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Ohne Rücksicht auf Verluste Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.05.2021

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,3/13,7/3,2 cm

Gewicht

463 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000851202

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Was für alle, die immer noch so denken: ›Come on, so läuft das eben in der Medienwelt.‹ Aber wenn man sich das mal so anguckt, wird einem doch schon ziemlich schlecht.« ("Podcast Fest & Flauschig")
»Ein tolles Buch.« ("Podcast Fest & Flauschig")
»Detailliert weist das Autorenduo [...] auf 270 gleichermaßen fesselnden wie erschreckenden Seiten nach, dass sich an den bereits von Wallraff angeprangerten fragwürdigen Methoden nichts geändert hat.« ("Neue Westfälische")
»›Ohne Rücksicht auf Verluste‹ [ist] eine wichtige konzentrierte Erinnerung daran, was für einen Gegner das Ideal des informierten Diskurses in diesem Boulevardblatt hat.« ("Stuttgarter Zeitung")
»Ein wichtiges Buch.« ("Augsburger Allgemeine")
»Wer sich ohnehin um den Zusammenhalt der Gesellschaft sorgt, für den ist dieses Buch teils schwer auszuhalten. Und gerade deshalb so wichtig.« ("stern")
»Eine besonders dichte, ausführliche und überzeugende Analyse des Geschäftsmodells hinter der Zeitung. […] ein wichtiges Buch.« ("taz")
»Detailliert weist das Autorenduo auf 270 gleichermaßen fesselnden wie erschreckenden Seiten nach, dass sich an den bereits von Wallraff angeprangerten fragwürdigen Methoden nichts geändert hat.« ("Aachener Zeitung")
»Trotzdem wird das Buch den ›Bild‹-Oberen gar nicht schmecken, liest es sich doch wie eine Dokumentation mal menschlichen, mal journalistischen Versagens. In 14 Kapiteln widmen sich die Autoren minutiös dem Verhältnis der ›Bild‹ zu Migration, Hartz-IV-Empfängern, Frauen oder Rechtspopulisten.« ("Rhein-Zeitung")
»Wie sie hier das geballte Wissen über die ›Bild‹-Arbeit zusammenstellen (das Buch hat über 1300 Fußnoten) ist beeindruckend.« ("Rhein-Zeitung")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.05.2021

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,3/13,7/3,2 cm

Gewicht

463 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000851202

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    14.12.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Hervorragend recherchiertes und notwendiges Sachbuch!

    Ihre Auflagenzahlen gehen zurück, und doch ist die Blödzeitung noch immer ein mächtiges meinungsbildendes Instrument. Die Berichterstattung des Steckenpferds des Springerverlags ist sogut wie durchgehend von einem „Die vs. Wir“ geprägt, in der sich Bild als Richter:innen aufschwingt. Dabei basht sie gerne Migrant:innen, attackiert unliebsame Politiker:innen und bindet auf der Internetpräsenz in Kommentarspalten gerne die Leser:innen ein, um die erzeugte Stimmung weiterzutragen. Aber auch bei Kritiker:innen dieses Blatts, das (Zitat Volker Pispers) „so widerlich ist, dass man toten Fisch beleidigt, wenn man ihn darin einwickelt“ gilt ja teilweise noch immer, dass zumindest der Sportteil gut sei. Die Journalisten Mats Schönauer und Moritz Tschernak betreiben bereits seit 2004 den BILDblog als eine Art Kontrollinstanz. Mit ihrem Buch „Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet“ machen sie im Buchformat auf die Gefahr der polarisierenden Meinungsmache der Blödzeitung aufmerksam. Mit intensiver Recherche und Berichte der Opfer der Zeitung widerlegen sie, was die Zeitung als Fakten hinstellt, und machen dabei auch beim vielgelobten Sportteil nicht Halt. Nach Günter Wallraffs „Der Aufmacher“ war das Buch von Tschermak und Schönauer auf jeden Fall Pflicht für mich. Dass die Blödzeitung nicht auf neutrale Berichterstattung setzt, ist ja gemeinhin bekannt. Es war aber ausnehmend interessant deren Berichterstattung anhand eines Quellenverzeichnisses, das immerhin 11 % des Buches ausmacht, derart gut recherchiert widerlegt zu sehen.

  • Aniya

    5/5

    09.09.2021

    eBook (ePUB 3)

    Ohne Rücksicht

    Uff, das war wirklich keine leichte Lektüre. Das Buch ist gut geschrieben, die Autoren klären sachlich und fundiert auf. Das ist wichtig und richtig. Trotzdem musste ich den eReader immer mal wieder zur Seite legen, weil mich der Inhalt so ausgelaugt hat und ich einfach nicht mehr konnte. Hier werden nicht nur die (für mich) völlig grotesken Headlines und Artikel der Bild zitiert, sondern auch Kommentare ihrer wutschnaubenden Leser. Da wird natürlich ordentlich nach unten getreten, es geht aber auch um schwer verdauliche Themen wie Mord und (sexuelle) Gewalt - das sollte man bedenken, wenn man das Buch lesen möchte. Ich wusste ja schon, dass es bei der Bild wenig bis gar keine Skrupel gibt, aber das alles nochmal so gebündelt zu lesen... wow. In unterschiedlichen Kapiteln geht es um Prominente, die erpresst oder nach dem Verweigern eines exklusiven Interviews negativ dargestellt werden, um Menschen, die (fälschlicherweise) zu Straftätern oder gleich für tot erklärt werden, um das widerliche Sexualisieren von Sportlerinnen oder minderjährigen (!) Mädchen, um die Ärmsten in Deutschland, die als faule und dumme Schmarotzer hingestellt werden, um das wiederholte Verletzen von Persönlichkeitsrechten, das Pushen erzkonservativer Haltungen, die Jagd auf Menschen, die Angehörige verloren haben (und das ekelhafte "Witwenschütteln"), um unsaubere Recherche oder einfach Lügen, um die Bild früher - und natürlich auch etwas ausführlicher um Julian Reichelt. Zu allem gibt es Fußnoten, die in der eBook-Version als dicker Anhang mit jeder Menge Links aufwartet. Ich bin den Autoren (beide vom Bildblog) wirklich dankbar für ihre Arbeit und den langen Atem, den man für so ein Projekt braucht. Ich will schon nach diesem Buch am liebsten nie wieder was von der Bild hören oder sehen... aber sie jeden Tag zu lesen und zu kritisieren oder zu widerlegen? Ich bin echt froh, dass ich das nicht machen muss und halte es gleichzeitig für unfassbar wichtig. Jedenfalls: große Leseempfehlung, so ein Buch gehört unterstützt!

  • escapetheurban

    aus Aachen

    5/5

    16.08.2021

    eBook (ePUB 3)

    Wahnsinnig spannend und…

    Wahnsinnig spannend und fesselnd - und das als nicht fiktiver Thriller/Roman! Da sieht man mal wie heftig die Bild Zeitung hinter den Kullissen arbeitet. Mir hat es in vieler Hinsicht die Augen geöffnet und meine Meinung bestätigt. Ein interessantes Buch, welches jeder lesen sollte. Definitiv eine klare Empfehlung! Top!

  • Mareike Kollenbrandt

    aus Jülich

    5/5

    01.08.2021

    eBook (ePUB 3)

    Seriöses Medium oder doch nur Hetze?

    Das mag jeder für sich selbst entscheiden. Doch bevor der werte Leser sich entscheidet, sollte er dieses Buch gelesen haben. Mehr als 4 Jahrzehnte nachdem Günter Wallraff bereits von " innen " heraus berichtete, legen die beiden Journalisten Tschermak und Schönauer neue Berichte vor und zeigen auf, wie sehr die BILD mit der Angst der Menschen spielt und wieviel Anteil sie an den Ereignissen und den Themen im Land hat. Und das ist erschütternd: BILD manipuliert ihre Leser, zerstört den guten Ruf von Menschen, die nachweislich unschuldig sind, schürt Angst und Hass und macht auch nicht davor halt, Familien von Betroffenen unter Druck an die Öffentlickeit zu zerren. Unterstützt von Lesern, die alles glauben, was in diesem Blatt steht. Jeder von uns liest die BILD Zeitung oder schaut zumindestens mal schnell auf bild.de, was so los ist. Ich nicht mehr, zu betroffen hat mich diese Aufklärung gemacht. Ich würde mir wünschen, daß dieses Buch viele Leser findet, die sich ähnlich entscheiden. Nicht ohne Grund hat der von mir sehr geschätzte Farin Urlaub die Zeilen verfasst: Lass die Leute reden und lächle einfach mit, die meisten Leute haben ihre Bildung aus der BILD. Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht, aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht.

  • Chrissysbooks

    5/5

    18.07.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Schonungslose Offenlegung von gezielten Manipulationen

    Die beiden Journalisten Mats Schönauer und Moritz Tschermak vergleichen in ihrem Buch „Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet“ u.a. die Schlagzeilen und Berichte der BILD-Medien mit den jeweiligen Fakten. Anhand von unzähligen Beispielen und Belegen stellen sie dar, wie das mächtigste Medium des Landes Einfluss auf die Politik und die Gesellschaft nimmt. In ihren detaillierten Analysen lassen Sie Betroffene, Opfer und Insider zu Wort kommen. Dadurch wird deutlich, dass die für die Redaktion richtigen Botschaften durch unterschiedliche Einflussnahmen gestaltet und gezielt für Schlagzeilen eingesetzt werden. Gerne dürfen diese Schlagzeilen dann auch ein gewisses Aufregerpotenzial enthalten. So z.B. durch das Weglassen von Fakten und Hintergründen. Auch werden gerne aus dem Zusammenhang gerissene Statements präsentiert. Ein Opfer in diesem Zusammenhang ist der damalige Moderator der Kindersendung „Löwenzahn“ geworden. Gemäß damaliger Schlagzeile soll er Kinder nicht leiden können. Trotz eines Dementis von ihm und dem ZDF wurde die Geschichte verbreitet und brachte ihm bis zu seinem Tod den Ruf eines Kinderhassers ein. Offensichtlich sind für die Redaktion Schlagzeilen wichtiger als die betroffenen Personen. Es ist auch befremdlich, dass die Schlagzeilenmacher stolz darauf sind, häufiger als jede andere Redaktion gegen journalistische Grundsätze zu verstoßen. Mit erfundenen Geschichten, Halbwahrheiten und Kommentaren wird gezielt Stimmung gegen Minderheiten gemacht. Aus Versehen oder aufgrund einer unzureichenden Recherche werden dann Unbeteiligte zu Mördern oder Opfern abgestempelt. Eine angemessene Korrektur der Falschmeldungen sind eher selten zu finden, da es sich aus Sicht der Redaktion um keine Lügen handelt, sondern nur um schlechte Formulierungen. Nach Günter Wallraffs Bericht aus dem Innern der BILD-Zeitung zeigen rund 40 Jahre später die umfangreichen und akribischen Recherchen von Mats Schönhauer und Moritz Tschermak, dass sich tatsächlich nicht viel verändert hat. Dies wird auch das Nachwort von Kevin Kühnert, in dem er seine eigenen Erfahrungen als Politiker mit der Boulevardzeitung schildert, deutlich. Er hat dazu eine klare Meinung: „Das Problem ist vielmehr, dass einige bei Bild dem Größenwahn verfallen sind, Schicksal spielen zu können. Und dass sie zu oft damit durchkommen, weil wir sie gewähren lassen.“ (S. 293). Ein lesenswerter, spannender und zugleich nachdenklich stimmender Faktencheck in Buchform.

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