Produktbild: Hiroshima

Hiroshima Eine Stimme aus der Hölle

1

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

21.05.2025

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

78 (Printausgabe)

Dateigröße

3166 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Daniel Jurjew + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783835377097

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

21.05.2025

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

78 (Printausgabe)

Dateigröße

3166 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

  • Daniel Jurjew
  • Anika Koide

Sprache

Deutsch

EAN

9783835377097

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Eine Stimme aus der Hölle

Lust_auf_literatur am 11.07.2025

Bewertungsnummer: 2536826

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Jahr, am 6. August, ist es genau 80 Jahre her, dass US amerikanische Flugzeuge eine Atombombe auf Hiroshima abgeworfen haben. Die Bombenexplosionen töteten sofort insgesamt ca. 100.000 Menschen – fast ausschließlich Zivilisten. Bis Ende des Jahres starben weitere 130.000 Menschen an den Folgeschäden. Auch in den Jahren danach forderte dieser atomare Angriff noch weitere Todesopfer. Einer dieser "Hibakusha" (被爆者), so nennt man in Japan die direkten Überlebenden der Atombombe, war Hisashi Tôhara. Er überlebt als 18-jähriger die Katastrophe in der Stadt und schreibt wahrscheinlich ein Jahr später seine Erinnerungen an diesen Tag nieder. Zeit seines Lebens hat er diese Aufzeichnungen niemandem gezeigt. Übersetzer Daniel Jurjew nennt es in seinem Nachwort eine mögliche Form der Traumabewältigung. Erst drei Jahre nach seinem Tod entdeckt seine Frau Mieko Tôhara das Heftchen und beginnt die Aufzeichnungen in kleinem Rahmen zu veröffentlichen. Es ist vermutlich der emotionalen Intensität und der Authentizität seines Textes zu verdanken, dass er erst den Weg nach Frankreich und schließlich in eine deutsche Übersetzung fand. Mich persönlich bewegt an Tôharas Text besonders, dass er mir eine Ahnung der Erschütterung vermittelt, die diese Bombe in dem jungen Mann und in seinem Weltbild ausgelöst hat. Auch ganz Japan war danach nie mehr dasselbe. Die Nachwirkungen und die Aufarbeitung dieser historischen Zäsur halten bis heute an. “Der Egoismus beherrscht nunmehr die Gegenwart, und das Mitgefühl ist dünner als Papier geworden. Die Tugenden der Japaner - so etwas ist weit und breit nicht mehr zu sehen. Alle sind mit dem eigenen Überleben voll ausgelastet.” Neben dem puren Kampf ums Überleben, den viele in seiner Umgebung nicht gewinnen, beschreibt Tôhara nachfühlbar seine eigenen, zwiegespaltenen Gefühle. “Genauso malt man die Hölle. Aber mein Herz war so gelähmt, dass es weder Elend noch Mitleid empfinden konnte.” “Mein starkes, nahezu moralisch verwerfliches Festhalten am Leben macht mir Angst.” Besonders gut gefallen hat mir an diesem schmalen Heft, dass es mit ein Nachwort des Übersetzters Daniel Jurjew enthält, das Tôharas Text interpretiert, einordnet und in einen geschichtlichen Kontext setzt. Diese Ergänzung hat meine Lektüre sehr bereichert und vertieft.

Eine Stimme aus der Hölle

Lust_auf_literatur am 11.07.2025
Bewertungsnummer: 2536826
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Jahr, am 6. August, ist es genau 80 Jahre her, dass US amerikanische Flugzeuge eine Atombombe auf Hiroshima abgeworfen haben. Die Bombenexplosionen töteten sofort insgesamt ca. 100.000 Menschen – fast ausschließlich Zivilisten. Bis Ende des Jahres starben weitere 130.000 Menschen an den Folgeschäden. Auch in den Jahren danach forderte dieser atomare Angriff noch weitere Todesopfer. Einer dieser "Hibakusha" (被爆者), so nennt man in Japan die direkten Überlebenden der Atombombe, war Hisashi Tôhara. Er überlebt als 18-jähriger die Katastrophe in der Stadt und schreibt wahrscheinlich ein Jahr später seine Erinnerungen an diesen Tag nieder. Zeit seines Lebens hat er diese Aufzeichnungen niemandem gezeigt. Übersetzer Daniel Jurjew nennt es in seinem Nachwort eine mögliche Form der Traumabewältigung. Erst drei Jahre nach seinem Tod entdeckt seine Frau Mieko Tôhara das Heftchen und beginnt die Aufzeichnungen in kleinem Rahmen zu veröffentlichen. Es ist vermutlich der emotionalen Intensität und der Authentizität seines Textes zu verdanken, dass er erst den Weg nach Frankreich und schließlich in eine deutsche Übersetzung fand. Mich persönlich bewegt an Tôharas Text besonders, dass er mir eine Ahnung der Erschütterung vermittelt, die diese Bombe in dem jungen Mann und in seinem Weltbild ausgelöst hat. Auch ganz Japan war danach nie mehr dasselbe. Die Nachwirkungen und die Aufarbeitung dieser historischen Zäsur halten bis heute an. “Der Egoismus beherrscht nunmehr die Gegenwart, und das Mitgefühl ist dünner als Papier geworden. Die Tugenden der Japaner - so etwas ist weit und breit nicht mehr zu sehen. Alle sind mit dem eigenen Überleben voll ausgelastet.” Neben dem puren Kampf ums Überleben, den viele in seiner Umgebung nicht gewinnen, beschreibt Tôhara nachfühlbar seine eigenen, zwiegespaltenen Gefühle. “Genauso malt man die Hölle. Aber mein Herz war so gelähmt, dass es weder Elend noch Mitleid empfinden konnte.” “Mein starkes, nahezu moralisch verwerfliches Festhalten am Leben macht mir Angst.” Besonders gut gefallen hat mir an diesem schmalen Heft, dass es mit ein Nachwort des Übersetzters Daniel Jurjew enthält, das Tôharas Text interpretiert, einordnet und in einen geschichtlichen Kontext setzt. Diese Ergänzung hat meine Lektüre sehr bereichert und vertieft.

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Hiroshima

von Hisashi Tôhara

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