Produktbild: Kunst der Zersetzung

Kunst der Zersetzung Manipulationstechniken der Nachrichtendienste

Aus der Reihe edition ost
3

18,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.05.2026

Verlag

Eulenspiegel Verlagsgruppe Buchverlage

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,7/12,1/1,7 cm

Gewicht

248 g

Farbe

Schwarz / Khaki

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-02825-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.05.2026

Verlag

Eulenspiegel Verlagsgruppe Buchverlage

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,7/12,1/1,7 cm

Gewicht

248 g

Farbe

Schwarz / Khaki

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-02825-9

Herstelleradresse

Das Neue Berlin
Märkisches Ufer 28
10179 Berlin
DE

Email: kontakt@eulenspiegelverlag.de

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  • Elise

    5/5

    03.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wer steckt hinter alledem?

    Dieses Buch zu lesen war wie ein Augenöffner für mich. Klar kennt man die Auseinandersetzungen in der Politik und klar kennt man auch diese oder jene Person, die diffamiert wurde. Manche zu Recht und manche zu Unrecht. Hier aber nochmal über gezielte Diffamierungen zu lesen, die auf strategischen Kampagnen beruhen, war nochmal schockierend für mich. Schmidt legt viele der plakativen Feindbilder (z.B. Greta Thunberg sei Antisemitin) dem Wirken von Nachrichtendiensten zugrunde. Er hat selbst im MfS gearbeitet, kennt also die Methoden und erklärt authentisch, wie diese es schaffen „professionell“ politische Strömungen oder internationale Beziehungen zu zersetzen. Er macht deutlich, wie viel Macht und Einfluss die Nachrichtendienste (sei es Stasi, BND oder CIA) eigentlich haben, wie viel Propaganda wir als normales Volk eigentlich unterliegen. Ein wirklich gutes Buch, sollte definitiv mehr gelesen werden.

  • j.h.

    aus Berlin

    5/5

    19.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    KUNST DER ZERSETZUNG. Manipulationstechniken der Nachrichtendienste

    „Die „Enthüllungen“, die Verbreitung halbwahrer und erfundener „alternativer Fakten“ begleitet uns seit 1990. Sie zielten immer auf die Ausschaltung von Personen und die Denunziation der DDR und ihrer Institutionen. Es war (und ist) der flächendeckende, generationenübergreifende Versuch einer Delegitimierung und Kriminalisierung des sozialistischen Staates, der sich als Gegenentwurf zur kapitalistischen BRD verstand. Ungeachtet der Tatsache, dass nicht alle seine Ansprüche und Versprechen eingelöst worden waren, nicht eingelöst werden konnten, weil man außerhalb der Landesgrenzen etwas gegen eine funktionierende, attraktive Alternative hatte, stellte es dennoch ein gesellschaftliches Gegenmodell dar. Nicht nur wegen der heutigen innenpolitischen Krisen, mit denen sich die Bundesrepublik konfrontiert sieht, wird bewusst, wie fortschrittlich in manchen Bereichen, wie vernünftig und menschenfreundlich, wie überlegen diese Gesellschaft in einigen Teilen dem Kapitalismus war.“ (S. 117f.) Wolfgang Schmidt (*1939) war von 1959 bis 1990 Mitarbeiter des MfS. Im vorliegenden Buch erläutert er ebenso kenntnisreich wie spannungsvoll die KUNST DER ZERSETZUNG, die entgegen zahlreicher geschichts- und tatsachenverfälschender Verlautbarungen keineswegs eine Erfindung der Staatssicherheit war – sondern vielmehr das Geschäft aller Nachrichtendienste bis in die Gegenwart beschreibt. Freilich ist dieses Geschäft dank der der allgegenwärtigen Social Media nun deutlich unauffälliger und vor allem wirkungsvoller zu betreiben. Wolfgang Schmidt, der in den 1970er Jahren wissenschaftlich zu Zersetzungsmethoden arbeitete, legt mit dem Buch ein wichtiges Zeitzeugnis vor. Wichtig vor allem deshalb, weil es immer weniger Zeitzeugen gibt und offensichtliche schamlose Um-Schreibungen der Geschichte (man denke nur an die Rolle Russlands für die Befreiung vom Nationalsozialismus) immer weniger Widerspruch finden. Beispielhaft seziert Schmidt dafür den 2006 uraufgeführten Film „Das Leben der Anderen“ mit dem Untertitel „So, wie es im Leben nie war“. Neben der Erläuterung tatsächlicher Zersetzungsmaßnahmen der Vergangenheit in Ost und West lenkt Schmidt den Blick abschließend auf offensichtliche Zersetzungsmaßnahmen der jüngsten Zeit – die natürlich nicht so benannt werden dürfen. „Wir sollten uns zudem bewusst sein: Die Verleumdung ist inzwischen tägliches Nachrichtengeschäft. … Wir kennen die Adjektive aus der Tagesschau wie aus der Bild. Sie sorgen mit ihren Assoziationen dafür, neudeutsch Framing geheißen, was man von diesem Menschen oder jener Gruppe zu halten hat. Wenn Präsidenten grundsätzlich nur Machthaber heißen, eine Regierung nicht als Regierung sondern als Regime bezeichnet wird, wenn Staaten sprachlich in Demokratien und Diktaturen geschieden werden, und die einen, die sich gegen bestehende Verhältnisse auflehnen, Freiheitskämpfer und die anderen Terroristen genannt werden und so weiter – dann beginnt die Indoktrination. Oder eben: die Zersetzung.“ (S. 183) Das in der edition ost erschienene Buch ist geschichts- und politikinteressierten Lesern in Ost und West gleichermaßen zu empfehlen. Auch auf die Gefahr hin, dass ein Teil es nicht verstehen wird …

  • Arnold

    4/5

    12.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Kunst der Zersetzung von Wolfgang Schmidt

    Hochaktuell, politisch brisant und ehrlich, ein Zeitzeuge aus den inneren Kreisen, der aufklärt, was noch nicht aufgeklärt ist oder aber bereits erfolglos versucht wurde, wie die derzeitige Entwicklung der deutschen Politik zeigt. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. "Am treffendsten umschreibt man Zersetzung als politische Intrige, also ein falsches Spiel, eine gemeine und hinterhältige Manipulation von Menschen. Politisch unliebsame Personen sollen dabei in ihrem Ansehen herabgesetzt, ihr Ruf untergraben und ihr Einfluss beschränkt werden. Sie werden Vorwürfen ausgesetzt, denen sie sich nicht erwehren können, unglaubwürdig, verunsichert oder in Passivität bzw. Resignation getrieben."

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