Getrieben von düsteren Gedanken in ihrem Alltag und einem unentwegten Rasen im Körper strandet Johanna in einem Surfcamp an der Algarve. Anstatt nach zwei Wochen Sommerurlaub nach Hause zurückzukehren, ihre Karriere als Synchronsprecherin wieder aufzunehmen und die Beziehung zu Rosa zu retten, bleibt sie an der Atlantikküste. Sie beginnt im Surfcamp zu arbeiten, verliebt sich in zwei Frauen auf einmal und scheint sich mit jedem Tag in den Wellen etwas leichter zu fühlen. Doch mit dem Herbsteinbruch holt sie das wieder ein, was sie eigentlich hinter sich lassen möchte.Haus aus Wind ist ein Surfroman ohne Surferboys, ein Sommerroman mit einem stürmischen Winter. Das verspätete Coming of Age eines zu früh erwachsen gewordenen Kindes. Und die Geschichte einer queeren ostdeutschen Frau, die nach ihrer eigenen Stimme sucht.
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
5/5
14.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein super cooles Buch!
Haus aus Wind ist eine Geschichte wie ein sturm: emotional, hart, verletzlich und zart. Und dazu auch noch wunderschön und glaubhaft geschrieben. Ein Roman über Surfergirls, das Erwachsenwerden, Queerness, das Aussteigen udnd das Ankommen.
Sehr lesenswert!
Bewertung
aus Heyerode
5/5
07.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
geschWIND gelesen :-)
Dieses Buch war super gut zu lesen. Es ist schon ein wenig her, als ich es zugeklappt und zuende gelesen hatte. Dennoch bin ich noch im Bann des Gelesenen. Super schön geschrieben, emotional und doch auch irgendwie amüsant und nachdenklich allemal. Rundherum vielschichtig - hat mir sehr gut gefallen.
Johanna und Rosa haben sich getrennt. Johanna ist in Portugal gelandet. Sie ist alles andere als glücklich. Sie ist Synchronsprecherin in Berlin, dennoch bleibt sie erst einmal an der Algarve und verdingt sich in einem Surfcamp. Sie lernt verschiedene Charaktere kennen. Kommt jetzt das Glück zurück ??? Sie scheint wieder ins Gleichgewicht zu kommen, wenn da nicht die Gedanken wären ...
Mehr möchte ich nicht verraten, lest selbst, es lohnt sich !!!
MarieOn
5/5
11.11.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Laura Naumann hat mich im Sturm erobert
Johanna ist Synchronsprecherin seit ihrem elften Lebensjahr. Ihre Mutter hatte sie für ein Casting angemeldet und kurz darauf war sie zum Shootingstar avanciert. Johanna hat sich in der Branche einen Namen gemacht, ist breit aufgestellt, angenehm und unkompiziert in ihrem Wesen. Zehn Jahre später hat sie eine Agentin, die sie regelmäßig vermittelt und so was wie Burnout. Zu allem Übel hat Rosa, Johannas Freundin sich nach sieben Jahren getrennt, weil sie Kinder will und Johanna Kinder nicht ausstehen kann.
Johanna nimmt sich eine zweiwöchige Auszeit, flieht aus ihrer Zweizimmerwohnung, die ohne Rosa still geworden ist und checkt in den Flieger an die Algarve ein. Im Atlantik surfen schwebt ihr vor, nur lernen muss sie es noch.
Am strandnahen Boardverleih trifft sie auf die Portugiesin Luz (Lusch). Sie ist nicht nur Surftrainerin, sondern die Koryphäe im männerdominierten Sport. Ganz weit oben war sie, bis sie unfreiwillig geoutet wurde, aus dem Team flog und alle Sponsoren ihr den Rücken kehrten. Johanna leiht sich ein Board, macht keine gute Figur und lässt sich von Luz bevormunden. Tags darauf ist Johanna um 9 Uhr 30 wieder da, angezogen durch Luz Attraktivität und Fähigkeiten. Während des Trainings gesellt sich die sommersprossige Robyn zu Luz. Sie kommt aus Australien, lebt aber schon länger in Portugal.
Fazit: Laura Naumann hat mich mit ihrer großartigen Geschichte im Sturm erobert. Sie zeigt das Leben ihrer sanftmütigen Protagonistin, die unter der großen Angst leidet, etwas falsch zu machen. Statt einen unbedachten Schritt zu gehen, macht sie lieber keinen. Und so treibt das Leben sie vor sich her. Ihre Familie aus dem Osten Deutschlands geht im Westen den Schritt in die Selbständigkeit und baut sich eine gut florierende Baufirma auf. Die Mutter realistisch, kühl und leistungsorientiert findet selten Zeit für ihre Tochter. Die wiederum verdient schon mit elf Jahren ihr eigenes Geld, hat aber nicht gelernt ihre Grenzen zu erkennen und Nein zu sagen. An der Algarve schlitterte sie in mehrere Fettnäpfchen, kommt sich aber auch näher. Ich habe die Geschichte so gerne gelesen, weil es um eine junge Frau geht, die Probleme mit sich selbst hat, obwohl ihre Eltern keine Monster sind. Und im Gegensatz zu verschiedenen anderen LGBTQ Geschichten geht es einmal nicht ständig um Begehren, Leidenschaft und den körperlichen Akt, auch das hat mir gut gefallen. Verschiedene Stilblüten, die ich sonst nirgendwo gelesen habe, fand ich besonders. Viele Dialoge sind realitätsnah in Englisch erzählt und obwohl ich keine Granate der englischen Sprache bin, habe ich das, worum es geht emotional erfassen können. Das war rundum gelungene Unterhaltung, die die Schwierigkeiten der Protagonistin ohne großes Pathologisieren aufgezeigt hat.
Bewertung
5/5
10.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolut lesenwert!
Während ich dieses Buch las habe ich laut aufgelacht und still in mich hinein gegrinst. Es kullerte die eine oder andere Träne und es überliefen mich diverse Schauer, nicht nur, aber vor allem wohlige.
Die Figuren begleiten mich, selbst einige Wochen nachdem ich das Buch ausgelesen habe, noch immer. Lassen mich ab und zu schmunzeln. Darüber grübeln, was sie jetzt wohl machen, wo sie sind und wohin es sie noch treibt.
Laura Naumann schreibt in einer wundervollen Sprache, die mich einerseits wie sanfte Wellen schaukelt, mich auf der nächsten Seite aber auch kurzzeitig unter Wasser reißt und nach Luft japsen lässt.
„Haus aus Wind“ ist ein absolut lesenswerter Roman!
Bewertung
5/5
02.08.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolut GENIAL!
Ein queeres...
Absolut GENIAL!
Ein queeres Portugal Surferbuch ohne Surferboys... Bisschen chaotisch, ganz viel Portugal und eine ganze Menge toller Menschen... Ein fantastisches Sommerbuch und ich liebe alles daran!
(Ein bisschen Englisch Kenntnisse sind hier auch von Vorteil...)
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