Produktbild: Das Buch zum Film

Das Buch zum Film

1

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

08.10.2025

Verlag

Jung und Jung Verlag

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

1058 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783990273258

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

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Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

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Barrierefreiheit

  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 A

Erscheinungsdatum

08.10.2025

Verlag

Jung und Jung Verlag

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

1058 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783990273258

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Rekonstruktion schriftstellerischer Anfänge

MarieOn am 16.10.2025

Bewertungsnummer: 2627385

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie aus Clemens J. Setz Clemens J. Setz wurde. Es begann kurz vor seinem achtzehnten Geburtstag. Er wollte unbedingt gelesen werden. In fremden Köpfen als vorübergehend von Nichts getrenntes Hologramm weiterexistieren dürfen. S. 7 Und so zeichnete er sein gesamtes Erleben auf, in E-Mails, Notizbüchern, Ringmappen. Seinen Zivildienst leistete er im Landeskrankenhaus. Er durchlief verschiedene Einrichtungen, in denen ihm ganz unterschiedliche Menschen begegneten. Ein blinder Junge aus der Musik-Frühförderklasse mastrubierte unaufhörlich. Jeder Versuch, ihn davon abzubringen, scheiterte. Während er sich abmühte, liefen ihm Tränen übers Gesicht. Die meisten nicht sprechenden Bewohner knirschen mit den Zähnen. Reiben ihre Zähne aufeinander gegen die Sprachlosigkeit. Ein Kind warf mit seiner Scheiße, wenn es aufgeregt war und Clemens beschleunigte seine Reaktionen. Als eines der Kinder starb, bat er um die Versetzung auf eine andere Station. Ein spät erblindeter Bewohner, schon alt, seit kurzem im Heim, hat sich nachts aus dem Fenster gestürzt und ist verstorben. Alle sind schockiert. Im Altenheim blickt man von den Flurfenstern aus auf den Friedhof. Clemens Vater war wieder verschwunden. Er hat wohl ein finsteres Geheimnis und musste untertauchen. Wen interessiert sein Geheimnis. Die Mutter interessierts. Clemens lungert oft ums Berufsschulinternat, um J. zu treffen. Sie war in der Pause nicht zu sehen. Er erfährt, dass sie geschlossen untergebracht wurde. Pulsadern. Sein Vater verbietet ihm, J. nochmal in die Wohnung zu lassen. „Dass du dich zu solche Leut überhaupt in die Nähe traust!“ Die schwerbehinderte Camilla ist gestorben. Keiner weiß, warum. Der Vater brüllt besoffen: „Menschen gibts kane. Niemand existiert mehr! Ihr aa nit!“ Der Sohn nimmt Beruhigungsmittel. Fazit: Clemens J. Setz, vielfach ausgezeichneter österreichischer Autor hat seine persönlichen Aufzeichnungen aus den Jahren 2000-2010 veröffentlicht. Anhand diverser Notizen gelang ihm die Rekonstruktion seiner schriftstellerischen Anfänge. Mit achtzehn Jahren begann er seinen Zivildienst und sammelte eindrucksvolle Erfahrungen im Umgang mit körperlich und geistig behinderten Menschen. Die Trinksucht seines Vaters setzte ihm zu. Während seines Studiums erschwerte die Beziehung zu einer psychisch kranken, suizidalen Lebensgefährtin seinen Alltag. In rudimentären, teils unzusammenhängenden Einträgen puzzelt der Autor ein Jahrzehnt seines Erlebens zusammen. Ich muss gestehen, dass dieses Memoir meine erste Erfahrung mit Clemens J. Setz ist und würde einem Leser, der sich dem Autor annähern möchte, sicher ein anderes Buch empfehlen. Und da gibt es einige zum Beispiel „Monde vor der Landung“ (Österreichischer Buchpreis 2023) Für alle, die den Autor bereits kennengelernt haben, dürften seine Anfänge erhellende Hintergrundinformationen bereithalten.

Rekonstruktion schriftstellerischer Anfänge

MarieOn am 16.10.2025
Bewertungsnummer: 2627385
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie aus Clemens J. Setz Clemens J. Setz wurde. Es begann kurz vor seinem achtzehnten Geburtstag. Er wollte unbedingt gelesen werden. In fremden Köpfen als vorübergehend von Nichts getrenntes Hologramm weiterexistieren dürfen. S. 7 Und so zeichnete er sein gesamtes Erleben auf, in E-Mails, Notizbüchern, Ringmappen. Seinen Zivildienst leistete er im Landeskrankenhaus. Er durchlief verschiedene Einrichtungen, in denen ihm ganz unterschiedliche Menschen begegneten. Ein blinder Junge aus der Musik-Frühförderklasse mastrubierte unaufhörlich. Jeder Versuch, ihn davon abzubringen, scheiterte. Während er sich abmühte, liefen ihm Tränen übers Gesicht. Die meisten nicht sprechenden Bewohner knirschen mit den Zähnen. Reiben ihre Zähne aufeinander gegen die Sprachlosigkeit. Ein Kind warf mit seiner Scheiße, wenn es aufgeregt war und Clemens beschleunigte seine Reaktionen. Als eines der Kinder starb, bat er um die Versetzung auf eine andere Station. Ein spät erblindeter Bewohner, schon alt, seit kurzem im Heim, hat sich nachts aus dem Fenster gestürzt und ist verstorben. Alle sind schockiert. Im Altenheim blickt man von den Flurfenstern aus auf den Friedhof. Clemens Vater war wieder verschwunden. Er hat wohl ein finsteres Geheimnis und musste untertauchen. Wen interessiert sein Geheimnis. Die Mutter interessierts. Clemens lungert oft ums Berufsschulinternat, um J. zu treffen. Sie war in der Pause nicht zu sehen. Er erfährt, dass sie geschlossen untergebracht wurde. Pulsadern. Sein Vater verbietet ihm, J. nochmal in die Wohnung zu lassen. „Dass du dich zu solche Leut überhaupt in die Nähe traust!“ Die schwerbehinderte Camilla ist gestorben. Keiner weiß, warum. Der Vater brüllt besoffen: „Menschen gibts kane. Niemand existiert mehr! Ihr aa nit!“ Der Sohn nimmt Beruhigungsmittel. Fazit: Clemens J. Setz, vielfach ausgezeichneter österreichischer Autor hat seine persönlichen Aufzeichnungen aus den Jahren 2000-2010 veröffentlicht. Anhand diverser Notizen gelang ihm die Rekonstruktion seiner schriftstellerischen Anfänge. Mit achtzehn Jahren begann er seinen Zivildienst und sammelte eindrucksvolle Erfahrungen im Umgang mit körperlich und geistig behinderten Menschen. Die Trinksucht seines Vaters setzte ihm zu. Während seines Studiums erschwerte die Beziehung zu einer psychisch kranken, suizidalen Lebensgefährtin seinen Alltag. In rudimentären, teils unzusammenhängenden Einträgen puzzelt der Autor ein Jahrzehnt seines Erlebens zusammen. Ich muss gestehen, dass dieses Memoir meine erste Erfahrung mit Clemens J. Setz ist und würde einem Leser, der sich dem Autor annähern möchte, sicher ein anderes Buch empfehlen. Und da gibt es einige zum Beispiel „Monde vor der Landung“ (Österreichischer Buchpreis 2023) Für alle, die den Autor bereits kennengelernt haben, dürften seine Anfänge erhellende Hintergrundinformationen bereithalten.

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