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Unter Wasser Nacht Roman. »Der absolute Wahnsinn!« Deutschlandfunk Kultur ›Lesart‹

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

30048

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2021

Verlag

Hanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/3 cm

Gewicht

365 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001012275

Beschreibung

Rezension

"Diese Geschichte ist so eindrucksvoll, so berührend, so atmosphärisch und so kraftvoll erzählt. Dieser Roman ist so gut, dass man ihn eigentlich zwei Mal lesen muss – er ist der absolute Wahnsinn!" Mike Altwicker, Deutschlandfunk Kultur „Lesart“, 05.03.2021
"Kristina Hauff demontiert in ihrem Wendlandroman die Hygge-Sehnsucht von zwei Familien. Kristina Hauff, die bekannt ist als Krimiautorin unter ihrem echten Namen Susanne Kliem, hat ein gutes Gespür für Spannungsbögen, Atmosphäre und Paardynamiken." Ariane Heimbach, Brigitte Woman, 03.03.2021
"Der Roman vermittelt den Lesern auf eindrückliche Weise die Gefühlswelt der handelnden Personen – bei der Verarbeitung des Verlustes, Schuldgefühlen und -zuweisungen, den Beziehungen zu- und untereinander, Sehnsüchten, Verletzungen. ‚Unter Wasser Nacht‘ ist ein Buch mit Tiefgang und letztlich optimistischer Grundhaltung, darüber hinaus wunderbar zu lesen!" Waltraud Wolf, Schwäbische Zeitung, 18.08.2021
"Mit psychologischem Einfühlungsvermögen und in ausdrucksstarker Sprache schildert die Autorin diese beklemmende Geschichte. Aus Fakten und Erinnerungen der Protagonisten entsteht ein mosaikartiges Gesamtbild, dass sie mit expressiven Landschaftszeichnungen untermalt. Gleichsam vom äußeren Rand nach innen verdichtet sich das Geschehen spannungsvoll bis zum Kern der Geschichte." Gerhild Wissmann, Die Rheinpfalz, 11.09.2021
"Hauff verdeutlicht die Kraft wie auch die Zerbrechlichkeit von Familie und Freundschaft. Bei aller Tragik eröffnet sie einen Weg zu Hoffnung und Neuanfang." Gerhild Wissmann, Die Rheinpfalz, 11.09.2021
„Ein subtiler, wunderbar erzählter Roman über einen unfassbaren Verlust, den Versuch der Verarbeitung und die Tragfähigkeit menschlicher Beziehungen.“ Matthias Sobottka, Landeszeitung Lüneburg, 27.04.2021
"Mit ‚Unter Wasser Nacht‘ ist ihr ein psychologisch sehr feinfühliger, berührender Roman gelungen. Das Buch thematisiert Trauer, Verdrängung, Misstrauen, Lebenslügen und vor allem menschliche Beziehungen. Es geht um die Macht, aber auch die Zerbrechlichkeit von Liebe, Familie und Freundschaft. Und darum, wie es gelingen kann, wieder Hoffnung zu schöpfen. Kristina Hauff bedient sich einer sehr feinen, beinahe zärtlichen Sprache, die Dialoge sind präzise, klug und lebensnah. Die spannende Geschichte ist leise und gleichzeitig sehr kraftvoll erzählt, nimmt ab und an auch subtile Anleihen beim Kriminalliteratur-Genre." Matthias Sobottka, Landeszeitung Lüneburg, 27.04.2021
"'Unter Wasser Nacht' ist ein wunderbar erzählter psychologischer Roman über die Freundschaft der beiden Paare. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man weiterleben kann, wenn der Lebenstraum zerbricht und wie man dann neuen Mut fassen kann." Katrin Schwier, NDR 1 Niedersachsen, 02.06.2021
"Das Wendland wird einem beim Lesen eigenartig vertraut. Wie bei einer Zwiebel legt Hauff die Schichten der Familiengeheimnisse frei, die den Tod des Sohns umgeben." Beatrice Achterberg, Rolling Stone, 18.01.2021
"Zieht einen sofort rein!" Ulrike Schädlich, Freundin, 10.03.2021
"Eine psychologisch fein gestrickte und fesselnde Geschichte über gescheiterte Träume und Verlust." Dominique Salcher, Münchner Merkur, 09.03.2021
"Der Autorin gelingt es, die derzeitige Gemütsverfassung der trauernden, vermeintlich gescheiterten Eltern und die unterschwellige Spannung der Konstellation mit dichter Atmosphäre und sparsamer Sprache auszuleuchten. Eine Stimmung wie der Fluss selbst, der an der Oberfläche träge dahin fließt, doch unter Wasser dunkel und reißend sein kann." Meike Dannenberg, Bücher Magazin, April/Mai 2021
"Dramaturgisch souverän und eindrücklich erzählt." Sarah Brasack, Kölner Stadt-Anzeiger, 05.03.2021
"‘Unter Wasser Nacht‘ ist ein mitreißender Roman über Trauer, Schuld und lähmendes Schweigen." Petra Mies, Buchjournal, 05.03.2021
"Die Berliner Autorin Kristina Hauff taucht in ‚Unter Wasser Nacht‘ tief in die Seelen ihrer Charaktere ein, schildert die Ereignisse immer wieder aus einer anderen Sicht. Das ist spannend und beklemmend zugleich. Denn sie erzählt von Schuld und Schmerz und von zerstörten Träumen und Hoffnung." Hans-Joerg Langendorf, Siegener Zeitung, 24.02.2021
"In einem meisterhaften dramaturgischen Wechselspiel der Erzählperspektiven der Akteure fügen sich die Mosaiksteine mit immer neuen Wendungen allmählich zusammen. Kristina Hauff baut ein komplexes psychologisches Geflecht von großer Sogwirkung auf, und alles macht Sinn und ist stimmig. Fazit: ein ganz großer literarischer Wurf mit klarer zielführender Prosa und Charakteren, die durchweg fesseln und überzeugen." Wolfgang Niemann, Wilhelmshavener Zeitung, 19.03.2021
"Eine bildreiche, atmosphärisch dichte Geschichte erzählt Kristina Hauff in ihrem gerade bei hanserblau herausgekommenen Roman Unter Wasser Nacht. Ein subtiler, ausgezeichnet erzählter Roman." Sabine Zaplin, BR 5 „Neues vom Buchmarkt“, 17.02.2021
"So düster, so bedrückend wie die Elbe meist erscheint, ist auch die Geschichte. Das Buch lebt von der Spannung. Aber auch von der Dynamik der zwischenmenschlichen Unterschiede der Hauptpersonen." Christian Franke, Elbe-Jeetzel-Zeitung, 04.03.2021
"Die Autorin schafft es, auf einfühlsame Weise die Charaktere in einer Idylle zu zeichnen, die im Laufe der Handlung schmerzhaft erschüttert wird." Heilbronner Stimme, 20.02.2021
"Ein dicht konstruierter Roman, der die Unzulänglichkeiten eines jeden Menschen zeigt: Sobald ihm jemand zu nahe kommt, das eigene Territorium angreift, werden die Krallen ausgefahren, Ungesagtes missinterpretiert und zwischenmenschliche Beziehungen neu bewertet. Ein schrecklicher Verlust kann auch ein Auslöser sein, aber ist niemals die Ursache! Der Roman lebt gerade von den ungesagten Dingen." Sandra Dickhaus, Belletristik-Couch, 19.02.2021
"Der Autorin ist ein psychologisch geschickt gesetztes Lehrstück über die seelische Verfasstheit von Menschen gelungen, deren schuldverstrickter Schmerz sie an den Abgrund treibt. Zugleich ist zu spüren, dass da heilende Hoffnung bleibt – über die Katastrophe hinaus." Norbert Ortmanns, Kirche + Leben, 21.02.2021
"Dicht, spannend, lebensnah - lesenswert!" Sabine Oelmann, ntv.de, 14.03.2021
"Der aufwühlende, psychologisch tiefsinnige Roman zieht rein." Claudia Marolf, TV Star (CH), 07.04.2021
"Vom ersten Moment an gelingt es Kristina Hauff, eine ganz besondere Atmosphäre zwischen den Zeilen schweben zu lassen, der man sich nicht entziehen kann. Bei aller Düsternis ist das Buch aber nie hoffnungslos." Sonntagszeitung für Dithmarschen, 17.04.2022
"'Unter Wasser Nacht' ist kraftvoll und feinfühlig geschrieben, es ist eine berührende Geschichte voller Hoffnung und Trauer, Eifersucht, Glück und Unglück." Sonntagsanzeiger für Dithmarschen, 24.04.2022
"Die Autorin Kristina Hauff erzählt in ihrem gerade als Taschenbuch herausgekommenem Wendland-Roman ‚Unter Wasser Nacht‘ eine bildreiche, atmosphärisch dichte Geschichte." Isenhagener Kreisblatt, 2.05. 2022

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Gut

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30048

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2021

Verlag

Hanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/3 cm

Gewicht

365 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001012275

Herstelleradresse

hanserblau
Lehrter Straße 57/4
10557 Berlin
DE

Email: info@hanser.de

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  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    21.09.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Pageturner

    UNTER WASSER NACHT Kristina Hauff Aaron ist tot. Seine Leiche wurde vor 13 Monaten im Elbwasser gefunden. Die Umstände seines Todes wurden nicht geklärt. Seine Eltern Sophie und Thies trauern seitdem - allerdings auf ganz unterschiedliche Weise: Thies, Gymnasiallehrer, schweigt und setzt seit dem Tode seines Sohnes keinen Fuß mehr in ein Klassenzimmer, während die Biologin Sophie sich mit Arbeit ablenkt. Gemeinsam machen sie nichts mehr - das tägliche Miteinander fällt schwer und Zärtlichkeiten fallen ganz weg. Doch nicht nur die Ehe der beiden scheint zu zerbrechen, sondern auch die enge Freundschaft zu Inga und Bodo, die mit ihren Kindern auf demselben Hof im Wendland leben und sich Garten und Scheune teilen. Beide Paare kennen sich schon ewig, alle vier wohnten während ihrer Studienzeit in einer WG auf der Schanze und gemeinsam protestierten sie in Gorleben gegen die Atommüll-Transporte. Doch jetzt, nach Aarons Tod, können die traumatisierten Eltern den Freunden nicht mal mehr in die Augen schauen. Doch alles bekommt eine unerwartete Wendung, als ganz plötzlich eine fremde Frau im Wendland auftaucht. Sie gibt vor, jemanden im Ort zu suchen. Scheinbar und ganz zufällig freundet sie sich mit den Paaren an und was das alles mit dem toten Aaron zu tun hat, müsst ihr selber herausfinden. Kristina Hauff lässt sechs Personen zu Wort kommen. Alle haben zu den Geschehnissen unterschiedliche Perspektiven und Erlebnisse. Ganz langsam und mit viel Geschick führt uns die Autorin zu dem Tag zurück, als ein 11-jähriger Junge in der Elbe ertrank. Da ich erst kürzlich den neuesten Roman von Kristina Hauff „In blaukalter Tiefe“ verschlungen habe, wollte ich unbedingt das vorherige Buch der Autorin lesen. Der Schreibstil ist auch hier wieder wunderbar bildlich. Ich konnte förmlich den Hof und das malerische Wendland vor mir sehen und dennoch spürte ich von Beginn an eine kleine unterschwellige Bedrohung, die sich zu einer spannenden Geschichte entwickelte. Fazit: Ich konnte den Roman kaum aus der Hand legen und ich kann es kaum erwarten, bis ihr nächstes Buch erscheint. 5/ 5

  • Bewertung

    5/5

    29.05.2022

    eBook (ePUB)

    Schleier der Traurigkeit

    Ein Familiendrama bringt Thies und Sophie gedanklich weit weg voneinander und lässt sie sich von ihren besten Freunden entfernen. Als eine unbekannte Frau in das Leben der beiden Familien tritt, kommen Geheimnisse und weitere schreckliche Ereignisse in ihr Leben. Das Cover ist wunderschön, denn es ist mit genau demselben grauen Schleier überdeckt, wie die gesamte Geschichte. Ich erinnere mich an keine Sekunde beim Lesen dieses Buches, an glückliche Gefühle der Charaktere. Alles ist dunkel und voller Traurigkeit. Aber genau das ist es worum es hier auch gehen soll. Denn nichts an dem was passiert, ist glücklich. Das Buch schildert die Zeit nach dem tragischen Ereignis, dem Verlust eines Kindes. Ich liebe es, wie durch Sprache und Gedanken ausgedrückt wird, wie alle sich fühlen. Die kurzen Kapitel und das hin und her springen der Sichtweisen der Personen, halten das Buch am Leben und geben ihm eine außergewöhnliche Dynamik. Das Ende ist gelungen, einige Dinge sind immer noch ungeklärt. Aber wie es wahrscheinlich in der Realität wäre, so bleibt das auch hier so. Ein wahnsinnig gelungenes Buch das es schafft, genau die richtigen Gefühle hervorzurufen.

  • Bewertung

    5/5

    10.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Was hält echte Freundschaft aus?

    Dieses Buch hatte mich schon interessiert, seitdem ich es in der Verlagsvorschau gesehen hatte. Denn allein das Titelbild ist ein echter Hingucker und der Titel so schön philosophisch hintergründig. Doch es kam dann so, wie es mir mit vielen Büchern leider ergeht. Es erschienen viel zu viele schöne Bücher, so dass ich nicht alle geplanten Bücher des Monats geschafft habe. Leider auch diesen nicht. Zum Glück hatte ich allerdings vom Hanser Verlag eine Einladung zu einer Zoom-Veranstaltung mit dem Verlag und der Autorin bekommen und den Termin auch wahrgenommen. Es war eine sehr schöne Veranstaltung, in der sich die Autorin und ihre Lektorin über das Buch unterhalten haben. Dazu gab es auch kurze Momente, in denen Kristina Hauff aus dem Roman vorgelesen hat. Das Ganze hatte mich so begeistert, dass ich „Unter Wasser Nacht“ sofort nach dem zu dem Zeitpunkt aktuellen Buch lesen musste. Es ging gar nicht anders! Eigentlich wollte ich erst etwas Leichtes lesen, aber in das Buch bin ich nicht reingekommen. Ich musste es zur Seite legen und unbedingt den Roman von Kristina Hauff anfangen. Das Buch beginnt offen. Thies sitzt auf einem Findling an der Elbe und denkt nach. Das macht er oft und gerne seitdem vor 13 Monaten sein 11jähriger Sohn Aaron unter ungeklärten Umständen in der Elbe ertrunken ist. Er bekommt mit, wie die Elbfähre, die von seiner Schwiegermutter gesteuert wird, eine Frau auf seine Seite der Elbe bringt. Eine Frau, die wohl so in den 40ern ist, lange, dunkle Haare hat und eine Reisetasche und ein Rucksack mitbringt. Die Frau unterhält sich kurz mit Edith und geht dann Richtung Stadt. Irgendetwas fasziniert ihn an der Frau, und so folgt er ihr. Dann lernen wie Sophie kennen. Sie ist Thies Frau. Sie fährt wie jeden Tag in das Labor in Lüneburg, in dem sie arbeitet. Ihre Arbeit hält ihr Leben zusammen, denn so muss sie nicht an die Nacht denken, in der ihr Sohn ertrunken ist. Sie und ihr Mann haben sich seit dem Tod des Sohnes jeweils in sich selbst zurückgezogen und reden gerade über das, was Geschehen ist, nicht miteinander. Sie funktionieren noch, aber leben nicht mehr wirklich. Im dritten Kapitel lernen wir die andere Familie kennen, die ihr Haus auf dem gleichen Grundstück wie Thies und Sophie haben. Sie waren alle einmal die allerbesten Freunde und hatten so etwas wie ein Bullerbü-Idyll. Doch das ist seit dem Tod von Aaron vorbei. Diese Familie sind Bodo, ein Kommissar, seine Frau Inga, der Sohn Lasse (15 Jahre) und die Tochter Jella, die etwa drei Jahre jünger ist. Nachdem wir nun die beiden Paare und die Kinder kennengelernt haben, wechselt die Geschichte immer zwischen Thies, Sophie und Inga hin und her. Bodo bekommt selbst keine Stimme in dem Buch. Ungefähr ab der Mitte des Buches bekommen aber auch noch Jella, Mara und Edith für kurze Auftritte eine Stimme. Die Geschichte des Buches ist ein wenig zweigeteilt. Zum einen ist es die Geschichte des zerbrochenen Paradieses. Eine Geschichte der Sprachlosigkeit. Thies und Sophie können nicht mehr mit Bodo und Inga reden, weil diese noch immer das Ideal leben - eine tolle Familie mit zwei wunderbar geratenen Kindern. Sie sind traurig, aber auch neidisch. Sie denken darüber nach, was damals vor 13 Monaten wohl geschehen sein mag. Sie denken aber auch über ihren Sohn nach, der alles andere als ein einfaches Kind war. Aber diesen Gedanken wollen sie einfach nicht zulassen. Aber auch bei der anderen Familie ist nicht alles so golden wie es scheint. Auch sie leiden natürlich unter der Situation und wissen nicht, wie sie an ihre Freunde herankommen können, wie sie ihnen helfen können. Es herrscht einfach eine unheilvolle Traurigkeit in der Luft. Der zweite Erzählstrang ist die Geschichte um die mysteriöse Frau namens Mara, die urplötzlich dort auftaucht und anscheinend gleich mit fast allen gut Freund wird. Irgendwie schafft sie es, dass sich Sophie, Inga und Jella ihr gegenüber öffnen, und auch Thies ist von ihr sehr angetan, kommt aber nicht so an sie heran. Nur Bodo bleibt ein wenig außen vor. Doch irgendetwas an Mara ist merkwürdig. Und seit ihrer Ankunft verhält sich auch Edith, Ingas Mutter, anders. Was hat es also mit Mara auf sich? Die Geschichte liest sich fast wie ein psychologisch dichter Krimi. Was ist wirklich mit Aaron passiert? Warum ist er ertrunken. Es gibt drei Personen aus dem engen Umkreis, die kein Alibi haben. Und wieso schafft es Mara in so kurzer Zeit, dass die anderen sie lieben? Und dann verschwindet sie ebenso plötzlich wieder, hat aber vorher noch Andeutungen gemacht, die der Geschichte um das Verschwinden frische Anhaltspunkte geben. Ich fand die Geschichte sehr gut aufgebaut. Mir hat gerade das so gut gefallen, dass wir als Leser*innen auch nicht mehr wissen, als die Hauptpersonen preisgeben wollen. Erst nach und nach ergibt sich für uns ein Bild, was geschehen sein kann. Das Ende des Romans, nachdem der Tod von Aaron aufgeklärt ist, hat mich dann allerdings doch überrascht. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich es mir nicht anders gewünscht hätte. Bevor ich eine Buchbesprechung schreibe, gucke ich gerne mal, was die anderen bereits geschrieben haben. Bei diesem Buch war ich bass erstaunt, dass es schon 119 Empfehlungen und Bewertungen gab. Und davon haben 14 Leser*innen nur 3 Sterne vergeben, 78 waren für 5 Sterne und 27 für 4 Sterne. Ich kann allerdings die Einwände der Leser*innen, die nur 3 Sterne vergeben haben, verstehen. Gerade das Ende hat mich auch überrascht. So hatte ich es mir nicht vorgestellt. Da mir aber der Rest ausgesprochen gut gefiel und ich die Geschichte auch sehr spannend fand – man merkt schon, dass die Autorin unter ihrem echten Namen Susanne Kliem Krimis schreibt – mir außerdem der Aufbau des Romans und die Sprache gut gefallen haben, habe ich kurzzeitig zwischen 4 und 5 Sternen geschwankt, mich letztendlich aber für die volle Punktzahl entschieden. Ein großartiger, psychologisch dichter Roman, in dem am Rande auch noch etwas von den Konflikten um das Endlager Gorleben vorkommt.

  • Bewertung

    5/5

    18.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auftauchen ist schwer

    Sophie und Thies haben ihren Sohn Aaron vor einem Jahr verloren. Das glückliche Leben mit ihren Freunden auf dem großen Gehöft an den Elbauen ist seitdem einer bleiern schweren Trauer gewichen. Und dann kommt eine Fremde, Mara, und jedem tut ihre Anwesenheit auf andere Art gut, jeder verspürt wieder eine Ahnung von Leben. Bis alle am Ende sich wieder ganz vorsichtig Hoffnung erlauben, passiert sehr viel schmerzliches. Ein tolles Buch, was man einfach weiterlesen will!

  • Bewertung

    5/5

    13.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich konnte das Buch nicht weglegen

    Ein zwar dünnes, aber doch großes Buch über Familie, Freundschaft, Trauer, Neid, Verlust und Hoffnung. Zwei Paare, beste Freunde, leben in engster Nachbarschaft. Doch die Freundschaft hat einen tiefen Riss, seitdem Sophie und Thies ihr Kind verloren haben und in einer Mischung aus Trauer und Schuldgefühlen, aber auch Neid auf das scheinbar perfekte Leben ihrer Freunde versinken. Als ein fremde Frau in den Ort und ihr Leben kommt, beginnt eine eigenartige Dynamik im Leben der zwei Familien. Ich mochte die Entwicklung, die die Geschichten nahm. Zeitweise hatte der Roman auch Züge eines Krimis - er war tragisch, aber auch sehr spannend. Die Figuren so, dass ich mich in fast alle hinein versetzten konnte, lediglich bei Thies habe ich mich schwergetan. Interessant fand ich auch die mal völlig andere Beschreibung eines Kindes, fernab der klassischen Zuweisung bei so jung Verstorbenen. Und was dies mit den Eltern gemacht hat. Bei all der Düsternis war es aber nie richtig hoffnungslos. Es fällt mir schwer, die Sogwirkung des doch relativ dünnen Buches zu beschreiben, es passt nicht richtig in meine Schubladen. Aber vielleicht habe ich es gerade deswegen so gerne gelesen?

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