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Gebraucht Band 1

Der Kaffeegarten. Salz im Wind Ein Sylt-Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2021

Verlag

Knaur Taschenbuch

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

12,4/18,8/3,2 cm

Gewicht

362 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000905196

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Rezension

"Eine echt tolle Familien-Saga." Lea 20210818

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2021

Verlag

Knaur Taschenbuch

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

12,4/18,8/3,2 cm

Gewicht

362 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000905196

Herstelleradresse

Knaur Taschenbuch
Maria-Luiko-Straße 54
80636 München
DE

Email: service@holtzbrinckverlage.de

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  • zauberblume

    aus Altdorf

    5/5

    08.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    „Salz und Wind – Der Kaffeegar…

    „Salz und Wind – Der Kaffeegarten“ aus der Feder der Bestsellerautorin Anke Petersen ist der Auftakt ein großen Familiensaga um ein Sylter Café und seine Geschichte. Der Inhalt: Obwohl sie ihre Eltern früh durch eine Sturmflut verloren haben, wachsen die Schwestern Matei und Elin behütet beim Kapitäns-Ehepaar Hansen in Keitum auf Sylt auf. Als Paul Hansen jedoch Anfang 1914 überraschend stirbt, stellt sich heraus, dass von seinem Vermögen nicht mehr viel übrig ist. Zusammen mit ihrer Ziehmutter Anna vermieten Matei und Elin Gästezimmer an Künstler und setzen bald all ihre Hoffnungen auf eine neue Idee: In dem altehrwürdigen Herrenhaus soll ein Kaffeegarten entstehen. An einem wunderschönen Sommertag ist es so weit – bunt gekleidete Gäste erfüllen das Haus endlich wieder mit fröhlichen Stimmen. Doch kaum ist das Glück zu den Hansens zurückgekehrt, ziehen mit dem Ersten Weltkrieg erneut dunkle Wolken auf … Schon das zauberhafte Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich sofort auf dieser zauberhaften Insel, genieße die Inselspaziergänge und lasse mir den Wind um die Nase wehen. Durch die tollen Beschreibungen der Autorin erwacht auch das Städtchen Keitum, in dem unsere Protagonistinnen wohnen, zum Leben. Gerne kehre ich auch in ihren bezaubernden Kaffeegarten ein, der ein wahres Schmuckstück geworden ist. Matei und Elin, liebenswerte Protagonistinnen, haben in ihrem Leben schon so manchen Schicksalsschlag hinnehmen müssen. Doch die beiden geben nie auf und schauen immer voller Tatendrang in die Zukunft. Rührend wie sie sich um ihre Ziehmutter kümmern. Leider macht ihnen der erste Weltkrieg schwer zu schaffen. Beeindruckend, wie uns die Autorin längst vergangene Geschichte nahe bringt. Beim Lesen dieser berührenden Lektüre wurde ich von vielen Emotionen übermannt und manche Szenen gingen mir besonders nahe. Gefreut habe ich mich über die herrlichen Rezept, die am Ende des Buches zu finden sind. Und die berühmten Friesenkekse werde ich sicher mal ausprobieren. Eine gelungener Auftakt, eine beeindruckende Lektüre, die ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Gerne vergebe ich für dieses Lesevergnügen 5 Sterne.

  • MarySophie

    5/5

    16.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Der Kaffeegarten - Salz im Wind

    Ich hatte einen wirklich sehr angenehmen und leichten Start in die Geschichte. Auf wenigen Seiten direkt am Anfang wird die gesamte Ausgangssituation dargelegt und man erhält einen ersten Blick auf Matei und Elin. Von den beiden Damen, die man durch die Geschichte begleitet, kann man sich einen ersten Eindruck machen und sie schon mal grob einschätzen, bevor man noch tiefere Einblicke in ihre Charaktere erhält. Und ebenfalls auf den ersten Seiten bekommt man als Leser bereits ganz wunderbare und zum Träumen einladende Bilder des Settings übermittelt, welches ich sehr sehr gern mochte. Diesen flüssigen und durchweg gelungenen Start in den Roman verdanke ich zu weiten Teilen auch der Schreibweise. Diese war äußerst angenehm, sie gibt gute und lebhafte Umschreibungen der Situationen, der Figuren und des Settings. Man kann Stimmungen, sowie Gedankengänge der Protagonisten gut nachvollziehen und erhält dadurch eine nette Nähe zu ihnen. Teilweise, besonders bei den Szenen im Herrenhaus, sowie in dem angrenzenden Garten, hatte ich lebendige Bilder vor Augen. Ich konnte mir diese Momente besonders gut und farbenreich vorstellen, sie hatten eine ganz besonders ansprechende und ruhige Aura, die äußerst angenehm und stimmig war. Ich finde, dass die Spannung meist nur sehr unterschwellig zu spüren ist. Ja, sie ist vorhanden, aber meistens wird die Geschichte ziemlich ruhig und beschaulich beschrieben. Man hechtet nicht von einer aufregenden Szene zur nächsten, oft werden normale Tage mit ganz normalen Tätigkeiten, aber auch Sorgen, Freuden und Gedanken beschrieben. Dieser bodenständige Unterton hat mir gut gefallen, man kann sich beim Lesen gut fallenlassen und ich hatte absolut keine Probleme der Handlung zu folgen. Es wird eine übersichtliche Menge an Drama eingebunden, welches aber irgendwie natürlich und nicht zu üppig daherkommt. Im Gegenteil: gerade dadurch werden die Schicksale lebendig und sie erscheinen realitätsnah. Und daher kam bei mir auch an keiner Stelle Langeweile auf, es waren keine Längen vorhanden und ich habe das Buch sehr gern in die Hand genommen habe, um noch tiefer in die Geschichte einzutauchen. Als absolut traumhaft, wundervoll beschrieben und meist sehr einladend hat sich das Setting gestaltet. Es gibt detailreiche und farbenfrohe Beschreibungen der Landschaft, aber auch der Gebäude. Ich habe es sehr genossen, mir jeden einzelnen Handlungsort vorzustellen und mit den Figuren über die Insel zu stromern. Auch bei den Protagonisten habe ich nichts zu meckern. Sie treten in einer recht überschaubaren Anzahl auf, haben Eigenheiten und herausragende Merkmale erhalten und sind in keiner Weise stereotyp. Egal ob ihm Spitznamen, ein wenig Dialekt oder hervorstechende Charakterzüge verliehen wurden: Ein jeder schafft es, sich aus der Masse hervorzuheben und mit seinen Taten, oft auch mit seinen Aussagen zu glänzen. Es entstehen richtige Typen, die die Handlung an den richtigen Stellen aufzulockern wissen, ihr aber auch den passenden Ernst verleihen. Fazit Ich hatte mit dem Buch sehr entspannte, unterhaltsame und schöne Stunden und mir ist es sehr leicht gefallen, mich auf die Geschichte einzulassen. Mir fällt absolut kein Punkt ein, der mir beim Lesen missfallen ist oder den ich als nicht rund und stimmig empfand. Es liegt eine schlüssige und solide Geschichte vor, die vor allem durch ihre stimmungsvolle Schreibweise und das unglaubliche Setting überzeugen kann. Als I-Tüpfelchen gibt es noch einige historische Details, sowie einen angenehm ruhigen Ton, der mit gezielten aufregenderen Szenen zu überzeugen weiß. Das alles lässt eine wunderbare und feine Geschichte entstehen, die mir sehr gut gefallen hat und auf deren Fortsetzung ich mich riesig freue!

  • Dreamworx

    aus Berlin

    4/5

    30.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Gelungener Auftakt mit Inselflair

    1914. Die Schwestern Matei und Elin haben in Keitum auf Sylt beim Kapitäns-Ehepaar Hansen ein gutes Zuhause gefunden, nachdem ihre Eltern bei einer Sturmflut ums Leben kamen. Als Paul Hansen stirbt, haben alle an seinem Tod schwer zu tragen, ebenso schlimm ist allerdings auch, dass keinerlei Geld mehr da ist, da Paul in ein Unternehmen investiert hat, das bankrott ging. Gemeinsam mit Ziehmutter Anna sind sie gezwungen, ihren Lebensunterhalt irgendwie zu bestreiten, deshalb vermieten sie in dem alten Haus Zimmer an Urlauber und Künstler. Die Idee, die Gäste mit eigenen Backleckereien im dafür gestalteten Kaffeegarten zu verwöhnen, erweist sich recht schnell als erfolgreicher Schachzug. Allerdings währt das Glück über die positive Wendung nicht lang, als der Erste Weltkrieg ausbricht… Anke Petersen hat mit „Der Kaffeegarten-Salz im Wind“ den Auftaktband ihrer neuen Kaffeegarten-Trilogie vorgelegt, die nicht nur einiges an Inselfeeling mitbringt, sondern auch mit einer gefühlvollen Geschichte unterhalten kann. Der flüssige, detaillierte und bildhafte Erzählstil lässt den Leser eine Zeitreise ins letzte Jahrhundert antreten, um sich dort im Hansen-Haushalt auf Sylt einzunisten und dessen Bewohnerinnen bei ihrem Leben auf Schritt und Tritt zu folgen und ihre jeweilige Gefühls- und Gemütslage schnell zu erfassen. Plötzlich unvermögend sind zündende Ideen gefragt, damit die drei Frauen ein Auskommen haben. Die Einrichtung des Kaffeegartens wird ebenso farbenfroh beschrieben, wie die Sylter Landschaft, die zu Strandspaziergängen einlädt, um sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Die Autorin hat ihre Geschichte nicht nur mit gut recherchiertem historischem Hintergrund versehen, sondern vermittelt dem Leser auch die Feinheiten des Insellebens und der dort verankerten Bewohner. Die Geschichte erstreckt sich über die Jahre 1914 bis 1918 und beinhaltet den Zeitraum des Ersten Weltkrieges, dessen Auswirkungen auch vor den Inselbewohnern nicht Halt machen, denn nicht nur die Gäste bleiben der Insel fern, auch Lebensmittelknappheit sowie der eine oder andere Verlust trifft so manchen. Gerade die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander werden von der Autorin sehr gut in Szene gesetzt und zeigen auf, wie schnell sich ein gutes Blatt in ein schlechtes verwandeln kann. Die Charaktere wurden liebevoll ausgestaltet und mit individuellen Ecken und Kanten versehen, die sie dem Leser näher bringen und ein Mitbangen, Mithoffen und Mitfiebern erleichtern. Matei und Elin erscheinen wie eine eingeschworene Einheit, haben sie doch schon in jungen Jahren einen herben Schicksalsschlag verkraften müssen. Matei ist eine sympathische junge Frau, der das Leben einiges abverlangt, doch sie lässt sich nicht unterkriegen, was ihr zusätzlich Stärke verleiht. Elin dagegen wirkt oftmals optimistischer als ihre Schwester, zeitweilig ist sie aber auch noch sehr naiv, was sich im Verlauf der Handlung verwischt. Anna ist eine liebenswerte Frau, die Wärme und Herzlichkeit ausströmt und dem Leben die Stirn bietet. Aber auch die Inselbewohner tragen mit ihrer dialektgefärbten Sprache und ihren Auftritten zur Farbigkeit der Geschichte bei. „Der Kaffeegarten-Salz im Wind“ ist ein gelungener historischer Trilogie-Auftakt vor bildhaftem Inselsetting, der schon jetzt die Neugier auf den Fortlauf der Geschichte schürt. Sehr kurzweilig und unterhaltsam zu lesen, ist hier eine Leseempfehlung mehr als verdient!

  • Lesefuchs - Bücher mit Herz

    aus Bargteheide

    4/5

    30.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Das Herrenhaus in Keitum

    Anke Petersen hat 2019/2020 bereits eine dreiteilige Familien-Saga geschrieben, die auf einer Nordfriesischen Insel spielt – Die Amrum-Saga, in der es um das Hotel Inselglück geht. Die neue Familie-Saga beschränkt sich dieses Mal auf zwei Bände. Die Autorin entführt uns auf die Insel Sylt. Anke Petersen ist ein Pseudonym. Sie kommt eigentlich gar nicht aus dem Norden Deutschlands. Aber durch ihre Familienurlaube hat sie Land, Leute und Sprache sehr gut studiert, so dass man ihr diese Bücher abnimmt. Und sie streut sogar immer ein wenig Plattdütsch in ihre Texte mit hinein. Der erste Teil des neuen Roman „Salz im Wind“ beginnt im Februar 1914. Der Ziehvater Paul ist gerade gestorben und lässt die jungen Schwestern Elin und Matei mit ihrer Ziehmutter, der Amerikanerin Anne, im Herrenhaus zurück. Zu ihrem Unglück müssen die drei Frauen erfahren, dass Paul leider sein Geld falsch investiert hatte und nun bankrott ist. Das Haus können sie noch halten, aber dann wird es sehr schwierig. Zum Glück begegnet Elin, die ältere der beiden Schwestern, auf dem Friedhof Wiebke Olsen. Elin lädt Wiebke zum Kaffee ins Herrenhaus ein. Und Wiebke ist beeindruckt von dem Haus, hat aber auch gleich dessen Möglichkeiten im Blick. Sie hatte nämlich ein eigenes kleines Café, was ihr allerdings durch eine Sturmflut geraubt wurde. Und nun sieht sie Potential in diesem Herrenhaus. Ihr Vorschlag lautet, dass das Herrenhaus eine Pension wird. Sie wird die Küche übernehmen und erhält dafür Kost und Logis. Zum Glück gehört zu dem Herrenhaus auch noch ein altes Reetdachhaus, in das die vier Frauen umziehen, so dass sie das Herrenhaus komplett für zahlende Gäste verwenden können. Und da zu dem Grundstück auch noch ein wunderbarer Garten mit alten Ulmen als Schattenspendern gehört, wollen sie in den Sommermonaten zusätzlich ein Kaffeegarten eröffnen. Wiebke backt ausgesprochen leckere Kuchen, so dass mir bereits beim Lesen das Wasser im Munde zusammengelaufen ist. (Im Anhang gibt es zwei Rezepte zum Nachbacken!) Die vier Frauen legen sofort los. Und da das Herrenhaus in Keitum liegt, eine Ecke Sylts, die bei Malern sehr beliebt ist, finden sie auch schnell zahlende Gäste. Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus. Alle Männer werden eingezogen. Alle Gäste müssen die Insel verlassen. Was soll nun aus Anne, Elin, Matei und Wiebke werden? Ein schöner Schmöker, der langsam Fahrt aufnimmt. Ein Roman, der uns einiges zur Geschichte Sylts erzählt. Mehr als eine Liebesgeschichte. Mehr als eine Katastrophe. Aber gerade die patente Wiebke hat für fast alles eine Lösung. Oftmals ist es der Kuchen, der Leib und Seele zusammenhält. Der Roman endet 1918 mit dem Waffenstillstand. Ich habe den ersten Band gerne gelesen und freue mich nun auf den zweiten Band „Die Farbe des Meeres“, der als e-book am 01.06. und als Taschenbuch am 01.07.2021 erscheinen wird. Anke Petersen hat das Sylt-Gefühl, wie es wohl Anfang des 20. Jahrhunderts herrschte, gut eingefangen. Ich habe den Schlick gerochen, das Salz geschmeckt. Und ich sehe die wunderbaren reetgedeckten Häuser mit ihren zauberhaften Bauerngärten direkt vor mir. Dazu immer einmal ein wenig Plattdütsch. Die Geschichte ist flüssig erzählt. Die einzige Schwierigkeit sind die teilweise für uns ungewohnten friesischen Namen wie Elin, Matei, Bente und Kresde, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Gerne hätte ich allerdings noch mehr über die Künstler und ihre Kunst in diesem Roman gelesen. Mir persönlich gefiel die Amrum-Saga besser. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass dort mehr Handlung war. Ich kann den Finger nicht direkt in die Wunde legen, aber irgendwie verlief trotz aller Schicksalsschläge die Handlung zu glatt. Es fehlte ein Widerpart, wie es ihn in der Amrum-Saga gab. Trotzdem ist es ein schöner Schmöker über die jüngere Geschichte der Urlaubsinsel Sylt.

  • Dreamworx

    aus Berlin

    4/5

    18.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Gelungener Auftakt mit…

    Gelungener Auftakt mit Inselflair 1914. Die Schwestern Matei und Elin haben in Keitum auf Sylt beim Kapitäns-Ehepaar Hansen ein gutes Zuhause gefunden, nachdem ihre Eltern bei einer Sturmflut ums Leben kamen. Als Paul Hansen stirbt, haben alle an seinem Tod schwer zu tragen, ebenso schlimm ist allerdings auch, dass keinerlei Geld mehr da ist, da Paul in ein Unternehmen investiert hat, das bankrott ging. Gemeinsam mit Ziehmutter Anna sind sie gezwungen, ihren Lebensunterhalt irgendwie zu bestreiten, deshalb vermieten sie in dem alten Haus Zimmer an Urlauber und Künstler. Die Idee, die Gäste mit eigenen Backleckereien im dafür gestalteten Kaffeegarten zu verwöhnen, erweist sich recht schnell als erfolgreicher Schachzug. Allerdings währt das Glück über die positive Wendung nicht lang, als der Erste Weltkrieg ausbricht… Anke Petersen hat mit „Der Kaffeegarten-Salz im Wind“ den Auftaktband ihrer neuen Kaffeegarten-Trilogie vorgelegt, die nicht nur einiges an Inselfeeling mitbringt, sondern auch mit einer gefühlvollen Geschichte unterhalten kann. Der flüssige, detaillierte und bildhafte Erzählstil lässt den Leser eine Zeitreise ins letzte Jahrhundert antreten, um sich dort im Hansen-Haushalt auf Sylt einzunisten und dessen Bewohnerinnen bei ihrem Leben auf Schritt und Tritt zu folgen und ihre jeweilige Gefühls- und Gemütslage schnell zu erfassen. Plötzlich unvermögend sind zündende Ideen gefragt, damit die drei Frauen ein Auskommen haben. Die Einrichtung des Kaffeegartens wird ebenso farbenfroh beschrieben, wie die Sylter Landschaft, die zu Strandspaziergängen einlädt, um sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Die Autorin hat ihre Geschichte nicht nur mit gut recherchiertem historischem Hintergrund versehen, sondern vermittelt dem Leser auch die Feinheiten des Insellebens und der dort verankerten Bewohner. Die Geschichte erstreckt sich über die Jahre 1914 bis 1918 und beinhaltet den Zeitraum des Ersten Weltkrieges, dessen Auswirkungen auch vor den Inselbewohnern nicht Halt machen, denn nicht nur die Gäste bleiben der Insel fern, auch Lebensmittelknappheit sowie der eine oder andere Verlust trifft so manchen. Gerade die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander werden von der Autorin sehr gut in Szene gesetzt und zeigen auf, wie schnell sich ein gutes Blatt in ein schlechtes verwandeln kann. Die Charaktere wurden liebevoll ausgestaltet und mit individuellen Ecken und Kanten versehen, die sie dem Leser näher bringen und ein Mitbangen, Mithoffen und Mitfiebern erleichtern. Matei und Elin erscheinen wie eine eingeschworene Einheit, haben sie doch schon in jungen Jahren einen herben Schicksalsschlag verkraften müssen. Matei ist eine sympathische junge Frau, der das Leben einiges abverlangt, doch sie lässt sich nicht unterkriegen, was ihr zusätzlich Stärke verleiht. Elin dagegen wirkt oftmals optimistischer als ihre Schwester, zeitweilig ist sie aber auch noch sehr naiv, was sich im Verlauf der Handlung verwischt. Anna ist eine liebenswerte Frau, die Wärme und Herzlichkeit ausströmt und dem Leben die Stirn bietet. Aber auch die Inselbewohner tragen mit ihrer dialektgefärbten Sprache und ihren Auftritten zur Farbigkeit der Geschichte bei. „Der Kaffeegarten-Salz im Wind“ ist ein gelungener historischer Trilogie-Auftakt vor bildhaftem Inselsetting, der schon jetzt die Neugier auf den Fortlauf der Geschichte schürt. Sehr kurzweilig und unterhaltsam zu lesen, ist hier eine Leseempfehlung mehr als verdient!

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