Das Kriegsende 1945 in Stralsund Aus den Erinnerungen und Tagebüchern von Waltraut Adler und Käthe Rieck
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
03.06.2025
Abbildungen
mit Abbildungen
Herausgeber
Stralsunder Geschichtsverein e.V.Verlag
Edition PommernSeitenzahl
144
Maße (L/B/H)
23,6/16,6/0,8 cm
Gewicht
394 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-939680-91-8
Mit der Besetzung Stralsunds durch die Rote Armee am 1. Mai 1945 endete für die Bewohner der Stadt und die vielen Flüchtlinge, die bereits seit mehreren Wochen in Stralsund festsaßen, die Gefahr in unmittelbare Kriegshandlungen hineingezogen zu werden. Allerdings führte die Besetzung der Stadt zu keiner Verbesserung der Lebenssituation der Menschen. Die Ernährungslage war mehr als kritisch. Die katastrophale Wohnungssituation, die Plünderungen durch befreite Zwangsarbeiter und Einheimische und nicht zuletzt die Misshandlungen und Vergewaltigungen durch Soldaten der Besatzungsmacht erzeugten ein Gefühl von Verzweiflung, Hilflosigkeit und von Angst um das eigene Leben. Verzweifelte „Volksgenossen“ und NS-Funktionäre sahen keinen Ausweg und nahmen sich das Leben; in mehreren Fällen auch zusammen mit ihren Familien.
Unter diesen Umständen ist es bemerkenswert, wenn Menschen ihre unmittelbare Betroffenheit, ihre Ängste und Erlebnisse in Form von Tagebucheintragungen zu Papier brachten. Die Erinnerungen bzw. Tagebücher von Waltraut Adler (1896-1994) und Käthe Rieck (1902-2004) berichten aus sehr persönlicher Sicht über die dramatischen Ereignisse vom Sommer 1944 bzw. Frühjahr 1945 bis zum Herbst bzw. Jahresende 1945. Die Edition stellt die Schilderungen in den zeitgeschichtlichen Zusammenhang des Endes der NS-Herrschaft, der folgenden Okkupation Vorpommerns und Mecklenburgs durch die Rote Armee und der Herrschaftsausübung der Besatzungsmacht. Historische Personen und Orte, Schlösser und Gutshäuser, Ereignisse und Fakten werden durch redaktionelle Anmerkungen erläutert. Kurzbiografien der beiden miteinander bekannten Autorinnen geben Hinweise auf die Lebenswege von Waltraut Adler und Käthe Rieck vor und nach 1945.
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