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Island – schneebedeckt, düster, tödlich …
Hannah Eiríksdottir freut sich überhaupt nicht, in den kalten Norden zu ziehen. Doch das Praktikum bei der Tageszeitung entpuppt sich als spannende Gelegenheit, die erfolgreiche Influencerin Imogen Collins kennenzulernen – und schnell ist Hannah sehr beeindruckt von ihr.
Als kurze Zeit später eine Leiche in einem Lavafeld gefunden wird, sprechen alle Indizien gegen Imogen und sie wird verhaftet. Ist Imogen Collins wirklich eine Mörderin und ihr perfekter Instagram-Feed nur eine gut getarnte Fassade? Hannah beginnt, eigenmächtig zu ermitteln und gerät dabei an den Rand der Legalität …
Vor einer atmosphärischen Kulisse in
Island, voller Spannung und mit cleveren
Social Media-Bezügen erzählt
Sif Sigmarsdóttir einen topaktuellen
Nordic Noir-Thriller über Wahrheit, Lügen, die Manipulation von Big Data und den schönen Schein der Instagram-Welt.
Kundinnen und Kunden meinen
3.4/5.0
Bewertung
5/5
21.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Toller Jugendkrimi mit Island-Flair
Ein rundum gelungener Krimi mit Island-Flair, der neben vielen Hintergrundinfos zu Island und seiner Kultur auch kritischen Bezug zu Social Media aufweist. Die Krimi-Geschichte ist packend, aktuell und spannend erzählt.
NiWa
4/5
27.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Gelungener Nordic-Noir-Thriller für Jugendliche
Hannah zieht zu ihrem Vater nach Island, womit sie gar keine Freude hat. Wenigstens lernt sie durch ein Praktikum bei der hiesigen Tageszeitung die bekannte Influencerin Imogen kennen, die plötzlich zum Mittelpunkt eines Mordfalls wird.
„Das dunkle Flüstern der Schneeflocken“ ist ein Jugendbuch, das geschickt den Glanz von Instagram, Gefahren von Social Media und jugendliche Ängste, zu einem gelungenen Nordic-Noir-Thriller vereint.
In einem Lavafeld wird eine Leiche gefunden, die nicht den üblichen Funden der eisig kalten Umgebung entspricht. Normalerweise handelt es sich um erfrorene Touristen, die sich unabsichtlich der isländischen Natur ergeben. Diesmal ist es eindeutig ein Mordopfer, und alle Indizien weisen auf die bekannte Influencerin Imogen Collins hin. Hannah stößt eigenmächtig Ermittlungen an, weil ihrer Meinung nach manches Detail nicht sinnvoll ins Gesamtbild passt.
Die jugendliche Hannah zieht nach Island, was alles andere als freiwillig geschieht. Nach dem Tod ihrer Mutter muss sie wohl oder übel bei ihrem isländischen Vater leben, der sie zähneknirschend in der Familie willkommen heißt. Hannah hat ein anstrengendes Leben hinter sich, und sie merkt, dass ihr der Bezug zur hiesigen Verwandtschaft fehlt. Trotzdem findet sie sich halbwegs ein, und freut sich, dass sie bei der Tageszeitung vor Ort ein Praktikum absolvieren darf.
Menschlich betrachtet ist Hannah auf eine sympathische Weise schroff und verwirrt. Ihre miese Kindheit hat sie geprägt, und es fehlt ihr an Orientierung im neuen Umfeld. Meiner Meinung nach findet sie sich den Umständen entsprechend schnell in die Situation ein. Auch wenn sie selbst anders empfindet. Als Journalistin hat sie extremes Potential. Sie spürt sofort die richtigen Themen und Fragen auf, hat ein exzellentes Auge für Details, bringt Wagemut und Engagement mit, sowie eine unbändige Neugierde, die essentiell für fundierten Journalismus ist.
Imogen ist eine britische Influencerin auf Instagram, die weit oben am herzförmigen Like-Himmel glänzt. Zugegeben, sie ist mit dieser Rolle vollends unzufrieden, obwohl sie ihr bestens entspricht. Es wird deutlich, wie berechnend sie vorgeht und wie kritisch sie ihr eigenes Auftreten in Frage stellt.
„Dadurch setzt sie ihren Followern ein Ziel. Sie ermutigt sie, nach dem zu streben, was Imogen Collins verkörpert, darauf hinzuarbeiten, besser als die anderen zu sein wollen. Aber wie sollen sie dieses Ziel erreichen, wenn die Latte dermaßen hoch liegt? Das heißt, sie liegt nicht nur irrsinnig hoch - sie ist so fern jeder Realität, dass nicht einmal der echte Mensch Imogen Collins den Hauch einer Chance hat, tatsächlich ein Leben wie die Influencerin Imogen Collins zu führen.“ (S. 242)
Thematisch geht Autorin Sif Sigmarsdóttir Kritik an Social Media von mehreren Seiten an. Einerseits betrachtet sie die Rolle der strahlenden Influencerin Imogen Collins und den schönen Schein der quadratischen Bilderwelt auf Instagram. Andrerseits fließen die Gefahren von Social Media in die Handlung ein, was zum leitenden Motiv des Mordfalls sowie des Erzählrahmens wird.
Abwechselnd wird aus Hannahs und Imogens Sicht erzählt, wobei die Zeitstränge nicht parallel laufen. Nachwuchs-Journalistin Hannah ist der Follower zählenden Imogen einen Schritt voraus, wodurch sich mitreißende Dynamik ergibt. Jedes Kapitel beginnt mit einem Instagram-Post der jeweiligen Figur, was dem Buch meinem Gefühl nach ein originelles Merkmal verleiht.
Ich fand diesen Thriller sehr aufregend und Sigmarsdóttir schafft ein großartiges Puzzle, das sie dank Hannah vor dem Leser zusammensetzt. Mit den Hintergründen der Handlung bin ich nicht völlig zufrieden. Für mich war die Sache zu groß für einen Thriller auf Teenie-Niveau. Es gehen Intrigen, Betrug und Sexualität Hand in Hand, wobei der Level des Komplotts eher in der James-Bond-Liga angesiedelt ist.
Trotzdem hat es mir bis dahin enormen Spaß gemacht mit Hannah den Fall von Imogen Collins aufzudecken. Außerdem fand ich das Setting um Island perfekt in Szene gesetzt.
„Seit vor über eintausend Jahren die ersten Menschen nach Island gekommen sind, hat sich die Insel redlich bemüht, sie wieder umzubringen. Im Lauf der Zeit ist sie immer und immer wieder nur knapp daran gescheitert, den Homo sapiens durch eisiges Wetter, brodelnde Lava, Erdbeben, Überschwemmungen, Lawinen oder Seuchen von diesem Brocken Vulkangestein knapp unter dem nördlichen Polarkreis zu vertreiben.“ (S. 42)
Im Endeffekt handelt es sich um einen ausgesprochen gelungenen Nordic-Noir-Thriller auf Jugendniveau, der auf exzellente Weise Medienkritik verpackt und gleichermaßen mit rauem isländischen Ambiente, einer spannenden Handlung und dem originellen Stil zu fesseln weiß. Daher spreche ich eine Leseempfehlung aus.
rikeslibrary
aus Hamburg
4/5
12.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Gelungener Jugendthriller
Der Thriller wird aus zwei Perspektiven und zwei Zeitlinien erzählt.
Nach dem Tod ihrer Mutter und einem Schulverweis muss Hannah zu ihrem Vater und seiner neuen Familie nach Island ziehen, wo sie jedoch ein Praktikum bei der Tageszeitung machen darf und die Influencerin Imogen kennenlernt. Kurz darauf wird diese jedoch verhaftet und Hannah ist plötzlich mehr involviert in den Fall als sie gedacht hätte.
Imogens Zeitlinie setzt bereits einige Zeit vor ihrer Reise nach Island und ihrer Verhaftung ein und erzählt zunächst viel über ihre Vergangenheit, ihre Ängste und ihre Arbeit. Sie ist unglücklich über ihren Job in einer Marketingagentur, beginnt aber auch an ihrer Influencer-Karriere zu zweifeln, da sie ein schlechtes Gewissen hat Produkte durch bezahlte Werbung zu vermarkten.
Der Thriller spricht wesentlich mehr gesellschaftliche Themen an, als ich erwartet hätte. So wird zum einen die gefälschte Perfektion von Social Media kritisiert, es werden aber auch Themen wie sexueller Missbrauch, Selbstfindung und psychische Krankheiten angesprochen. Jedes Kapitel beginnt mit einem Instagram-Post, bei dem beschrieben wird was auf dem Bild zu sehen ist, welche Caption die Protagonistin gewählt hat und was sie am liebsten geschrieben hätte, wenn sie ehrlich über ihre Gefühle und ihre aktuelle Situation gewesen wäre. Dies hat die eigentliche Story ein wenig aufgelockert und weitere Einblicke in die Gefühlswelt der beiden Frauen ermöglicht.
Der Schreibstil und das Setting waren sehr angenehm und bildlich, sodass ich mich beim Lesen gut nach Island denken konnte. Die Handlung hat schnell an Fahrt aufgenommen und während sich die beiden Zeitlinien immer mehr aneinander angenähert haben, wurde immer deutlicher wie es zu dem Mord gekommen sein könnte.
Für einen Jugendthriller fand ich den Schreibstil und die Thematik überraschend erwachsen und ernst, ich würde das Buch daher auch eher an Leser 14+ und junge Erwachsene empfehlen und nicht unbedingt an jüngere Leser. Es hat unheimlich Spaß gemacht es zu Lesen, es lag aber ein größerer Fokus auf der Ermittlung als auf Spannung. Das Ende war dann durch einige Plottwists doch recht überraschend und bietet viel Potenzial für eine Fortsetzung.
Insgesamt hat mich das Buch, insbesondere durch die Thematik und die sympathischen Protagonisten positiv überrascht. Da ich in der Regel Thriller für Erwachsene lese, die brutaler und spannender sind gibt es von mir aber einen kleinen Abzug und 4,5 Sterne.
Bewertung
3/5
28.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Jugendkrimi mit dem Thema Social...
Jugendkrimi mit dem Thema Social Media, Mobbing, Stalking, Tod, emotionaler Missbrauch und Selbstfindung, der einen nach Island verschlägt.
Es wird die Geschichte und Schicksale zweier unterschiedliche Mädchen erzählt, Imogen und Hannah.
Kein leichter Lesestoff!
Bewertung
aus Lüdinghausen
1/5
23.05.2022
Buch (Taschenbuch)
Furchtbar. Ich habe das Buch abgebrochen
Was bitte ist das denn für ein Buch?
Ich habe jetzt 133 Seiten gelesen und ich habe keiner Ahnung, was uns die Autorin mit diesem Text sagen will! Fürchterlich.
Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt.
Einmal aus der Perspektive von Hannah, die nach dem Tod der Mutter von London zu ihrem Vater und deren neuer Familie nach Island zieht. Dort soll sie zur Strafe, weil sie bei ihrer Schule rausgeflogen ist ein Praktikum als Journalistin machen.
Dann haben wir die Influencerin Imogen, die – außer ihre Karriere in den Social Media – noch einen Job bei einer Marketing-Firma hat.
Auf den ersten 130 Seiten geht es NUR um diese beiden Themen. Journalismus und Marketing-Job/Influencer. Am Anfang (oder soll es das Ende sein?) eines jeden Kapitels steht Foto: (das und das ist darauf zu sehen)
Filter: der Filter mit dem das Bild wohl bearbeitet wurde
die tatsächlich Bildunterschift
Was eigentlich dort hätte stehen sollen
Was soll sowas?
Damit zieht man seine Leser ganz sicher nicht in seinen Bann. Im Gegenteilt.
Das ist tödlich langweilig.
Ich habe dem Buch über 130 Seiten die Chance gegen, auch nur halbwegs interessant zu werden. Leider Fehlanzeige.
Es passiert mir wahrlich nicht oft, aber: Ich breche das Buch hier ab!
Von mir gibt es keinerlei Leseempfehlung für so einen Schwachsinn. Sorry.
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