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Hitlers Gefolgsmann Robert Ley – mein Großvater, der Kriegsverbrecher | Eine Biografie eines der mächtigsten Nationalsozialisten – erzählt von seinem Enkel

3

26,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

3894

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.05.2026

Abbildungen

8, 14 schwarzweisse - Fotos

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/3,3 cm

Gewicht

415 g

Farbe

Mokka / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-01249-1

Beschreibung

Rezension

»Spilcker recherchiert schonungslos. Sein Buch ist Erinnerungskultur. Dort, wo sie weh tut und wirkt: in der Familie.« ("WDR Westart")
»[Spilcker] zeigt, wie man, ohne Schuld zu sein, in eine Geschichte verstrickt bleibt. Und er zeigt, was solche Verstrickung mit einer Familie macht.« ("Kölner Stadtanzeiger")
»Spilcker schreibt nicht im Ton akademischer Distanz, sondern als jemand, der sich durch ein Dickicht aus Dokumenten und Gefühlen arbeitet. (...) Die Botschaft ist unmissverständlich: Erinnerung ist keine Option, sondern Verpflichtung.« ("Rheinische Post")
»Das Buch liest sich wie ein Roman, beruht aber auf Tatsachen.« ("WDR")

Produktdetails

Verkaufsrang

3894

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.05.2026

Abbildungen

8, 14 schwarzweisse - Fotos

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/3,3 cm

Gewicht

415 g

Farbe

Mokka / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-01249-1

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: [email protected]

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Familie gespalten - bis heute

Bewertung aus Oranienburg am 05.05.2026

Bewertungsnummer: 3129779

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mich hat die Kurzbeschreibung des Buchs neugierig gemacht. Ich wollte wissen, wie geht der Autor mit seiner Familiengeschichte um. Übt er rigoros Kritik an seinem Großvater oder sucht er für dessen NS-Kariere, Erklärungen. Wie Axel Spilcker es im Buch letztendlich dargestellt hat, fand ich richtig gut. Die ersten Kapitel befassen sich mit dem Lebensweg von Robert Ley, seiner Kindheit, seinem Aufstieg als Hitlers Ratgeber, wie auch seinen Beziehungen zu den anderen NS-Größen. Dabei habe ich die Ausführungen mehr aus der Sicht eines Dritten erzählt empfunden, ohne große Emotionen und Rechtfertigungen.  Natürlich konnte ich mir die darin aufgeführten Personen und dessen Machtbereiche unter der NS-Herrschaft gar nicht alle merken. Hier war der Autor mehr als gründlich. Eines wurde aber deutlich: der ehemalige Reichsorganisationsleiter war ein Lebemann. Seine Macht hat er nicht nur Umsetzung seiner Visionen und der NS-Doktrin genutzt. Er hat sich im gleichen Zuge auch bereichert und ein luxuriöses Leben geführt, bei der jüngere Frauen eine große Rolle gespielt haben. Er hat die Frauen benutzt und hatte Kinder mit 3 verschiedenen Frauen. Auch heute noch spaltet sich die Familie bei Bewertung seines politischen und menschlichen Verhaltens. Seine älteste Tochter Renate aus erster Ehe, dessen Mutter er die Scheidung aufgezwungen hat, konnte ich nicht verstehen. Für mich ist sie bis zum Ende des Buchs ein Widerspruch geblieben. Auf der einen Seite anerkannte Professorin für Sozialwissenschaften, hat sie meiner Meinung nach noch immer eine verklärte Sicht auf ihren Vater und seine Taten. Die Gefühle der liebenden Tochter überdecken ihr sonstiges Rechtsempfinden. Einige der Nachkommen von Robert Ley scheuen sich ihr Verwandtschaftsverhältnis zur ehemaligen NS-Größe offenzulegen, befürchten Anfeindungen. Heute noch. Ich finde dieses Buch sehr lesenswert, es hat mich gut unterhalten und somit sind 5 Lese-Sterne durchaus verdient.

Familie gespalten - bis heute

Bewertung aus Oranienburg am 05.05.2026
Bewertungsnummer: 3129779
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mich hat die Kurzbeschreibung des Buchs neugierig gemacht. Ich wollte wissen, wie geht der Autor mit seiner Familiengeschichte um. Übt er rigoros Kritik an seinem Großvater oder sucht er für dessen NS-Kariere, Erklärungen. Wie Axel Spilcker es im Buch letztendlich dargestellt hat, fand ich richtig gut. Die ersten Kapitel befassen sich mit dem Lebensweg von Robert Ley, seiner Kindheit, seinem Aufstieg als Hitlers Ratgeber, wie auch seinen Beziehungen zu den anderen NS-Größen. Dabei habe ich die Ausführungen mehr aus der Sicht eines Dritten erzählt empfunden, ohne große Emotionen und Rechtfertigungen.  Natürlich konnte ich mir die darin aufgeführten Personen und dessen Machtbereiche unter der NS-Herrschaft gar nicht alle merken. Hier war der Autor mehr als gründlich. Eines wurde aber deutlich: der ehemalige Reichsorganisationsleiter war ein Lebemann. Seine Macht hat er nicht nur Umsetzung seiner Visionen und der NS-Doktrin genutzt. Er hat sich im gleichen Zuge auch bereichert und ein luxuriöses Leben geführt, bei der jüngere Frauen eine große Rolle gespielt haben. Er hat die Frauen benutzt und hatte Kinder mit 3 verschiedenen Frauen. Auch heute noch spaltet sich die Familie bei Bewertung seines politischen und menschlichen Verhaltens. Seine älteste Tochter Renate aus erster Ehe, dessen Mutter er die Scheidung aufgezwungen hat, konnte ich nicht verstehen. Für mich ist sie bis zum Ende des Buchs ein Widerspruch geblieben. Auf der einen Seite anerkannte Professorin für Sozialwissenschaften, hat sie meiner Meinung nach noch immer eine verklärte Sicht auf ihren Vater und seine Taten. Die Gefühle der liebenden Tochter überdecken ihr sonstiges Rechtsempfinden. Einige der Nachkommen von Robert Ley scheuen sich ihr Verwandtschaftsverhältnis zur ehemaligen NS-Größe offenzulegen, befürchten Anfeindungen. Heute noch. Ich finde dieses Buch sehr lesenswert, es hat mich gut unterhalten und somit sind 5 Lese-Sterne durchaus verdient.

Die Wahrheit muss ans Licht

Bellis-Perennis aus Wien am 25.05.2026

Bewertungsnummer: 3147990

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die Wahrheit muss ans Licht Robert Ley (1890-1945) war Reichorganisationsleiter der NSDAP und baute die Deutsche Arbeitsfront zum größten NS-Verband auf. Steinerne Zeuge ist der 4 km lange Gebäudekomplex der Prora auf Rügen, der von Ley in Auftrag gegeben worden ist. Nach dem Krieg war er im Nürnberger Prozess als Nummer 4 in der Hierarchie rund um Hitler einer der 24 Hauptangeklagten. Seinem (Todes)Urteil in den Kriegsverbrecherprozessen entzieht sich Robert Ley 1945 durch Selbstmord. Autor Axel Spilcker ist Historiker und Enkel von Robert Ley. In diesem Buch erzählt er vom Aufstieg des Robert Ley in den innersten Kreis um Hitler, von Intrigen, Korruption und fanatischem Antisemitismus, den Ley bis zu seinem Tode nicht abgelegt hat. Selbst als man ihm Beweise über die Verbrechen der NS-Zeit vorgelegt hat, behauptet er, Hitler hätte davon nichts gewusst. Axel Spilcker berichtet an Hand von exklusiven Dokumenten, wie den unveröffentlichten Memoiren von Leys letzter Lebensgefährtin Madeleine Wanderer, über seinen Großvater. Wir erfahren wie Ley seine erste Frau und die gemeinsame Tochter Renate schnöde verlassen hat, um mit der von Hitler gefeierten Sopranistin Inga Hansen, die später in Morphiumsucht und Depressionen versinkt und sich 1942 das Leben nimmt, eine zweite Ehe einzugehen aus der drei Kinder, darunter sein eigener Vater Inger-Wolf Spilcker hervorgegangen ist. Die drei Kinder werden nach Ende des NS-Regimes in der Obhut der Großeltern, die ihren Namen in Spilcker geändert haben, getreu den Vorgaben des NS-Regimes aufwachsen: Ausgezeichnete Schulbildung nur für den Sohn und Stammhalter, für die Töchter muss eine Lehre genügen. Axel Spilcker erzählt davon, wie man Robert Ley innerhalb der Familie nach wie vor verehrt. Besonders Renate, einer anerkannten Professorin und Feministin, hält an der „Heldenverehrung“ fest. Daneben erfahren wir, dass die Familie einen jahrelangen Rechtsstreit um die Rückgabe des Vermögens, zu dem auch umfangreiche Immobilien geführt hat und, man glaubt es kaum, Recht bekommt, während die Nachfahren von enteigneten und ermordeten Juden leer ausgehen. Das Inger-Wolf Spilcker das Erbe verlieren wird, weil er mit Geld nicht umgehen kann, ist nur eine klitzekleine Genugtuung. Meine Meinung: Die Aufarbeitung von Familiengeschichten, die tief in der NS-Zeit verstrickt sind, ist Aufgabe der Enkel und Urenkel. Wie auch bei dieser Spurensuche ist deutlich zu sehen, dass die Kinder der Täter viel zu nahe an den Ereignissen dran. Dieses Buch gewährt uns einen interessanten und sehr persönlichen Einblick in eine Familie, die mit der Last der Vergangenheit leben muss. Dabei spart Axel Spilcker seine eigenen Gefühle nicht aus. Mögen noch mehr Enkel und Urenkel den Mut haben, sich mit der Geschichte ihrer Familien auseinanderzusetzen, zumal die Demokratie wieder unter Druck gerät, weil allenthalben nach einem starken Mann gerufen wird und das Wissen um die NS-Zeit leider (wieder) in Vergessenheit gerät. So wird in rechtsradikalen Kreisen behauptet, dass es sich bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen um Willkür der Siegermächte gehandelt habe. Solchen Behauptungen muss energisch entgegen getreten werden. Für uns Wienerinnen und Wiener möchte ich anmerken, dass die Leystraße in der Brigittenau, dem 20. Bezirk Wiens, nach dem Bezirkspolitiker Konrad Ley (1801-1881) benannt ist. Wenn Axel Spilcker meint, die Wahrheit gehöre ans Licht, kann ich ihm nur beipflichten. Fazit: Gerne gebe ich dieser lesenswerten und aufwühlenden Familiengeschichte 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Die Wahrheit muss ans Licht

Bellis-Perennis aus Wien am 25.05.2026
Bewertungsnummer: 3147990
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die Wahrheit muss ans Licht Robert Ley (1890-1945) war Reichorganisationsleiter der NSDAP und baute die Deutsche Arbeitsfront zum größten NS-Verband auf. Steinerne Zeuge ist der 4 km lange Gebäudekomplex der Prora auf Rügen, der von Ley in Auftrag gegeben worden ist. Nach dem Krieg war er im Nürnberger Prozess als Nummer 4 in der Hierarchie rund um Hitler einer der 24 Hauptangeklagten. Seinem (Todes)Urteil in den Kriegsverbrecherprozessen entzieht sich Robert Ley 1945 durch Selbstmord. Autor Axel Spilcker ist Historiker und Enkel von Robert Ley. In diesem Buch erzählt er vom Aufstieg des Robert Ley in den innersten Kreis um Hitler, von Intrigen, Korruption und fanatischem Antisemitismus, den Ley bis zu seinem Tode nicht abgelegt hat. Selbst als man ihm Beweise über die Verbrechen der NS-Zeit vorgelegt hat, behauptet er, Hitler hätte davon nichts gewusst. Axel Spilcker berichtet an Hand von exklusiven Dokumenten, wie den unveröffentlichten Memoiren von Leys letzter Lebensgefährtin Madeleine Wanderer, über seinen Großvater. Wir erfahren wie Ley seine erste Frau und die gemeinsame Tochter Renate schnöde verlassen hat, um mit der von Hitler gefeierten Sopranistin Inga Hansen, die später in Morphiumsucht und Depressionen versinkt und sich 1942 das Leben nimmt, eine zweite Ehe einzugehen aus der drei Kinder, darunter sein eigener Vater Inger-Wolf Spilcker hervorgegangen ist. Die drei Kinder werden nach Ende des NS-Regimes in der Obhut der Großeltern, die ihren Namen in Spilcker geändert haben, getreu den Vorgaben des NS-Regimes aufwachsen: Ausgezeichnete Schulbildung nur für den Sohn und Stammhalter, für die Töchter muss eine Lehre genügen. Axel Spilcker erzählt davon, wie man Robert Ley innerhalb der Familie nach wie vor verehrt. Besonders Renate, einer anerkannten Professorin und Feministin, hält an der „Heldenverehrung“ fest. Daneben erfahren wir, dass die Familie einen jahrelangen Rechtsstreit um die Rückgabe des Vermögens, zu dem auch umfangreiche Immobilien geführt hat und, man glaubt es kaum, Recht bekommt, während die Nachfahren von enteigneten und ermordeten Juden leer ausgehen. Das Inger-Wolf Spilcker das Erbe verlieren wird, weil er mit Geld nicht umgehen kann, ist nur eine klitzekleine Genugtuung. Meine Meinung: Die Aufarbeitung von Familiengeschichten, die tief in der NS-Zeit verstrickt sind, ist Aufgabe der Enkel und Urenkel. Wie auch bei dieser Spurensuche ist deutlich zu sehen, dass die Kinder der Täter viel zu nahe an den Ereignissen dran. Dieses Buch gewährt uns einen interessanten und sehr persönlichen Einblick in eine Familie, die mit der Last der Vergangenheit leben muss. Dabei spart Axel Spilcker seine eigenen Gefühle nicht aus. Mögen noch mehr Enkel und Urenkel den Mut haben, sich mit der Geschichte ihrer Familien auseinanderzusetzen, zumal die Demokratie wieder unter Druck gerät, weil allenthalben nach einem starken Mann gerufen wird und das Wissen um die NS-Zeit leider (wieder) in Vergessenheit gerät. So wird in rechtsradikalen Kreisen behauptet, dass es sich bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen um Willkür der Siegermächte gehandelt habe. Solchen Behauptungen muss energisch entgegen getreten werden. Für uns Wienerinnen und Wiener möchte ich anmerken, dass die Leystraße in der Brigittenau, dem 20. Bezirk Wiens, nach dem Bezirkspolitiker Konrad Ley (1801-1881) benannt ist. Wenn Axel Spilcker meint, die Wahrheit gehöre ans Licht, kann ich ihm nur beipflichten. Fazit: Gerne gebe ich dieser lesenswerten und aufwühlenden Familiengeschichte 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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