Victoria, genannt Toja, illustriert Buchumschläge. Ihre Gedanken kann sie oft besser in Bildern als in Worten ausdrücken. Seit einer Lebenskrise lebt sie in einem Haus am Stadtrand, wo sie zwischen alten Obstbäumen und Blumenbeeten wieder zu sich gefunden hat. Als am Gartenzaun die vierzehnjährige Vica auftaucht, die eigentlich ebenfalls Victoria heißt, erkennt Toja sich in dem introvertierten Mädchen wieder. Sie fühlt sich an ihre eigene Vergangenheit erinnert und an das beklemmende Gefühl, nicht richtig zu sein. Toja möchte für Vica einen friedlichen Ort schaffen, an dem diese auch in dunklen Zeiten Hoffnung finden kann. Wie die Blüte, die immer zum Licht strebt. Aber lässt sich das Glück planen? Und wieviel Mut braucht es zur Veränderung?
Der Zauber eines Sommers. Unerwartete Begegnungen, die uns inspirieren. Ein Hörbuch, das bewegt und lange nachhallt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Lesemone
5/5
30.06.2025
Hörbuch-Download
Besonderer Garten
Toja ist Illustratorin für Buchumschläge und fertigt diese individuell nach Kundenwunsch an. Die besten Ideen findet sie in ihrem Garten. Dort trifft sie auf die Nachbarstochter, die auch Victoria heißt, und auf Toja sehr verlassen wirkt. Es entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft. Die Geschichte wird in Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Toja erzählt rückblickend, wie es ihr als junger Mensch ging und wer ihr geholfen hat. In der Gegenwart geht es viel um den tollen Garten von Toja, um die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander. Ich habe dem Hörbuch gerne gelauscht. Die Sprecherin hat eine angenehme Stimmfarbe gehabt und konnte die Emotionen gut transportieren. Man konnte dem Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart gut folgen. Ich fand die Geschichte sehr berührend, weil sie zeigt, dass man Freundschaften nicht immer nur unter denen findet, die gleichen Alters sind.
Stefanie Bauer
4/5
16.09.2025
Hörbuch-Download
Eine detaillierte Geschichte mit vielen leisen und berührenden Tönen...
Meinung:
Das Buch hat mich angesprochen, da es nach einer berührenden und tiefgründigen Geschichte klang.
Und im Großteil habe ich das auch bekommen. Es ist schön zu verfolgen, wie die 14-jährige Vica Mithilfe ihrer Nachbarin Toja aufblüht und lernt, dass es ok ist, wenn sie anders ist, als die anderen. Denn Vica und Toja sind beide sehr introvertierte und hochsensible Menschen, deshalb ist ihnen schnell alles zu viel. Ich fand es interessant, diese Sicht der Dinge mal genauer dargestellt zu bekommen, auch in Bereichen, in denen ich mir noch nicht so viele Gedanken darüber gemacht habe.
Der Fokus der Geschichte liegt klar auf den Details. Alles wird sehr unaufgeregt und ausführlich erzählt. Auch die Besonderheiten und Wunder der Natur in Tojas Garten, aber auch ganz allgemein. Im Grunde wirklich interessant und entschleunigend, aber manchmal hätte ich es nicht ganz so ausführlich gebraucht.
Doch nicht nur Vica blüht durch die Freundschaft mit Toja und Bär auf, sondern auch ihr Vater Florian muss sich sehr ändern. Ich fand die Wandlung von ihm zwar toll für die Geschichte, aber doch etwas sehr leicht/einfach dargestellt. Somit war es am Ende eine recht große Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung, die ich zwar wirklich harmonisch, aber leider auch etwas unglaubwürdig/ ein bisschen zu viel des Guten fand.
Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte oft berührt, zum Nachdenken angeregt und definitiv auch entschleunigt. Und das Ganze auch ohne größeren Spannungsbogen, sondern nur mit leisen Tönen. Ich mochte es ebenso, dass auch Tojas Geschichte in Rückblenden erzählt wird und man erfährt, dass auch ihr, in ihrer Kindheit, eher etwas unkonventionell geholfen wurde.
Für mich war es auch super, dass die Autorin auf eine Liebesgeschichte zwischen den Figuren verzichtet hat. Kurz hatte ich mal die Befürchtung, dass sich da was entwickeln könnte, aber zum Glück hat die Autorin da einen anderen Weg gewählt.
Wie gesagt, ist das Ende etwas zu harmonisch, aber insgesamt zufriedenstellend und passend. Ich habe die Geschichte mit einem guten Gefühl beendet.
Sprecherin Ulrike Kapfer passt mit ihrer ruhigen Art auch super zur Geschichte und hat sehr authentisch gelesen.
Fazit:
Ein sehr ausführlicher und detaillierter Roman, der die Bedürfnisse von introvertierten und hochsensiblen Menschen sehr genau darstellt. Dabei gibt es viele leise Töne, aber auch kleine Wunder und viele berührende Szenen und Besonderheiten. Manches hätte ich nicht ganz so ausführlich gebraucht und am Ende war mir die allgemeine Harmonie etwas zu groß, um wirklich glaubwürdig zu sein, aber ich habe die Geschichte gern verfolgt und mich von ihr entschleunigen lassen. Deshalb vergebe ich solide 4 Sterne.
Rei Shimura
3/5
16.09.2025
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Ein Garten voller Worte – Doch die Botschaft blieb mir verborgen
Vor vielen Jahren hat mir ein Bekannter einmal das Buch „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky empfohlen, da er der Meinung war, dass dieses Buch sehr gut zu meiner Lebenssituation passen würde und ich daher sehr davon profitieren würde. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass das Buch zwar ganz nett, aber für mich ein wenig zu viel des Guten war. Seitdem halte ich mich eher fern von Büchern, die meiner Meinung nach in eine ähnliche Richtung gehen und zu sehr in esoterisches Geschwafel abgleiten.
Daher war ich mir auch äußerst unsicher, ob dieses Buch oder genauer formuliert dieses Hörbuch das Richtige für mich sein würde. Immerhin wird es recht großspurig mit dem Satz „Ein inspirierender Roman, der uns hilft, uns selbst zu finden“. Eines gleich vorweg, bei mir hat dies leider nicht funktioniert und ich bin noch immer auf der Suche.
Dennoch muss ich sagen, dass mich der Roman positiv überrascht hat. Vor allem dadurch, dass eigentlich nicht wirklich viel passiert, aber trotzdem ganz viel vermittelt wird. Denn hierbei handelt es sich nicht um einen spannenden und aufregenden Roman, bei dem sich die Ereignisse überschlagen. Sondern um eine gemächliche und ruhige Erzählung, die sich auf die stillen Töne fokussiert und einen zur Ruhe kommen lässt. Die Autorin Patricia Koelle-Wolken hat wirklich ein Auge für Details und lässt den Leser und die Leserin daran teilhaben. Der Garten von Toja wird so eindrucksvoll und stimmgewaltig beschrieben, dass ich zwischendurch das Gefühl hatte, dass ich die Blumen riechen kann. Der Fokus liegt hier auf den leisen und kleinen Dingen. Diese Verliebtheit zum Detail muss man mögen und manchmal wurde es sogar mir zu viel, vor allem wenn ich das Gefühl hatte, dass Nebensächlichkeiten aus mir unerfindlichen Gründen künstlich aufgeblasen werden.
Aber dies war leider nicht das einzige, das mich gestört hat. Es geht lange Zeit im Buch darum, dass Toja und auch Vica anders sind und nicht gut mit großen Menschenansammlungen, Small Talk und dem Sprechen vor vielen Menschen klarkommen. Gerade Vica als Teenager hat damit schwer zu kämpfen. So weit so gut und so verständlich. Toja überbringt Vica und auch ihrem Vater Florian dann die frohe Kunde, dass Vica, gleich wie Toja einfach nur introvertiert ist. Und hier starten meine Schwierigkeiten, denn mich verwundert es sehr, dass die beiden den introvertiert vorher noch nie gehört haben. Über diese Tatsache hätte ich aber noch hinwegsehen können, viel schlimmer war für mich, dass Introvertiertheit lange Zeit wie eine Krankheit oder sogar schlimmer, wie eine Behinderung dargestellt wurde. Den Vergleich mit einer Behinderung zieht Vica im Buch sogar selbst und wird dann von Toja aufgeklärt, dass dies nicht so ist. Ich gebe Toja dabei Recht, allerdings vermittelt das Buch über lange Strecken genau diese Botschaft.
Gelesen wird das Hörbuch von Ulrike Kapfer und dies war für mich ein kleines Highlight in einem ansonsten doch eher mittelmäßigem Bucherlebnis. Ulrike Kapfer und ihre Stimme kannte ich bis dato noch nicht, darf aber zugeben, dass ich hoffe, wieder einmal ein von ihr gelesenes Hörbuch in die Hände zu bekommen. Wobei ich mir sie bzw. ihre Stimme nur schwer in Kombination mit einem aufregenden Krimi vorstellen kann. Denn ihre Stimmmelodie und Art und Weise die Wörter zu betonen haben etwas unglaublich beruhigendes und haben daher perfekt zu dieser langatmigen Geschichte gepasst.
Alles in allem muss ich leider sagen, dass mich das Buch von Patricia Koelle-Wolken nicht wirklich überzeugen konnte. Wobei ich wirklich betonen möchte, dass es kein schlechtes Buch per se ist. Ich denke aber, dass ich einfach nicht das richtige Publikum war, um die wertvollen Botschaften der Autorin zu empfangen.
Julia
5/5
28.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Wunderbar
„Der Garten der kleinen Wunder“ hat mich schon durch das Cover angesprochen: Die liebevolle, detailreiche Gestaltung strahlt eine ruhige, fast magische Atmosphäre aus und passt wunderbar zum Titel. Man erwartet eine warme, entschleunigte Geschichte – und genau dieses Gefühl vermittelt das Buch auch.
Inhaltlich dreht sich alles um Neuanfänge, persönliche Entwicklung und die kleinen, oft unscheinbaren Momente, die das Leben besonders machen. Die Handlung entwickelt sich eher ruhig, lebt aber gerade von dieser leisen Intensität. Patricia Koelle-Wolken nimmt sich Zeit für ihre Figuren und deren Geschichten, was der Erzählung viel Tiefe verleiht.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft, fast poetisch, ohne dabei schwer zu wirken. Besonders die Naturbeschreibungen und die ruhigen, emotionalen Passagen haben mir gut gefallen. Man merkt, wie viel Wert auf Atmosphäre gelegt wird. Die Figuren sind warmherzig und glaubwürdig gezeichnet, auch wenn sie stellenweise etwas idealisiert wirken.
Was mich besonders angesprochen hat, ist die entschleunigende Wirkung des Buches. Es lädt dazu ein, innezuhalten und die kleinen Dinge bewusster wahrzunehmen.
Insgesamt ist „Der Garten der kleinen Wunder“ ein gefühlvoller, ruhiger Roman, der vor allem durch seine Atmosphäre überzeugt. Ich empfehle ihn allen, die leise Geschichten mit viel Herz und einem Hauch von Magie mögen.
Bewertung
5/5
18.03.2026
eBook (ePUB 3)
Wunderschön <3
Eigentlich alle Bücher von Patricia Koelle treffen mich mitten ins Herz, aber dieses hier besonders.
Ich kann beim Lesen so viel Frieden und Entspannung finden, aber auch Glück und neue Ideen. Ich freu mich schon auf das neue Buch von ihr und hoffe, sie bleibt sich und ihrer Art zu schreiben treu.
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