roman porträtiert. Wie der Zusammenhalt sich gestaltet, wenn ein Familienmitglied nicht mehr alleine leben kann, ist ein wichtiges Thema. Abgerundet wird die Geschichte durch humorvolle Anekdoten des verschrobenen Otto.

  • Bewertung

    5/5

    23.09.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familie ist alles

    Familie ist alles, das gilt für jiddische Familien ganz besonders. So können Babi und Tamni ihren immer seniler und komischer werdenden Vater nicht allein lassen. Sie lauschen seinen Geschichten, erinnern sich an zumeist anstrengende Kindheitserlebnisse, machen sich lustig über ihn und hängen doch ohne wenn und aber an ihm.

  • Schnick

    aus Arcisses

    5/5

    16.09.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Potential der Geschichte wurde leider nur bedingt genutzt

    "Das ist das Traurige der Welt, die Momente halten nicht, auch die schönen vergessen wir, und selbst wenn nicht, irgendwann nehmen wir sie mit, und sie lösen sich auf mit uns." "Otto" wird vom Verlag auf der Rückseite des Buches angepriesen als "Klug, liebevoll und mit sehr viel schwarzem Humor" und die ersten Seiten des Romans erfüllen dieses Versprechen scheinbar. Aber wie das manchmal so ist: Der Roman beginnt gut, die ersten sagen wir mal 60 bis 70 Seiten versprechen eine durchaus gelungene Mischung aus jüdisch-schwarzem Humor, interessante und skurrile Charaktere und sind gut genug, den Leser*innen vorzumachen, dass sie ein guter Roman erwarte.  Aber dann passiert, was bei einem mittelmäßigen Roman passieren kann: das Niveau bricht ein. Oder - in diesem Fall - besser gesagt: Der Einstieg ist ein Versprechen, das nicht gehalten wird. Denn was ich für die Einleitung hielt und als Versprechen empfand, was den weiteren Verlauf des Romans angeht, entpuppte sich als - nun ja - der Roman. Und der Roman ist: Ein wirres Konstrukt, das über weite Strecken nervt, weil die Autorin es nicht schafft, bei den Leser*innen Empathie für die Charaktere zu wecken.  Tatsächlich fehlte mir seitens der Autorin Empathie für ihre eigenen Charaktere - sie straft den vom Verlag voreilig und maßlos übertriebenen verwendeten Begriff "liebevoll" Lügen. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder waren ihr die Charaktere egal oder sie war nicht in der Lage, den Charakteren Leben einzuhauchen. Beide Möglichkeiten sprechen nicht für die Fähigkeiten der Autorin. Was nun den "schwarzen Humor" angeht: Jep, es gibt ihn. Ab und zu - meiner Meinung nach viel zu selten - schimmert er aus dem Wust hervor. Er hätte einiges retten können, aber selbst das ist nicht gegeben. Der Schreibstil, der mich anfangs noch begeisterte, begann wegen der mäßigen Geschichte irgendwann an zu nerven. Oh, Dana von Suffrin liefert im Roman ohne Frage viele tolle Sätze ab. Aber ich hatte oft den Eindruck, dass sie mehr Wert auf den Schreib- und Erzählstil legte als auf die Anekdoten und Charaktere, die das Buch bevölkern. Ganz ehrlich: Es ist eine unterirdische Leistung, unter anderem den Holocaust zu thematisieren und bei mir exakt null Empfindungen auszulösen. Das habe ich vorher noch nie erlebt und ich nehme es Dana von Suffrin ehrlich gesagt tatsächlich übel.  Mich nervte das Sprunghafte, die Lieblosigkeit irgendwann spürbar. Ich hatte keine Lust weiterzulesen und tat das im Grunde genommen nur, weil ich die Hoffnung hatte, dass das Ende das Ruder noch einmal herumreißen könnte. Das letzte Kapitel ist dann letztlich auch sehr gelungen, aber das ist mir zu wenig. Zumal mich das letzte Kapitel wesentlich mehr gepackt hätte, wenn der Roman vorher besser gewesen wäre. Wenn den Leser*innen jedoch die Charaktere gleichgültig bleiben, dann kann auch ein halbwegs gutes Ende nichts mehr bewirken.  "Otto" ist vor allem: Eine verpasste Chance, ein nicht eingehaltenes Versprechung und vor allem verschenktes Potential. Der Roman hat seine Momente, ohne Frage, aber am Ende, als ich das Buch zuklappte, ging mir nur ein Wort durch den Kopf: "Schade."

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