Produktbild: Kanada
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Kanada Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Femina, Kategorie Ausländische Literatur, 2013

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2012

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

22,1/15,2/3,6 cm

Gewicht

676 g

Auflage

7

Originaltitel

Canada

Übersetzt von

Frank Heibert

Sprache

Deutsch

EAN

2710001036387

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2012

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

22,1/15,2/3,6 cm

Gewicht

676 g

Auflage

7

Originaltitel

Canada

Übersetzt von

Frank Heibert

Sprache

Deutsch

EAN

2710001036387

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    aus Buchholz

    5/5

    06.07.2015

    eBook (ePUB)

    Ein Schatz

    Ford gelingt es mit seiner präzisen und heute nur noch selten zu findenden Sprache ganze Seelenlandschaften auszuloten. Trotz der tiefen Traurigkeit und Haltlosigkeit, welche den Protagonisten aufgrund ihrer Lage innewohnt, schaffte es dieses Buch auf Anhieb in meinen "lebenslangen Buchkanon". Es ist passagenweise nur auf Knien zu geniessen.

  • Bewertung

    5/5

    02.04.2015

    Buch (Taschenbuch)

    ein unaufhaltsames Schicksal...

    Wie kann das Leben weitergehen, wenn einem die ganze Welt zerbricht ? Dell und Berner, deren Eltern nach einem gescheiterten Bankraub im Gefängnis sitzen , müssen neue Überlebensstrategien entwickeln. Berner haut erst mal ab, ins Neue und Unbekannte ! Dell wird zu Arthur nach Kanada geschickt, dort sind Härte und Grausamkeit an der Tagesordnung und er lebt unter den ungünstigsten Umständen überhaupt ! Dabei sehnt sich Dell nur schlicht und einfach nach Normalität ! Später als alter Mensch versucht er die Dinge zu begreifen und fragt sich , ob es andere Möglichkeiten gegeben hätte. Die Geschichte ist in einem ganz genau passenden Rhythmus erzählt ich hatte das Gefühl, jeder Satz sitzt und das hat mir unglaublich gut gefallen !

  • Edith Berger

    aus 3istau

    5/5

    16.04.2014

    Buch (Taschenbuch)

    großartig, unbedingt lesen

    Dell ist 15 Jahre alt und lebt mit seinen Eltern und seiner Zwillingsschwester in Great Falls. Sein Vater, ein ehemaliger Air-Force-Offizier versucht die Familienfinanzen mit wechselnden Gelegenheitsarbeiten aufzubessern. Seine Mutter arbeitet als Aushilfslehrerin. Dell ist ein wissbegieriger, intelligenter Junge. Er möchte unbedingt aufs College und hat dafür die besten, intellektuellen Voraussetzungen. Sein Traum zerbricht in dem Moment als seine Eltern eine Bank überfallen und am nächsten Tag verhaftet werden. Um einem Leben im Heim zu entkommen taucht seine Schwester unter. Dell wird von einer Freundin seiner Mutter heimlich nach Kanada gebracht. Dort ist er auf sich allein gestellt und muss sich sofort im Leben der Erwachsenen zurechtfinden. ....."Am besten betrachtet man unser Leben und die Handlungen, die es zerstörten, als zwei Seiten einer Medaille, die man gleichzeitig wahrnehmen muss, um sie richtig zu begreifen- die ganz normale Seite und die desaströse Seite ".......... Großes Lesevergnügen.

  • Bewertung

    5/5

    29.10.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außenseiter

    Eine Kindheitserinnerung, die wir alle teilen: das Flüstern der Eltern, hinter verschlossener Schlafzimmertür. Was die Wenigsten betreffen wird, ist, dass die Erwachsenen planen, eine Bank zu überfallen. Gebildete Leute, der Vater Air-Force-Offizier, sie Lehrerin. Liebevolle Eltern von zweieiigen Zwillingen. Der letzte Coup - Hehlerei mit gestohlenen Rinderhälften - ging gründlich schief. Sie werden erpresst und brauchen dringend Geld. Aber auch der Banküberfall endet in einem Desaster. "Hätte dieser drittklassige, unüberlegte Plan nicht unser ganzes Leben verändert, er wäre zum Lachen gewesen ... ." Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des Sohnes, Dell. Ein vielseitig interessierter Junge, der unbedingt auf's College wollte. Nachdem die Eltern in Handschellen abgeführt werden, trennen sich die Wege der Geschwister; nach einer - zugegeben - sehr innigen Verabschiedung. Dell wird mit seinen Siebensachen nach Kanada, in ein einsames Präriestädtchen, gebracht und kommt dort in die Obhut des exzentrischen Hotelleiters. Richard Fords KANADA ist die Chronik eines Verbrechens, eine Folge der Ereignisse. Rückblickend beschreibt er das abrupte Ende einer Kindheit, nach dem Scheitern der Eltern. Mit absolutem Sensorium legt er den Seelenzustand eines immerwährenden Außenseiters offen, erzählt von einem turbulenten Leben ohne solide Basis, ohne Stetig- und Verlässlichkeit. Dabei ist Fords Held Dell nie hoffnungslos oder pessimistisch. KANADA ist ein großartiger detaildimensionierter, gezielt pointierter, sprachpolierter Roman.

  • Martin Bär

    aus St. Johann

    5/5

    31.08.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie wird man zum Bankräuber und wie wirkt sich das eigene Handeln aus?

    Dell Parsons blickt mit dem Abstand von fünfzig Jahren auf den Sommer 1960 zurück, in dem seine Familie implodierte: die Eltern verübten einen Banküberfall, wurden aber bald gefasst, der damals 15-jährige Dell kam zu Verwandten nach Kanada und seine Zwillingsschwester flüchtete, bevor die Jugendwohlfahrt sie holen konnte. Dells Vater Bev ist ein ehemaliger Airforce-Soldat, die Familie ist bisher alle paar Jahre in einen anderen Dienstort umgezogen, so konnten die Kinder nicht wirklich Freunde gewinnen, waren überall Außenseiter. Vielleicht rührt daher dieser etwas abgebrühte Ton, mit dem Dell die ganze Geschichte erzählt. Die Eltern sind ein ziemlich ungleiches Paar, die Eltern der Mutter haben die Hochzeit mit dem gutaussehenden, aber ungebildeten Soldaten nie gebilligt und Neeva, so der Name der Mutter, sah sich bald als zu kurz gekommene. Sie fühlte sich eher als Künstlerin in einer großen Stadt als als Hausfrau mit zwei Kindern in einem Airbase-Kaff am Ende der Welt. Bev quittiert den Dienst bei der Airforce und will endlich Wurzeln schlagen. Er verwickelt sich aber in krumme Geschäfte, und dann sieht er nur einen Ausweg: ein Banküberfall. Leider wird dieser Überfall wirklich dilettantisch durchgeführt, und schon bald werden die Eltern verhaftet. Diese Szene, in der zwei Polizisten Bev und Neeva vor den Augen der Kinder die Handschellen anlegen und sie wegbringen, ist für mich eine der stärksten des Buches. Dell kommt nach Kanada zu Verwandten und in eine für ihn völlig fremde Welt mit ziemlich eigenwilligen Gestalten, der Hotelbesitzer Artur Remlinger ist ein zwielichtiger Typ, und so wird dieser Sommer für ihr doppelt dramatisch… Ich war von dem Ton, in dem Richard Ford diese Geschichte erzählt, hellauf begeistert, so lakonisch und unaufgeregt werden hier die wildesten, dramatischsten Geschichten erzählt, das ist wirklich große Kunst. Große Empfehlung, ein tolles Buch!

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