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Am liebsten würde die vierzehnjährige Libby Gallagher den Sommer wie immer mit ihrer Freundin Sage verbringen. In ihrem heimlichen Königreich im Wald lauwarmes Bier trinken, reden und Menthol-Zigaretten rauchen. Doch diese Ferien fangen gar nicht gut an. Auf der Fahrt von der Schule nach Hause herrscht im Auto dicke Luft. Die fünf Geschwister liegen sich in den Haaren, und Libbys kleinere Schwester Ellen bringt die Mutter zur Weißglut. So sehr, dass sie am Straßenrand anhält und ihre Tochter auffordert, auszusteigen. Sollen die anderen Geschwister protestieren wie sie wollen, die Mutter legt den Gang ein und tritt aufs Gaspedal. Im schwindenden Tageslicht, im dunklen Schatten der Bäume bleibt die zwölfjährige Ellen zurück. Die Entscheidung eines Augenblicks, die alles verändert. Licht zwischen den Bäumen ist das bewegende Porträt einer zerrissenen Familie und literarischer Thriller. Ein Roman über Loyalität und Liebe, Scham und Schuld und den bitteren Geschmack wohlmeinenden Verrats.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Renas Wortwelt
5/5
27.08.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Etwas ganz besonderes, ein echtes Highlight
Ganz entgegen meiner üblichen Art habe ich dieses Buch sehr langsam gelesen, über mehrere Tage und habe dabei jeden einzelnen Satz inhaliert. Der Roman, das Debüt der für ihre Kurzgeschichten mehrfach ausgezeichneten Autorin, ist etwas ganz besonderes. So sehr, dass er mich bis in den Schlaf verfolgte mit seiner minutiös aufgebauten Spannung und mich die Figuren durch den Tag begleiteten, als wären sie leibhaftig.
Erzählt werden die Geschehnisse eines heißen Sommers im Jahr 1981 in Pennsylvania. Erzählt wird die Geschichte in Ich-Form von der 15-jährigen Libby, mittleres von fünf Kindern der Familie Gallagher. Die Familie lebt „am Berg“ und damit bei den sozial Schwachen, den Außenseitern. Libbys Vater ist gestorben, vor fast einem Jahr, lebte aber schon länger nicht mehr in der Familie, da die Eltern geschieden waren. Die Mutter Faye ist wie ein Schatten, der von den Kindern weitestgehend von allem ausgeschlossen wird.
Nur ganz am Anfang des Romans tritt die Mutter in Aktion. Auf der Rückfahrt von der Schule – es ist der letzte Schultag vor den Ferien – eskaliert ein Streit unter den Kindern und die Mutter wirft die 12-jährige Ellen aus dem Auto. An einer einsamen Straße, kurz vor dem Hereinbrechen der Abenddämmerung und wohl wissend, dass das Kind für den Nachhauseweg Stunden brauchen wird und durch den dunklen Wald gehen muss. Mit dieser Aktion wird eine Lawine von Ereignissen losgetreten, die Libby so gerne und so verzweifelt aufhalten möchte.
Doch all ihre Versuche gehen schief, machen die Dinge schlimmer und reißen Libby in immer größere Schwierigkeiten. Dabei will sie unbedingt alle Erwachsenen aus den Problemen heraushalten, lässt ihre älteren Geschwister und ihre beste Freundin Sage schwören, nichts zu verraten. Sage, die ihr stets hilft, immer zu ihr hält, ihr aber auch den nicht immer willkommenen Spiegel vorhält.
„Sage und ihre Ehrlichkeit. Ich wusste, dass mich auch das schon gegen sie aufgebracht hatte, dass ich ihr übelnahm, wie nah sie an uns dran war, so nah, dass sie Dinge sah, die ich nicht sehen konnte oder nicht sehen wollte. Ich hasste mich selbst dafür, ihr überhaupt etwas erzählt zu haben, und sie dafür, dass sie zuhörte, dass sie bezeugte, was geschah, und es mir dann manchmal später wieder servierte.“ (S. 206)
Dadurch gewinnt die Lawine immer mehr an Tempo und das Unheil, das sich ankündigt, wird größer. Aus dem Wissen, dass all das nicht gut ausgehen kann, gewinnt der Roman eine derart hohe, subtile Spannung, dass es Herzklopfen erzeugt, dass man Libby immer wieder zurufen möchte, innezuhalten. Das Buch ist kein Thriller, kein oberflächlicher Spannungsroman, sondern ein tiefgreifendes, atmosphärisch hochverdichtetes Psychogramm eines pubertierenden Teenagers, der ins Verhängnis steuert aufgrund seiner fehlerhaften Sicht auf die Erwachsenenwelt.
Una Manion erzählt ihre Geschichte dabei nicht wirklich aufgeregt, obgleich sie aufregend ist. Vieles wird in langen, ruhigen Szenen beschrieben, vor allem immer dann, wenn sich Libby an ihren geliebten Vater erinnert, an das, was er sie gelehrt hat, wie die Liebe zu den Bäumen. Hier zeigt sich die Kraft der Worte, wenn die Autorin die Natur, die Landschaft beschreibt, seien es die Wälder, in denen sich Libby am wohlsten fühlt, oder die Zerstörung durch großflächigen Kohleabbau.
Besonders berührend sind auch die Szenen zwischen den fünf Geschwistern, von der 7-jährigen Beatrice bis zur gerade volljährig gewordenen Ältesten Marie, an die sich die anderen bei Kummer und Sorgen wenden, statt die Mutter anzusprechen.
Erwähnenswert ist auch noch das, wie ich finde, ungemein gelungene Cover des Buchs.
Für mich ist dieses Buch eines meiner Jahreshighlights, wenn nicht eines der letzten Jahre. Ich hoffe sehr, noch viele Roman von Una Manion lesen zu dürfen.
Una Manion – Licht zwischen den Bäumen
aus dem Englischen von Tanja Handels
Steidl Verlag, August 2021
Gebundene Ausgabe, 343 Seiten, 24,00 €
Kristall86
aus an der Nordseeküste
5/5
22.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn das Fass überläuft
!ein Lesehighlight 2021!
Klappentext:
„Am liebsten würde die vierzehnjährige Libby Gallagher den Sommer wie immer mit ihrer Freundin Sage verbringen. In ihrem heimlichen Königreich im Wald lauwarmes Bier trinken, reden und Menthol-Zigaretten rauchen. Doch diese Ferien fangen gar nicht gut an. Auf der Fahrt von der Schule nach Hause herrscht im Auto dicke Luft. Die fünf Geschwister liegen sich in den Haaren, und Libbys kleinere Schwester Ellen bringt die Mutter zur Weißglut. So sehr, dass sie am Straßenrand anhält und ihre Tochter auffordert, auszusteigen. Sollen die anderen Geschwister protestieren wie sie wollen, die Mutter legt den Gang ein und tritt aufs Gaspedal. Im schwindenden Tageslicht, im dunklen Schatten der Bäume bleibt die zwölfjährige Ellen zurück. Die Entscheidung eines Augenblicks, die alles verändert. Licht zwischen den Bäumen ist das bewegende Porträt einer zerrissenen Familie und literarischer Thriller. Ein Roman über Loyalität und Liebe, Scham und Schuld und den bitteren Geschmack wohlmeinenden Verrats.“
Uff! Da mault man rum im Auto und wird glatt von der Frau Mama „ausgesetzt“. Eine Drohung wurde war. Eine Ausgesetzt ist sprachlos, die Geschwisterkinder vergessen das eben Gesagte, eine Mutter tut das, was man nie für möglich gehalten hätte - sie verliert die Kontrolle als „Mutter“ in der Erziehung ihrer Kinder. Was wie ein Abenteuer klingt, ist tatsächlich ein extrem trauriges „Spiel“. Una Mannion erzählt uns hier eine sehr tragische aber auch thriller-hafte Geschichte, vor der nicht nur jedes Kind, sondern auch insgeheim jeder Elternteil Angst vor hat. Was passiert denn, wenn man die Geduld verliert, wenn ein Tropfen das Fass zum überlaufen bringt? Was ist wenn man so dermaßen die Beherrschung verliert? Mannion hat harte aber treffende Worte dafür gewählt. Die Stimmung wird wahrlich irre eingefangen und lässt einen manchmal das atmen vergessen. Der Spannungsbogen ist, ob gewollt oder nicht, immens hoch und nimmt den Leser dadurch komplett ein. Die Stimmung steigt immer mehr an einen imaginären Siedepunkt, man wartet auf die weitere Entwicklung, auf die Zusammenführung, auf die Entschuldigung von Mum, auf ein Happy End….aber was wäre ein Familiendrama ohne „Drama“?! Eben….hier kommt vieles anders als erhofft, hier entstehen neue Bilder, die man nicht vermutet hätte….Einfach nur irre, traurig und ein gewisser Spiegel des dunklen Ich‘s welches in uns allen schlummert und genau deshalb gibt es eine klare Leseempfehlung mit 5 von 5 Sternen von mir!
Bewertung
Thalia Book Circle Community
4/5
17.04.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Coming-of-Age-Roman mit bedrohlicher Grundstimmung
Der Roman “Licht zwischen den Bäumen” von Una Mannion spielt 1981 in den USA, im Bundesstaat Pennsylvania. Am letzten Schultag vor den Sommerferien ist die 14jährige Libby mit ihrer Mutter und ihren vier Geschwistern im Auto unterwegs. Die Stimmung im Wagen ist angespannt, die Mutter genervt. Libbys jüngere Schwester Ellen reizt die Mutter, woraufhin diese die Zwölfjährige am Straßenrand aussetzt, mitten im Wald, es wird langsam dunkel. Die Geschwister protestieren, doch die Mutter bleibt hart und fährt weiter. Dieser Augenblick wird alles verändern.
Man hätte es nicht erwartet, doch Ellen kehrt zurück, mitten in der Nacht und stark verletzt. Libby und ihre Geschwister beschließen, der Mutter nichts zu sagen, um keinen Ärger zu bekommen, da Ellen getrampt war. Doch was in dieser Nacht geschehen war, wird noch weitere Kreise ziehen…
Das Buch ist in einer eher ruhigen Tonart geschrieben, mit vielen Naturbeschreibungen, die Autorin hat es nicht eilig.
"Im Wald verändern sich die Geräusche; alles verklingt vor dem Summen des Untergrunds und dem leisen Rascheln des Laubs oben im Blätterdach, das Licht bündelt sich zu einzelnen Wolken, alles ist nur noch Grün und Licht und Schatten. “Die Stille des Grüns”, wie mein Vater immer aus einem Gedicht zitierte. Ich wusste nicht genau, was das bedeuten sollte, aber unter den geheimnisvollen Worten lag ein Gefühl, dass ich begriff. Die Stille des Grüns, diese Stille Gelassenheit des Waldes."
Es herrscht eine düstere Grundstimmung, die ganze Zeit liegt etwas Bedrohliches in der Luft. Die Beschreibung der fünf Geschwister und ihrer Beziehung zueinander fand ich sehr treffend und gut gelungen. Besonders in Libby konnte man sich gut hineinversetzen, da der Roman aus ihrer Sicht erzählt ist.
Auch den Schmerz der Kinder über den Verlust des Vaters konnte man gut nachempfinden, ebenso die Dynamik in dieser kaputten Familie. In dieser Familie wird über vieles geschwiegen, was letztlich auch zu den tragischen Ereignissen dieses Romans beiträgt.
“Ist dir klar, was du getan hast, Libby?”, brüllte Mom mich an. Und die anderen, selbst Marie, hatten mich angeschaut, als wollte ich uns alle ruinieren. Ich hatte das Schweigegelübde gebrochen, an das wir uns in allen Dingen hielten, und das jetzt war ein weiterer Beleg dafür, dass uns allen Schlimmes drohte, wenn ich Geheimnisse an Fremde ausplauderte."
Das Verhalten der Mutter konnte ich leider überhaupt nicht nachvollziehen, wenn auch ihr Charakter sehr authentisch beschrieben war. Was für ein Mensch muss das sein, der sich so wenig um seine Kinder kümmert?
Gegen Ende der Geschichte spitzt sich die Lage zu und es wird immer spannender, bis zu einem fulminanten Finale.
Dennoch bin ich etwas zwiegespalten bei diesem Buch. Aufgrund des Klappentextes uns der Leseprobe hatte ich ein wenig mehr erwartet. Es ist wieder mal so ein Roman, der nicht wirklich schlecht war, aber auch nicht herausragend. Atmosphärisch ist der Roman insgesamt gelungen, das Schreibstil gut lesbar, aber das gewisse Etwas hat mir leider dennoch gefehlt. Ich vergebe schlussendlich 3,5 Sterne.
Positiv hervorzuheben ist allerdings noch das wirklich wunderschön gestaltete Cover!
mimitatis_buecherkiste
aus Krefeld
4/5
18.04.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fatale Entscheidung
Libby ist vierzehn Jahre alt und das mittlere von fünf Kindern im Alter zwischen sechs bis achtzehn Jahren. Zusammen mit ihrer Mutter wachsen die Kinder ohne Vater auf, der vor eineinhalb Jahren verstorben ist. Bereits vorher war dieser von ihrer Mutter getrennt und lebte in New York. Am Anfang der Sommerferien fahren alle zusammen im Auto nach Hause, als die zwölfjährige Ellen den Bogen mal wieder überspannt und ihre Mutter zur Weißglut treibt, worauf diese sie aus dem Auto wirft und alleine in der Dunkelheit zurücklässt. Am Ende dieses Sommers wird nichts mehr sein, wie es vorher war.
Dieser Roman war anders, als ich es erwartet habe. Die gesamte Handlung spielt sich in einem Sommer ab, obwohl es mir im Nachhinein viel länger vorkommt. Wer hier unglaubliche Spannung erwartet, wird enttäuscht. Der Fokus liegt auf der Familie von Libby; die Erinnerungen an den Vater, das Zusammenleben mit der Mutter, das Band der Geschwister untereinander, all dies wird hier ausführlich thematisiert und noch viel mehr. Das Verschwinden von Ellen spielt zwar eine wichtige, aber nicht immer eine zentrale Rolle. Natürlich führt diese Aktion zu einer Reaktion, aber zu welcher und in welcher Form, das habe ich so nicht erwartet.
Anfangs hatte ich Probleme damit, dass fast nichts passiert, dass es einfach nur das normale Leben ist, das Libby so eindringlich schildert und erklärt. Aber irgendwann hat gerade das mich begeistert, mich an meine Kindheit und Jugend erinnert, mich gefesselt und mitgenommen auf eine Reise in die Vergangenheit. Der Schluss wurde dramatisch und rasant, die Auflösung war stimmig und ich traurig, dass das Buch nun zu Ende geht. Es hat mir gefallen und mich letztendlich überzeugt. Von mir gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung.
https://lieslos.blog/
4/5
08.09.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Monate, in denen der Boden wankt…
Licht zwischen den Bäumen (Una Mannion)
Der Roman spielt 1981 im Bundesstaat Pennsylvania.
Es geht um die 6-köpfige Familie Gallagher, die im Ort Valley Forge, der sich ca. 35 km von Philadelphia entfernt befindet, lebt.
Es ist der letzte Schultag vor den Sommerferien.
Eine alleinerziehende Mutter und ihre fünf Kinder sind abends im Auto unterwegs.
Die fünf Geschwister stehen im Mittelpunkt der Geschichte, die von Libby, der Mittleren im Bunde, erzählt wird:
Es geht um die fast 18-jährige Marie, den 17-jährigen Thomas, die 15-jährige Libby, die 12-jährige Ellen, und die 7-jährige Beatrice.
Jeder kennt wahrscheinlich aus eigener Erfahrung, was sich auf der Autofahrt abspielt:
Gerangel unter den Kindern.
Streit zwischen der Mutter und Ellen.
Tränen und Aggressionen, dicke Luft.
Aber dann folgt etwas Befremdliches.
Etwas, das so nicht üblich ist, auch wenn wohl viele Eltern den Gedanken kennen, das zu tun…
Die Mutter hält an und Ellen muß aussteigen… sie muss die acht oder neun Kilometer in der Dunkelheit nach Hause laufen.
Um 22.30 Uhr ist Ellen immer noch nicht zu Hause.
Marie und Libby machen sich große Sorgen, v. a. weil Wilson McVay, der die ganze Strecke mit seinem Motorrad abgefahren ist, Ellen nicht gefunden hat.
…und dann taucht Ellen auf.
Verstört und verletzt.
Ein „blonder Riese mit Haaren bis zum Hintern“ (S. 64) hat sie in seinem schwarzen Camaro mitgenommen. Als er sie unsittlich angefasst hat, ist sie aus seinem Auto gesprungen…
Aus zunächst unerklärlichen Gründen setzt Wilson McVay alles daran, den Übeltäter zu finden und Ellen zu rächen.
…und dann kommt alles ins Rollen…
Una Mannion lässt sich Zeit beim Erzählen, was aber nicht zu Langeweile führt, sondern dazu, dass man das Gefühl hat hautnah dabei zu sein. Man taucht ein in das Leben und den Alltag von Libby und ihrer Familie, erfährt von ihren Erlebnissen, Gedanken und Sorgen.
Die ganze Zeit liegt dabei etwas in der Luft.
Etwas Bedrohliches.
Man hat ständig das Gefühl, dass gleich irgendetwas passiert.
Die Autorin schafft es wunderbar, diese Atmosphäre und einen Einblick in das schwierige Familienleben zu vermitteln.
Man hat das Gefühl, Libby zu begleiten, wenn sie mit ihrer Freundin unterwegs ist oder wenn sie sich mit ihr streitet.
Es ist, als wäre man dabei, wenn Libby mit ihrer Familie zum Essen zu den Amischen geht oder wenn Marie, die älteste Schwester verabschiedet wird, weil sie in Philadelphia ein neues Leben beginnen möchte.
Obwohl der aus Irland stammende Vater schon tot ist, wird er für den Leser zum Leben erweckt, weil Libby viel an ihn denkt.
Wir lernen auch ihn und seine Rolle in der Familie kennen und bekommen ein differenziertes Bild von ihm, obwohl er physisch nicht präsent ist.
Die Autorin fokussiert Monate, in denen sich in der Familie Gallagher ganz viel verändert.
Libby hat das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren, weil ihr Leben aus den Fugen gerät.
Sie, die noch um den verstorbenen Vater trauert, verspürt eine Bedrohlichkeit, die von Ellens Missetäter ausgeht und die mit Wilson zu tun hat.
Sie gerät in Streit mit ihrer besten Freundin Sage und sie muss den Abschied ihrer großen Schwester verdauen.
Ihre Mutter, die einen heimlichen Geliebten hat, erlebt sie dabei nicht als haltgebend und zuverlässig… sie ist eher ein weiterer Unsicherheitsfaktor.
Ich habe diese fesselnde, berührende und unterhaltsame Geschichte, in der sowohl äußere Ereignisse, als auch inneres Erleben und Landschaftsbeschreibungen ihren Raum haben, bis zu ihrem fulminanten und spannenden Finale gerne gelesen.
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