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Wir dachten, wir könnten fliegen 19 Geschichten über den Verlust der Arten und die Kraft der Literatur. - »Eine erhellende, beglückende Leseerfahrung.« Denis Scheck

5

32,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

10287

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.10.2025

Abbildungen

19 farbige Abbildungen, farbige Illustrationen

Illustriert von

Barbara Dziadosz

Herausgeber

Matthias Jügler

Verlag

Penguin

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

24,6/18/2,9 cm

Gewicht

675 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60453-2

Beschreibung

Rezension

»Der Band ist auch aus einem weiteren Grund ein Geschenk für jeden Naturfreund: Die Illustrationen von Barbara Dziadosz sind wunderbare Kunstwerke.« ("Mitteldeutsche Zeitung")
»Das Buch […] beschäftigt sich auf literarische Weise mit dem Verlust der Arten – nicht wissenschaftlich trocken, sondern erzählerisch-mitreißend.« ("Grünes Presseportal")
»In der Schönheit des Buches, im Zauber der Sprache und der Poesie der von Barbara Dziadosz geschaffenen Illustrationen, wird uns das vor Augen geführt.« ("Klimabuchmesse.de")
»Dieser Band macht für uns die vielen Lebewesen, Pflanzen und Tiere spürbar, die so einzigartig sind.« ("Klimabuchmesse.de")
»Eines der schönsten Bücher des Jahres.« ("Franziska Hirsbrunner / SRF")
»Ein entzückendes Buch, das glücklich macht.« ("Alf Haubitz / hr2-kultur")

Portrait

Barbara Dziadosz ist freie Illustratorin. Ursprünglich aus einer kleinen Stadt im Norden Polens, beendete sie ihre Studien in Hamburg. Sie ist auf Drucksachen und Charakter-Design spezialisiert und arbeitet u.a. für das ZEITmagazin und die Washington Post..
Matthias Jügler, geboren 1984 in Halle/Saale, studierte Skandinavistik und Kunstgeschichte in Greifswald sowie Oslo und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Für seine Romane wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2022 mit dem Klopstock-Preis für Literatur des Landes Sachsen-Anhalt, 2024 mit dem Rheingau Literatur Preis. »Maifliegenzeit« (2024) stand auf der Shortlist des Evangelischen Buchpreises 2025. Jügler lebt in Leipzig, wo er auch als freier Lektor arbeitet.

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Verkaufsrang

10287

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.10.2025

Abbildungen

19 farbige Abbildungen, farbige Illustrationen

Illustriert von

Barbara Dziadosz

Herausgeber

Matthias Jügler

Verlag

Penguin

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

24,6/18/2,9 cm

Gewicht

675 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60453-2

Herstelleradresse

Penguin Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: [email protected]

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Ein (nicht nur literarisches) Schmuckstück

Magdalena aus Köln am 07.03.2026

Bewertungsnummer: 3068179

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Anthologie „Wir dachten, wir könnten fliegen“ wurde von Matthias Jügler herausgegeben. Sie enthält 19 Geschichten über den Verlust der Arten und die Kraft der Literatur, die von renommierten deutschsprachigen und internationalen Autoren und Autorinnen verfasst wurden. Mir haben die Geschichten folgender Autor*innen am besten gefallen: John Ironmonger, Elena Fischer, John Burnside, T.C. Boyle, Alex Capus, Melanie Raabe und Daniela Dröscher (Aufzählung in der Reihenfolge, in der sie abgedruckt sind). Ganz besonders möchte ich die wundervolle Aufmachung des Buches mit wunderschönen Illustrationen von Barbara Dziadosz hervorheben. In seinem Vorwort erläutert Matthias Jügler seinen Beweggrund für die Herausgabe der Anthologie: „Laut WWF sterben jeden Tag 150 bis 200 Pflanzen- und Tierarten aus. Angesichts des Massenaussterbens wollte ich etwas tun, also lud ich Autorinnen und Autoren ein, die ich seit Jahren schätze, über je eine ausgestorbene Tier oder Pflanzenart zu schreiben, um diese für die Dauer der Lektüre wieder zum Leben zu erwecken.“ John Ironmonger erzählt von der Begegnung mit der hundertjährigen Martha Trelawney, die ihm die Geschichte ihrer amerikanischen Vorfahren erzählt, die Taubner waren. Im 19. Jahrhundert gab es im Mittleren Westen sehr viele Männer, die von der Taubenjagd lebten. Sie jagten und töteten Wandertauben, bis sie ganz ausgerottet wurden. Das Ende der Wandertauben war nicht nur auf das Jagen zurückzuführen, sondern vor allem auf eine Praxis, die „Squabbing“ genannt wurde – junge Vögel wurden aus ihren Nestern geholt und zu Taubenpastete verarbeitet. In Elena Fischers Geschichte reproduziert ein Sohn für seine sterbende Mutter den Duft ihrer Lieblingspflanze, den hawaiianischen Berghibiskus. John Burnside schreibt eine berührende Geschichte über den Riesenalk (Pinguinus impennis). Diese Vögel waren in Neufundland bis hin zur Küste Norwegens beheimatet. Sie wurden von Walfängern und Seefängern als Nahrungsmittel genutzt und ihre Federn dienten als Ersatz für Daunenfedern. Herzzerreißend ist Alex Capus‘ Geschichte über den chinesischen Flussdelfin, der in Folge der Industrialisierung in China ausgestorben ist. An den Ufern des Jangtse wurden 400.000 Chemiefabriken gebaut, deren Abflussrohre direkt in den Fluss mündeten. Fische und Delfine starben einen qualvollen Tod. Melanie Raabe schreibt über den St.-Helena-Olivenbaum, aus dessen Blättern ein Mittel gegen Depressionen hergestellt wurde. Daniela Dröscher hat für ihre Geschichte den Formosanischen Wolkenleopard ausgewählt. Der Regenwald, das Zuhause der Großkatzen, wurde abgeholzt, Großwildjäger hatten es auf ihr Fell abgesehen. Sie schreibt über Katzen in der Literatur, wie den Schneeleoparden in Ernest Hemingways Schnee auf dem Kilimandscharo und den Leoparden in Trophäe von Gaea Schoeters und erinnert an die Stummfilmdiven der Zwanzigerjahre, die mit einem Leoparden an der Leine den Sunset Boulevard hinabstolzierten. Gerne empfehle ich euch diese wunderschöne Anthologie weiter und bin sicher, dass jede*r darin Geschichten finden wird, die sein bzw. ihr Herz berühren wird.

Ein (nicht nur literarisches) Schmuckstück

Magdalena aus Köln am 07.03.2026
Bewertungsnummer: 3068179
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Anthologie „Wir dachten, wir könnten fliegen“ wurde von Matthias Jügler herausgegeben. Sie enthält 19 Geschichten über den Verlust der Arten und die Kraft der Literatur, die von renommierten deutschsprachigen und internationalen Autoren und Autorinnen verfasst wurden. Mir haben die Geschichten folgender Autor*innen am besten gefallen: John Ironmonger, Elena Fischer, John Burnside, T.C. Boyle, Alex Capus, Melanie Raabe und Daniela Dröscher (Aufzählung in der Reihenfolge, in der sie abgedruckt sind). Ganz besonders möchte ich die wundervolle Aufmachung des Buches mit wunderschönen Illustrationen von Barbara Dziadosz hervorheben. In seinem Vorwort erläutert Matthias Jügler seinen Beweggrund für die Herausgabe der Anthologie: „Laut WWF sterben jeden Tag 150 bis 200 Pflanzen- und Tierarten aus. Angesichts des Massenaussterbens wollte ich etwas tun, also lud ich Autorinnen und Autoren ein, die ich seit Jahren schätze, über je eine ausgestorbene Tier oder Pflanzenart zu schreiben, um diese für die Dauer der Lektüre wieder zum Leben zu erwecken.“ John Ironmonger erzählt von der Begegnung mit der hundertjährigen Martha Trelawney, die ihm die Geschichte ihrer amerikanischen Vorfahren erzählt, die Taubner waren. Im 19. Jahrhundert gab es im Mittleren Westen sehr viele Männer, die von der Taubenjagd lebten. Sie jagten und töteten Wandertauben, bis sie ganz ausgerottet wurden. Das Ende der Wandertauben war nicht nur auf das Jagen zurückzuführen, sondern vor allem auf eine Praxis, die „Squabbing“ genannt wurde – junge Vögel wurden aus ihren Nestern geholt und zu Taubenpastete verarbeitet. In Elena Fischers Geschichte reproduziert ein Sohn für seine sterbende Mutter den Duft ihrer Lieblingspflanze, den hawaiianischen Berghibiskus. John Burnside schreibt eine berührende Geschichte über den Riesenalk (Pinguinus impennis). Diese Vögel waren in Neufundland bis hin zur Küste Norwegens beheimatet. Sie wurden von Walfängern und Seefängern als Nahrungsmittel genutzt und ihre Federn dienten als Ersatz für Daunenfedern. Herzzerreißend ist Alex Capus‘ Geschichte über den chinesischen Flussdelfin, der in Folge der Industrialisierung in China ausgestorben ist. An den Ufern des Jangtse wurden 400.000 Chemiefabriken gebaut, deren Abflussrohre direkt in den Fluss mündeten. Fische und Delfine starben einen qualvollen Tod. Melanie Raabe schreibt über den St.-Helena-Olivenbaum, aus dessen Blättern ein Mittel gegen Depressionen hergestellt wurde. Daniela Dröscher hat für ihre Geschichte den Formosanischen Wolkenleopard ausgewählt. Der Regenwald, das Zuhause der Großkatzen, wurde abgeholzt, Großwildjäger hatten es auf ihr Fell abgesehen. Sie schreibt über Katzen in der Literatur, wie den Schneeleoparden in Ernest Hemingways Schnee auf dem Kilimandscharo und den Leoparden in Trophäe von Gaea Schoeters und erinnert an die Stummfilmdiven der Zwanzigerjahre, die mit einem Leoparden an der Leine den Sunset Boulevard hinabstolzierten. Gerne empfehle ich euch diese wunderschöne Anthologie weiter und bin sicher, dass jede*r darin Geschichten finden wird, die sein bzw. ihr Herz berühren wird.

Ein kluges & wichtiges Buch

mari_liest am 04.03.2026

Bewertungsnummer: 3065698

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Wir dachten, wir könnten fliegen“ hat mich aufgrund von Empfehlungen auf Instagram neugierig gemacht – eine war die von Regina Denk. Beim Reinschnuppern hat mich dann der Ansatz und die Herangehensweise neugierig gemacht. Jügler hat 19 Autor*innen eingeladen, jeweils über eine ausgestorbene Tier- oder Pflanzenart zu schreiben – jedoch nicht als Sachtext, sondern literarisch. So entstehen kurze Texte über Wesen, die einmal Teil unserer Welt waren und heute unwiederbringlich verschwunden sind. Ich fand diese Idee wirklich spannend. Statt trockener Fakten bekommt jede Art eine eigene Atmosphäre, eine Erinnerung, manchmal fast so etwas wie eine Stimme. Manche Texte bleiben nah an der Geschichte der Tiere, andere sind poetischer oder erzählerischer – gerade diese Mischung macht den Band besonders. Wenn man ein bisschen nachliest, merkt man auch: Jügler wollte bewusst kein belehrendes Buch über Artensterben machen. In Interviews wird oft gesagt, dass es ihm eher darum ging, literarische Räume zu öffnen – Räume, in denen man begreift, was verloren gegangen ist. Und genau das funktioniert erstaunlich gut. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, durch eine kleine literarische Sammlung ausgestorbener Leben zu gehen: Beutelwolf, Dodo, Wandertaube bis zum Kaspischen Tiger. Manche Texte haben mich mehr gepackt als andere, insgesamt fand ich das Buch wirklich klug und ungewöhnlich, im positiven Sinn. Große Liebe für die Stellersche Seekuh. Kein klassischer Erzählband – eher eine literarische Erinnerung daran, dass unsere Welt einmal größer war. Und dass vieles davon unwiederbringlich verloren ist. Ich wünsche dem Buch viele begeisterte Leser*innen.

Ein kluges & wichtiges Buch

mari_liest am 04.03.2026
Bewertungsnummer: 3065698
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Wir dachten, wir könnten fliegen“ hat mich aufgrund von Empfehlungen auf Instagram neugierig gemacht – eine war die von Regina Denk. Beim Reinschnuppern hat mich dann der Ansatz und die Herangehensweise neugierig gemacht. Jügler hat 19 Autor*innen eingeladen, jeweils über eine ausgestorbene Tier- oder Pflanzenart zu schreiben – jedoch nicht als Sachtext, sondern literarisch. So entstehen kurze Texte über Wesen, die einmal Teil unserer Welt waren und heute unwiederbringlich verschwunden sind. Ich fand diese Idee wirklich spannend. Statt trockener Fakten bekommt jede Art eine eigene Atmosphäre, eine Erinnerung, manchmal fast so etwas wie eine Stimme. Manche Texte bleiben nah an der Geschichte der Tiere, andere sind poetischer oder erzählerischer – gerade diese Mischung macht den Band besonders. Wenn man ein bisschen nachliest, merkt man auch: Jügler wollte bewusst kein belehrendes Buch über Artensterben machen. In Interviews wird oft gesagt, dass es ihm eher darum ging, literarische Räume zu öffnen – Räume, in denen man begreift, was verloren gegangen ist. Und genau das funktioniert erstaunlich gut. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, durch eine kleine literarische Sammlung ausgestorbener Leben zu gehen: Beutelwolf, Dodo, Wandertaube bis zum Kaspischen Tiger. Manche Texte haben mich mehr gepackt als andere, insgesamt fand ich das Buch wirklich klug und ungewöhnlich, im positiven Sinn. Große Liebe für die Stellersche Seekuh. Kein klassischer Erzählband – eher eine literarische Erinnerung daran, dass unsere Welt einmal größer war. Und dass vieles davon unwiederbringlich verloren ist. Ich wünsche dem Buch viele begeisterte Leser*innen.

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