Produktbild: Die Tochter des Kommunisten
Gebraucht - 75%

Die Tochter des Kommunisten Roman

4
75% sparen

5,41 € 22,00 € *

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

*ggü. gebundenem Ladenpreis bzw. UVP für Neuware.

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,6/13,5/2,3 cm

Gewicht

316 g

Originaltitel

La hija del comunista

Übersetzt von

Marianne Gareis

Sprache

Deutsch

EAN

2710000956631

Beschreibung

Rezension

»Dieses Buch ist schlicht perfekt.« ("Almudena Grandes")
»Aroa Moreno Durán ist eine ganz große literarische Entdeckung. Bei ihr sitzt jedes Wort. Ihre Prosa ist fantasievoll, melodisch, voller sprachmächtiger Bilder.« ("El Cultural")
»Eine faszinierende Geschichte über persönliche und politische Entwurzelung. So warmherzig geschrieben, das sie den Leser/die Leserin tief berührt.« ("Manuel Vilas")
»Nur jemand mit Talent, einem interessanten Thema und Solidarität mit den Verlierern der Geschichte kann einen so wunderbaren Roman schreiben.« ("Fernando Aramburu")
»Aroa Moreno Durán schreibt mit sehr viel Feingefühl über die unbedachten Konsequenzen, wenn man für die Liebe alles aufgibt.« ("Claire Fuller")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,6/13,5/2,3 cm

Gewicht

316 g

Originaltitel

La hija del comunista

Übersetzt von

Marianne Gareis

Sprache

Deutsch

EAN

2710000956631

Herstelleradresse

Btb
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    29.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leben im doppelten Exil

    Katias Eltern haben im spanischen Bürgerkrieg für die kommunistische Seite gekämpft und sind dann vor dem Franco-Regime nach Ostdeutschland geflohen. Nun leben sie mit ihren beiden Töchtern in einer kleinen Wohnung in Ostberlin, im Winter ist es dort kalt und riecht nach Kohlsuppe. Katia, die ältere der beiden Töchter, kennt nichts anderes, fühlt aber trotzdem eine nicht abzulegende Fremdheit, die durch das Schweigen der Eltern nur verstärkt wird. Vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass sie sich mit 19 Jahren ausgerechnet in einen Westdeutschen verliebt, den sie kaum richtig kennengelernt hat, bevor sie für ein gemeinsames Leben Republikflucht begeht. Doch im baden-württembergischen Backnang bleibt sie auch fremd, und die romantische Liebe zu Johannes nutzt sich schnell ab. Aroa Moreno Durán hat einen fragmentarischen Roman geschrieben, der das Schweigen sichtbar macht und verdeutlicht, dass es nicht nur darum geht, was am Ende einer Flucht auf eine*n wartet, sondern auch um das, was zurückgelassen wird. Katias Erfahrungen spiegeln in vielen Teilen die ihrer Mutter wider, doch das versteht sie erst, als es schon fast zu spät ist. Diese spanisch-deutsch-deutsche Familiengeschichte verzichtet auf auserzählte Charaktere, um die Brüchigkeit eines Lebens im doppelten Exil aufzuzeigen, eines Lebens, das ohne Wurzeln auskommen muss. Während Katias Eltern und vor allem ihr Vater noch an die Vorzüge des Kommunismus glauben konnten und sich deshalb den ostdeutschen Alltag schöngeredet haben, fehlt Katia dieses ideologische Fundament. Sie will mehr vom Leben, ohne zu ahnen, dass der Preis für die Freiheit vielleicht zu hoch sein könnte. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, vor allem weil er von einem mir bis dato unbekannten Teil der spanisch-deutschen Geschichte erzählt und damit zeigt, auf wie viele unterschiedliche Arten Menschen und Länder miteinander verknüpft sein können. Jetzt hoffe ich, dass der neue Roman der Autorin, in dem es um drei Generationen von Frauen im Baskenland geht, auch ins Deutsche übersetzt wird.

  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    5/5

    16.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gebrochene Identitäten

    ‚Die Tochter des Kommunisten‘, das ist Katja und auch die jüngere Schwester Martina. Geflohen vor dem Franco-Regime in Spanien nach Ostberlin in den 50er Jahren. Der kommunistische Vater integriert sich schnell und spricht nur noch Deutsch mit den Kindern, die Mutter Spanisch. Sie hat Sehnsucht nach der Heimat. Der Roman erzählt uns über 30 Jahre wie es Katja ergeht. Ihr wird zunächst ein Leben durch die Eltern übergestülpt, dem auch sie sich im Laufe der Zeit entzieht, da sie mit ihrer großen Liebe in den Westen flieht, Johannes. Auch sie ist nun im Exil und kann nachfühlen was bereits ihre Mutter in der Einsamkeit Ostberlins erfahren hat. Der Debütroman der 1981 geborenen Spanierin Aroa Moreno Durán wurde in Spanien gefeiert und bekam den ‚Premio del Ojo Critico‘. Er ist auf den wenigen 172 Seiten eine gelungene Spanisch-Deutsch-Deutsche-Geschichte und das fabelhaft übersetzt von Marianne Gareis. Wirklich großartig ist die plastische kurzgehaltene Beschreibung des Erzählten, wie die Einsamkeit und Isolation auf Menschen wirkt und sie bricht. Das schmerzhafte Exil, bei aller Überzeugung tut einfach weh und kann hier von Eltern und Kindern in eigener Dynamik noch mal anders verstanden werden. Denn die Entfremdung durch den doppelten Bruch, erst von Spanien nach Ostberlin und dann wiederum mit Westdeutschland erlaubt einen Blick hinter die Entwurzelung durch ideologisches Getriebensein. Wirklich äußerst lesenswert!

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    5/5

    16.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gebrochene Identitäten ‚Die…

    Gebrochene Identitäten ‚Die Tochter des Kommunisten‘, das ist Katja und auch die jüngere Schwester Martina. Geflohen vor dem Franco-Regime in Spanien nach Ostberlin in den 50er Jahren. Der kommunistische Vater integriert sich schnell und spricht nur noch Deutsch mit den Kindern, die Mutter Spanisch. Sie hat Sehnsucht nach der Heimat. Der Roman erzählt uns über 30 Jahre wie es Katja ergeht. Ihr wird zunächst ein Leben durch die Eltern übergestülpt, dem auch sie sich im Laufe der Zeit entzieht, da sie mit ihrer großen Liebe in den Westen flieht, Johannes. Auch sie ist nun im Exil und kann nachfühlen was bereits ihre Mutter in der Einsamkeit Ostberlins erfahren hat. Der Debütroman der 1981 geborenen Spanierin Aroa Moreno Durán wurde in Spanien gefeiert und bekam den ‚Premio del Ojo Critico‘. Er ist auf den wenigen 172 Seiten eine gelungene Spanisch-Deutsch-Deutsche-Geschichte und das fabelhaft übersetzt von Marianne Gareis. Wirklich großartig ist die plastische kurzgehaltene Beschreibung des Erzählten, wie die Einsamkeit und Isolation auf Menschen wirkt und sie bricht. Das schmerzhafte Exil, bei aller Überzeugung tut einfach weh und kann hier von Eltern und Kindern in eigener Dynamik noch mal anders verstanden werden. Denn die Entfremdung durch den doppelten Bruch, erst von Spanien nach Ostberlin und dann wiederum mit Westdeutschland erlaubt einen Blick hinter die Entwurzelung durch ideologisches Getriebensein. Wirklich äußerst lesenswert!

  • Kaffeeelse

    4/5

    23.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vom Regen in die Traufe

    Eine spanische Familie flieht vor dem Franko-Regime und wählt dafür die Deutsche Demokratische Republik als ihren Zufluchtsort aus. Der Vater, der titelgebende Kommunist, zieht dafür die notwendigen Strippen, die Familie, die Mutter und die beiden Töchter Katia und Martina, folgen. Sie tun dies notgedrungen, denn in Spanien droht der Tod, dennoch hat ein Dasein in der Fremde natürlich seine Tücken, besonders wenn die Familie von einem Regime ins nächste wechselt. Aber dies kommt erst nach und nach heraus. Aber auch das normale Leben in der Fremde ist neu und anders, ebenso wie die Sprachbarriere natürlich behindert. Die Mutter spricht weiter Spanisch, sie fühlt sich in der Fremde nicht wohl, vermisst ihre Familie, weigert sich Deutsch zu lernen. Der Vater hat Deutsch gelernt und versucht sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Und auch die Töchter lernen Deutsch. Dennoch hat dieses Herausreißen aus dem Bekannten natürlich Folgen, auch für die Bindungen in der Familie. Denn man darf die Zeit nicht vergessen in der dieses Ankommen der Familie in Deutschland handelt, nämlich in diesem Mief der 50er Jahre, in einer patriarchalen Zeit. Ein Patriarchat, welches in der Zeit der Republik in Spanien versucht wurde etwas aufzuweichen, dennoch geschah auch dies leider etwas halbherzig. Und im gutbürgerlichen Mief in Deutschland ist von einer Veränderung natürlich keine Spur, in diesem Reich der Männer passiert alles in einer patriarchalen Denke und auch dies hat natürlich Folgen in der Familie. Denn auch Katia bricht aus, lernt einen jungen westdeutschen Mann kennen, verliebt sich, ist jung und auch dumm. Sie lässt sich überreden ihm in den Westen zu folgen, verlässt aber irgendwie nur ein Gefängnis und tauscht es durch ein anderes aus. Denn der Glanz des Verliebtseins blättert schnell ab und darunter kommt die hässliche Fratze des Biedermanns zum Vorschein. Und nun ist auch Katia allein, ohne ihre Familie, wie auch schon die Mutter. Ihre Versuche die Eltern zu kontaktieren, gehen irgendwie ins Leere und die sehr naive Katia begreift auch nicht, was sie ihrer Familie durch ihre Flucht angetan hat. Und als sie dies begreift, ist es natürlich zu spät. Das Buch ist aus der Sicht der Katia verfasst und deren naive Denke geht mir leider auf den Nerv, dennoch ist solch ein Erleben ja real. Denn diese naiven Zeitgenossen gibt es ja. Deswegen gab es dann doch 4 Sterne von mir. Denn spannend ist die Geschichte. Nur dieses kleine Naivchen hat mich etwas aufgeregt, aber gut, der Vater war politisch überzeugt und auch dadurch war ein differenziertes Betrachten der Umgebung leider nicht möglich. Und das Fremdsein in der DDR ermöglicht alles Übrige. Von daher finde ich das Geschilderte stimmig, auch wenn mich die kleine süße und auch sehr egoistische Katia sehr aufgeregt hat durch ihre Dummheit.

Kundinnen und Kunden meinen

5

3

4

1

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (4)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Die Tochter des Kommunisten