Produktbild: Muttermale

Muttermale Roman

4

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

16.09.2025

Verlag

Jung und Jung Verlag

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

882 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783990273227

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Barrierefreiheit

  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 A

Erscheinungsdatum

16.09.2025

Verlag

Jung und Jung Verlag

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

882 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783990273227

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  • Buch_im_Koffer

    aus Münster

    5/5

    23.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr berührende Spurensuche

    Fragmente, kleine Anker hat die Tochter, um sich der Mutter zu erinnern. Verinnerlichte Worte, ein Lied, Fotos, Alltagsgegenstände – sie alle erzählen von verblassten Gedankenschnipseln, kurzen Episoden, die sich aus der Vergangenheit ins Heute tragen. Diese versucht die Tochter mit den wenigen Fakten, die sie hat, zu einem Ganzen zusammenzusetzen. Geboren 1924 in Ostpreußen, Krieg, Flucht, Arbeit als Krankenschwester beim DRK, Ehe in Westdeutschland. In immer neuen Ansätzen ist es ein Versuch, sich der Mutter anzunähern, ein Leben zu rekapitulieren, zu verstehen. Sie, ein „Flüchtling!“, die die Erinnerung an die „entrissene Heimat“, an eine Zeit vor dem Krieg im neuen Leben stets in sich trug, gleich einer „Konserve“ bewahrte, und doch vehement schwieg. Teil einer Generation der Sprachlosigkeit, die sich der Tochter manifestierte, das Erlebte, das Grauen, stets gut verschlossen. Der Tochter gegenüber fremd, distanziert. Die Verschlossenheit und stille Angepasstheit, die die Fragen und Hoffnungen der folgenden, jungen Generation zeitlebens abprallen ließ. „So gab es von Beginn an eine Verfeindung, deine gegen meine Zeit, Abfolge war keinesfalls Nachfolge.“ Nur wenige kleine Lichtblicke der Nähe und Zuneigung, ein Lächeln mal, ein „Bemuttertwerden“, waren ihr vergönnt. Dagmar Leupolds Roman ist sprachgewaltig und poetisch zugleich. Grandios, wie sie über die kleinen Anker in Erzählungen abtaucht, die der Mutter nie vollends gerecht werden können, ihr aber zumindest eine Kontur, eine ‚Ahnung von‘ verleihen. Und so ist es nun die Tochter, die der Sprachlosigkeit der Mutter ihre eigenen Worte entgegensetzt, Überlegungen und Vermutungen anstellt, zusammengesetzt aus vielen kleinen „Malen“, die die Mutter hinterlässt. Jeder einzelne Anlauf, das Unausgesprochene und Erinnerte zum Leben zu erwecken, manchmal nur 1, 2 Seiten, ist eine kleine Entdeckung! Lesen, innehalten, weiterlesen. Großartig!

  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    31.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Annäherung an die Mutter

    Für den Bayerischen Buchpreis zu recht nominiert: Dagmar Leupod denkt zurück an ihre Mutter. Die Mutter wurde 1924 in Ostpreußen geboren und erlebte in ihrem jungen erwachsenen Leben den 2. Weltkrieg, der sie scheinbar sehr geprägt hat. Die 1956 geborene Tochter erlebt die Mutter als distanziert, streng und kalt. Lacht sie einmal, interpretiert es ihre Tochter als Gefühlsentgleisung. Der Roman erstreckt sich von der Kindheit und Jugend bis zum Muttersein und ihrem Altern und Sterben. Es besteht keine liebevolle Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Besonders deutlich wird das, wenn die Tochter beschreibt, dass sie auch den Kochlöffel zu spüren bekommen hatte. Über vieles wird geschwiegen. Der Roman wird als eine Annährung beschrieben – ich interpretiere den Roman als die Mutter verstehen wollen. Wer war sie, diese Mutter, die zwei ihrer Brüder im Krieg verloren hatte, die als Krankenschwester die Verwundeten versorgte und aus ihrer Heimat vertrieben wurde? Die protestantisch war und Prügel als Disziplinierungsmaßnahme akzeptierte. Erst im Alter änderte sie sich ein wenig: ohne Chanel No. 5 ließ sie sich nicht im Rollstuhl vor die Türe führen und dieser Duft wird die Tochter immer an die Mutter erinnern. Ein großartiger Roman, der die Atmosphäre von Gefühlskälte und Distanz außergewöhnlich gut transportiert. Sprachlich ein Genuss – zu Recht nominiert für den Bayerischen Buchpreis.

  • ClaraVeritas

    5/5

    16.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Poetisches Nachspüren: Auf Spurensuche im Leben einer Mutter

    In „Muttermale“ begibt sich die Erzählerin in eine „Asservatenkammer“ voller Erinnerungen an ihre Mutter: Fotos, Gegenstände, Worte – alles wird behutsam betrachtet, erfühlt und poetisch reflektiert. Es ist kein klassischer Familienroman, sondern eine literarische Spurensuche durch Zeit und Leben einer Frau. Die Mutter ist komplex: streng, verschlossen, geprägt von Krieg und Flucht. Doch zwischen Schweigen und Härte blitzen kleine Momente auf – winzige Heiterkeit, flüchtige Zuwendung, ein Lächeln oder ein Lied –, die besonders berühren. Dennoch bleibt vieles ungesagt. Leupold erzählt in Fragmenten, springt zwischen Kindheit, Jugend und späterem Alter und verknüpft Alltagsbeobachtungen mit Reflexionen über Krieg, Flucht und Nachkriegszeit. Die Sprache ist dicht, voller feiner Nuancen. Mich hat das Buch stark berührt. Auch ich bin Tochter einer Mutter, die über ihre Vergangenheit schweigt, und konnte das Wechselspiel von Nähe und Fremdheit, Sehnsucht und Erstarrung unmittelbar nachempfinden. Der Titel „Muttermale“ ist treffend: Er meint nicht nur körperliche Zeichen, sondern auch die Spuren – sanfte Male wie schmerzliche Kerben –, die Mütter im Leben ihrer Kinder hinterlassen. Fazit: „Muttermale“ ist ein Buch über Erinnerung, Schweigen, Liebe und Versäumnis – sensibel, klug und von beeindruckender literarischer Qualität. Empfehlenswert für Leser*innen, die keine lineare Familiengeschichte suchen, sondern offen sind für das Erkunden von Sprachlosigkeit und Generationserbe. Ein stilles, nachhallendes Werk, das zum Nachdenken über die eigenen „Muttermale“ einlädt.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    3/5

    18.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spuren eines Lebens

    »Ich stelle dir nach, ich fahnde nach dir, ich nehme dich in Beschlag - und du bringst mich in große Verlegenheit, denn du hast keinen Namen. Mutter. Behausung. Kerker. Verschlusssache. Oberbefehlshaberin.« (Seite 11) - Die Mutter der Autorin ist einst aus Preußen geflohen, also spürt Dagmar Leupold deren Spuren nach, versucht zu ergründen, wer diese Frau war und wie sie durch die Kriegs- und Nachkriegsjahre geprägt worden ist. Hierbei springt sie zwischen eigenen Erlebnissen mit der Mutter als auch denen, die sich lange vor ihrer Zeit ereigneten, hin und her, was es für mich unmöglich macht, mitzukommen. Die Erzählung selbst ist so persönlich, so unfassbar intim, dass nur nahestehende Personen darin etwas finden. - Gegenstände wurden erwähnt, Situationen analysiert und an Tragödien erinnert, die bei mir selbst keinen Eindruck hinterließen, keinen solchen hinterlassen können, weil sie so personenbezogen sind. Dies machte das Lesen des Buches leider etwas schwierig, es erlaubte mir nicht, es mir in der Geschichte bequem zu machen, wie ich es mir gewünscht hätte. Dennoch war es bereichernd, einige Situationen fand ich berührend und erinnerte mich an eigene Erlebnisse mit meiner Familie. Ein leiser Roman mit einer sprachlichen Eleganz, die durch die Seiten fließt.

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