Im neuen Band unserer Wien-Reihe lädt Peter Ruppert zu einer literarischen Zeitreise durch das 18. bis 21. Jahrhundert ein. Im Mittelpunkt stehen Autorinnen und Autoren, die Wien mit all seinen Eigenheiten in ihren Werken spiegeln – mal liebevoll, mal schonungslos. Ein facettenreicher Bilderbogen entsteht: von Joseph Richter, der seinen Eipeldauer an den Vetter in Kagran berichten ließ, über Adolf Bäuerle, Ferdinand Raimund und Johann Nestroy bis zu den Kaffeehausliteraten des Fin de Siècle wie Felix Salten – vielleicht, vielleicht auch nicht der Schöpfer der berüchtigten Josephine Mutzenbacher. Hugo von Hofmannsthal markierte mit „Der Schwierige“ den Abgesang auf eine untergehende Gesellschaft. Ingeborg Bachmann rang mit patriarchalen Strukturen, die Wiener Gruppe provozierte mit Sprachspielen und Aktionen. Heimito von Doderer kartografierte das Bürgertum, Thomas Bernhard überzog die Stadt mit bitterer Sprachgewalt. Und Lotte Ingrisch verfasste Bücher mit prominenten Verstorbenen aus dem Jenseits – ein Buch als Hommage an das literarische Wien.
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