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Neun Kinder leben allein auf einer paradiesischen Insel. Woher sie kommen und wohin sie gehen, wenn die Glocke ertönt, weiß niemand. Die Insel versorgt die Kinder mit allem, was sie brauchen. Jeder weiß, wofür er verantwortlich ist und es gibt klare Regeln. Doch als Jinny, die Älteste, die wichtigste Regel bricht und als zehntes Kind auf der Insel bleibt, wendet sich die Natur gegen sie ...
Ein modernes Robinson Crusoe Abenteuer voller Spannung und Rätselhaftigkeit!
Klimafreundlich und regional: Dieses Buch wurde in Deutschland gedruckt.Neun Kinder leben allein auf einer paradiesischen Insel. Woher sie kommen und wohin sie gehen, wenn die Glocke ertönt, weiß niemand. Die Insel versorgt die Kinder mit allem, was sie brauchen. Jeder weiß, wofür er verantwortlich ist und es gibt klare Regeln. Doch als Jinny, die Älteste, die wichtigste Regel bricht und als zehntes Kind auf der Insel bleibt, wendet sich die Natur gegen sie ...
Ein modernes Robinson Crusoe Abenteuer voller Spannung und Rätselhaftigkeit!
Klimafreundlich und regional: Dieses Buch wurde in Deutschland gedruckt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Der Duft von Büchern und Kaffee
5/5
14.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Positive Überraschung
Inhalt:
Jinny lebt gemeinsam mit acht weiteren Kindern auf einer kleinen paradisischen Insel.
Exotische Früchte hängen an den Bäumen, es gibt keine gefährlichen Tiere, jeder Bewohner hat seine Aufgabe, die zum täglichen Überleben der Gemeinschaft beiträgt. Kurzum: Ein kleiner Garten Eden, dessen Gesellschaft jedoch einmal im Jahr in ihren Grundfesten erschüttert - und gefordert wird.
An diesem einen Tag im Jahr legt ein grünes Boot mit einem Kind an Bord am Strand an. Das ist der Zeitpunkt, an dem es für einen der Inselbewohner – nämlich den Ältesten der Gruppe - Abschiednehmen heißt. Ein Austausch findet statt, bei dem ein neuer Ältester gekürt wird, der sich fortan um das in eben diesem Boot angespülte Kleinkind kümmern muss.
In diesem Jahr ist Jinny an der Reihe ihren Job als Mentor anzutreten. Als sie das erste Mal einen Blick auf das weinende Mädchen, das sich kurzerhand als Ess vorstellt, wirft, überkommen sie ihre Emotionen. Nicht nur, dass sie den Verlust ihres besten Freundes zu beklagen hat, auch muss sie nun, selbst noch ein Kind, die Verantwortung für eine andere Person übernehmen.
Meinung:
Laurel Snyder greift in ihrem Buch „Insel der Waisen“ einige sehr interessante Themen auf. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Jinny, die von einem Tag auf den anderen lernen muss, wie es ist, sich um ein kleines Kind kümmern zu müssen. Die kleine Ess wirkt bei ihrer Ankunft verstört, verwirrt und verängstigt. Hinzu kommt, dass sie die wichtigsten Regeln, die jeder Inselbewohner kennen sollte, noch nicht verinnerlicht hat. Jinny muss dem Kind also einiges beibringen und gerät dabei nicht selten an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.
Der Fokus des Buches liegt ganz eindeutig auf der Thematik Kindererziehung. Jinny durchlebt während der Erziehung ihres Mündels jedoch ebenfalls eine innere Entwicklung. Sie lernt ihre eigene Ungeduld zu zügeln und somit zugleich auch über sich hinauszuwachsen. Das alles arbeitet Laurel Snyder schlüssig und gut nachvollziehbar heraus.
Laura Snyder beleuchtet das Motiv des „Abschied-Nehmens“ aus verschiedenen Perspektiven. So muss Jinny sich fragen, ob sie bereit ist, ihrem Mentor Deen (der Letzte, der gegangen ist) nachzueifern. Möchte sie die Menschen, die sie liebgewonnen hat, verlassen oder bleiben. Letzteres um den Preis, die vorgegebenen Regeln, die auf der Insel herrschen, zu durchbrechen. Welche Folgen könnte solch eine Entscheidung mit sich bringen? Jinny muss das Für und Wider ihrer Handlungsalternativen abwägen.
Während der Erziehung von Ess lernt Jinny, dass vor allem Freundschaft, Mitgefühl, Willensstärke und Teamwork wichtig für eine gute Gruppe sind. So wird Jinny stets von ihren Freunden begleitet, die immer dann einspringen, wenn das Mädchen an ihre Grenzen gerät.
Letztendlich überzeugen auch bei diesem Buch die sympathische Charaktere.
Die zielorientierte und pragmatisch denkende Joon, der stoische Ben. Und über allen, die kleine Ess, die vor allem durch ihren liebenswerten Charakter begeistert.
Mit dem Ende des Buches setzt Laurel Snyder ein Highlight, der das Buch zu einem Schatz im Bücherregal werden lässt.
Fazit:
Laurel Snyder schreibt mit „Insel der Waisen“ ohne religiösen Tenor eine moderne Variante der biblischen Vertreibung aus dem Paradies. Dabei schafft es die Autorin, nicht nur glaubhafte und sympathische Charaktere zu zeichnen, sondern auch authentisch Gruppendynamiken zu thematisieren.
Das Ende ist von unglaublicher Eindringlichkeit, die nachwirkt und festhält.
Für mich eine Empfehlung für Menschen, die sich für frühkindliche Entwicklung interessieren oder mit dem Thema Abschiednehmen konfrontiert sind.
Julie's Bookhismus
aus Ebstorf
5/5
14.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
langwierige Story bei offenem Ende
Wir landen auf einer Insel, auf der 9 Waisen leben und jedes Jahr kommt ein Boot mit einem neuen Kind im Austausch mit dem ältesten Kind der Insel. Ich schätze, dass die jüngsten immer so mit 2 Jahren ankommen und dann mit 11/12 Jahren wieder gehen, so am Anfang der Pubertät, was im Laufe der Geschichte einleuchtet, denn Jinny bekommt ihre Periode und weiß nicht, was das ist. Jedenfalls bis Jinny an der Reihe ist.
Jinny ist nach dem letzten Boot die Älteste und muss sich nun um ihr Mündel Ess kümmern, die im Tausch gegen Deen auf die Insel kam. Anfangs ist sie eher genervt, bis sie sowas Mutter- bzw. Schwestern-Gefühle entwickelt. Jedenfalls macht es mir den Eindruck. Sie fängt an dieses kleine Mädchen zu lieben und will es nicht allein lassen. Und dann kommt das nächste Boot. Ein neues „Baby“ im Austausch gegen Jinny. Doch Jinny weigert sich und so nimmt das Unglück seinen Lauf.
Die Geschichte ist irgendwie sehr skurril, vor allem als Jinny den Brief von Abbi findet, blick ich echt nicht mehr durch. Ist das alles ein Experiment oder warum werden die Kinder auf die Insel geschickt und wieso klappt das alles so reibungslos und die Insel ist so „freundlich“? Eine sehr verwirrende Welt, die mir nicht so richtig einleuchten will.
Zur absoluten Verwirrung kommt dann noch das Ende hinzu, dass, für mich persönlich, nichts aussagt. WO fährt sie denn nun hin? Wird auf der Insel wieder alles gut? Wird Loo gerettet? Ist das ganze nur ein Spiel? Trifft sie Deen wieder? Für meinen Geschmack viel zu viele offene Fragen, bei sehr viel „Geplänkel“. Jaaaa, man soll die Kinder und die Insel kennenlernen, aber das hätte man auch kürzer halten können.
Alles in allem ein gutes Buch und auch der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen. Mir war es einfach nur zu lang und viel zu offen.
Bewertung
5/5
20.07.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Neun Waisen auf einer Insel, allein auf der Welt - einer mehr und der Himmel fällt!"
So heißt es im Lied, und das ist auch die oberste Regel, das weiß jeder!
Als das Boot wie jedes Jahr am Anleger der Insel erscheint, um Jinny gegen den neuen Jungen "Loo" auszutauschen, bricht sie diese Regel jedoch. Statt wie alle Kinder, die vor ihr auf der Insel gelebt hatten nach ihrem 9. Jahr auf der Insel mit dem Boot durch den dichten Nebel zu segeln, bleibt sie einfach und zieht das Boot aus dem Wasser.
Was vorerst wie ein Erfolg für Jinny aussieht, wandelt sich schnell zum Bösen.
"Insel der Waisen" von Laurel Snyder scheint vorerst wie eine Fantasie-Geschichte über dominante Kinder-Charaktere auf einer mysteriösen Insel, behandelt jedoch zwischen den Zeilen die Themen Pubertät, Erwachsensein und Verantwortung.
Eine ausgezeichnet geschriebene Geschichte mit einem Ende, das zur Eigeninterpretation einlädt!
Skyline Of Books
4/5
11.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hat mich überrascht, aber ich hätte gerne mehr klare Antworten erhalten
Hat mich überrascht, aber ich hätte gerne mehr klare Antworten erhalten
Klappentext
„‘Neun Waisen auf einer Insel, allein auf der Welt
Einer mehr und der Himmel fällt ...‘
Neun Kinder leben allein auf einer paradiesischen Insel. Woher sie kommen und wohin sie gehen, wenn die Glocke ertönt, weiß niemand. Die Insel versorgt die Kinder mit allem, was sie brauchen. Jeder weiß, wofür er verantwortlich ist und es gibt klare Regeln. Doch als Jinny, die Älteste, die wichtigste Regel bricht und als zehntes Kind auf der Insel bleibt, wendet sich diese gegen sie ...“
Gestaltung
Mit dem dichten Blätterwerk, das als Rahmen das Cover verziert, sieht das Motiv in der Mitte schon fast unauffällig aus. Die Blätter wirken vom Stil her so, als seien sie mit Buntstift ausgemalt worden. In der Mitte sieht man dann einen Schattenumriss eines Mädchens und hinter ihr eine Insel, welche von einem Nebelschleier umgeben ist. Ich finde das Cover insgesamt stimmig und nett, aber umhauen tut es mich nicht.
Meine Meinung
Auch wenn mich das Cover nicht vollends überzeugt, so konnte dies der Klappentext dennoch schaffen. In „Insel der Waisen“ geht es um neun Kinder, die auf einer paradiesischen Insel leben. Sie bekommen dort alles, was sie zum Leben brauchen, aber es gibt eine Regel: es dürfen immer nur neun Kinder auf der Insel sein. Als Jinny, die Älteste, gegen diese Regel verstößt, wendet sich die Insel gegen sie…
Das Buch hat mich mehr als einmal überrascht. Zunächst wurde ich vor allem dadurch überrascht, dass ich mit etwas anderen Erwartungen an die Geschichte herangegangen bin. So ging es in diesem Buch größtenteils um das Erwachsenwerden und die Erziehung eines kleinen Kindes. Jinny ist die Älteste auf der Insel und kümmert sich um das neu angekommene, kleine Kind. So wird thematisiert, welche Verantwortung und Aufgaben mit der Erziehung einhergehen. Ich hätte vor dem Lesen nicht gedacht, dass diesem Handlungsstrang so viel Raum gegeben wird, fand dies rückblickend nun aber passend gewählt und auch interessant.
Zudem entwickelt sich Jinny durch ihre neuen Aufgaben und Pflichten charakterlich sehr weiter, was mir richtig gut gefallen hat. Zu Beginn lernte ich sie kennen als sie sich von ihrem besten Freund verabschieden musste. Für sie war dies eine schwere Zeit, aber dennoch hat sie sich ihrer neuen Aufgabe angenommen. Mit ihr wuchs Jinny über sich hinaus und wurde immer erwachsener. Ich finde es klasse, wenn Hauptfiguren sich weiterentwickeln und Jinnys Entwicklung fand ich hier super dargestellt.
Außerdem gefiel es mir, dass die anderen Kinder auf der Insel Jinny immer dann unterstützten, wenn sie an ihre Grenzen stieß. Die Bindung zwischen den auf der Insel lebenden Figuren fand ich sehr toll dargestellt, denn so wird das Thema Freundschaft aufgegriffen. Auch empfand ich den Abschied von der Insel als schöne Metapher für das Erwachsenwerden und den Abschied von der Kindheit. Gestört hat mich allerdings, dass ich keine klaren Antworten auf all meine Fragen bezüglich der Insel erhalten habe. Manches kann man sich aus dem Kontext zusammenreimen oder zwischen den Zeilen erkennen, aber ich hätte gerne am Ende klare Antworten gehabt. So fühlte ich mich beim Zuklappen des Buches nicht so ganz zufrieden wie ich es hätte sein können.
Fazit
Gerne hätte ich mehr und eindeutigere Antworten auf meine Fragen in „Insel der Waisen“ erhalten, aber nichtdestotrotz ist das Buch eine wahre Wundertüte. Das Thema des Erwachsenwerdens wird hier auf sehr anschauliche Weise aufgegriffen und in Form der Charakterentwicklung der Protagonistin schön greifbar dargestellt. Auch gefielen mir die Beziehungen zwischen den Figuren, die sich gegenseitig unterstützt haben und füreinander da waren. So geht es in „Insel der Waisen“ auch um Freundschaft und Zusammenhalt, was ich gerne mochte.
4 von 5 Sternen!
Reihen-Infos
Einzelband
Daggy
4/5
14.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fantastische Inselwelt mit Schwächen
Das Cover ist sehr schön gemacht und gibt schon ein Gefühl von tropischer Insel. Auf so einer Insel, ohne Wetterveränderung und gefährliche Tiere, leben 9 Kinder. Altersmäßig sind sie immer ein Jahr voneinander entfernt, immer abwechselnd ein Junge und ein Mädchen. Wie aus dem Nichts kommt jedes Jahr ein grünes Boot an, in dem Boot sitzt ein Kleinkind. Das älteste Kind, in diesem Jahr Denn, setzt sich dafür in das Boot und verschwindet. Damit ist Jinny nun die Älteste. Das angekommene Mädchen Ess ist ihr Mündel. Das bedeutet, dass Jinny für sie zuständig ist. Denn die Kleine muss innerhalb eines Jahres z.B. schwimmen und lesen lernen. Keine einfache Aufgabe, wenn man wie Jinny nicht immer bereit ist die Regeln der Insel einzuhalten. So gibt es einen Spruch „Neun Waisen auf einer Insel, allein auf der Welt, einer mehr und der Himmel fällt.“ Was wird geschehen, wenn sie nicht in das Boot steigt, wenn es nach einem Jahr kommt?
Der erste Teil der Geschichte erzählt vom Leben auf der Insel, alles wirkt wie im Paradies. Die neun Kinder lesen ohne Sorgen und Probleme. Aber Jinny hat manchmal Zweifel, ob die Kinder wirklich Waisen sind. Wer ist die geheimnisvolle Abigail, der die Bücher gehörten, die die Kinder lesen? Im zweiten Teil wird es spannend und wir erleben den Konflikt Jinnys, die ihre Probleme mit niemanden teilen kann.
Ich finde manche Dinge in diesem Buch nicht logisch, die kleinen Neuankömmlinge benutzen schon die Toilette, die gehen „Plätschern“, können aber sehr schlecht sprechen. Dagegen lernen sie schon in dem Jahr lesen und schwimmen. Da die Kinder wohl bei Geschlechtsreife gehen müssen, müssten die Kleinen ca. 3 Jahre alt sein. Kinder können aber wohl erst mit 5 Jahren lesen lernen. Zudem leben die Kinder in schrecklichen hygienischen Verhältnissen. Wenn sie sich riechen können, gehen sie mit Kleidung, die nachher am Körper trocknet, ins Wasser zum Säubern. Für mich sind viele Fragen unbeantwortet, aber wahrscheinlich ist das so gedacht.
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