A.J. Fikry, der Besitzer der einzigen Buchhandlung auf Alice Island, durchlebt eine schwere Zeit: Seit dem Tod seiner Frau zieht er sich völlig zurück, der Buchladen läuft schlechter denn je, und zu allem Überfluss wurde auch noch sein wertvollster Besitz, eine seltene Erstausgabe von Edgar Allan Poe, gestohlen. Doch als A.J. eines Tages eine überraschende Entdeckung im Laden macht, löst das eine Kette von Ereignissen aus, die sein Leben völlig auf den Kopf stellen - und ihn die Welt noch einmal mit ganz neuen Augen sehen lassen. So unterhaltsam wie berührend: eine unvergessliche Geschichte über Neuanfänge und zweite Chancen.
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Ein gewöhnlich erstaunliches Leben
Bewertung am 26.10.2025
Bewertungsnummer: 2637070
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Gabrielle Zevins Das erstaunliche Leben des A.J. Fikry ist eine leise, zugleich tief bewegende Geschichte über Verlust, zweite Chancen und die unerwartete Macht von Begegnungen. Im Mittelpunkt steht der Buchhändler A.J. Fikry, ein Mann, der sich nach dem Tod seiner Frau in Zynismus und Einsamkeit zurückzieht. Doch das Leben überrascht ihn, als ein kleines Mädchen in seinem Laden auftaucht und sein wohlgeordnetes, trauriges Dasein durcheinanderbringt. Aus dieser unscheinbaren Wendung entfaltet Zevin ein feines Porträt über Menschlichkeit, Liebe und das Weiterleben, wenn man längst aufgehört hat, daran zu glauben.
Was Zevins Stil so besonders macht, ist ihre Fähigkeit, das Alltägliche bedeutsam wirken zu lassen. Sie braucht keine großen Dramen oder überzogenen Emotionen – sie beobachtet genau, beschreibt einfach, ehrlich, manchmal mit leichtem Spott, aber immer mit Empathie. Ihre Dialoge sind witzig und klug, ihre Figuren fehlerhaft, aber liebenswert. Das Leben von A.J. Fikry ist nicht erstaunlich, weil es außergewöhnlich wäre, sondern weil es so normal ist: voller kleiner Enttäuschungen, zarter Hoffnungen und Momente, die man fast übersehen könnte.
Zevin gelingt es, aus dieser Schlichtheit Tiefe zu gewinnen. Sie zeigt, dass Liebe nicht perfekt sein muss, um echt zu sein, und dass Glück oft dort entsteht, wo man es nicht sucht. Der Roman ist kurz, aber vollkommen rund – kein Wort scheint zu fehlen. Er lässt einen lächelnd, ein bisschen wehmütig und doch tröstlich zurück. Ein Buch, das nicht laut beeindruckt, sondern still nachhallt – wie ein Gespräch, das man im Kopf weiterspinnt.
Wohlfühlbuch
A.Basan aus Garbsen am 26.09.2025
Bewertungsnummer: 2607827
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Als A.J. Fikry seine Frau verliert, beschließt er, die gemeinsame Buchhandlung so lange weiterzuführen, bis er sich totgetrunken hat. Zu allem Überfluss wird ihm auch noch eine wertvolle Erstausgabe von Edgar Allen Poe gestohlen. Doch wie das Leben manchmal so spielt: wenn einem etwas genommen wird, wird einem auch etwas gänzlich Unerwartetes dafür gegeben. Fikry fasst neuen Lebensmut und sich ein Herz, und bittet die neue Verlagsvertreterin um ein Date.
"Das erstaunliche Leben des A.J. Fikry" ist ein absolutes Wohlfühlbuch, ohne oberflächlich zu sein. Zu Anfang jeden Kapitels hat Fikry einen Buchtipp für seine Tochter gestellt. Und er vergleicht sein Leben gern mit Erzählmustern aus Romanen. Die Dialoge sind witzig und geistreich. In der Handlung tummeln sich lauter liebenswerte Charaktere.
Zevin erzählt von Verlust und Liebe, ohne zu dramatisieren. Toll ist natürlich auch das Setting: eine Inselbuchhandlung, in der die kleine Maya aufwächst, was nicht ohne Folgen für ihren Intellekt bleibt.
Der schönste Satz in diesem Buch kommt fast zum Schluss: "Ein Ort ohne Buchhandlung ist kein Ort".
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