Produktbild: Tabak und Schokolade

Tabak und Schokolade

1

20,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.11.2025

Verlag

Atlantis Literatur

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,2/12,5/2 cm

Gewicht

687 g

Farbe

Ozeanblau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7152-5812-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.11.2025

Verlag

Atlantis Literatur

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,2/12,5/2 cm

Gewicht

687 g

Farbe

Ozeanblau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7152-5812-6

Herstelleradresse

Verlegerdienst München
Gutenbergstraße 1
82205 Gilching
DE

Email: webmaster@verlegerdienst.de

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Eine Identitätssuche ohne grossen Spannungsbogen

Esther N. (Mitglied der Book Circle Community) am 04.02.2026

Bewertungsnummer: 3035941

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In Tabak und Schokolade begibt sich der Schweizer Autor Martin R. Dean auf eine sehr persönliche Spurensuche. Als Kind einer Schweizer Mutter und eines indischen Vaters, das seine frühen Jahre in Trinidad verbracht hat, erzählt er von seiner Herkunft zwischen drei Welten: Schweiz, Trinidad und Indien. Das Buch ist weniger ein klassischer Roman als eine autobiografisch geprägte Annäherung an die eigene Geschichte und Identität. Im Zentrum stehen vor allem Deans Kindheitserinnerungen und später seine Recherchen zu Familienangehörigen, zu denen der Kontakt abgebrochen ist. Er rekonstruiert Lebenswege, fragt nach den Gründen für Entfremdung und Distanz und versucht, die verstreuten Teile seiner Biografie zu einem Ganzen zu fügen. Immer wieder kehrt er zu der Frage zurück, wo er eigentlich hingehört – geografisch, kulturell und emotional. Stilistisch schreibt Dean sorgfältig und reflektiert. Seine Sprache ist überlegt und ruhig. Er nimmt sich Zeit für innere Zustände und gedankliche Zwischentöne. Die Erzählperspektive bleibt sehr subjektiv und stark von der Selbstbefragung des Autors geprägt. Die Handlung im klassischen Sinn tritt deutlich in den Hintergrund. Genau darin liegt in meinen Augen die Schwäche des Buches – zumindest für Leserinnen und Leser, die sich eine mitreissende Geschichte erhoffen. Die Spannung entsteht nicht aus dramatischen Wendungen, sondern aus der inneren Bewegung des Autors. Wenn einen diese Form der Selbstreflexion nicht dauerhaft fesselt, verliert man leicht die Motivation weiterzulesen. So ging es auch mir: Ich konnte die persönliche Bedeutung dieser Spurensuche für den Autor gut nachvollziehen, aber seine Schilderungen vermochten mein Interesse nur stellenweise wirklich zu packen. Insgesamt ist Tabak und Schokolade ein Buch für Leserinnen und Leser, die sich für Fragen der kulturellen Identität und familiären Herkunft interessieren und bereit sind, einem nach innen gerichteten Erzählton zu folgen. Wer hingegen eine spannende, mitreissend erzählte Geschichte sucht, wird hier voraussichtlich nicht ganz auf seine Kosten kommen.

Eine Identitätssuche ohne grossen Spannungsbogen

Esther N. (Mitglied der Book Circle Community) am 04.02.2026
Bewertungsnummer: 3035941
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In Tabak und Schokolade begibt sich der Schweizer Autor Martin R. Dean auf eine sehr persönliche Spurensuche. Als Kind einer Schweizer Mutter und eines indischen Vaters, das seine frühen Jahre in Trinidad verbracht hat, erzählt er von seiner Herkunft zwischen drei Welten: Schweiz, Trinidad und Indien. Das Buch ist weniger ein klassischer Roman als eine autobiografisch geprägte Annäherung an die eigene Geschichte und Identität. Im Zentrum stehen vor allem Deans Kindheitserinnerungen und später seine Recherchen zu Familienangehörigen, zu denen der Kontakt abgebrochen ist. Er rekonstruiert Lebenswege, fragt nach den Gründen für Entfremdung und Distanz und versucht, die verstreuten Teile seiner Biografie zu einem Ganzen zu fügen. Immer wieder kehrt er zu der Frage zurück, wo er eigentlich hingehört – geografisch, kulturell und emotional. Stilistisch schreibt Dean sorgfältig und reflektiert. Seine Sprache ist überlegt und ruhig. Er nimmt sich Zeit für innere Zustände und gedankliche Zwischentöne. Die Erzählperspektive bleibt sehr subjektiv und stark von der Selbstbefragung des Autors geprägt. Die Handlung im klassischen Sinn tritt deutlich in den Hintergrund. Genau darin liegt in meinen Augen die Schwäche des Buches – zumindest für Leserinnen und Leser, die sich eine mitreissende Geschichte erhoffen. Die Spannung entsteht nicht aus dramatischen Wendungen, sondern aus der inneren Bewegung des Autors. Wenn einen diese Form der Selbstreflexion nicht dauerhaft fesselt, verliert man leicht die Motivation weiterzulesen. So ging es auch mir: Ich konnte die persönliche Bedeutung dieser Spurensuche für den Autor gut nachvollziehen, aber seine Schilderungen vermochten mein Interesse nur stellenweise wirklich zu packen. Insgesamt ist Tabak und Schokolade ein Buch für Leserinnen und Leser, die sich für Fragen der kulturellen Identität und familiären Herkunft interessieren und bereit sind, einem nach innen gerichteten Erzählton zu folgen. Wer hingegen eine spannende, mitreissend erzählte Geschichte sucht, wird hier voraussichtlich nicht ganz auf seine Kosten kommen.

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Tabak und Schokolade

von Martin R. Dean

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