Produktbild: Im Menschen muss alles herrlich sein
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Im Menschen muss alles herrlich sein Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2021 und ausgezeichnet mit dem Preis der Literaturhäuser 2022

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.10.2022

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

380

Maße (L/B/H)

19/12/3 cm

Gewicht

350 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000897569

Beschreibung

Rezension

»Sasha Marianna Salzmanns Roman, der mit einer intensiven und bildreichen Sprache überzeugt, bietet eine andere Version der Erzählung, eine Perspektive jenseits von Klischees und dem schon hundertmal so Gelesenen.« ("neues deutschland")
»Sasha Salzmann ist ein fulminantes Buch geglückt ... [das] vor Erzähllust nur so vibriert.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»[Sasha Marianna] Salzmann erzählt zugewandt, ihren Protagonistinnen wie dem Publikum gegenüber. Als würde sie aus der Einsamkeit, dem Idiosynkratischen des Schreibens ein großes soziales Vertrauen schöpfen.« ("DIE ZEIT")
»Selten ist so umfassend und persönlich eindringlich beschrieben worden, wie das Ende der UdSSR den Menschen immer noch in den Knochen steckt.« ("der Freitag")
»Im Menschen muss alles herrlich sein überzeugt vor allem als einfühlsame und schonungslose Mentalitätsstudie.« ("Jüdische Allgemeine")
»Zu loben ist die sinnlich konkrete Sprache, die der Fülle der Eindrücke und Gefühle jederzeit gerecht wird. Eigenwillige, allegorisch aufgeladene Bilder kehren wieder und prägen sich ein ... Zu Recht steht Im Menschen muss alles herrlich sein auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.« ("Der Tagesspiegel")
»Einer der herausragendsten Romane der deutschen Gegenwartsliteratur in meinen Augen - unbedingt lesen!« ("SWR2 lesenswert Magazin")
»Schöner kann man vom Schmerz um Verlorenes nicht erzählen.« ("Deutschlandfunk Kultur")

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Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.10.2022

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

380

Maße (L/B/H)

19/12/3 cm

Gewicht

350 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000897569

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    11.09.2021

    eBook (ePUB)

    Von der Sowjetunion nach Jena

    Die Dramaturgin und Autorin Sasha Marianna Salzmann wurde in der Sowjetunion geboren. In dem Roman „Im Menschen muss alles herrlich sein“ zeichnet sie mit gutem Stil, ein Bild von ihrer Protagonistin Lena. Sie erzählt von der Korruption des Regimes. Nur durch Bestechung kann man studieren. Lena übersiedelt mit Mann und Tochter 2017 nach Deutschland. Dann wird Lena schon 50 Jahre alt. Dazwischen erfährt man nicht viel, erst ihre Tochter Edi erinnert sich Die Charaktere der Figuren sind besonders vielseitig und direkt entwickelt. Die Autorin bringt die Emotionen gut zur Geltung. Sie hat diese Geschichte spannend geschrieben. Der Roman ist gut durchdacht und ist ein guter Anwärter für den Deutschen Buchpreis.

  • Miss.mesmerized

    4/5

    12.09.2021

    eBook (ePUB)

    Sasha Marianna Salzmann - Im Menschen muss alles herrlich sein

    Lena wächst im ukrainischen Teil der Sowjetunion auf. Die Sommer darf sie bei der Großmutter in Sotschi verbringen, doch als sie zur Schule kommt, beginnt der Ernst des Lebens und die Eltern wissen, wie wichtig Leistung in der UDSSR ist. Das ganze Jahr über pauken, bevor dann das Pionier-Lager die langen Ferien füllt. Früh schon ist ihre Mutter krank, die Ärzte scheinen nicht helfen zu können, was bei der kleinen Lena den Wunsch nach einem Medizinstudium weckt. Doch gute Leistungen allein genügen nicht, das Land ist korrupt und ohne die richtigen Menschen und entsprechende Zahlungen sind auch Bestnoten nichts wert. Sie kann sich den Traum erfüllen, ist erfolgreich, doch als das Land zusammenbricht, steht sie vor dem nichts und muss mit ihrer Familie in der Ferne neu beginnen. Sasha Marianna Salzmanns Roman „Im Menschen muss alles herrlich sein“ springt über Generationen und Grenzen, der rote Faden bildet die Sprachlosigkeit der Töchter und Mütter. So wie Lenas Mutter und Großmutter in der beengten Wohnung in Gorlowka in der Oblast Donezk nicht zu einander finden, die eine schwerkrank, die andere die Freiheit am Schwarzen Meer vermissend, sind es später Lena und ihre Tochter Edi, die einander nicht verstehen, ebenso wie Lenas Freundin Tatjana und deren Tochter Nina. Sie habe allen Vorstellungen und Vermutungen über die anderen, der Mangel an Kommunikation jedoch führt sie immer wieder aneinander vorbei statt zueinander hin. Dramaturgisch dreht sich die Geschichte im Kreis, beginnt in der Gegenwart in Deutschland, kehrt in Lenas sowjetische Kindheit zurück und nähert sich wieder an. Von Kindern mit großen Träumen, die ihre Realität jedoch nicht erfüllen kann, von Sprachlosigkeit in der Familie und dem Wunsch, sich in die Umwelt möglichst geräuschlos einzufügen, um nicht aufzufallen und dazuzugehören, was jedoch keiner der Frauenfiguren gelingt. Für mich fügen sich zwar die Teile zu einem Gesamtbild, aber Lenas Lebensgeschichte über die drei letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts ist deutlich stärker als die nachfolgenden Handlungsteile. Sie wird als Charakter am greifbarsten, bekommt jedoch im Vergleich zu Edi, Tatjana und Nina auch den größten Raum, um sich zu entfalten. Es bleibt am Ende etwas Ratlosigkeit, wäre nicht mit der Flucht nach Deutschland schon der richtige Endpunkt gesetzt gewesen? Insbesondere Tatjanas Geschichte konnte mich kaum mehr erreichen, war auch zu wenig verbunden mit Lenas Vergangenheit, als dass sie für mich logische Handlungskonsequenz gewesen wäre. Die Autorin hat ein Händchen für Dramaturgie und kann begeisternd erzählen, wie auch ihr Roman „Außer sich“ empfinde ich den aktuellen jedoch etwas zu sperrig, alles andere als ein geschmeidiger Lesegenuss, was ihn jedoch auch wiederum interessant und zu einem würdigen Kandidaten für die Longlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises macht.

  • Bewertung

    aus Mainz

    4/5

    12.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lena wächst im ukrainischen…

    Lena wächst im ukrainischen Teil der Sowjetunion auf. Die Sommer darf sie bei der Großmutter in Sotschi verbringen, doch als sie zur Schule kommt, beginnt der Ernst des Lebens und die Eltern wissen, wie wichtig Leistung in der UDSSR ist. Das ganze Jahr über pauken, bevor dann das Pionier-Lager die langen Ferien füllt. Früh schon ist ihre Mutter krank, die Ärzte scheinen nicht helfen zu können, was bei der kleinen Lena den Wunsch nach einem Medizinstudium weckt. Doch gute Leistungen allein genügen nicht, das Land ist korrupt und ohne die richtigen Menschen und entsprechende Zahlungen sind auch Bestnoten nichts wert. Sie kann sich den Traum erfüllen, ist erfolgreich, doch als das Land zusammenbricht, steht sie vor dem nichts und muss mit ihrer Familie in der Ferne neu beginnen. Sasha Marianna Salzmanns Roman „Im Menschen muss alles herrlich sein“ springt über Generationen und Grenzen, der rote Faden bildet die Sprachlosigkeit der Töchter und Mütter. So wie Lenas Mutter und Großmutter in der beengten Wohnung in Gorlowka in der Oblast Donezk nicht zu einander finden, die eine schwerkrank, die andere die Freiheit am Schwarzen Meer vermissend, sind es später Lena und ihre Tochter Edi, die einander nicht verstehen, ebenso wie Lenas Freundin Tatjana und deren Tochter Nina. Sie habe allen Vorstellungen und Vermutungen über die anderen, der Mangel an Kommunikation jedoch führt sie immer wieder aneinander vorbei statt zueinander hin. Dramaturgisch dreht sich die Geschichte im Kreis, beginnt in der Gegenwart in Deutschland, kehrt in Lenas sowjetische Kindheit zurück und nähert sich wieder an. Von Kindern mit großen Träumen, die ihre Realität jedoch nicht erfüllen kann, von Sprachlosigkeit in der Familie und dem Wunsch, sich in die Umwelt möglichst geräuschlos einzufügen, um nicht aufzufallen und dazuzugehören, was jedoch keiner der Frauenfiguren gelingt. Für mich fügen sich zwar die Teile zu einem Gesamtbild, aber Lenas Lebensgeschichte über die drei letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts ist deutlich stärker als die nachfolgenden Handlungsteile. Sie wird als Charakter am greifbarsten, bekommt jedoch im Vergleich zu Edi, Tatjana und Nina auch den größten Raum, um sich zu entfalten. Es bleibt am Ende etwas Ratlosigkeit, wäre nicht mit der Flucht nach Deutschland schon der richtige Endpunkt gesetzt gewesen? Insbesondere Tatjanas Geschichte konnte mich kaum mehr erreichen, war auch zu wenig verbunden mit Lenas Vergangenheit, als dass sie für mich logische Handlungskonsequenz gewesen wäre. Die Autorin hat ein Händchen für Dramaturgie und kann begeisternd erzählen, wie auch ihr Roman „Außer sich“ empfinde ich den aktuellen jedoch etwas zu sperrig, alles andere als ein geschmeidiger Lesegenuss, was ihn jedoch auch wiederum interessant und zu einem würdigen Kandidaten für die Longlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises macht.

  • Bories vom Berg

    aus München

    3/5

    06.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unsentimentale Migrations-Gesc…

    Unsentimentale Migrations-Geschichte Mit dem bei Tschechow entlehnten Titel «Im Menschen muss alles herrlich sein» hat die in Wolgograd geborene Sasha Marianna Salzmann in ihrem zweiten Roman ironisch auf die Realität in der Sowjetunion hingewiesen. In dieser korrupten, menschen-verachtenden Diktatur wirkte die Aufforderung, etwas aus sich zu machen, nämlich wie der blanke Hohn. Die zwei Generationen umfassende Geschichte überspannt einen Zeitraum von fünf Jahrzehnten und demonstriert die Verhältnisse am Beispiel zweier Freundinnen und ihrer Töchter während der 1970er bis in die 1990er Jahre sowie ihre Schicksale nach der Emigration bis ins Jahr 2015. Die Feier zum 50ten Geburtstag von Lena, der wichtigsten Protagonistin, umschließt diesen zweiteilig aufgebauten Roman klammerartig. Im ersten Teil wird von ihrer Kindheit in Gorlowka erzählt, dem ehemaligen Kaliningrad in der heutigen Ukraine. Während der Sommerferien staunt sie bei ihrer Großmutter in Sotschi über die mondäne Gesellschaft in dem Badeort, die in krassem Kontrast steht zu den ärmlichen Verhältnissen, in denen ihre Oma dort lebt. Später verbringt die herausragende Schülerin ihre Ferien jeweils in einem Pionierlager und beendet schließlich die Schule mit Auszeichnung. Trotzdem fällt sie durch die Aufnahmeprüfung für ein Medizinstudium. Erst im zweiten Anlauf wird sie angenommen, weil ihre Mutter als Leiterin eines Chemiewerkes all ihre Beziehungen hat spielen lassen. Und wie Lena später als Ärztin erkennen muss, ist auch das Gesundheitswesen durch und durch korrupt. Mit 24 heiratet sie schließlich eine Partybekanntschaft und bekommt ihre Tochter Edita. Irgendwann gibt sie dann dem Drängen ihres jüdischen Mannes nach, in den Westen auszuwandern, sie landen in Jena. Eines Tages ruft dort die ehemalige Friseuse Tatjana an, eine gute Freundin ihrer Cousine aus Mariupol. Ihr deutscher Freund hat sie in Berlin sitzenlassen, nachdem sie schwanger wurde und Nina geboren hat. Nun bittet sie Lena um Hilfe und bekommt sie auch, die beiden Frauen werden beste Freundinnen. Ihre Töchter aber können wenig miteinander anfangen, die lesbische Edita als ewiges Enfant terrible und die eigensinnige Journalistin Nina sind gar zu verschieden. Eingebettet in diese multiperspektivisch erzählte Geschichte mit den doppelten Psychogrammen ihrer sich ebenso russisch-ukrainisch wie deutsch fühlenden Protagonistinnen sind genau beobachtete Szenen aus dem Alltag der völlig ungleichen Figuren. Allen gemeinsam sind ihre Probleme, sich in die deutsche Gesellschaft einzuleben, mit der sie sich streng rational auseinander setzen müssen, während die Heimat rein emotional beurteilt wird. Über Kinder heißt es an einer Stelle im Buch geradezu defätistisch: «Das Leben läuft einem aus dem Ruder, also setzt man ein weiteres Glied in diese Kette, in die man selbst eingespannt wurde. Dann ist man wenigstens dort nicht der letzte Depp, da kommt noch eine nach mir». Diese desaströsen Mutter-Tochter-Beziehungen sind einerseits geprägt von Verlusterfahrungen der Mütter und andererseits von der schwierigen Identitätssuche der Töchter. Die Männer aber sind allenfalls Randfiguren in diesem vielschichtigen Roman, über sie verliert die sich selbstbewusst als ‹nonbinär› outende Autorin kaum ein Wort. Der unsentimental erzählte Roman zeichnet mit geradezu sezierendem Blick und in wunderbar einprägsamen Bildern ein Panorama des auf die Perestroika folgenden Chaos, an den sich für die Migrantinnen ein dornenreicher Neuanfang anschließt. Ihr schwieriges Leben war mitbestimmt von ethnischen Spannungen und den politischen Konflikten im Donbas und im Kaukasus. Erzählerisch fehlt es aber auch nicht an Humor, wie er am deutlichsten bei der jüdischen Geburtstagsfeier am Ende zum Tragen kommt. Im zweiten Teil des Romans verliert sich diese Fabulierlust allerdings ein wenig und es entstehen Lücken im Erzählfluss dieses äußerst komplex gebauten Romans, der fast alles fühlbar macht, aber so gut wie nichts erklärt.

  • Juti

    aus HD

    2/5

    22.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zweiter Teil misslungen Ja,…

    Zweiter Teil misslungen Ja, gerne habe ich die Geschichte aus der Sowjetunion gelesen, wie Lena das Ferienlager erlebt und wie Bestechung ihr half Ärztin zu werden. Aber dann will sie plötzlich nach Deutschland. Und während ihre Beziehung mit einem Tscheschene in Russland für Aufsehen sorgt, habe ich mich während des gesamten zweiten Teils gefragt, was die familiäre Migrationsgeschichte in Deutschland mir sagen soll. Ich habe zügig bis zum Ende gelesen, aber ich habe durchgehalten, deswegen 2 Sterne. Elke Heidenreich und die Kritiker des Buches im Literarischen Quartett haben Recht.

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