Der Briefwechsel mit Antoine Arnauld Philosophischer Briefwechsel, Band 1. Zweisprachige Ausgabe
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- Deutsch, Französisch ausgewählt
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
29.10.2025
Herausgeber
Reinhard FinsterVerlag
Meiner, FSeitenzahl
431
Maße (L/B/H)
24,6/16,5/3,8 cm
Gewicht
1006 g
Auflage
1. Auflage
Übersetzt von
Reinhard Finster
Sprache
Deutsch, Französisch
ISBN
978-3-7873-4813-8
Textgrundlage für diese erstmals vollständige Edition sind die im Nachlass aufbewahrten Manuskripte, die bereits von Leibniz selbst, der wiederholt ihre Veröffentlichung beabsichtigte, für den Druck überarbeitet worden waren. Die Abweichungen zu den im Arnauld-Nachlass aufgefundenen Abschriften sind im Apparatteil detailliert verzeichnet.
Ein weiterer Schwerpunkt des Briefwechsels besteht in der Untersuchung des Substanzbegriffes. Leibniz' Theorie der körperlichen Substanzen ist hier zugleich Auseinandersetzung mit der scholastischen und cartesianischen Tradition sowie Entfaltung der eigenen Position. In der Rede von der Seelenhaftigkeit jeder individuellen Substanz klingt dabei bereits sehr deutlich der spätere monadologische Gedanke an. Thema der Korrespondenz sind ferner die prästabilierte Harmonie (die noch hypothese de la comcomitance heißt), das principium optimum und die Repräsentationslehre.
Die Einwände Arnaulds zwingen Leibniz nicht nur immer wieder dazu, sich mit größter Präzision der Anstrengung des Begriffs zu unterziehen; dadurch wird manches schärfer und klarer formuliert, als es in seinen Schriften der Fall ist. Die vielfältigen Konzepte und Ansätze zeugen auch von der Mühe, die es Leibniz bereitete, in einer ihn selbst befriedigenden Weise auf Arnauld zu antworten.
Neben seinem philosophischen Wert kommt dem Briefwechsel auch eine für die Person Leibniz wichtige kirchenpolitische Bedeutung zu; zeigt er doch, wie entschieden sich der Ireniker Leibniz dem Drängen Arnaulds und des Landgrafen Ernst von Hessen-Rheinfels - dieser vermittelte zwischen den Korrespondenzpartnern - widersetzte, zum Katholizismus überzutreten.
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