Sichtbare Gebrauchsspuren auf einigen Seiten z.B. leichte Knicke oder vereinzelte Markierungen möglich. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Eine Frau am Wendepunkt. Ein Geheimnis, das sie von allen trennt, die ihr wichtig sind. Und die Möglichkeit, mit viel Verständnis füreinander Brücken zu schlagen.
Surie Eckstein erfüllt ihr Leben als Oberhaupt einer Großfamilie. Sie erwartet gerade ihr erstes Urenkelkind, als eine Katastrophe eintritt – oder ist es ein Gottesgeschenk? Mit 57 Jahren ist sie noch einmal schwanger - mit Zwillingen! Plötzlich fühlt sich Surie, in der chassidischen Gemeinde von Brooklyn hochangesehen und ständig von Menschen umgeben, völlig allein. Nicht einmal Yidel, der nicht nur ihre große Liebe, sondern auch ihr bester Freund ist, wagt sie sich anzuvertrauen, so groß ist ihre Scham. Denn was sollen bloß die Leute denken? Zum ersten Mal stellt Surie die starren Regeln infrage, die ihr ganzes Leben geprägt haben.
„Ein Buch voller Weisheit, über die Differenz zwischen dem Leben, wie es sein sollte und wie es ist.“ Amy Bloom
„Eine lebenserfahrene ältere Frau in einem jugendlichen Dilemma. Ein Roman, so schön wie überraschend.“ Claire Messud
„Goldie Goldbloom zeigt, wie schwierig es ist, sich selbst zu akzeptieren, sich selbst wirklich zu kennen.“ Audrey Niffenegger
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Isabel (engi)
aus Bietigheim-Bissingen
5/5
12.03.2025
Hörbuch (CD-ROM)
Also ich muss ja sagen,…
Also ich muss ja sagen, dieses (Hör)buch fand ich höchstinteressant und sehr, sehr berührend. Im Mittelpunkt steht die 57jährige Suri Eckstein. Suri entstammt einer chassidischen Familie. Die "Chassidim" sind ultraorthodoxe Juden, deren Bräuche ins 18. Jahrhundert zurückreichen und von denen die meisten – wenn nicht in Israel - in New York leben. Ich betone an dieser Stelle ihr Alter, denn Suri ist schwanger, mit Zwillingen, und gerät dadurch in höchste Not. Sie kann sich niemandem anvertrauen, denn sie würde Schande über die Familie bringen. So schiebt sie das Offensichtliche vor sich her und versucht den Babybauch zu vertuschen. Nicht einmal ihrem Mann Yidel kann sie sich öffnen, so groß ist ihre Scham. Doch dann eröffnet sich für sie „Eine ganze Welt“, in dem sie auf Freiwilligenbasis im Krankenhaus arbeiten kann, um anderen Frauen in Not zu helfen und sei deren Not auch nur dem Fakt geschuldet, dass sie neben Jiddisch nie die englische Sprache erlernt haben. Sie lässt ihr Leben während ihrer eigenen ungewollten Schwangerschaft nochmal Revue passieren und stellt fest, dass nicht alles wofür der Glaube steht, in Ordnung ist. Nicht in Ordnung ist es totzuschweigen, wenn junge Mädchen von ihrem Psychiater gegen ihren Willen missbraucht werden. Nicht in Ordnung ist es auch, dass ihr eigener Sohn den Freitod wählte, weil er schwul war und von der Gemeinde geächtet wurde. So viel scheint nicht in Ordnung … Die Autorin Goldie Goldbloom lebt als Chassidin in Chicago und hat acht Kinder. Sie schreibt also aus eigener Erfahrung, was den Roman rund um Suri so authentisch macht. Ich hatte keine Ahnung, dass diese Welt so komplex und streng ist aber ihren Mitgliedern wohl gleichzeitig auch ein gewisses Zugehörigkeitsgefühl vermitteln soll. Möchte ich tauschen? Niemals! Dennoch fand ich diesen literarischen Ausflug in die Gemeinde Williamsburg in Brooklyn sehr bereichernd. Von mir gibt es ohne zu Zögern mit fünf Sternen die volle Punktzahl. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter an all die LeserInnen, die mal aus ihrer eigenen Welt ausbrechen und eine neue Welt kennenlernen möchten.
Bewertung
5/5
20.01.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Späte Mutterschaft
Die 57-jährige Surie Eckstein erfährt am Tag nach der Hochzeit eines ihrer zehn Kinder, dass sie schwanger ist mit Zwillingen. Wie soll sie das ihrem Mann, dem Rabbi Yidel erklären? Was werden ihre Kinder denken und vor allem auch die Mitglieder der chassidischen Gemeinde in Williamsburg, in der sie lebt? Mit viel augenzwinkerndem Witz und viel Liebenswürdigkeit berichtet die Autorin in dieser aussergewöhnlichen Geschichte. Eine Intelligente Auseinandersetzung mit Mutterschaft sowie mit der chassidischen Glaubensgemeinschaft in New York.
Bewertung
5/5
28.07.2022
eBook (ePUB 3)
Fesselnd
Ein berührender und fesselnder Roman über eine Frau, die mit den religiösen Strukturen ihres Lebens zu kämpfen hat als sie mit Ende 50 ungeplant schwanger wird. "Eine ganze Welt" ist kein leichtes Leseerlebnis und geht unter die Haut, aber es lohnt sich und ich bin froh, diesen Schatz der Literatur entdeckt zu haben.
Lia48
5/5
20.05.2022
Buch (Taschenbuch)
Spannende Einblicke in eine chassidische Familie - habe das Buch inhaliert!
„Wenn sie die Schwangerschaft irgendwie beenden könnte auf eine Weise, die nicht zu schrecklich war, die rabbinisch sanktioniert war, sie würde es tun. Wäre auf und ab hüpfen hilfreich? Oder bäuchlings auf dem Boden liegen? Beten? Sie wusste es nicht. Sie hatte Angst, es zu versuchen. Sie wollte nichts Verbotenes tun.“
INHALT:
Surie Eckstein kann es kaum glauben, als sie erfährt, mit 57 Jahren nochmals schwanger zu sein. Mit Zwillingen! Wie ist das nur möglich?
Generell sieht ihre chassidische Großfamilie Kinder als das größte Glück auf Erden.
Aber in ihrem Alter doch nicht! „Sie schämte sich für sich selbst, für ihren heimtückischen Körper.“
Was sollen nur die Leute denken!?? In ihrer chassidischen Gemeinde in Brooklyn ist Surie hoch angesehen, sie halten sich an die strengen Regeln ihres Glaubens. Was wird ihr Mann Yidel, der Rabbi dazu sagen? Wird die Familie sie dafür verstoßen? Der schlechte Ruf wird schließlich auf sie alle zurückfallen!
Surie hatte sich darauf gefreut, die nächsten Jahre etwas mehr Zeit für sich zu haben. 10 eigene Kinder hat sie über die Jahre hinweg zur Welt gebracht und auch die 32 Enkelkinder sorgen weiterhin für ein turbulentes Familienleben im Haus.
Yidel plant, in den Ruhestand zu gehen. Wie soll sie ihm das nur beibringen?
Plötzlich steht ihr ganzes Leben auf dem Kopf...
MEINUNG:
Nach „Die Hochzeit der Chani Kaufman“ und „Unorthodox“ wollte ich schon länger weitere Bücher über ultraorthodoxe Juden lesen. In „Eine ganze Welt“ setzt sich ein weiterer Roman mit dieser Thematik auseinander. Mich persönlich hat er sogar noch mehr beeindruckt, als die zwei anderen.
Erneut war ich erstaunt, welche strengen Vorschriften, Gebote und Rituale in der chassidischen Gemeinde herrschen.
Auch Surie selbst hat genaue Vorstellungen davon, was das Auftreten, Kleidung und Manieren angeht.
Immer wieder gab es Dinge, von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie für andere als unanständig oder nicht angebracht gelten würden.
Manches fand ich auch schlimm. Z. B., dass die Kinder manche ihrer eigenen Körperteile nicht benennen können, weil sie keine Worte dafür beigebracht bekommen (weltliche Bücher bekommen sie ja nicht zu Gesicht). Bei medizinischen Problemen, Schwangerschaft oder Missbrauch, kann das durchaus auch mal problematisch werden! Allgemein scheinen die Menschen dort nur wenig aufgeklärt zu sein.
Auch Surie plagen viele Fragen und Sorgen, als sie aufgrund ihrer Risikoschwangerschaft die örtliche Klinik aufsuchen muss, was sie gerne vermieden hätte.
Noch nie hat sie vorher eine anatomische Abbildung eines Frauenkörpers zu Gesicht bekommen. Das gehört sich doch nicht! Dazu kommen Sprachbarrieren, da sie vor allem Jiddisch und nur wenig Englisch spricht.
Verständlich, dass dies bei der werdenden Mutter Ängste schürt. Für sie prallen zwei komplett verschiedene Welten aufeinander, die sich nicht einfach miteinander vereinbaren lassen!
Mir tat sie stellenweise wirklich leid. Sie steckt in einer verzwickten Lage und hat schon einiges mitgemacht.
Aber gleichzeitig habe ich mich auch richtig über sie geärgert! Warum muss sie sich selbst so fertig machen? Warum geht sie davon aus, dass alle Menschen wegen einer späten Schwangerschaft schlecht über sie reden und sich von ihr abwenden werden? Wieso hat sie so einen Hass auf sich selbst? Warum quält sie sich so sehr?
Ich hätte ihr gerne hin und wieder einen Schubs verpasst, damit sie endlich diese Unsicherheiten aus dem Weg räumt, ihre Sorgen und Ängste mit anderen teilt und Unterstützung aus ihrem Umfeld erfährt!
Als Leser*in bekommt man vor allem einen Einblick in Suries Umgang mit der bevorstehenden Geburt, aber auch in das Familien- und Glaubens-Leben aus ihrer Perspektive. Die große Anzahl an Kindern in den Familien hat mich sehr beeindruckt. Doch die Frauen scheinen diese als ihre größte Aufgabe zu sehen. Sie betrachten Kinder als das Wertvollste überhaupt: „Mein ganzes Leben ist Kindern gewidmet, Kinder zu kriegen, Kinder großzuziehen.“
Das Buch rüttelt an einem. Es zeigt auf, wie wichtig Kommunikation und Vertrauen in einer Beziehung sind. Und es wirft Fragen auf: Ist die strikte Einhaltung von strengen religiösen Geboten und Ritualen so viel Leid und Kummer wert? Steht dies wirklich über dem Wohlergehen aller? Was wiegt mehr? Was, wenn jemand vom rechten Weg abkommt? Und wie weit ist man selbst bereit zu gehen, egal, was andere sagen?
FAZIT: Ein Buch, welches beim Lesen an einem rüttelt und einen nicht so schnell wieder loslässt. In mir klingt es noch immer nach und ich habe es regelrecht inhaliert. Wen das strenge chassidische Familien- und Glaubensleben interessiert, oder wer bereits Romane wie „Die Hochzeit der Chani Kaufman“ und „Unorthodox“ mochte, dem kann ich das Buch sehr ans Herz legen! Ganze 5/5 Sterne!
(TW: Risikoschwangerschaft, Suizid, HIV, Tod,…)
ANMERKUNG: Bei der Ausgabe würde ich eine Print-Version gegenüber einem digitalen Exemplar bevorzugen, da das Buch hinten ein Glossar mit vielen jiddischen Begriffen sowie einen Familienstammbaum beinhaltet, was zum Blättern oft praktischer sein kann.
Herr O.
aus Nahe Hamburg
5/5
11.04.2022
eBook (ePUB 3)
Sehr berührend
Ich wusste nicht so ganz, worauf ich mich einlasse, konnte dieses Buch aber nicht aus dem Händen legen. Es ist bewegend und hat mich berührt; absolute Empfehlung!
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