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Schwalbenwinter Die Geschichte der Familie Johannson (eine Familiensaga aus dem 19. und 20. Jahrhundert)

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

16.05.2022

Verlag

Tredition

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,6/15,3/3,1 cm

Gewicht

681 g

Auflage

22001 Auflage 1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000785989

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Gut

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ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

16.05.2022

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Tredition

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,6/15,3/3,1 cm

Gewicht

681 g

Auflage

22001 Auflage 1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000785989

Herstelleradresse

tredition GmbH
Heinz-Beusen-Stieg 5
22926 Ahrensburg
DE

Email: support@tredition.com

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  • Bewertung

    5/5

    24.01.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Was in den Köpfen festhängt.

    Der Autor hat hier einen beeindruckenden Roman über eine Familie, über vier Generationen von 1864 - 1962, geschrieben, der mich sehr beeindruckt hat. Er schildert auf eindrucksvolle Weise, wie sich das Vermitteln falscher Werte, auf das Leben der Kinder auswirken kann. Was am Beispiel der Eltern und der Großmutter sehr deutlich wird, braunes Gedankengut steckt fest in ihren Köpfen. Ihr Leben richtet sich nach arischen Grundsätzen aus und lässt keine andere Denkweise zu. Auch wenn der Krieg zu Ende ist, der Vater entnazifiziert wurde, halten sie daran fest. Die jüngste Generation, Thor Hermann und Freya Viktoria "Josi", begehrt gegen die Ideologien der Eltern und Großeltern auf. Dadurch bricht die Familie fast entzwei... Die Figuren werden sehr authentisch dargestellt. Sie agieren je nach Generation manchmal sehr erschreckend, wodurch verschiedene Emotionen beim Lesen entfacht werden. Durch die immer wieder wechselnden Handlungsstränge und -ebenen bekommt man nach und nach ein Gesamtbild. Dadurch kommen viele Handlungen aus der Vergangenheit ans Licht, Geheimnisse werden gelüftet und Hintergründe näher beleuchtet. Ich habe das Buch in kürzester Zeit gelesen, konnte es kaum aus der Hand legen, da es sowohl spannend, als auch sehr interessant ist.

  • Bewertung

    5/5

    24.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Schön, grausam und lustig in einem

    Ich habe das Buch im Zuge einer Leserunde gelesen, daher fällt mir nach einzelnen Abschnitten eine Rezension etwas schwerer. Zunächst muss ich sagen, dass ich den Aufbau des Buchs toll finde - vom Stammbaum am Anfang über die kurzen Kapitel, die kleinen Noten zwischen den Abschnitten und die Zeitebenen. Manchmal war es etwas schwierig, mich zu Beginn eines Kapitels zeitlich zu sortieren. Doch ich fand diese unterschiedlichen Perspektiven sehr spannend und bereichernd. Mit den einzelnen Personen kam ich von Anfang an sehr gut zurecht und ich finde, dass der Autor hier eine bunte Mischung an authentischen Charakteren geschaffen hat! Es geht um Familie, Freundschaft, Krieg, Vererbung und die inneren Dämonen. Die einzelnen Lebensstationen der Protagonisten kann man in einer Rezension nicht beleuchten, da eben diese das Lesen so spannend machen. Die Familie wird von vielen Schicksalsschlägen getroffen und es ist sehr spannend, wie sie in verschiedenen Zeiten handeln und so das Schicksal der Familie mitbestimmen. Selten möchte jemand so sein wie die eigenen Eltern oder ein unbeliebter Verwandter - doch hat man das selbst in der Hand? Auf liebevolle, authentische und sehr kurzweilige Art hat es Klaus Jensen geschafft ein Buch darüber zu schreiben. Themen wie Rassismus, Glaube, Liebe, Hass und Überzeugung werden hier meisterhaft aufgegriffen und ineinander verwoben. "Schwalbewinter" ist für mich auf jeden Fall eins der besten Bücher meines Lesejahres und vielleicht lese ich es irgendwann erneut.

  • tinstamp

    aus Hürm

    5/5

    16.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Hinter den Kulissen einer NS-Familie

    Bewertung: 4 1/2 Sterne In "Schwalbenwinter" blicken wir mit einer anderern Sichtweise auf diese Zeit zurück. In der Geschichte dreht sich alles um die Familie Johannson, die wir über vier Genererationen begleiten. Erzählt wird aber nicht chronologisch der Reihenfolge nach, sondern die Zeitebenen wechseln laufend. Begonnen wird mit der jüngsten Generation: Thor Hermann und Freya Viktoria, die sich Josi nennt. Sie sind die Kinder des strammen Nationalsozialisten Matthias Johannson, der zwar nach Ende des Zweiten Weltkrieges offiziell "entnazifiziert" wurde, aber weiterhin an die Ideologie des Führers glaubt. Hermann und Josi sind jedoch aus anderem Holz geschnitzt und begehren gegen die Ansichten der Familie und des nationalsozialistischen Gedankengutes auf. Vorallem das Stillschweigen über Urgroßvater Matthias I., der in Dänemark sesshaft wurde, veranlasst Hermann und Josi nachzuforschen. Sie wollen endlich wissen, wer dieser erste Matthias Johannson war. Warum darf er nicht erwähnt werden ? Und warum sollte sein gleichnamiger Enkel, ihrer beider Vater, den Namen "reinwaschen"? Vater Matthias und Großmutter Anna verlangen von Hermann und Josi bedingungslose Einhaltung der arischen Gesetze. Als sich Josi jedoch in einen Besatzer der Alliierten verliebt, die noch in Hamburg eingesetzt sind, beginnt das Familiengefüge auseinanderzubrechen und die Lage zu eskalieren.... Die vielen Zeitebenen wechseln oftmals schnell und besonders zu Beginn muss man sich sehr auf die Geschichte konzentrieren. Sehr hilfreich ist der Familienstammbaum am Beginn des Buches, den ich immer wieder verwenden musste. Die parallel laufenden Handlungsstränge nähern sich im Laufe der Zeit aber immer mehr an und man bekommt ein Gespür dafür, bei wem wir uns gerade befinden. Die Hintergrundgeschichte des "ersten Matthias" hat mich erschüttert. Vorallem aber auch das Verhalten der nachfolgenden Generationen und ganz besonders die kaltherzige Anna, Großmutter von Hermann und Josi, die über Leichen geht ohne mit der Wimper zu zucken. Sie lebt in der gemeinsamen Wohnung, sitzt nur in ihrem Sessel, aber hat alles in Blick. Über ihr hängt das Porträt ihres verstorbenen Mannes Volker. Ein Wort von ihr und alle spuren. Eine Frau zum Fürchten.... Die Charakterdarstellungen sind sehr gelungen. Die Wut und Ohnmacht der Kinder gegenüber ihrer Eltern und der Großmutter wird sehr authentisch dargestellt. Als Hermann hinter ein schreckliches Geheimnis kommt, bricht er mit seinem Vater. Doch so einfach funktioniert das nicht.... Mehr möchte ich über dieses Familiendrama nicht schreiben - man muss es einfach gelesen haben! Dabei erlebt man ungeahnte menschliche Abgründe, die sich hier auftun. Am Ende bleiben keine Fragen offen. Fazit: Eine Geschichte über eine nationalsozialistische Familie, ihre Geheimnisse und das Fast-Auseinanderbrechen. Ein Blick von der anderen Seite mit sehr authentischen Charakteren und einer jungen Generation, die sich gegen die Rassenideologie auflehnt. Empfehlenswert!

  • Bewertung

    4/5

    27.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familie krankt über vier Generationen an kruden Ideologien

    Thor Hermann und Freya Viktoria Johannson wollen nicht so heißen und die Ursachen gehen bis ins Jahr 1864 zurück. Matthias Johannson floh damals nach Dänemark und pflanzte in seiner Zeit den Hass und die Wut auf Menschen in die Familie. Bis selbst in die 1950er Jahre setzt sich die Nazi-Ideologie in den Köpfen fort, bis die junge Generation dagegen reagiert. Klaus Jensen schreibt einen Familienroman über vier Generationen, dessen vier Zeitebenen gekonnt miteinander spielen. Familiengeheimnisse werden angeteasert und dann mit einem Peng rausgelassen, Erklärungen ergeben sich mit den Seiten zunehmend und fließend. In der Summe entsteht ein Psychogramm hassender Menschen, ein Einblick in ihre Einbettung in familiäre Kontexte und die Fortpflanzungsgeschichte kruder Ideologien. Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen gesellschaftlichen Lage erhält das Buch eine aktuelle Brisanz. Und doch konnte mich das Buch nicht voll catchen. Das liegt vorrangig am Erzählstil, der eher sachlich ist und mich nicht bei den Emotionen packte. Deshalb gebe ich keine volle Leseempfehlung, obwohl es sich um einen guten Plot handelt.

  • Brigitte

    aus Chemnitz

    4/5

    23.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Familiengeschichte über vier Generationen

    Dieser Roman, der sich hier über 511 Seiten erstreckt, erzählt eine Familiengeschichte über vier Generationen, von 1864 - 1962. Die Kapitel sind kurz gehalten und mit der jeweiligen Jahreszahl versehen. Am Anfang des Buches sieht man den Stammbaum der Familie, so findet man schneller hinein. Die Zeitebenen wechseln schnell, da ist der Stammbaum sehr hilfreich. Die älteren Generationen der Familie Johannson sind tief in den Nationalsozialismus und Faschismus verstrickt. Der Vateri ist ein strammer Nationalsozialist. Die Vergangenheit wird verschwiegen, ist ein Tabuthema. Die Geschwister Hermann und Josi decken die Vergangenheit Stück für Stück auf. Sie sind die Nachkommen von Matthias und Birgit. Hermann hat es schwer getroffen, erst die Verwundung im Krieg, dann der Tod seiner Helga und nun weiß er auch noch das sein Vater Matthias mit der Ermordung im weitesten Sinne zu tun hatte. Wut und Ohnmacht ziehen sich durch das Leben aller Familienmitglieder. Die Charaktere sind gut gelungen und ich vergebe hier 4 Sterne.

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