Ein Obstgarten, drei Frauen, elf Briefe. Die Geschichte einer großen Liebe Hannah hat ihr ganzes Leben in Berllan Deg, einem kleinen Ort in Wales, verbracht. Anders als ihre Schwester Sadie, ist sie nie aus ihrem Elternhaus ausgezogen, nicht einmal nach ihrer Hochzeit mit John. Sie ist in diesem Haus und dem dazugehörigen Obstgarten verwurzelt, behandelt die Bäume, als gehören sie zur Familie. Als ihr Mann stirbt, ist Hannah das erste Mal allein. John, einst Schriftsteller und Imker, der die Welt durch die Sprache der Bienen zu verstehen lernte, hat ihr elf Liebesbriefe hinterlassen. Aber er hatte auch ein großes Geheimnis. Megan, Hannah und Sadie werden damit konfrontiert und begeben sich auf eine Reise durch die Erinnerung. »Wilder Honig« führt drei sehr unterschiedliche Frauen in einem zerbrochenen Eden zusammen und erzählt, wie sie es gemeinsam wieder aufbauen. Ein Buch über Schwesternschaft, die große Liebe und die Schönheit der Natur, die genauso gehegt und gepflegt werden muss wie eine Beziehung.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Antje Wree
aus Heidesee
5/5
09.10.2025
Hörbuch-Download
Sehr berührender Roman
Ich habe das Hörbuch angehört und war von den Stimmen begeistert. Maria Hartmann hat die Erzählerin und die weiblichen Rollen gesprochen und Walter Kreye hat die wunderbaren Briefe gelesen, die John seiner Frau hinterlassen hat.
Der Roman ist sehr ruhig. Es ist eine Geschichte zwischen Verlust und sich wieder finden, eine Geschichte über große unendliche Trauer, Enttäuschung, Verzeihen und Neubeginn.
John ist verstorben. Er war Hannahs Mann. Er hat ihr 11 Briefe hinterlassen und noch eine andere Überraschung, an der sie doch zuerst ziemlich zu knabbern hat.
John und Hannah waren seit ewigen Zeiten ein Paar. Sie mussten einen schrecklichen Verlust hinnehmen, da beide noch sehr jung waren und dennoch hat es sie nicht auseinandergebracht. Beide Elternhäuser waren alles andere als verständnisvoll, so dass John und Hannah es nicht wirklich leicht hatten. In das Trauerhaus von Hannah kommen dann noch ihre Schwester Sadie und die Überraschung. Man findet sich zusammen und lernt miteinander zu leben, zu trauern, zu arbeiten und ehrlich miteinander zu sein.
Johns Briefe haben mich besonders berührt. Er beschreibt seine tiefe Liebe zu seiner Frau und zu den Bienen. Beides vermischt sich etwas. Inhaltlich, was die Bienen betrifft, kann man bei John noch einiges lernen. Ich liebe Bienen und habe hier immer ganz besonders gut zugehört.
Mir hat Wilder Honig sehr gut gefallen. Irgendwie passt das Buch phantastisch in die Jahreszeit. Zum Ende ist gerade die Zeit der Apfelernte.
Angelika.Gizler
aus Traunreut
5/5
07.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderschöner naturverbundener Roman im Herzen von Wales
„Wilder Honig“ ist ein Roman der walisischen Autorin Caryl Lewis. Der Roman ist erschienen beim Klett-Cotta und umfasst 284 Seiten.
Das Cover zeigt eine Blumenwiese, die mich ein wenig an eine Landschaft zwischen Moor und Berge erinnert. Die Farben sind ruhig und das Bild sieht gemalt auf, was der Fantasie seinen Entfaltung lässt.
Er erzählt die Geschichte von Hannah, Sadie und Megan und von den 11 Briefen, die John noch vor seinem Tod an Hannah geschrieben hat. Ferner handelt er von Verziehen, von Trauer, von Enttäuschungen, von Neuanfängen, von der Liebe in verschiedenen Formen, von Verwirklichung, von Dankbarkeit und der Verbundenheit mit der Natur.
Der Roman spielt in einem kleinen Ort in Wales, Hannah hat diesen Ort nie verlassen. Nach dem Tod von John muss sie feststellen, dass er ein großes Geheimnis hat, dass sie mehr als nur enttäuscht. Sadie ihre Schwester, die zurückkommt, um Hannah in ihrer Trauer zu unterstützen, birgt auch so ihre Geheimnisse und zuallerletzt kommt Megan ins Spiel. Eine Tochter, die Hannah nie hatte.
Wie diese drei Frauen zueinanderfinden, sie achten lernen und sogar mehr als das, wird in diesem Roman langsam aufgebaut. Johns Briefe an Hannah, in denen er das Leben und die Liebe mit einem Bienenstock vergleicht, heilen Hannahs Verletztheit und nicht nur ihre. Außerdem kann Hannah sich endlich in ihrem Obstgarten verwirklichen und nicht nur Hannah wächst in ihm, sondern auch Megan findet ihren Weg in ihm. Aber auch Sadie findet endlich den Mut zu sich selbst zu stehen, aber auch hier bedarf es, ein wenig der Hilfe von ihrer Schwester.
Alles in allem ein sehr schöner Roman, allein schon wegen der Briefe von John an Hannah, die sehr wortgewandt und philosophisch angehaucht sind, wer kommt schon auf die Idee das Leben mit einem Bienenstock und ihren Mitbewohner zu vergleichen und dieses dann auf den Menschen zu übertragen.
Auch die Entwicklung der Frauen untereinander hat mich sehr berührt. Offenheit, sich berühren lassen, mutig sein, verzeihen können, wachsen können, zu sich selbst zu stehen, auch mal Gefühle stehen lassen können, immer den anderen im Blick behalten und vor allem über seinen Schatten springen können.
Die Sprache des Romanes und die darin enthaltenen Bilder haben mich sehr berührt und ich habe den Roman gerne gelesen.
Claire W.
aus Bayern
5/5
16.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
3 Frauen, die gemeinsam, in einem alten Obstgarten mit Bienen, einen emotionalen Neuanfang wagen!
In dem Roman "Wilder Honig" von Caryl Lewis, geht es um einen alten Obstgarten, Bienenvölker und die Geschichte dreier Frauen. Sie versuchen in einem idyllischen walisischen Garten einen Neuanfang zu schaffen und die Versäumnisse und Fehler der Vergangenheit, hinter sich zu lassen.
Hannah verliert ihren Mann John, er hinterlässt ihr seine Bienenvölker und elf Briefe. Als sein Geheimnis in diesen ans Licht kommt, beginnt für sie ein neuer Abschnitt. Werden Hannah ihre Schwester Sadie und Megan es schaffen mithilfe der Natur zu heilen, die Trauer, Wut und Enttäuschung zu überwinden?
Mir hat das Buch alles in allem sehr gut gefallen. Der Erzählstil ist ruhig und angenehm, der rote Faden klar erkennbar. Für mich sind ganz klar die Apfelbäume und die Bienen die Hauptcharaktere und die Menschen mehr die Randfiguren, auch wenn die Gefühle und Handlungen teilweise sehr emotional und tragisch sind. Für mich ist die Geschichte traurig, sie zeigt so viele verpasste Chancen auf obwohl sie auch zeigt, dass ein Neuanfang möglich ist. Stark ist, dass die Charaktere diesen nur schaffen, weil sie Verzeihen, heutzutage viel zu selten und ein wirkliches Vorbild. Die starke Verbindung zwischen Natur und dem Respekt vor dieser macht dieses Buch so gut, es schafft einfach eine einzigartige Atmosphäre. Das Cover finde ich wunderschön, quasi ein Gemälde das Weite und Natur zeigt. Ich hätte mir allerdings etwas mehr Bezug zum Inhalt gewünscht z.B Apfelbäume statt Blumen oder Bienenvölker. Der Titel hingegen passt perfekt!
Ich kann diesen Roman nur empfehlen, ein schönes literarisches Werk, das viele Emotionen hervorrufen kann!
MarGen
5/5
12.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leben im Einklang mit den Jahreszeiten
Dieses Buch hat wirklich mein Herz erwärmt und ich habe es fast in einem Rutsch durchgelesen. Obwohl ich den Sprachstil eher als distanziert empfand, war der Inhalt umso tiefgründiger.
Nach dem Tod ihres Mannes John finden sich Hannah, ihre Schwester Sadie und Megan im Elternhaus der beiden Schwestern in einem kleinen walisischen Dorf zusammen, jede mit ihrer eigenen Trauer und ihren eigenen Dämonen kämpfend.
Und langsam nähern sich die Frauen einander und auch dem Anwesen, dem Obstgarten und den dort befindlichen Bienenstöcken von John an. Jede entdeckt für sich, was ihr wichtig ist und auf was es wirklich ankommt: Für sich selbst und die eigenen Bedürfnisse einzustehen, um die Chance auf ein erfülltes Leben zu haben.
Wir begleiten die Frauen durch die verschiedenen Jahreszeiten und ich fand es ungemein tröstlich, ihre Entwicklung zu verfolgen und wie sie im Einklang mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter leben. Zu sehen, dass alles seine Zeit hat. Nicht nur in der Natur, sondern auch in uns.
Es ist kein lautes Buch, doch trotz oder vielleicht auch gerade wegen der wirklich leisen Töne, hat mich die Geschichte umso nachhaltiger beeindruckt. Ich werde „Wilder Honig“ sehr gerne weiterempfehlen.
Martha
aus Altötting
5/5
24.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einfühlsam
Wilder Honig ist ein ruhiger Roman, der mit viel Sorgfalt und Rafinesse erzählt wird. Hannah verliert ihren Ehemann und ist nun allein. Sie erbt allerdings Bienen und auch den Obstgarten. Der Roman begleitet sie in ihrem Trauerjahr, parellel dazu erkennt sie, wie viel Kraft man aus der Natur und ihrem natürlichen Prozess gewinnen kann. So wird das Leben und Überleben der Bienen zu der Metapher ihrer Trauer, ihrer Wut und Enttäuschung, die sie hinter sich lassen, aber auch akzeptieren muss, um abzuschließen. Dabei hilft ihr die Arbeit, sie zeigt ihr, wie sie natürliche und menschliche Prozesse akzeptieren kann und muss, ohne sich selbst zu verlieren und Chancen zu verkennen.
Ich habe mich gern von diesem Buch tragen lassen und vor allem diese Ruhe genossen.
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