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Josephine Apraku

1. Kluft und Liebe

Kluft und Liebe Warum soziale Ungleichheit uns in Liebesbeziehungen trennt und wie wir zueinanderfinden

Gesprochen von
16

15,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Josephine Apraku

Spieldauer

8 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

04.07.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

158

Verlag

Gould Finch Audio

Sprache

Deutsch

EAN

4066004828435

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Josephine Apraku

Spieldauer

8 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

04.07.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

158

Verlag

Gould Finch Audio

Sprache

Deutsch

EAN

4066004828435

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    11.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Liebe ist ein „Tu-Wort“: Wichtiges feministisches Sachbuch

    “Kluft und Liebe” von Josephine Apraku ist ein feministischer Aufruf, sich neu mit dem Thema „Liebe“ auseinanderzusetzen.  Die Autorin erklärt die Mechanismen von Liebe, Macht und Diskriminierung. Durch eine sehr gelungene Mischung aus persönlichen Erlebnissen, Analysen und literarischen Texten ist das Buch sowohl gut verständlich als auch sehr umfassend.  Josephine Apraku zeigt auf, wie Liebesbeziehungen durch soziale Ungleichheiten geprägt werden; wie Rassismus, Behinderungen sowie patriarchal geprägte Strukturen und Verhaltensmuster unsere vermeintlich privaten, zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflussen. Traditionelle Beziehungsnormen werden in Frage gestellt.   „Seyda Kurt macht einen wichtigen Punkt: Erzählungen über Liebe, die gesellschaftliche Vorstellungen noch immer maßgeblich prägen, sind nicht neutral. Repräsentationen von Liebe in medialen Darstellungen erfolgen noch immer vor allem aus einer mehrfach privilegierten Perspektive. Es ist meist eine weiße, bürgerliche, cis männliche, hetero und nicht be_hinderte Perspektive, die allerdings nicht transparent gemacht wird. Sie erscheint damit als neutral, als selbstverständlich und wird überhaupt erst dadurch zur Norm. Dabei ist, insbesondere weil die durch Machtstrukturen geschaffene Position nicht benannt wird, Unterdrückung immer Teil dieser Perspektive auf Liebe. Das macht etwas mit uns, nicht nur als Gesellschaft, sondern auch im Privaten. Schließlich sind es diese Darstellungen, die uns von Beginn an in unserem Leben begleiten, uns be­einflussen, an denen wir uns orientieren und an denen wir gemessen werden. Mit diesen Repräsentationen von Liebe werden zeitgleich eine Norm sowie die Abweichung von dieser gebildet und damit der Rahmen dafür gesteckt, wen wir lieben sollten und wie. „   „Ein wesentlicher Bestandteil dieses Skripts, sprich unserer Sozialisierung, ist die Annahme, dass Menschen, alle Menschen, heterosexuell sind. Nur deshalb gibt es das gesellschaftliche Phänomen eines Coming-out überhaupt: Die Tatsache, dass Menschen preisgeben »müssen«, nicht heterosexuell zu sein, hängt exklusiv damit zusammen, dass wir in einer Gesellschaft leben, die Heterosexualität zur Norm macht und institutionalisiert hat. Kurz: Wer wir sein und wen wir begehren sollten, wird mit einer der ersten Aussagen über uns - etwa “Es ist ein Mädchen!” - bestimmt.“   „Die unendliche gesellschaftliche “Liebesgeschichte”, die uns überall im Alltag begegnet - um nicht zu sagen: verfolgt -, funktioniert nach dieser simplen gleichbleibenden Formel: weiße, normschlanke, nicht be_hinderte cis Frau verliebt sich in ihr einzig angemessenes Gegenstück, den weißen, normschlanken und ebenfalls nicht be_behinderten cis Mann. Sie ist das Objekt seines Verlangens, das lernen beide von jungen Jahren an.“   „In einer kapitalistisch geprägten Gesellschaft wird uns überall suggeriert, dass die eine Sache mehr wert sei als die andere. Dieses Grundprinzip, das Teil der Basis von Unterdrückung ist, gilt auch für unsere Beziehungen: Die eine ist vermeintlich wichtiger als die andere. Verheiratet sein sticht “einfach zusammen sein”, Liebesbeziehung sticht Freund*innenschaft, und die Länge einer Partner*innenschaft gibt vermeintlich Auskunft über deren Qualität - kurz ist “schlecht”, lang ist "gut "und “echte Liebe”. Die unterschiedlichen Beziehungen, die uns durch unser Leben begleiten - das lernen wir -, sind nicht gleichwertig.“   „Denn nichts von alldem, wie wir Beziehungen denken, sie verstehen und uns in ihnen Verhalten, geschieht in einem Vakuum. Im Gegenteil, wir sind zutiefst beeinflusst von unserem Umfeld, von Vorstellungen, die nicht unsere eigenen sind. Um Beziehungen so auszuhandeln, dass sie für uns funktionieren, und sie gleichberechtigter zu gestalten, benötigen wir allerdings deutlich mehr Raum.“   Das Buch ist kein Ratgeber; es stellt vielmehr Fragen als dass es Antworten liefert. Dennoch ist das Buch sehr wertvoll und tiefgründig und kann helfen, Machtgefälle zu überwinden und eine neue, bessere Art der Liebe zu ermöglichen.   Ich vergebe 5 von 5 Sternen für dieses wirklich berührende und kluge Buch.

  • xxholidayxx

    5/5

    30.06.2025

    eBook (ePUB)

    Ein feministischer Aufruf zur machtkritischen Auseinandersetzung mit Liebe

    In "Kluft und Liebe" nimmt Josephine Apraku die Leser:innen mit auf eine kritische Reise durch die Mechanismen von Liebe, Macht und Diskriminierung. Die Autorin ist feministische Aktivistin und Wissenschaftlerin mit Fokus auf intersektionale Machtstrukturen. Ihr Buch verbindet persönliche Anekdoten mit fundierter Analyse und fordert ein neues Verständnis von Liebe als politischer Praxis. Worum geht’s? Apraku geht der Frage nach, wie gesellschaftliche Ungleichheiten Liebesbeziehungen prägen und welche Herausforderungen daraus entstehen. Sie beschreibt, dass Machtgefälle unvermeidbar sind, da soziale Privilegien und Diskriminierung in jede Beziehung hineinwirken. Liebe wird als aktive Praxis verstanden, die gelernt und reflektiert werden muss, um nicht zur Reproduktion von Unterdrückung beizutragen. Das Buch behandelt Themen wie Macht, Begehren, Emotionen, Körperbilder, Konflikte, das soziale Umfeld sowie Arbeit und schließt mit einer visionären Forderung nach einer „liebevollen politischen Praxis“. Meine Meinung Ich kann es nicht anders sagen: Das Buch hat mich tief beeindruckt und soooo viel in mir ausgelöst. Aprakus These, dass Liebe ein „Tu-Wort“ ist, entmystifiziert die Vorstellung von Liebe als romantisches Schicksal und stellt sie als bewusste Praxis dar, die stetige Übung braucht. Besonders wichtig finde ich die Empfehlung zu regelmäßigen, strukturierten Check-ins in Liebesbeziehungen, die nicht nur Probleme adressieren, sondern auch positive Entwicklungen feiern und Machtverhältnisse kritisch hinterfragen. Diese Praxis fördert echte Gegenseitigkeit und reflektiert, wie Sorgearbeit oft ungleich verteilt bleibt – oft zu Lasten von Frauen und weiblich sozialisierten Personen. Die Darstellung von Beziehungsanarchie ist ein spannendes Konzept, das traditionelle Beziehungsnormen infrage stellt und zur individuellen Gestaltung von Nähe und Intimität ermutigt. Dies ist für mich ein kraftvoller Impuls, um starre Kategorien wie „nur Freund:innen“ oder „offene Beziehung“ zu hinterfragen und stattdessen authentische Beziehungsformen zu schaffen, die frei von gesellschaftlichem Zwang sind. Aprakus Einsicht, dass Gefühle politisch sind, eröffnet einen wichtigen Diskurs über emotionale Erfahrungen, die von rassistischen, sexistischen und ableistischen Zuschreibungen beeinflusst werden. Dass beispielsweise das Klischee der „wütenden Schwarzen Frau“ oder des „glücklichen Behinderten“ tiefgreifende Auswirkungen auf den Umgang mit Konflikten und Emotionen hat, macht die Notwendigkeit emotionaler Sensibilität und offener Kommunikation deutlich. Die Analyse von Machtstrukturen in Beziehungen zeigt realistisch, wie Privilegien, etwa durch Hautfarbe oder Geschlecht, Konflikte und Ungleichheiten prägen. Aprakus Verweis darauf, dass gleichberechtigte Paare glücklicher sind, macht Hoffnung, dass bewusste Arbeit an Machtverhältnissen lohnenswert ist. Dies deckt sich mit feministischer Kritik am Patriarchat, die fordert, Machtasymmetrien sichtbar zu machen und aktiv zu bearbeiten. Das Kapitel über das soziale Ökosystem verdeutlicht, dass Liebesbeziehungen niemals isoliert sind, sondern immer von äußeren gesellschaftlichen Kräften beeinflusst werden. Die Idee, als Paar ein gemeinsames „Team gegen Diskriminierung“ zu bilden, unterstreicht, wie wichtig Solidarität und gemeinsames politisches Engagement für eine gerechtere Beziehung sind. Ich finde Aprakus Vision, Liebe als politische Praxis zu verstehen, die Verantwortung, Gelassenheit und Kreativität verlangt, inspirierend. Das Buch fordert auf, gesellschaftlichen Wandel im Privaten zu beginnen und Liebe als Werkzeug des Widerstands gegen Ungleichheit zu begreifen. Fazit "Kluft und Liebe" ist ein kraftvolles, kluges und berührendes Buch, das Liebe aus feministischer Perspektive neu denkt und praktische Wege aufzeigt, um Machtgefälle zu überwinden. Für alle, die Liebe verantwortungsvoll und emanzipatorisch leben wollen, ist dieses Buch eine unverzichtbare Lektüre. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

  • Emelie

    aus BaWü

    5/5

    19.04.2025

    eBook (ePUB)

    Wow!

    Dieses Buch hat meine Perspektive und die Fundamente für alle meine Beziehungen - egal ob romantisch, familiär oder platonisch - verändert. Ich denke jetzt ganz anders über Diskriminierung jeder Art. Ich finde mensch kann so viel aus diesem Buch mit nehmen und ich würde es jeder Person in meinem Leben wärmstens empfehlen. Das Sprachniveau fand ich recht hoch, deshalb habe ich mir den lesen eine ganze Weile gebraucht aber ich fand es dann doch einfach mich in die Thematik hineinzuversetzen. Das Workbook, auf das man mit dem Link hinten im Buch zugreifen kann, kann ich auch jedem ans Herz legen. Dadurch ist man viel mehr einbezogen und merkt auch selbst schnell wie viele internalisierte Muster von Unterdrückung man mit sich herum trägt und wie man sie ändern kann. Ich bin Josephine Apraku sehr dankbar für dieses Buch und freue mich schon mehr von ihr zu lesen.

  • Bewertung

    5/5

    17.10.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Eine neue Perspektive

    Ich habe berufsbedingt (organisiere Slow Dating Events) bereits sehr viele Bücher zu dem Thema gelesen. In keinem konnte ich bisher eine solche Perspektive von der Auswirkung sozialer Ungleichheit auf das Beziehungsleben vorfinden. Ein sehr tiefgehendes Thema, trotzdem leicht zu lesen. Mit sehr vielen Reflexionsfragen. Empfehle es jeder Person, die bereit ist, die eigene Beziehung zu reflektieren.

  • Bewertung

    5/5

    12.03.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Bist du bereit, Liebe neu zu verstehen?

    “Kluft und Liebe“ kombiniert das Wissen, die eigene Erfahrungen, und die Trainer*innen Kompetenz von Josephine mit literarischen Texten. Und so ist dieses Buch nicht nur das nächste Sachbuch zum Thema Liebe. Es ist vielmehr ein immersives Buch, dass Macht und Unterdrückung in der Liebe spürbar macht. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und konnte es Zeitweise gar nicht mehr weglegen. Josephine, ich habe viel gelernt von dir - insbesondere aus Rassimuskritischer Sicht - und freue mich, dass wir uns Kolleg*innen nennen können. Ich werde dich in meinen zukünftigen Trainings noch oft zitieren. 

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