»Sie darf es nie erfahren – das hast du mir versprochen!« Am Heiligabend belauscht die 22-jährige Pia ein Gespräch ihrer Eltern – und erfährt, dass sie mit vier Jahren adoptiert wurde. Ihre Welt gerät ins Wanken. Schon immer fühlte sie sich fremd, jetzt hat sie Gewissheit. Auf der Suche nach ihrer Herkunft reist sie in das winterliche Wasserburg am Inn, den Heimatort ihrer leiblichen Mutter. In den Rauhnächten, so sagt man, drängen alte, gut gehütete Geheimnisse wieder an die Oberfläche. Und je näher Pia der Wahrheit über ihre Mutter kommt, desto enger ziehen die Geister der Vergangenheit ihre Kreise um sie. Bis Pia in tödlicher Gefahr schwebt ...Lesung mit Vera Teltz1 mp3-CD | ca. 9 h 26 min
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Buchwurm05
5/5
31.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannend und Wendungsreich.
Inhalt:
Die 22-jährige Pia bekommt nach einem Streit ihrer Eltern an Weihnachten mit, dass sie von ihnen 18 Jahre zuvor adoptiert wurde. Ihre Tante Sonja, die bei einem schrecklichen Unfall starb, ist in Wirklichkeit ihre Mutter. Wer der Vater ist, hatte ihre leibliche Mutter nie verraten. Niemand möchte Pia näheres verraten und warnt sie sogar davor, die Geister der Vergangenheit zu wecken. Doch Pia fährt entgegen aller Warnungen nach Galsterried, um mehr über sich und den damaligen Geschehnissen zu erfahren. Auch in dem kleinen Ort nahe Wasserburg stößt sie auf Schweigen. Bald schon schwebt sie in Gefahr. Wem kann sie noch trauen?
Leseeindruck:
Die Geschichte aus "Rauhnächte" ist nicht neu. Sie erschien bereits in 2014 als Jugendthriller unter dem Namen "Die Flammen flüstern dein Lied" im Arena Verlag. In der vorliegenden Neuerzählung ist Pia nun älter und auch die Geschichte selbst hat eine andere Sprache und mehr Nuancen bekommen, wie man im Nachwort der Autorin lesen kann. Ich kannte sie bisher noch nicht. Von Anfang an war ich mittendrin. Die Spannung hat sich kontinuierlich aufgebaut. Pia empfand ich anfangs als graue Maus, die nach und nach mehr Selbstbewusstsein bekommen hat. Je näher sie dem Geheimnis von damals auf die Spur kam, umso mehr ist sie über sich hinaus gewachsen. Man merkt auf jeder Seite, dass alle etwas wissen, aber Pia nicht die Wahrheit sagen. So blieb es nicht aus, dass ich gespannt war, was wirklich geschehen ist. Schnell hatte ich eine Vermutung. Trotzdem hat es die Autorin immer wieder geschafft, mich zweifeln zu lassen. War wirklich alles so? Manche, die es gut mit Pia meinen, haben sie nicht in Wirklichkeit Dreck am Stecken? Bis zum Ende blieb es für mich spannend und die eine oder andere Wendung konnte mich überraschen. Das Setting mit den Rauhnächten unterstreicht meiner Meinung nach gut das mystische in der Geschichte. Denn eine Ahnin von Pia soll eine Hexe gewesen sein, deren Kurzgeschichte, am Ende abgedruckt ist.
Fazit:
Mir hat "Rauhnächte" richtig gut gefallen. Der Roman bietet ein düsteres und mystisches Setting. Der fiktive kleine Ort Galsterried ist gut beschrieben und passt perfekt. Die Geschichte bleibt durch einige Wendungen spannend. Pia entwickelt sich langsam zu einer selbstbewussten Frau. Dieses Gesamtpaket bekommt von mir gerne eine Leseempfehlung.
papa.hirsch.liest
5/5
25.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Lädt zum Miträtseln ein
Pia lebt mit ihren Eltern in München. Nach einem heftigen Streit und ein paar unüberlegten Worten ändert sich alles: Ihr Vater hat ihre Mutter betrogen und erwartet ein Kind – aber sollte dieses Kind nicht eigentlich Pia sein?
Pia will der Wahrheit auf den Grund gehen – doch alle raten ihr davon ab. Was steckt hinter dem großen Geheimnis?
Ein wundervoller Roman, der wie ein Thriller aufgebaut ist und zum Miträtseln einlädt. Nach 100 Seiten war ich mir sicher, auf der richtigen Spur zu sein – doch natürlich wurde ich eines Besseren belehrt. Die Geschichte liest sich super flüssig und hat mir unglaublich viel Freude bereitet. Einzig die Typografie hat mich anfangs ein wenig gestört, daran gewöhnt man sich aber schnell.
Bewertung
5/5
22.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannung in Perfektion
Dieses Buch topp alles was ich in den letzten Jahren gelesen/gehört habe.
Spannung bis zur letzten Zeile.
Gefühlvoll bis ins Detail und eine fantastische Erzählung über die Bedeutung und ihre Facetten der Rauhnächte.
Das Vergnügen es als Höhrbuch von Vera Teltz vorgelesen zu bekommen war das I- Tüpfelchen.
Bewertung
5/5
17.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bis zum Schluss spannend
Ich hab dieses Buch innerhalb 1ner Wochen gelesen. Es ist sehr spannend und schön geschrieben. Es sind immer mal Zeitspünge in den Kapiteln, sodass man auch etwas von der Vorgeschichte erfährt. Das Ende hat mich gefesselt, so mitreißend... ein tolles Buch.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
31.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Geister der Vergangenheit
Worum geht’s?
Es ist Weihnachten. Doch das vermeintlich besinnliche Fest endet in einer Katastrophe. Pias Vater bekommt ein Kind mit einer anderen Frau. Fast zeitgleich erfährt Pia, dass sie nicht das leibliche Kind ihrer Eltern ist. Auf der Suche nach ihrer Herkunft geraten lange verdrängte Ereignisse ans Licht. Wahrheiten, die schwerer wiegen, als Pia es je für möglich gehalten hätte – und die schrecklicher erscheinen als jeder Albtraum.
Meine Meinung:
Ellen Sandbergs Romane sind für mich stets ein Garant für Spannung – und mit „Rauhnächte“ beweist sie das einmal mehr. Ich liebe ihren Schreibstil. Die Worte brennen sich tief in die Haut. Man taucht ein in eine Welt, die während des Lesens erschreckend real wirkt. Die Bilder entstehen ganz von selbst im Kopf, und gemeinsam mit der Protagonistin hetzt man von Seite zu Seite, immer weiter, immer tiefer.
Nice to Know:
Ich gebe es offen zu: Ich musste erst nachschlagen, ob man Rauhnächte tatsächlich mit „h“ schreibt. Zurecht, denn laut Duden ist „Raunächte“ ohne „h“ die heute empfohlene Schreibweise, während „Rauhnächte“ die ältere, traditionelle Form ist, fest verwurzelt in Volksglauben und historischen Texten. Und ja – mir gefällt es sehr, dass die Autorin bewusst diese ältere Schreibweise gewählt hat. Sie fühlt sich stimmiger an. Ursprünglicher.
Pia hat mir übrigens ausgesprochen gut gefallen. Ihre innere Zerrissenheit, dieses ständige Gefühl der Wurzellosigkeit, wird eindringlich beschrieben. Besonders stark fand ich, wie sie mit jeder neuen Wahrheit wächst und an Selbstsicherheit gewinnt. Das Bild der sich häutenden Schlange, das im Buch immer wieder aufgegriffen wird, passt hervorragend. Pia entwickelt sich, streift alte Hüllen ab und wächst über sich hinaus. Auch Ansgar und Sonja mochte ich sehr, und über Ayla hätte ich ehrlich gesagt gerne noch deutlich mehr erfahren.
Neben der eigentlichen Geschichte spielen die Rauhnächte selbst eine zentrale Rolle. Besonders gelungen finde ich, dass sie in die Kapitelüberschriften eingebunden wurden – das ist nicht nur atmosphärisch, sondern auch inhaltlich äußerst passend. Ich kannte die Rauhnächte zuvor nur oberflächlich, und hier bringt die Autorin sie einem zumindest ein Stück näher. Doch das wirklich Geniale bleibt die Geschichte selbst. Pias Suche. Die Dinge, die sie dabei aufwühlt. Mehr möchte ich kaum sagen, ohne zu spoilern. Nur so viel: Dieses Buch hat mich vollkommen gefesselt. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Es war erwartet unerwartet, voller Gänsehautmomente. Dieses Buch nimmt seine Leserinnen und Leser mit auf eine Reise, auf der die Geister der Vergangenheit, passend zu den Rauhnächten, wirklich aufgescheucht werden. Es ist die Wilde Jagd, von der die Rauhnächte erzählen. Und ich hätte noch lange weiterlesen können – so sehr war ich gefangen von Pia, ihrer Geschichte und ihrer Vergangenheit. Das letzte Sonja-Kapitel war zudem wunderschön emotional. Ein Moment, bei dem man unweigerlich denkt: Wenn Pia das wüsste – und gleichzeitig froh ist, dass sie es nicht weiß. Denn was wäre, wenn?
Fazit:
Mit „Rauhnächte“ gelingt Ellen Sandberg ein eindringlicher, spannungsgeladener Roman über Herkunft, Identität und die Macht der Vergangenheit. Atmosphärisch dicht, emotional feinfühlig und erzählerisch fesselnd zieht das Buch einen unaufhaltsam in seinen Bann. Wer psychologische Spannung mit Tiefe liebt und Geschichten schätzt, die lange nachwirken, ist hier genau richtig.
5 eiskalte Sterne von mir!
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