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Ghost Stories Ein Buch der Erinnerung | «Ein Ereignis» Adam Soboczynski, Das literarische Quartett.

9

25,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

2302

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.03.2026

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/3,6 cm

Gewicht

432 g

Farbe

Graugrün

Auflage

6. Auflage

Übersetzt von

Uli Aumüller + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00788-1

Beschreibung

Rezension

Ein erschütterndes Buch, ein Meisterwerk - und das Monument einer unsterblichen Liebe. ("TA - Das Magazin (Magazin vom Tages-Anzeiger)")
Ein ungestümes Buch, ein echtes Hustvedt-Buch .... Am schönsten ist das Buch freilich als Liebesroman, als Geschichte von Siri und Paul/Paul und Siri. ("Frankfurter Rundschau")
Christiane Rösinger erzählt so lustig und ehrlich vom Älterwerden, dass man sich gleich viel jünger fühlt. ("Welt am Sonntag Kompakt")
Ihr ergreifendes Buch endet mit der tröstenden Gewissheit, dass ein Mensch erst dann geht, wenn er nicht mehr erinnert wird. ("Cicero")
„Ghost Stories“ zeigt Trauer nicht als Ausnahmezustand, sondern als Weiterleben unter neuen Bedingungen – und es zeigt Liebe nicht als Gefühl, sondern als gemeinsame Praxis, die plötzlich ungewollt einseitig geworden ist. ("fr.de (Frankfurter Rundschau Online)")
Eine berührende und, insofern Literatur überhaupt ein Trost sein kann, eine tröstende Lektüre. ("Der Tagesspiegel")
Man kann es als einen ein letzten, bewegenden Vollzug jener Zwischenleiblichkeit begreifen, wie hier das Vermächtnis eines großen Autors und Menschen auf eine Weise gewürdigt wird, die nur einer ebenbürtigen Autorin zu Gebote steht. Schön und schmerzlich zugleich. ("Stuttgarter Nachrichten")
"Ghost Stories“ ist alles andere als Ratgeberliteratur. Dennoch kann es über die wunderschöne und im wahrsten Sinne todtraurige Geschichte von Siri Hustvedt und Paul Auster hinaus anderen Menschen einen Weg aufzeigen, mit den Geistern ihrer Toten umzugehen - auf welche Weise auch immer.
Siri Hustvedt ist nicht nur eine erfolgreiche Schriftstellerin, sondern gehört auch zu den großen öffentlichen Intellektuellen unserer Zeit.
Hustvedt weiß, dass dies ihre subjektive Perspektive ist. Aber es ist die, die die Welt jetzt zu hören bekommt und die sie auch hören will. Weil sie Sehnsüchte stillt.

Produktdetails

Verkaufsrang

2302

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.03.2026

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/3,6 cm

Gewicht

432 g

Farbe

Graugrün

Auflage

6. Auflage

Übersetzt von

  • Uli Aumüller
  • Grete Osterwald

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00788-1

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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  • Bewertung

    aus Oberursel

    5/5

    14.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr intimes und spezielles Memoir

    Tatsächlich habe ich mich bislang auch weder mit Siri Hustvedt noch mit Paul Auster besonders beschäftigt; ich habe von jedem der beiden mal ein, zwei Bücher gelesen, die haben mich aber nicht besonders geflashed, also ich könnte mich nicht wirklich daran erinnern. Ich bin vor kurzem aber spontan im Kino gewesen und habe den Dokumentarfilm gesehen, der Siri nach Pauls Tod begleitet hat, und der Film hat mich nun sehr berührt und interessiert…..ich hab abends dann das dazugehörige Buch, eben diese Ghost Stories, geordert und mehr oder weniger am Stück in kurzer Zeit gelesen. Was haben wir hier? Im Prinzip eine Autobiographie der Paargeschichte Hustvedt / Auster, beides sehr erfolgreiche und preisgekrönte Schriftsteller; ein New Yorker Intellektuellenpaar; sie mit norwegischen Wurzeln. Und am 30. April 2024 ist Paul nach langwieriger Behandlung an Lungenkrebs gestorben. Siri beschreibt in diesem Buch explizit die letzten Lebensjahre Pauls mit Fokus auf die Familie Auster und verarbeitet diese Zeit literarisch. Sie ist hierbei auch sehr detailliert; sie geht hier wirklich ans Eingemachte. In diesem Buch veröffentlicht sie sehr private Briefe, zum Beispiel die, die Paul an den neugeborenen Enkelsohn Miles geschrieben hat (die sollte dieser irgendwann mal in späteren Jahren zu lesen bekommen; ja nun – hier sind sie abgedruckt für die breite Öffentlichkeit vorab lesbar gemacht….), als auch alte Liebesbriefe, die sie selbst vor Jahrzehnten an Paul geschrieben hat. Während Pauls letzter Lebensjahre hat Siri mit Gruppen-Mails den Freundeskreis der beiden immer auf dem Laufenden bezüglich des Standes der Behandlungen gehalten, auch dies sehr ausführlich und intim; und auch diese Mails finden ihren Abdruck hier im Buch. Und zusätzlich erfahren wir Leser auch eine Menge nicht so glamouröser Dinge aus dem Familienleben der Austers ( der Sohn aus erster Ehe war drogensüchtig und hat den Vater und eigentlich komplett alle Familienangehörigen sehr viel Emotionen und Nerven gekostet….). Man könnte sagen: too much information. Hätte ich wahrscheinlich vor nicht allzu langer Zeit auch so gesehen. Aber da ich vor ein paar Monaten meinen Vater selbst an Krebs verloren habe, habe ich dieses Buch, dieses Memoir, unter völlig anderen Vorzeichen gelesen, und fühlte mich seltsam getröstet. So viele Dinge, die wir haargenau so auch erlebt haben. So viele Gedanken, die ich mir genau wie Siri auch gemacht habe. Soviel universelle Trauer. So viel Schmerz, und ich konnte ihn nachvollziehen, und hat mich abgeholt und ja – getröstet. Von daher, ich mache es kurz, es war für mich ein Lesehighlight, ich hab das genauso zu diesem Zeitpunkt gebraucht, und das war gut so. Joa, und jetzt hab ich mir Pauls letzten Roman, den „Baumgartner“, der kurz vor seinem Tod noch veröffentlicht wurde, natürlich auch gekauft, hahaha, mal gucken, ob er mir auch gefällt, und vielleicht lese ich auch irgendwann noch mal seine New-York-Trilogie zu ende, wer weiß :-) Ein sehr spezielles Buch, das normalerweise völlig an mir vorbeigegangen wäre. Aber hier bin ich nun und verteile 5 Sterne :-)

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    17.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zart und persönlich ...

    GHOST STORIES Siri Hustvedt ET: 13.03.26 „Wenn wir noch hundert Jahre länger zusammenlebten, würden wir zu ein und derselben Person werden.“ (Tolino S. 253) Der Autor Paul Auster, der Mann von Siri Hustvedt, starb am 30. April 2024 um 18:58 Uhr. Sie waren 43 Jahre lang unzertrennlich. In diesem Buch gibt uns die Autorin Siri Hustvedt einen Einblick durch das Schlüsselloch. Wir sehen das Ehepaar, wie es auf seinen grünen Stühlen sitzt, seine Manuskripte gegenseitig lektoriert und diskutiert. Wir gucken verschämt schnell weg, wenn die beiden sich ins Schlafzimmer begeben. Doch auch hier plaudert Siri weiter aus dem Nähkästchen. Wir erfahren, wie sie sich kennengelernt haben, wie Siri Paul einen Heiratsantrag machte, und werfen sogar einen genaueren Blick darauf, welche Unterhosenfarbe Auster trägt. Familiengeheimnisse werden uns anvertraut. Und unser Blick durch das Schlüsselloch verschwimmt, als wir von dem Tod der Enkelin und von Austers Sohn aus erster Ehe erfahren. Ab und zu wende ich den Blick ab. Geschichten über Basketball interessieren mich nicht. Aber als Siri die Krankengeschichte ihres Mannes in beinahe gnadenloser Ausführlichkeit schildert, tut mir das Herz weh. Was für eine Odyssee, die der Autor erleiden musste. Ich könnte euch noch mehr erzählen. Von Siris Blick auf Nazi-Deutschland oder Donald Trump und von den wundervollen sieben Briefen an Enkelsohn Miles, der keine Erinnerungen an seinen Großvater haben wird. Doch bitte lest dieses schöne Buch einfach selbst – ihr seid bei diesem erstaunlichen Paar, das in Büchern lebte, eingeladen. Fazit: Ein Ausflug nach Brooklyn, mitten ins Herz von Siri Hustvedt. Ganz wunderschön in ihrer typischen Schreibweise. 4½/5

  • V

    aus München

    5/5

    31.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Homage and eine große Liebe

    Die großartige Autorin Siri Hustvedt erzählt von ihrer Liebe zu ihrem verstorbenen Mann, dem ebenfalls großartigen Autor Paul Auster. Das Buch ist sehr bewegend geschrieben und versorgt Leser*innen mit vielen Hintergrundgeschichten zum Schaffen und Leben der beiden. Ein Muss für alle Anhänger*innen von einem oder beiden Teilen dieses Literatur-Paars.

  • Odilie

    aus Bremen

    5/5

    15.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Dieses Buch ist eine Notwendigkeit, keine Entscheidung".

    In der Überschrift zitiere ich aus dem Buch, S.296. Zuerst hatte ich große Bedenken, dass Hustvedt dieses Buch zu früh geschrieben haben könnte. Ich habe mit großen Vorbehalten angefangen es zu lesen. Aber so ab der Hälfte ihrer Erinnerungen spielte das alles keine Rolle mehr. Ich finde, das ist ein richtig gutes, sinnvolles Buch für Witwen, Witwer, Trauernde und Menschen, die in Ruhe über etwas nachdenken möchten. Jetzt hoffe ich auf eine Fortsetzung in ein paar Jahren!

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    13.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Liebe weiterlebt obwohl jemand gegangen ist

    Eine große Liebe endet nicht einfach. Sie verändert nur ihre Form. Ghost Stories von Siri Hustvedt fühlt sich an wie ein stiller Raum voller Erinnerungen, in dem jede Bewegung eine neue Spur freilegt. Schon nach wenigen Seiten entsteht das Gefühl, einem zutiefst persönlichen Tagebuch beizuwohnen, das zugleich weit über eine einzelne Beziehung hinausweist. Der Verlust von Paul Auster steht im Mittelpunkt dieses Buches, doch es geht um viel mehr als Trauer. Hustvedt schreibt über die seltsame Gegenwart eines Menschen, der nicht mehr da ist und doch überall spürbar bleibt. In Kleidungsstücken, in Gerüchen, in Büchern, in Worten. Diese Momente wirken nicht wie literarische Konstruktionen, sondern wie ehrliche, manchmal fast rohe Augenblicke eines Lebens, das plötzlich eine andere Richtung nehmen musste. Besonders berührend ist, wie Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen. Alte Liebesbriefe tauchen wieder auf, Erinnerungen werden neu betrachtet und dazwischen stehen Paul Austers Briefe an seinen Enkel, die eine leise, fast zärtliche Zukunftsperspektive eröffnen. Dadurch entsteht ein sehr intimes Bild einer außergewöhnlichen Partnerschaft, die mehr als vier Jahrzehnte getragen hat. Die Sprache ist ruhig, reflektiert und voller feiner Beobachtungen. Kein dramatisches Pathos, sondern eine kluge und sehr menschliche Annäherung an Verlust, Liebe und Erinnerung. Genau diese Zurückhaltung macht das Buch so eindringlich. Manchmal wirkt der Text fast essayistisch und verlangt Aufmerksamkeit, doch gerade darin liegt seine Kraft. Dieses Buch liest man nicht einfach schnell durch. Es begleitet einen eine Weile und bleibt noch lange im Kopf, wie eine Stimme aus einem anderen Raum.

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