Rezension
Ein Buch über Roma in Lettland, über die Ausgrenzung und Großwerden. Über Beziehung und Freundschaft, über Mutter und Tochter. Über Kinder aus Heimen und fehlende Familien. Eine Mischung aus Traurigkeit und Zuversicht begleitete mich durch das Buch. Insgesamt aber eine schöne Geschichte. A. Niquet - Rezensentin bei NetGalley, 10.01.2026
Laura Vinogradova hat einen eindringlichen Roman über Herkunft, Ausgrenzung und die Suche nach Zugehörigkeit, mit großer emotionaler Tiefe und literarischer Klarheit geschaffen. Man liest eine generationsübergreifende Geschichte, die sich mit den Schattenseiten des Erwachsenwerdens auseinandersetzt. Die Protagonisten Sanna und Andrejs, beide geprägt durch ihre Kindheit im Heim, kämpfen nicht nur mit äußeren Vorurteilen, sondern auch mit inneren Dämonen. Ihre Liebesgeschichte ist keine romantisierte Erzählung, sondern ein realistisches Ringen um Nähe, Verantwortung und Selbstakzeptanz. Die Suche nach einem Platz in der Welt zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte – sowohl für die Eltern als auch für ihre Tochter Lia. Die Beziehung zwischen Sanna und Andrejs wird durch die Geburt ihrer Tochter auf eine neue Ebene gehoben. Die Erzählweise ist ruhig, aber intensiv sie lebt von den inneren Konflikten und der psychologischen Tiefe der Charaktere. Beim Lesen ist mir die Darstellung der Roma-Identität aufgefallen. Diese wird sensibel, differenziert und ohne Klischees geschildert. Diese Geschichte hallte bei mir noch einige Zeit nach. Wer Geschichten über das Erwachsenwerden sucht ist hier genau richtig. J. Kaiser - Rezensent bei NetGalley, 15.11.2025
Ein berührendes Werk, das von so zeitlosen Themen wie Schuld, Hinterfragen der Jugendideale und dem extrem einengenden Leben handelt. Codere, Rezension bei Hugendubel
Der Mediathoughts Verlag hat mit dem vorliegenden Buch aus der Reihe Literatura Baltica, die Literatur aus Estland, Lettland und Litauen enthält, ein Werk herausgebracht, das für mich zu den Highlights dieses Jahr zählt. Der zweite Band, mit dem der Verlag eigenen Worten zufolge die Reise durch die baltische Literatur fortsetzt, überrascht mit einer schönen Sprache, Sätzen, die ins Herz treffen, sowie einer Geschichte, die sehr berührend ist und zum Nachdenken anregt. Es geht um Fragen nach der Herkunft und der Zugehörigkeit, um die Suche nach der eigenen Identität, aber auch darum, was Familie ist, und wer dazu zählt. Können wir unserer Bestimmung entkommen und wenn ja, was macht das mit uns? Dieses Buch zog mich in die Geschichte rein und ließ mich bis zur letzten Seite nicht mehr los. Ich habe Sanna und Lia begleitet, ihnen zur Seite gestanden, ihre Fehler gesehen, hab mit ihnen gelacht und geweint, habe mich über sie geärgert, aber auch manches mal mit ihnen gefreut. Tief berührt legte ich das Buch zur Seite und hatte das Gefühl, ein ganzes Leben hinter mir zu lassen, obwohl es doch gerade erst begonnen hat. Große Leseempfehlung gibt es dafür von mir. mimitatis_buecherkiste, Rezension bei Thalia
Wo meine Wurzeln sind Es fällt mir gar nicht leicht, dieses Buch in wenigen Worten zusammenzufassen. Die Figuren sind so lebendig und vielschichtig, allen voran Tante Rita. Sie hat Andrejs unter ihre Fittiche genommen - und was für eine Frau sie ist! Exzentrisch, witzig, cool und gleichzeitig unglaublich warmherzig. Mit ihr hatte ich beim Lesen richtig Spaß. Das Buch behandelt Themen wie die Suche nach den eigenen Wurzeln, Überforderung im Muttersein, Diskriminierung und Einsamkeit - aber ebenso Liebe, Hoffnung und Zusammenhalt. Ein Roman, den ich bislang hier noch nicht gesehen habe - völlig zu Unrecht! Von mir gibt es eine ganz große Leseempfehlung. Bewertungsnummer: 2653530, Rezension bei Thalia
Eine berührende Suche nach Wurzeln und Zugehörigkeit Ein Roman über die Suche nach Wurzeln und Zugehörigkeit, über Roma in Lettland und deren Diskriminierung, Aber auch über Hoffnung auf neue familiäre Bindungen und einen Platz im eigenen Leben. Teilweise traurig, aber auch voller Zuversicht, taucht man als LeserIn in diese so fremde und doch gefühlt so bekannte Welt Lettlands ein und begleitet die beiden Frauen auf ihrem nicht immer einfachen Weg. Einzig die gehäufte Verwendung des „Z-Wortes“ ohne jegliche zeitliche Einordnung zu Beginn oder am Ende des Romans schmälerte ein wenig meine Lesebegeisterung für diese berührende Geschichte, die dennoch unbedingt lesenswert ist. Buecherheidrun, Rezension bei Thalia