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Der Siegeszug der Schafe von „Glennkill“ hält weiter an
Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Seine Schafe sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George seinen Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Unerbittlich folgen sie der Spur des Täters und kommen den Geheimnissen der Menschenwelt dabei nach und nach auf die Schliche – bis es ihnen schließlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Silke - Buchgespür -
5/5
01.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Philosophierende Grasfresser mit „Schafsinn“
Zu Schafen hatte ich sowieso schon immer irgendwie einen Draht, deshalb war die Grundidee für mich direkt reizvoll. Gleichzeitig hätte ich nie gedacht, dass mich dieser Roman nicht nur wegen seines ungewöhnlichen Konzepts, sondern vor allem wegen seiner menschlichen und tierischen Figuren so überzeugen würde.
Leonie Swann nimmt sich unglaublich viel Zeit für ihre Charaktere. Der Fall wird nicht einfach chronologisch erzählt. Das wäre viel zu einfach. Stattdessen versuchen die Schafe nach und nach zu verstehen, was mit ihrem Schäfer passiert ist, ermitteln gewissenhaft in alle Richtungen und setzen die Ereignisse mit Schafsinn zusammen. Dadurch verändert sich der Blick auf die Dorfbewohner ständig und hinter vielen Szenen ahnt man Hintergründe. Gerade weil der eigentliche Kriminalfall eben nicht so eindeutig ist, wie er zunächst wirkt, entstehen immer wieder kleine Plottwists, die ich wirklich herausragend fand.
Mich hat die Charakterdarstellung der Schafe wirklich tief bewegt. Sie haben mich an Figuren aus Fabeln erinnert, aber nicht mit der genreüblichen Distanz, sondern mit einer emotionalen Nähe zu mir als Leserin, dass ich mich durchaus umgehend als künftige Schäferin dieser ganz besonderen Herde zur Verfügung gestellt hätte. Miss Maple ist dabei eindeutig das klügste Schaf auf der Weide. Sie beobachtet messerscharf, zieht die richtigen Schlüsse und ist diejenige, die den Kriminalfall am besten durchdringen kann. Mopple dagegen vergisst kein einziges Detail und wird dadurch immer wieder wichtig für die Ermittlungen. Und dann gibt es noch das kleine Winterschaf, das anfangs eher wie ein bemitleidenswerter Außenseiter wirkt, im Verlauf der Geschichte aber eine viel größere Bedeutung bekommt. Ja ok, und knuddeln möchte man es halt auch einfach irgendwie.
Klug durchdacht ist, dass die Schafe die Menschen nicht nur beobachten und analysieren, sondern selbst zunehmend wie Menschen miteinander umgehen. Innerhalb der Herde entstehen Dynamiken, Streit, Unsicherheiten, Loyalität und Ausgrenzung. Die Tiere entwickeln Ängste, Erinnerungen und teilen sogar traumatische Erfahrungen mit, die ihr Verhalten prägen. Dadurch wirken sie nie bloß wie eine lustige Tierdetektive in einem Cosy Crime Fall , sondern wie vollständige Figuren mit eigenen Gedanken und Gefühlen, die einen spatenharten Mordfall aufdecken.
Die Gesellschaftskritik steckt dabei nicht nur in der Herde selbst, sondern auch in dem unglaublich scharfen Blick, den die Schafe auf die Dorfgemeinschaft werfen. Sie beobachten genau, wie Menschen miteinander umgehen, wie schnell geurteilt wird, wie Gerüchte entstehen oder wie manche Dorfbewohner ausgeschlossen werden. Gerade weil die Schafe viele menschliche Verhaltensweisen nicht vollkommen verstehen, entlarven ihre Beobachtungen oft besonders klug und manchmal auch ziemlich komisch, wie widersprüchlich Menschen eigentlich handeln.
Mehr als einmal musste ich beim Lesen wirklich lachen, weil manche Beobachtungen der Schafe so trocken und treffsicher formuliert sind. Dazu kommt die Sprache, die gleichzeitig humorvoll, raffiniert und angenehm leicht zu lesen ist. Der Krimi verliert trotz seiner ungewöhnlichen Idee, seiner zuckersüßen Protagonisten und seiner Komik nie seine Ernsthaftigkeit und genau deshalb konnte ich irgendwann kaum noch aufhören weiterzulesen.
Und heftige Lacher garantiert sind, hat mich „Glennkill“ am Ende emotional total getroffen. Jaaaaa… es könnte sein, dass ich das ein oder andere Tränchen verdrückt habe .
Isa_He
5/5
19.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Glennkill
Auf „Glennkill“ von Leonie Swann war ich schon sehr gespannt, da es sich hierbei um einen Krimi handelt, in dem Schafe eine besondere Rolle spielen. Und zwar sind sie maßgeblich daran beteiligt, den Mord an ihren Schäfer George Glenn aufzudecken.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen. Er ist angenehm zu lesen und leicht zugänglich, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet. Trotz der etwas ungewöhnlichen Perspektive aus Sicht der Schafe, wird die Handlung an keiner Stelle verwirrend, sondern entwickelt von Anfang an ihren ganz eigenen Charm. Die Idee, die Mordermittlungen aus Sicht der Schafsherde zu erzählen, macht das Buch für mich zu etwas besonderen, was man nicht alle Tage liest.
Die Schafe beobachten ihre Umgebung aufmerksam und haben den Vorteil, dass sie von den Menschen oft einfach übersehen und unterschätzt werden. Sie kombinieren Hinweise überraschend geschickt und versuchen so auf ihre ganz eigene Weise den Mord an ihrem Schäfer aufzuklären. Dabei bringen sie nicht nur Spannung in die Geschichte, sondern sorgen mit ihren Eigenarten immer wieder für humorvolle Momente. Gerade diese Mischung aus Kriminalfall und Szenen, bei denen man zum Teil sehr lachen musste hat mir persönlich einfach sehr gut gefallen.
Sehr gelungen ist der Autorin auch der individuelle Charakter der Herde. Jedes Schaf besitzt eigene Eigenschaften und hat eine ganz besondere Persönlichkeit und schnell merkt man, dass die Schafe von George Glenn wirklich etwas besonderes sind. Mopple The Whale, der niemals etwas vergisst, Miss Maple als klügstes Schaf der Herde oder der Widder Othello mit seiner für ein Schaf etwas düsteren Vergangenheit sind hier nur ein paar Beispiele für die Individualität der Herde und bleiben definitiv im Gedächtnis. Gerade durch diese unterschiedlichen Charakterzüge ergänzt sich die Herde hervorragend bei ihren Ermittlungen und so leistet jedes Schaf seinen Beitrag zur Aufklärung des Falls. Und hier wird schnell deutlich, dass viele Bewohner des Dorfes Geheimnisse verbergen, wodurch jeder den Mord an George begangen haben könnte. Ob die Schafe den wahren Täter aber überführen können und wie sie das anstellen, das müsst ihr selbst lesen.
Mir hat „Glennkill“ auf jeden Fall sehr gut gefallen. Ich mochte die Mischung aus Spannung und Humor sowie auch die komplett andere Ermittlersicht. Von mir gibt es fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Claudia R.
aus Berlin
5/5
14.05.2026
Buch (Taschenbuch)
schafsstarke Ermittlungen
Klappentext / Inhalt:
Ablösbares Filmcover | Ab 14. Mai in den deutschen Kinos – mit den Stimmen von Anke Engelke und Bastian Pastewka!
Im beschaulichen Glennkill liest der Schäfer George Glenn Abend für Abend seiner Herde Geschichten vor – auch mal einen Krimi. Als er dann selbst leblos im irischen Gras liegt, einen Spaten in der Brust, wissen die Schafe: Das war Mord. Aber wer hat den alten Schäfer umgebracht? Was war das Motiv? Und wie findet man einen Mörder?
Entschlossen suchen die Schafe nach Hinweisen, allen voran Miss Maple, das klügste Schaf der Herde (und vielleicht auch weit und breit). Zum Glück können sie sich von den vielen Geschichten inspirieren lassen, die sie über die Jahre zu hören bekommen haben. Zwischen Dorfkirche und Schäferwagen erwarten sie unzählige Rätsel, die sich nur mit einer Menge Scharf- und Schafssinn lüften lassen – dem Täter stets auf der Spur.
Und so nähert sich die Herde Schritt für Schritt, Huf für Huf, den Geheimnissen und Eigenarten der Menschenwelt …
Cover:
Das Cover finde ich klasse. Eigentlich findet man hier ein einziges Schaf, welches gut in Szene gesetzt wurde und so die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Da nun aber auch der Kinofilm zum Buch erscheint wurde das Cover des Filmplakates hier in ablösbarer Form über das eigentliche Cover gegeben. So ist die Verbindung zum Film gegen, wenn man aber die Ähnlichkeit der Cover der Reihe lieber erhalten möchte, so kann man das andere einfach ablösen. Eine tolle und interessante Idee.
Meinung:
Schafsstarke Ermittlungen und eine gelungene Mischung aus Unterhaltung, Humor und Spannung. Die Idee dahinter fand ich einfach klasse und die Ermittlungen aus Schafssicht sind auch einfach nur klasse. Schnell ist man um Geschehen, da der Mord recht zeitnah am Anfang passiert und schon folgen so einige Verstrickungen bis sich das Schafsknäul löst.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu bedeckt.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und locker lesen. Schnell findet man in Charaktere und Geschehnisse hinein. Die Sicht der Schafe ist klasse gewählt und sorgt für so manche Erheiterung. Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Anfänge sind gut gewählt und gut ersichtlich. Neben der Nummerierung gibt es auch kurz und passende Überschriften, die zugleich nicht zu viel verraten.
Klasse fand ich auch das kleine Daumenkino am unteren Rand des Buches. Denn wenn man die Seiten schnell durchblättert kann man die kleinen Illustrationen am unteren Rand in Bewegung versetzten. Eine tolle und niedliche Idee.
Die Geschichte selbst ist eine gute Mischung aus spannenden Ermittlungen und humorvoller Unterhaltung. In die Charaktere findet man gut hinein, auch wenn diese recht eigen sind. An der Seite von Miss Maple verfolgt man die Ermittlungen, welche sich anfänglich etwas verstricken, aber mehr und mehr entwirrt werden. Für tolle Unterhaltung ist hier auf jeden Fall gesorgt.
Fazit:
Schafsstarke Ermittlungen und eine gelungene Mischung aus Unterhaltung, Humor und Spannung.
Sandhaas
aus Bodenheim
5/5
03.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Gibt es wirklich Wolkenschafe?
Jeder kennt sie - Schäfchenwolken am Himmel. Aber gibt es auch Wolkenschafe? Wenn es nach den Schafen von Glennkill geht, gibt es die auf jeden Fall.
Leonie Swann hat mit ihren wolligen Helden einen wunderschönen Schafskrimi geschrieben. Als eines morgens Schäfer George tot mit einem Spaten in der Brust aufgefunden wird, sind die Schafe bestürzt und traurig, da sie glauben, dass mit George auch ihr Traum von einer Reise nach Europa gestorben ist. Jedes Schaf hat eine besondere Fähigkeit. Und genau das nutzt Miss Maple, das schlauste Schaf von Glennkill oder der ganzen Welt, geschickt aus.
Glennkill ist ein geschickt ausgedachter Kriminalroman, der natürlich von der detaillierten Darstellung der Schafe lebt. Und das Schafe stur sein können, daran lässt dieses Buch keinen Zweifel. Und so ermitteln diese beharrlich und konsequent, bis der Tod des Schäfers George aufgeklärt ist. Sehr schöne Wohlfühlkrimi!
Raunegger Benjamin
aus Klagenfurt am Wörthersee
5/5
24.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Humorvoll, klug und einfach anders
„Glennkill“ ist ein Kriminalroman, der sich wohltuend von der Masse abhebt. Die Geschichte wird aus der Perspektive einer Schafherde erzählt, die den Mord an ihrem Schäfer aufklären will – eine Idee, die hervorragend umgesetzt wurde.
Der besondere Reiz liegt im Humor, der durch die ungewöhnliche Sichtweise entsteht. Die Missverständnisse und Interpretationen der Schafe sorgen für viele unterhaltsame Momente.
Gleichzeitig bleibt die Handlung spannend und nachvollziehbar. Der Kriminalfall ist gut aufgebaut und wird überzeugend gelöst.
Ein rundum gelungenes Buch, das zeigt, dass ein Krimi auch anders funktionieren kann. Absolute Leseempfehlung!
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